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Steißbeinbruch - wie lange bis zur Heilung?

pieps


das autofahrn ist bei mir halt das große problem

Oh erinnere mich bitte nicht daran. Auto ein- und aussteigen war die Hölle, genauso wie ins Bett und wieder heraus. Aber man entwickelt da mit der Zeit schon seine eigene Technik. ;-)

lt.therapeut dauert es ein halbes jahr bis eine 2milimeter schicht an kalusbildung vorhanden ist

Na dann weiß ich jetzt warum ich noch lange danach Probleme bei längeren Autofahrten hatte.

A&wesBome


Hallo!

Es ist schon lange her seit dem letzten Eintrag zu diesem Thema, dennoch ist ist es immer noch aktuelle da es keine wirkliche Lösung gibt.

Meine Kurzgeschichte: Beim Radfahen im Wald bin ich "unabsichtlich" so blöd es sich anhört über ein Schanze gesprungen, ungefähr 4 Meter weit und 3 Meter hoch. Ich bin mit den Händen voran und dann mit meiner rechten Beckenseite aufgekommen. Was dann passierte weiß ich nicht. Ich war bewusstlos und als ich aufwachte fand ich mich am Rücken liegend im Wald wieder. Ich bin mit ein paar Kratzern davon gekommen, dachte ich mir. Das Röntgen im Krankenhaus ergab nichts Auffälliges. Ich war zur Zeit des Unfalls schon in physiotherapeutischen Behandlung weil ich in der Leistengegend einen brennenden Schmerz hatte und mein Becken beim Anspannen des Gesäßes extrem krachte. Die Therapie war eine gesamte Festigung der Muskulatur da, ich von Natur aus sehr über beweglich bin.

Ein halbes Jahr nach dem Unfall begleiteten qualvolle Rückenschmerzen meinen Alltag. Fast ausschließlich im Lendenwirbelbereich aber ich konnte die Schmerzquelle gut lokalisieren. Sobald ich mit setzte begann ein Nesseln und Brennen das sich eben in den Lendenwirbelbereich ausweitete. Nach CT's und MRT's war dann offensichtlich dass das Steißbein abgeknickt ist. Der Arzt konnte mir aber nicht sagen ob das von dem Unfall kam oder immer schon so ist. Es gibt wohl Menschen die werden so geboren und haben nie Probleme damit. Um herauszufinden, ob das Steißbein die Quelle der Beschwerden ist hat er vor Ort versucht es wieder zurecht zu biegen. Neben der Tatsache dass dies über den rektalen Weg passieren muss war meine schmerzhafte Reaktion für den Arzt eindeutig dass es wohl das abgeknickte Steißbein sein muss.

Da jetzt eine "Diagnose" gestellt ist fragte ich nach einer möglichen Behandlung:

1

Wenn es nicht besser wird entfernen, da man das Steißbein nicht braucht. Da ich ich schon einige OP's hatte und weiß das fast jede mit gewissen Nebenwirkungen zusammenhängt will ich natürlich einen solchen Eingriff vermeiden. Der Arzt meinte: Es würde nur eine kleine kosmetische Narbe bleiben die nach zwei Wochen verheilt ist. Seinen Erfahrungswerten zufolge waren die meisten Patienten die es entfernen ließen danach Schmerz frei.

2

Man kann auch Versuchen die schmerzhafte Stelle unter Röngtenaufsicht lokal zu betäuben also mit Schmerzmittel behandeln, was sich für mich als eine kurzfristige Lösung angehört hat.

Ich wollte mich mit dieser Lösungsauswahl nicht zufrieden stellen lassen. Da ich mir auch im klaren bin, dass Schmerzen oft durch ganz andere Probleme sei es psychisch oder physisch ausgelöst werden können bin ich weiter auf Arztsuche gegangen. Der nächste Arzt war vor allem durch Vertretung der Neuraltherapie bekannt mein dritter Lösungsansatz.

3

Neuraltherapie ist die Behandlung von chronischen oder akuten Erkrankungen mit einem Lokalanästhetikum, meist Procain. Diese Therapie soll den Körper anregen sich selbst zu heilen, sie fördert die Durchbluten in der schmerzhaften Region sowohl eben die Selbstheilung. Diese Therapie besteht aus einer Wiederholung von ungefähr 5 Zyklen. Dazu kommt, das nicht selten bei dieser Therapie die wahre Quelle des Schmerzes zu Tage kommt. Der Arzt meinte von einem Fall wo eine Dame mit Rückenschmerzen zu ihm gekommen ist und nach der Neuraltherapie sich ihre Zähne meldeten und mit der Lösung des Zahnproblems auch der Rücken wieder schmerzfrei war. Ich will hier keine Werbung machen sondern nur weitergeben was ich jetzt so an Möglichkeiten gesammelt habe da ich mit euch mitfühlen kann wie kräfteraubend ein konstanter Schmerz ist.

4 Sitzring ...

Der letzte Arzt den ich aufgesucht habe hat mir auch nichts neues sagen können als der Rest. Er hat aber darauf bestanden das ich mir einen Sitzring zulege um mit der Entlastung des Steißbeins heraus zu finden, ob es wirklich am Steißbein liegt. Ich sitze jetzt also auf einem kleinen "Schwimmreifen" und suche weiter nach längerfristigen Lösungen. Ich weiß nicht ob ich, sollte der Ring wirklich dauerhaft helfen, mich abfinden will bis ans Ende auf einem Ring zu sitzen ... Dennoch ergibt sich somit der vierte Lösungsansatz.

Tja also außer von der sitzenden Tätigkeit in die Stehende zu wechseln und Hilfsmittel wie einen Sitzring zu verwenden kann ich auch keine eindeutige Lösung bitten außer der nüchteren Aussage das Steißbein entfernen zu lassen. Ich werde mit Sicherheit noch alternative Methoden wie Kinesiologie versuchen sollte aber nichts helfen sehe ich mich trotz jungen Alters gezwungen das Ding loszuwerden.

Zum Schluss noch ein kleiner Hoffnungsfunke. Ich habe vor kurzen mit einer Person gesprochen die als sie 6 Jahre alt war von einem Auto erfasst wurde und den Unfall zum Glück überstanden hat. Erst vier Jahre danach kam es zu unglaublichen Kreuzschmerzen. Als klar war das dass Steißbein der Auslöser war hat ein Arzt rektal das Steißbein gerichtet und seitdem ist diese Person absolut schmerzfrei. Ich verstehe also nicht warum man nicht "einfach" mit lokaler Betäubung ein gebrochenes oder angeknackstes Steißbein richten kann.

So genug Geschichten erzählt vielleicht ist etwas dabei was jemanden hilft?! Außerdem würde es mich freuen wenn einige

von euch ihre Situation aktualisieren, vielleicht hat sich ja in der Zwischenzeit was gebessert.

Mein Nächster Ansatz wird in Richtung Kinesiologie gehen

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