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Patellaspitzensyndrom

l5a|nrxob


Hi Annette,

also erstmal kurz zu mir. Leider ist keine Besserung in Sicht. Ich habe mir in der Apotheke 3 Gelkompressen zum kühlen besorgt und Diclofenac um einfach ein bisschen Linderung zu erfahren. Durch das kühlen wirds auch immer zumindest vorübergehend besser. Aber das ist ja keine Lösung auf Dauer. Ich habe ja leider schon alles probiert was man an Therapien machen kann aber nichts hilft. Ich werde demnächst zu einem Orthopäden gehen den ich empfohlen bekommen hab. Vielleicht weiß der was neues, ich bezweifle das.

Zur dem Band. MIr bringt es nichts. Es sollt auch eher vorbeugend eingesetzt werden, da das Band Druck auf die Patellasehne ausübt (beim Sport) und es so entlastet. Kannst du ja ausprobieren, schaden tuts auf jeden fall nicht.

Radeln ist laut meinen vielen Ärzten absolut zu empfehlen bei PSS da ziemlich wenig Gewicht auf deinem Knie lastet und die Muskeln sehr beansprucht werden um die Patellasehne zu entlasten. also soviel radeln wie möglich, davor gut aufwärem und anschließend kühlen, kühlen, kühlen..

Ich mache auch im Fitnessstudio spezielle Übungen für die hintere Oberschenkelmuskulatur und für die vordere.

Also ich wünsch dir viel Erfolg. Würd mich freuen wenn du es losbekommst. Wichtig ist auch, (hab ich schon oft gehört/gelesen) dass du wenn es wieder besser geht, sehr sehr langsam wieder mit dem Sport und der Belastung anfängst. Also vielleicht erstmal ganz langsam joggen (auch weichem Boden) usw.

Viel Glück,

lanrob

sstaudmichrxis


Hallo allerseits,

Letzte Infos von meiner PSS-Seite:

Nach einer mittlerweile mehrwöchigen Laufabstinenz und natürlich nach wie vor vorhandenen PSS-Beschwerden habe ich vor kurzem einen sehr guten Sportarzt und Unfallchirurgen (natürlich wieder einmal privat) aufgesucht, um mir eine weitere Meinung einzuholen.

Er hat mir auf den Bildern meiner MR-Tomographie (7 Monate alt) gezeigt, dass die Patellasehne genaue in der Mitte am Kniescheibenansatz (dort wo's auch am meisten schmerzt) ein regelrechtes "Loch" zeigt, also einen Bereich, wo das Sehengewebe schon stark nekrotisch verändert ist. Die Diagnose war ja nach den 1 1/2 Jahre mit typischen PSS-Dauerbeschwerden eigentlich keine Überraschung für mich, nur hat das bisher keiner meiner behandelnden Ärzte so eindeutig aufgezeigt!

Seine Prognose nach über 20 Jahren Erfahrung mit ambitionierten Sportlern und Profi-Fussballern (er ist Vereinsarzt eines renomierten Wiener Großklubs) lautete:

Bei einem derart fortgeschrittenen chronischen PSS ist die Selbstheilungstendenz sehr gering und in vielen Fällen dauert es auch bei konsequenter Schonung und konservativer Therapie 2-3 Jahre, bis die Beschwerden völlig verschwunden sind. Und dass auch nur, wenn auf alle Belastungen, die einen starken Zug auf die Patellasehne auslösen, verzichtet wird. Dazu gehört dann auch schon das Radfahren mit stärkeren Widerständen oder häufiges Treppensteigen. Sind ja echt tolle Aussichten mit diesem verdammten PSS!

Aber selbst wenn's durch Schonung mal weg ist, kommt das PSS in den meisten Fällen nach einer Wiederaufnahme von kniebelastenden Sportarten recht rasch wieder.

Das heißt, ich muss mit meinen derzeitigen Beschwerden, die durch das Radfahren weder schlechter, noch besser werden, wahrscheinlich leben und das Laufen ohnehin ganz bleiben lassen.

Zu den OP-Aussichten: Mein Arzt hat beim PSS nach eigenen Angabe sehr gute Erfahrungen mit einer eigenen OP-Methode gemacht. Dabei wird nicht nur das schadhafte Sehengewebe am Ansatz entfernt bzw. die Sehne eingeschnitten (meistens V-förmig), sondern der in der Mitte durch das Herausschneiden geschwächte Sehnenbereich durch zwei von der linken und rechten Sehnenseite entnommenen und in der Mitte wieder eingesetzte Fasern wieder verstärkt. Das Ganze passiert auch jeweils unter Abtrennung und Wiedereinsetzen eines Teils der Patellaspitze (Mitte kommt komplett weg, Seite mit Sehnenansatz wird in der Mitte wieder eingesetzt).

Das Problem dabei ist natürlich die sehr lange Reha-Zeit von 4-6 Monaten und dass das Bein in den ersten 3-4 Wochen komplett mit einer Schiene ruhiggestellt wird, damit die Sehne und Patellaspitze wieder ordentlich verwachsen können. Dabei geht natürlich die gesamte Beinmuskulatur verloren, weil die aktive Heilgymnastik erst nach 6-8 Wochen beginnen kann! Es muss also alles erst wieder mühsam aufgebaut werden und außerdem darf man natürlich ja nicht zu früh mit den Belastungen anfangen, sonst besteht wieder große Gefahr für eine Schädigung der Sehne.

Die Erfolgsaussichten sind angeblich sehr gut, aber für mich hört sich so eine OP und die lange Reha-Zeit doch sehr beängstigend an, zumindest derzeit noch. Wer weiß, wie ich in einigen Monaten oder vielleicht Jahren darüber denke.

Gruß

Chris

gwis'elaVausx


Die Operation behebt die Ursache nicht! Deshalb wird Dein PSS auch nach einer Operation wiederkommen. Viele Schreiber hier haben es versucht, keinem hat es geholfen.

Lies mal den Beitrag vom rapid-paul auf Seite 28, sprich' mit Deinem Hausarzt darüber und lass Dir KG bei einem geeigneten Therapeuten verschreiben. Mit dem dehnst Du dann, was das Zeug hält, immer schön in den Schmerz hinein.

Das mit dem Dehnen muss dann dauerhaft geschehen, scheint aber als Einziges zu helfen.

Einen vergleichbaren Effekt hat übrigens der Tennisarm, über eine gut funktionierende Dehnungstherapie berichtet: [[http://www.airbed.ch/tennisarm/welcome.htm]]

Leider lassen sich die Oberschenkel nicht so einfach dehnen.

Grüße, Gisela

sAta0udi"cxhris


Den Beitrag von rapid-paul habe ich natürlich schon längst gelesen, nachdem ich selbst schon monatelang exzessiv die Oberschenkelmuskulatur mindestens 2 Mal am Tag Mal gedehnt hatte. Anfangs auch mit Hilfe von erfahrenen Sport-Physiotherapeuten und danach dann genauso konsequent mit Partnerunterstützung zu Hause. Der Dehnungsfortschritt war enorm und mittlerweile kann ich bei korrekter Ausführung meinen Fuß nicht nur bis zum Gesäß hochziehen, sondern bis zum unteren Rücken und selbst dabei ist kaum mehr ein Ziehen im Muskel zu spüren.

Auch die heftigen Schmerzen am PS-Ansatz habe ich beim Dehnen des Quadrizeps in Kauf genommen, aber die sind auch nach konsequentem monatelangen Dehnen und Einhaltung einer Laufpause nicht wesentlich weniger geworden. Ganz zu Schweigen, was dann mit dem Sehnenansatz los war, als ich dann wieder mal einen lockeren Laufversuch unternommen habe. Alle Mühen, den Schmerz mit mehrwöchiger konsequenter Arbeit und Laufverzicht wenigstens um ein paar Prozent zu reduzieren, waren während und nach der ersten minimalen Belastung (ich spreche hier nur von langsamen Joggen, was für mich als ehemaligem ambitionierten Läufer ohnehin frustrierend genug ist) praktisch umsonst! Die Meinung, dass das PSS immer auf einen verkürzten Quadrizeps zurückzuführen ist, zählt für mich also nicht mehr viel.

Ich bin davon überzeugt, dass die Entstehung meines PSS absolut nichts mit einer Verkürzung der Muskulatur zu tun gehabt hat, weil ich schon seit vielen Jahren als Ergänzung zu allen meinen Trainingseinheiten ordentlich gedehnt habe. Es konnte auch keiner meiner Therapeuten irgenwo eine verkürzte Muskulatur oder eine zu schwach ausgeprägte Muskulatur feststellen und das hätte mich aufgrund meines vielseitigen Trainings inkl. regelmäßigen Krafttraining auch sehr gewundert.

Mein derzeitiges persönliches Fazit:

1) Meine chronischen Beschwerden sind als Folge irgendeines jahrelangen Ungleichgewichts (Ursache nach wie vor unbekannt) bei sportlichen Belastungen, v.a. durch Laufen enstanden.

2) Der Verschleiß am Sehnenansatz kann nicht durch Dehnen und auch nicht durch exzentrische Übungen für die Patellasehne rückgängig gemacht werden, zumal ich ohnehin immer schon solche Übungen gemacht habe.

3) Allheilmittel für eine Behandlung des PSS gibt es nicht und Methoden, die den einen geholfen haben, können bei anderen vielleicht überhaupt nichts bewirken.

4) Die Sportmedizin ist mit Problemen wie dem PSS ziemlich überfordert, sowohl was die Ursachen als auch was die Behandlungsmöglichkeiten betrifft. Dies zeigt sich für mich durch äußerst unterschiedliche Meinungen und Behandlungsansätze von Therapeuten und Fachärzten. Ich habe mir selbst viele Meinungen von Fachleuten eingeholt und die Meinungsverschiedenheiten waren geradezu erschreckend!

5) Zur OP entscheiden sich früher oder später die meisten, bei denen jahrelange Behandlungen zu keiner Besserung geführt haben, weil der Leidensdruck wahrscheinlich irgendwann einmal zu groß wird. Für mich ist es derzeit noch kein Thema, weil ich zumindest noch eingermaßen Radfahren kann, ohne dass die Beschwerden davon mehr werden.

Selbstverständlich würde ich es in diesem Forum sofort hineinschreiben, wenn ich entscheidende eigene Erfolge durch Behandlungen (auch durch OP) berichten könnte, aber man darf nicht davon ausgehen, dass das alle Erfolgreichen tun!

Ich kenne mittlerweile einige persönliche hartnäckige PSS-Fälle, die es mit (langwieriger) physiotherapeutischer Behandlung oder in zwei Fällen sogar nur durch Operation geschafft haben, ihre Beschwerden loszuwerden oder zumindest deutlich zu lindern, aber keiner von denen hat jemals in ein solches Forum hineingeschaut, geschweige denn, selbst etwas hineingeschrieben!

Bleibt also immer noch für alle eine kleine Hoffnung, dass eine besserung der PSS-Beschwerden möglich ist.

Gruß

Chris

TQhoJmcxom


Hallo ich habe schon vor einiger Zeit einmal einen Beitrag hereingestellt.

Ich habe das Syndrom 3 Jahre lang am linken Knie gehabt...als es weg war habe ich die gleichen Beschwerden am rechten Knie bekommen !

Was mit gut geholfen hat war das Tapen ( Kasseler-Bandage und/oder mit Leukotape tapen ) und die Behandliung mit Wärme ( Sauna, Wärmekissen etc. ).

Kann wieder kicken ohne scmerzen. Mein Doc hat gemeint ich muss einfach mehr für meine Muskulatur tun, d.h. gut aufwärmen, cool down, auslaufen usw. !

Ich war während der 3 Jahre am verzweifeln. Wenn man sich aber dahinter setzt kann man sowas gut in den Griff bekommen !

Nochmal....zum trainieren immer mit Tape !!!!

E2x 5Sposrtler


Hallo zusammen,

ich bin von Seite 19 bis 27 hier aktiv gewesen ;-) und habe mich 2 Jahre mit PSS rumgeschlagen.

Seit einem halben Jahr bin absolut schmerzfrei. :)^

Kopf hoch, das schafft ihr auch. Ich war auch ziemlich am Ende gewesen und hatte schon fast resigniert aber es ist tatsächlich heilbar (vielleicht nicht bei jedem).

Leider kann ich euch auch kein Allheilmittel nennen, meine Tipps hatte ich ja schonmal erwähnt.

Da, wie ich damals auch festgestellt hatte, nur wenige geheilte sich wieder melden, werde ich hier immer mal regelmässig reinschauen.

Wenn man einmal betroffen war, kann man das auch nicht so schnell vergessen und bis heute horche ich ständig in meine Kniee rein.

Euch allen, gute Besserung.

g}ise#laau,sgö


@ staudichris:

Der Dehnungsfortschritt war enorm und mittlerweile kann ich bei korrekter Ausführung meinen Fuß nicht nur bis zum Gesäß hochziehen, sondern bis zum unteren Rücken und selbst dabei ist kaum mehr ein Ziehen im Muskel zu spüren.

Sorry, dass ich das erst jetzt lese, aber den Quadrizeps brauchst Du eigentlich nicht besonders zu dehnen. Es geht um die Dehnung der Rück- und nicht der Vorderseite, also der nicht trainierten und durch die hohe Belastung stark verkürzten rückseitigen Muskulatur. Der Quadrizeps dehnt sich schon von alleine, sobald Du Dich etwas bewegst.

Ich hatte deshalb auch das Tennisarm-Beispiel genannt: auch hier wird nicht der schmerzende Muskel selbst, sondern besonders auch die Rückseite, also der Gegenmuskel gedehnt um die korrekte Muskelbalance und -geometrie wiederherzustellen.

Leider ist das nicht so einfach. Versuch mal' im Liegen das gestreckte Bein mit den Zehen zum Körper hin hochzuheben. Wenn Du es senkrecht schaffst, sollte Dein Knie irgendwann beschwerdefrei sein.

Gruß, Gisela

satfauAdi5cxhris


@ Gisela

Danke für deinen Beitrag.

Ich habe in diesem Forum in diesem Jahr ohnehin schon ausführlich über meine PSS-Erfahrungen berichtet.

Leider habe ich (in meinem Fall) schon lange nichts mehr von der Annahme gehalten, dass ich mein PSS durch weitere Dehnungsübungen für die Oberschenkelmuskulatur in den Griff bekommen kann, denn ich habe meine Bein- und auch die Rumpfmuskulatur schon jahrelang sehr konsequent mit Krafttraining gestärkt (vorne und hinten!) und auch gedehnt und erst seit dem Auftreten des PSS die Quadrizeps dann noch mehr gedehnt, weil das eben oft als Hauptursache für das PSS gesehen wird.

Die hinteren Oberschenkel habe ich dabei nie vernachlässigt und das sieht dann so aus, dass ich im Stehen problemlos mit den Handflächen bei gestreckten Beinen vor den Zehen den Fußboden erreichen kann und auch im Liegen komme ich beim Anheben des gestreckten Beins deutlich über die senkrechte Position hinaus. Also keineswegs eine verkürzte hintere Oberschenkelmuskulatur!

Hüfte und unter Rücken weisen auch keine Kraft- oder Beweglichkeitsdefizite auf, also auch hier Fehlanzeige.

Wie gesagt, in meinem Fall bin ich schon längst davon überzeugt, dass weder eine verkürzte Beinmuskulatur noch eine zu schwach trainierte Muskulatur für das PSS verantwortlich waren.

Meine Sportphysiotherapeuten (keine Anfänger!) waren angesichts meiner sehr gut trainierten Beinmuskulatur und Dehnbarkeit auch ziemlich ratlos, weil ich keineswegs ein typischer PSS-Kandidat war, zumal ich auch keine Sprungsportarten ausgeübt habe, die dann die Entwicklung eines Junper’s Knee begünstigt hätten.

Wie auch immer, nachdem ich auch das andere Repertoire an Therapeuten und Osteopathen schon längst hinter mich gebracht habe und zu keinem Erfolg bzw. zu keiner Erkenntnis bezüglich der PSS-Ursache gekommen bin (außer, dass das Laufen eben irgendwann zu viel für meine Sehne geworden ist), muss ich wohl damit leben, dass mir die Ursache nie bekannt sein wird.

Nachdem mir ein sehr erfahrener Sportarzt und Unfallchirurg, der auch Profifußballer betreut und seit über 20 Jahren Vereinsarzt ist, vor 2 Monaten eine ernüchternde Diagnose erstellt hat, habe ich mich letztendlich doch zu einer OP entschlossen.

Meine Patellasehne zeigte am zentralen Ansatz einen deutlichen Strukturschaden (Nekrose) und in diesem Stadium ist die Selbstheilungstendenz sehr gering, was bedeutet, dass die Beschwerden in manchen Fällen erst nach 2-3 jährigem (!) Aussitzen verschwinden können. Aussitzen heißt aber, dass auf alle Belastungen, die eine Zugbelastung auf die Patellasehne ausüben, komplett verzichtet werden muss, also kein Laufen, keine Kniebeugen und auch kein Radfahren mit Widerstand! Wie soll das ein begeisterter Hobbysportler auf die Reihe kriegen? Noch dazu gibt es selbst, wenn die Beschwerden einmal abgeklungen sind, keine Garantie, dass sie nach Wiederaufnahme der sportlichen Belastung nicht wieder kommen.

Das kenne ich ja schon, denn bei mir gab’s schon mehrere Belastungspausen, u.a. eine fast 5-monatige Sportpause mit intensiver Behandlung (Wärme/Kälte, Ultraschall, Stoßwelle, Querfriktionsmassage, Osteopathie) und zielgerichteter KG inkl. diverser manueller Behandlungen, wo ich dann auch erstmalig beschwerdefrei geworden bin. Leider war nach dem ersten (nur 15-minütigen!) lockeren Laufversuch wieder alles beim Alten und die Beschwerden so stark wie zu Beginn der Pause.

Meine OP habe ich bereits vor 10 Tagen überstanden und ich war nach 3-tägigem stationären Aufenthalt wieder zu Hause.

In den ersten 4 Wochen muss ich eine Knieorthese mit starrer Einstellung tragen, also das Knie muss die ganze Zeit in gestreckter Position bleiben. Ist natürlich echt mühsam und die Oberschenkelmuskulatur ist bereits jetzt ordentlich geschrumpft. Erst danach kommt schrittweise ein wenig Bewegungsspielraum hinein und ich darf erst ab dann in das Knie hinein steigen.

Die OP wurde natürlich auch genutzt, um vor dem Haupteingriff arthroskopisch hineinzuschauen, ob noch sonstige Schäden im Knie vorhanden sind. Und da hat es auch nicht wirklich gut ausgesehen. Bei mir wurde dann auch ein Teil des leicht geschädigten Außenmeniskus entfernt und eine Glättung der Knorpelfläche unter der Kniescheibe durchgeführt (Chondropathia patellae wurde ja bereits davor diagnostiziert). Außerdem wurde eine Synovektomie, also eine Abtragung der chronisch entzündeten Gelenksinnenhaut im Bereich der Patellaspitze durchgeführt.

Unter der Patellaspitze wurde dann auch noch eine Plicaresektion durchgeführt, also die stark entzündete Schleimhaut entfernt.

Erst danach ging es an die eigentliche Sehnenplastik. Das war natürlich die erwartet grobe Sache, weil der Sehnenansatz wirklich ordentlich geschädigt und sichtbar verändert war. Das Erste war das Herausschneiden des nekrotischen Sehnengewebes inklusive einer kleinen Schicht der Patellaspitze. Dann wurden zwei Streifen am linken und rechten Rand der Sehne (der nicht geschädigte Teil) mit einem kleinen Knochenblock von der Patella gelöst und der Länge nach bis zur Mitte eingeschnitten. Die beiden Fasern wurden dann überkreuzt mit den Knochenblöcken in einem vorher angebohrten Knochenkanal in der Mitte der Kniescheibe mit Bohrdraht verankert. Damit soll dann die Sehne nach dem Verheilen im zentralen Ansatz (da, wo der meiste Zug draufkommt) in Zukunft so gut wie möglich wieder verstärkt werden, was aber nicht heißt, dass die Sehne danach wieder endlos belastet werden kann. Wie gesagt, Einschränkungen bei künftigen sportlichen Belastungen nehme ich ohnehin in Kauf. Aber das wird ja erst wieder in 5-6 Monaten ein Thema sein.

Ich werde natürlich weiterberichten, aber in den nächsten Wochen wird sich kaum etwas Nennenswertes tun, weil ich erst nach ca. 8 Wochen mit der aktiven Physiotherapie beginnen kann.

Also bis bald

Gruß

Christian

gDise%laFausY


Bei wem warst Du denn?

Bei mir war es Tilling (Bayer Leverkusen), der hat im Prinzip dieselbe Operation gemacht, außer dass in der Mitte nicht verstärkt wurde. Aber die Arthroskopie machen sie immer gerne gleich mit, damit ihre Assistenten Erfahrung bekommen.

Mal sehen, wie es bei Dir wirkt. Bei mir hat am meisten das Durchtrennen der Nerven (Desensibilisierung) gebracht, nicht die OP selbst. Aber das ganze Drumrum zählt ja auch. Aber mit Sport war dann für ein paar Jahre Schluss. Mittlerweile spiele ich wieder seit einigen Jahren VB, aber nur noch in einer Freizeitmannschaft.

bei mir gab’s schon mehrere Belastungspausen, u.a. eine fast 5-monatige Sportpause mit intensiver Behandlung (Wärme/Kälte, Ultraschall, Stoßwelle, Querfriktionsmassage, Osteopathie) und zielgerichteter KG inkl. diverser manueller Behandlungen, wo ich dann auch erstmalig beschwerdefrei geworden bin.

Sieht so aus, als wärst Du kein Kassenpatient. Ich bekomme schon keine KG, obwohl ich kaum arbeiten kann.... ]:D

Alles Gute, Gisela

s`taudwichrixs


@ Gisela

Bin in Österreich zu Hause und war deshalb auch in Wien operieren.

Mein Arzt macht (als einziger bei uns) diese OP-Methode nun schon seit ein paar Jahren, nachdem er zuvor bei chronischem PSS auch "bloß" immer denerviert bzw. das geschädigte Sehnengewebe entfernt hatte. Dies hatte meist nur mäßigen und vor allem nur kurzfristigen Erfolg nach Wiederaufnahme der sportlichen Belastung, also genauso, wie wir es in diesem Forum schon von einigen Betroffenen gelesen haben.

Mit der neuen Methode hat er sehr gute Erfolge auch bei sehr ambitionierten Sportlern erzielt und zwei von seinen Patienten habe ich mittlerweile auch persönlich kennen gelernt. Gerade das Verstärken des Patellasehnenansatzes in der Mitte dürfte dabei das Entscheidende sein. Was man natürlich in Kauf nehmen muss, ist die sehr lange Heilungsdauer und die mühsame Reha-Zeit, bevor man wieder langsam mit Belastungen anfangen kann. Vier Wochen gestrecktes Bein in der Knieorthese, dann noch weitere 4-5 Wochen mit leicht angewinkelter Beinstellung und dann erst Beginn der täglichen Physio mit vorsichtigem Muskelaufbau und Gewöhnung der Sehne an Belastungen. Insgesamt 5-6 zähe Monate, davon 2-3 arbeitsunfähig, liegen vor mir (wenn alles glatt geht), bevor ich wieder an sportliche Kniebelastungen denken kann.

Wenn ich in Zukunft wieder 1-2 mal in der Woche locker ohne Beschwerden laufen kann, bin ich wirklich schon zufrieden, denn in letzter Zeit ging’s nicht einmal mehr ein paar Hundert Meter, ohne dass ich mein Knie dann ein paar Tage völlig vergessen konnte. Immerhin bin ich in den letzten Jahren, bevor das PSS angefangen hat, 3-4 mal pro Woche sehr ambitioniert gelaufen und habe auch regelmäßig bei Volksläufen bis hin zu einem Marathon teilgenommen. Aber das werde ich in Zukunft erst gar nicht mehr versuchen.

Meine Behandlungen und Arztbesuche haben mich auch schon eine schöne Stange Geld gekostet, obwohl ich grundsätzlich Kassenpatient bin, aber eben keine Zusatzversicherung habe. Es werden aber viele Leistungen von den Kassen gar nicht oder nur zum Teil bezahlt (Stoßwellenbehandlung, Osteopathie). Auch mein Sportarzt ist privat und jeder Besuch bei ihm kostet mich einiges extra. Die OP hat dann natürlich die Kassa übernommen, denn die hätte ich mir privat nicht leisten können.

Also bis bald

Gruß

Christian

s]pofritlerc-hrixs


Hallo Leute,

bei mir wurde vor ca. 5 Monaten auch ein PSS diagnostiziert.

Ich habe daraufhin sämtliche Krankengymnastik und dergleichen absolviert.

Allmähllich wurde mir das zu blöd weil ich keinen Erfolg darin sah.

Schließlich ging ich zu einem Spezialisten bei uns im Klinikum. Der entdeckte bei der Kernspin ein Band das zu sehr auf Spannung war und somit die Kniescheibe zu weit nach aussen drückt.

Werde demnächst operiert. Ist auch nur ein kleiner Eingriff von 30 min. Knie muss danach auch fast nicht geschont werden.

gXisel!aausgxö


Hallo sportlerchris,

er wäre super, wenn Du alle verfügbaren Informationen hier darstellen würdest. Also die möglichst genaue Beschreibung Deiner Erkrankung und der durchgeführten Operation, Reha etc. Auch wie sich das bei Dir entwickelt. Viele Betroffene lesen hier mit und hoffen auf neue Möglichkeiten. Dieser Thread wurde immerhin in 2002 gestartet, es sollte heute auch neue Kenntnisse und Methoden geben.

Alles Gute, Gisela

sTtaudi5chrixs


Also bei mir sieht’s knapp drei Monate nach meiner OP folgendermaßen aus:

Vor ca. 5 Wochen habe ich wieder langsam mit Radfahren am Heimergometer begonnen. Davor gab’s nach der 4-wöchigen Totalschonung nach der OP nur einfachste Gleichgewichtsübungen, wo ich das Bein auch nur leicht beugen durfte, und das auch nur passiv, also ohne Quadrizepsanspannung.

Beim Radfahren musste ich natürlich im "Leerlauf" fast ohne Widerstand beginnen, damit das Kniegelenk und die Kniescheibe langsam wieder an Bewegung gewöhnt werden und die Patellasehne trotzdem geschont wird. Außerdem war ja eh kaum mehr eine Oberschenkelmuskulatur vorhanden.

Das Radfahren hat dann auch bald recht gut funktioniert und mittlerweile kann ich schon zwischen 40 und 50 Minuten ohne Beschwerden fahren (200-250 Watt bei 100-115 Umdrehungen/Minute). Momentan mache ich das jeden zweiten Tag. Das ist zwar im Vergleich zum Laufen ziemlich langweilig, aber in den nächsten Monaten wird’s wohl meine Hauptbeschäftigung für das Ausdauertraining bleiben. Außerdem kommt durch das Treten am Ergometer der Quadrizeps wieder langsam zurück. Ansonsten mache ich auch schon regelmäßig leichtes Krafttraining für die hinteren Oberschenkel und für die Rumpf- und Hüftmuskulatur.

Seit einer Woche darf ich endlich auch leichtes Krafttraining für die vordere Oberschenkelmuskulatur machen. Leichte Kniebeugen, Beinpresse und nach Möglichkeit keinen Beinstrecker, weil der eine sehr isolierte Übung (außerhalb der natürlichen Bewegungskette des Körpers) ist und recht heftig auf den Sehnenansatz geht. Die Übung soll ich deshalb auch in Zukunft nur wenig einsetzen, und wenn, dann nur mit wenig Gewicht.

Mein Kniegelenk und die Patella kommen auch langsam wieder richtig in Bewegung und die Beugung des Gelenks geht schon recht gut. Die Beschwerden nach der OP um die gesamte Kniescheibe werden auch von Woche zu Woche besser.

Und das wichtigste: An der Patellaspitze habe ich seit einigen Wochen überhaupt keine Beschwerden mehr (das erste Mal seit 2 Jahren!) und das ist mir schon sehr viel wert. Die Verdickung des Gewebes um die Sehne wird zwar nicht mehr ganz weggehen, aber wenn’s das einzige bleibt, kann ich damit ganz gut leben.

Mir stehen noch etwa 3 Monate mit konsequentem Muskelaufbau bevor und ansonsten werde ich natürlich weiterhin viel Radfahren, ab Jänner dann auch Nordic Walking im hügeligen Gelände und so bald wie möglich auch Inlineskaten in mein Programm einbauen.

Erst dann werde ich es langsam wieder mit Laufen versuchen und schauen, wie mein Knie und meine Patellasehne darauf ansprechen.

Mein Sportarzt und mein Physiotherapeut beraten mich ausgezeichnet, was ich zu tun habe und ich quäle sie auch andauernd mit Fragen zu meinem Trainingsprogramm.

Ich bleibe auf jeden Fall weiterhin optimistisch, dass das Ganze wieder wird. Auch wenn das Laufen in Zukunft weniger oft und intensiv ausfallen muss, wäre es für mich ein Erfolg!

Mal sehen, wie’s weitergeht.

Gruß

Christian

svtaau9dic:h7ris


Hallo nochmal,

hier zwei wirklich interessante Links mit sehr guten und umfangreichen Beschreibungen des Patellaspitzensyndroms und alles, was mögliche Ursachen und Behandlungen betrifft.

Vor allem für PSS-Neulinge interessant!

[[https://www.sport-und-training.de/artikel/chronische-knieschmerzen]]

[[http://www.push-brace.com/Produkte/ThemenzuVerletzungen/SpringerkniePatellaspitzensyndrom/tabid/306/Default.aspx]]

Gruß

Christian

R*obs=on7x5


Hallo zusammen,

auch bei mir fing die Leidenszeit des PSS vor ca 5 Jahren an und ich habe regelmäßig die Einträge hier verfolgt. Jetzt wo ich keine Probleme mehr habe, habe ich leider die Entwicklung hier aus den Augen verloren. Auch ich habe alles mit gemacht von Sportpause über Kortisonspritzen, Wärme, Kälte, Bestrahlung, Krankengymnastik, Heilpraktiker, Einlagen, Bandagen, Tape, Kinesiotape bis hin zu 2 Operationen mit Reha usw. Ganz zu schweigen von allen möglichen Artzbesuchen, Rezeptgebühren, Zuzahlungen, Krankenscheinen und natürlich einer Menge Diagnosen.

Die Diagnose über ein chronisches Patellaspitzensyndrom mit struktureller Veränderung ( Verknöcherung) der Sehne war für alle Ärtze klar, aber warum wußte keiner, fast keiner!!!

Eins vorne weg. Ich war soweit das ich keine 15 Minuten mehr Auto fahren konnte ohne danach 2 Minuten im Stehen zu verharren bis ich los humpeln konnte. Jeder Schritt mit Schmerzen, Treppen vorwärts runter gehn war kaum möglich!!!

Falls Interesse an der Heilungsgeschichte und dem Verlauf besteht einfach hier melden.

Gruß Robert

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