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Adduktorenzerrung: chronisch?

c(arlZo54 hat die Diskussion gestartet


Ich schleppe mich seit Pfingsten 2004 bis heute (Juli 2005) mit einer Adduktorenzerrung in der linken Leiste herum. Diese ist mir von Ärzten und Physiotherapeuten attestiert worden. Ich habe sie anfangs wohl verschleppt (weiter Sport betrieben) und bin erst ca. 7 Monate nach Auftreten des ersten stechenden Schmerzes zum Arzt gegangen. Dieser hat mir Massagen und Elektroreizung verschrieben. Hat aber kaum was gebracht. Nach Ultraschalluntersuchung meinte der Arzt: Man kann eigentlich nichts feststellen. Er wirkte ziemlich ratlos. Nach Besuch eines nach chiinesischen Methoden arbeitenden Chiropraktikers trat Besserung ein. Er hat durch permanentes Schlagen und Dehnen die so beschriebenen Verkalkungen aufgelöst. Leider kann ich immer noch nicht wieder regelmäßig Sport betreiben. Bei stärkerer Belastung und nach Heben von Gewichten zieht und sticht es immer wieder in der Adduktoren-/ Leistengegend. Was kann ich denn noch tun? Helfen Kompressionsbandagen in der Leistengegend? Soll ich die Adduktoren regelmäßig leicht dehnen und masssieren oder sie absolut in Ruhe lassen? Helfen irgendwelche Salben oder Tinkturen?

Antworten
H$y7perioxn


hm

ich vermute das es sich wohl eher um eine insertionstendopathie (sehnenansatzreizung) der adduktoren handelt welche am schambein ansetzen.

denn eine einfache muskelzerrung der adduktoren hält nicht über so lange monate an.

nun, die behandlung sieht so aus:

- keine sportliche belastung der adduktoren fü mdst. 3 wochen (auch kein krafttraining, heben oder schweres tragen!! oder sowas)

- dann, querfriktion am muskelsehnenübergang

- quer-und längsdehnung der adduktoren

- quermassage des muskelbauches

- beinachsetraining und beckenstabilisation

schmerzlindernde salben und tinkturen können begleitend angewendet werden.

kompressionsbandagen nützen nichts.

gruss

c?arrlo5B4


Danke für den Tip. Ich hatte bei näherer Untersuchung auch das Gefühl, dass am Schambeinansatz bei Massage oder Berührung ein leichter Reizschmerz entsteht. Ich hab doch richtig verstanden, dass ich jetzt möglichst drei Wochen auch keine Massagen durchführen soll, oder? Wo ist denn der Muskelsehnenübergang? Sind das die Stellen, wo von der Adduktorensehne jeweils seitwärts die Muskeln wie Zweige ansetzen? Welche Übungen macht man für das Beinachsetraining und die Beckenstabilisation?

Gruß

HOyp*erioxn


ja

für 3 wochen solltest du erstmal mit allen anwendungen pausieren.

den muskelsehnenübergang findet man immer dort wo die muskeln am knochen ansetzen. bei den adduktoren ist das direkt am schambein also dem muskelursprung und dann nochmal am ansatzpunk an der medialen (inneren) oberschenkelinnenseite.

beim beinachsentraining wird das bein in einen achesegerechte haltung gebracht was zum ziel hat die aufrechte haltung zu trainieren. denn bei einer tendopathie verkürzen die muskeln und schwächen ab. durch das training der aufrechtebn haltung soll das vermieden werden. dein physiotherapeut wird dir das schon genauer zeigen können, als ich es jetzt aufzuschreiben vermag ;-)

die beckenstabilisation wird durch spezielle physiotherapeutische techniken erreicht z.b. im stand oder im liegen. aber das wird dein therapeut dir schon zeigen.

gruss

c8arlbo54


Besserung

ich hatte nach dem letzten Hinweis und nach sonstiger Internet-Recherche einen Rat angenommen, regelmäßig (4-5mal täglich) leichte Dehnungen der Adduktoren (Schneidersitz, u.a.) vorzunehmen, um die "Verkürzungen" und Sehnenansatzreizungen zu vermeiden. Ich bin überrascht, wie schnell das gewirkt hat. Ich habe jetzt fast 14 Tage keinen Stich mehr gespürt, bin allerdings immer noch vorsichtig, was stärkere Belastungen (Tragen von schweren Gewichten, Joggen,..) angeht. Diese Dehnmethode soll beim Tennisarm wirken, und ich hab sie für mein Problem übernommen. Bei einem Arzt bin ich nach den früheren Frusterlebnissen nicht mehr gewesen. Ich kann wieder hoffen!

Hwypexrion


na

das ist doch super :-)

viel erfolg weiterhin.

cYarDl'ox54


Adduktoren Sehnenansatzreizung

Ich hab immer noch das gleiche Problem! Kann immer noch keinen Sport betreiben. Wenn ich glaube, dass eine Besserung eintritt und ich aus Versehen etwas unvorsichtig bin und versehentlich einen relativ schweren Rucksack trage (ab 4 kg), merk ich meine Sehnen am Schambein wieder. Die Akkupunkur, die ich bei einem Orthopäden bekommen habe, hat auch nicht gewirkt.

Ich weiß nicht, wer mir helfen kann.

HPyWperCion


hm

manchmal gibt es immer son ein auf und ab mit den beschwerden.

da dir die o.g. maßnahmen bisher gut geholfen haben solltest du damit weiter machen!!

man muss sehr viel geduld haben bei solch einer geschichte.

gruss

AVndiU W


Bauchschmerzen beim Laufen ??

Ich habe mir vor ca 3 Monaten eine Zerrung an der Innenseite meines linken Oberschenkels eingefangen.

machte 2 Wochen Pause mit Fussball und schmierte mit einer Sportsalbe.

Nach diesen 2 Wochen spielte ich wieder und hatte in der ersten Hälfte keine Probleme. Ich konnte wieder normal laufen und spürte keinen Schmerz.

In der Halbzeitpausestzte ich mich in der Kabine nieder und als es wieder anging konnte ich mich nicht mehr richtig bewegen und gehen und es schmerzte höllisch.

Seitdem spielte ich nicht mehr, schonte mich wieder und schmierte wieder mit der Sportsalbe jedoch stellt sich nicht wirklich eine Besserung ein. Wenn ich das linke Bein ranziehe und eventuell mit dem Innenrist schiessen will schmerzt es. Und das Ärgste ist normal leicht joggen kann ich jedoch wenn ich lossprinten will habe ich Schmerzen in den Bauchmuskeln.

Strahlt das dort aus ?

Wie behandelt man sowas ?

Oder kann man diese Schmerzen so einfach mit Medikamenten unterdrücken ?

MfG

Andi W

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