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Degenerative Discopathie

F6uzz/ymarxy hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich schreibe hier für meine Großmutter, bei der eine degenerative Discopathie am Übergang vom letzten Lendenwirbel zum ersten Sakralwirbel diagnostiziert worden ist. Deshalb hat sie teilweise starke Schmerzen (Ischias) im gesamten Bein, aber nicht im Rücken.

Leider hat ihr der Arzt zwar ein Schmerzmittel und Physiotherapie verschrieben, aber sonst keine weiteren Anweisungen. Meine Oma will sich gerne bewegen trotz der Schmerzen, aber wir wissen nicht ob sie es darf (klar ist, daß sie nichts heben soll..).

Sie würde auch gerne Sole-Bäder nehmen. Hilft eine Wärmflasche?

Weiß jemand, wie gut die Chancen sind einigermaßen "gesund" zu werden, wenn die Bandscheibe degenerativ verändert ist? Man kann ja nichts heilen und ein OP schließt der Arzt in diesem Bereich aus. Wie erfolgreich ist die konservative Therapie in so einem Fall? Kann mir jemand von seinen erfahrungen erzählen und mit Tipps geben?

Antworten
H@oOlgerx-23


Hallo Fuzzymary,

es wird sich wahrscheinlich um die Bandscheibe L5/S1 handeln ???

Mit dem Alter degeneriert eine Bandscheibe, es kann zur Höhenminderung kommen, wodurch eine Nervenwurzel bedrängt wird und diese typischen ins Bein strahlenden Schmerzen verursacht.

Dagegensteuern kann man mit Physiotherapie, richtig. Dazu wäre eine Rückenschule noch sinnvoll mit Verhaltensregeln für den Alltag, wie richtiges sitzen, heben und bücken. Vermieden werden sollten Drehbewegungen der Wirbelsäule, krummes sitzen und bücken mit gestreckten Beinen. Helfen könnten auch Stangerbäder, Rotlicht. Musst mal ausprobieren, ob Wärme oder Kälte angenehmer ist.

Beseitigen lassen wird sich der Bandscheibenaufbrauch nicht mehr durch konservative Therapie. Aber es ist möglich, die Beschwerden einzudämmen.

Operative Massnahmen würde ich am Anfang nicht in Betracht ziehen, sind aber möglich. Da irrte der Orthopäde.

Wie ist die degenerative Discopathie denn diagnostiziert worden ??? Es könnte sich sonst auch um einen Bandscheibenvorfall handeln, wobei die Therapie zunächst gleich wäre.

Gute Besserung für Deine Großmutter.

:-)

LG

Holger

F6uzzymCary


Hallo Holger,

Danke, daß Du geantwortet hast. :-)

Ich werde die Tipps mal an meine Oma weitergeben.

Der Orthopäde hat meine Oma geröngt und hat die Diagnose aufgrund der lateralen Aufnahme der Wirbelsäule und ihrere Symptombeschreibung gestellt. Sie hat diese Diagnose bereits von einem anderen Arzt vor 3 Wochen bekommen und wollte bei dem jetztigem Arzt eine zweite Meinung.

Weißt Du was man bei einer OP dort machen würde? Versteift man die Wirbelsäule an L5/S1?

Gruß :-)

H)olgerJ-k23


Hallo Fuzzymary, :-)

normales Röntgen hat nur eine geringe Aussagekraft in Bezug auf die Bandscheibe. Man kann ausschliesslich die Höhe des Bandscheibenfaches, also den Abstand der beiden Wirbelkörper sehen. Die Bandscheibe selbst ist nicht zu erkennen.

Hier wäre auf jeden Fall eine Computertomograpie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) erforderlich. Bei diesen Schichtaufnahmen werden die nicht-knöchernen Körperteile,die Bandscheiben und Nerven, sehr gut dargestellt. Da kann man auch genauer feststellen, ob es sich um Bandscheibenverbrauch oder einen -vorfall, oder eine Nervenkanalverengung (Stenose) handelt.

Je nachdem, was sich dann als Befund bestätigt, kann auch bei erfolgloser konservativer Therapie eine Versteifung an L5/S1 erfolgen. So war das auch bei mir.

Würde mich freuen, wenn Du mal schreibst, wie es weitergeht.

*:)

LG

Holger

F,uzzyGmarxy


Hallo Holger,

Nochmal vielen Dank für die Info :-)

Mal sehen, wie es weitergeht. Meine Großmutter wird ihre konservative Therapie noch ein bißchen "aussitzen", um zu sehen, ob die Schmerzen weniger werden.

Wenn nicht, werden wir nochmal beim Arzt nachhaken, wegen der Alternativen.

Gruß, fuzzymary

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