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Künstliche Bandscheibe

H<ol%zckopHf hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe seit Jahren Probleme mit den Bandscheiben. Nun wurde festgestellt, das sich die Scheibe zwischen L4 u. L5 auflöst und die angrenzenden Wirbel angegriffen sind. Ich habe ständig starke Schmerzen und kann mich nur mit Schmerzmitteln über Wasser halten, das es so einigermaßen geht.

Mein Doc hat nun folgende Lösung vorgeschlagen: Früher hat man diese Region versteift, heute baut man dort eine künstliche Bandscheibe ein.

Nun meine Fragen dazu: Wie lange hält so eine Scheibe? Ist die OP mit Risiken verbunden? wie geht es danach?

Kann mir jemand etwas dazu berichten, wäre toll. Danke im vorraus.

Uwe :°(

Antworten
Hdolg)er-x23


Hallo Uwe, :-)

es gibt enge Indikationen für den Einsatz einer Bandscheibenprothese. Ist nicht so ,dass man zwischen segmenterhaltendem Eingriff (Prothese) oder segmentversteifendem Eingriff (Fusion) wählen kann. Die Wahl dazu wird bei näheren Untersuchungen getroffen. Eine Diskografie ist notwendig, um den exakten Zustand der Bandscheibe und den Schmerzursprung zu ermitteln. Weiter sollte mit Röntgenaufnahmen und einer diagnostischen Facettenblockade der Zustand der kleinen Wirbelgelenke überprüft werden.

Über die Lebensdauer einer Bandscheibenprothese lässt sich noch nichts genaues sagen. Es ist jedenfalls noch nicht zu einem Bruch oder Austausch gekommen. Sie werden seit ca. 15 Jahren eingesetzt. Hüft- und Knieprothesen haben eine Lebensdauer von etwa 20 Jahren. Man geht bei Bandscheibenprothesen von einer höheren Lebensdauer aus.

Weitere Infos über die Prothesen bekommst Du hier:

[[http://www.clinical-house.de/start.html]]

[[http://www.uni-kiel.de/orthop/wirbelsaeule.html]]

[[http://www.wirbelsaeule-charite.de/]]

Neben dem Narkoserisiko kann es zu allgemeinen Operationskomplikationen wie Nerven- und Gefässverletzung, Wundheilungsstörung, Nachblutung und Infektionen kommen. Die OP wird von vorne durchgeführt.

Hast Du Krankengymnastik, usw. schon erfolglos hinter Dir ???

Wird schon wieder werden :)^

LG

Holger

H:oFlzkxopf


Von vorne? Aber.....

da ist doch so viel im Weg, oder ?

Mache seit ca. 5 Monaten KG mit dem Erfolg, das es immer schlimmer wird. Super gelle. Bin mal gespannt was noch so alles kommt. Mein Doc wollte mich gestern gleich aus dem Verkehr ziehen. Aber dann sitz ich Daheim und warte, nur auf was ? Natürlich Schmerztabletten futtern ist auch kein Dauerzustand, vor allem schlagen die Dinger aufs Gemüt. Wie lange kann man soetwas durchhalten und was kann im schlimmsten Fall passieren?

Trotzdem schonmal Schönen Dank für die Meldung.

Gruß Uwe

Od_xo


Kam die Woche n Bericht im TV, da wurde aber hinten aufgeschnitten und eine künstliche Bandscheibe (2 Platten mit Gelenk verbunden) eingesetzt. Mehr kann ich auch nicht sagen.

H2olgewr-2x3


Hallo, *:)

die OP von vorne hat Vorteile. Die ganzen Nervenstränge, die an der Lendenwirbelsäule nach unten laufen, sind hinter den Bandscheiben. Die sind dann schon mal nicht im Weg. Die Bänder, Fortsätze der Wirbel und Wirbelbögen wären vom Rücken her im Weg. Eine normale Operation bei Bandscheibenvorfall macht man zwar von hinten, die Instrumente sind aber auch ziemlich klein, evtl wird dabei ja auch ein Halbbogen entfernt.

Deshalb ist es technisch nicht möglich, von hinten den Zugang bei einer Prothese zu wählen. Der Schnitt ist auch nicht gross. Und was im Weg ist, wird vorsichtig beiseite geschoben. Oder es geht innen parallel am Bauchfell lang bis zur Wirbelsäule. Allerdings darf man nicht sehr übergewichtig sein.

Meinst Du, was jetzt schlimmstenfall passieren kann, wenn Du nichts machst ??? Durch fortschreitende Höhenminderung können die Wirbelgelenke zu sehr Schaden nehmen und als Schmerzverursacher immer mehr in den Vordergrund treten.

Den Bericht im TV (war Pro7 oder ???) hab ich auch gesehen. Schlechte Berichterstattung. Die Frau soll vorher versteift worden sein. Diese OP kann man nicht Rückgängig machen und dann eine Prothese einsetzten. Und dann noch behaupten, das wäre eine neue Methode....Der Reakteur hatte aber auch überhapt keine Ahnung!

Hast Du CT oder MRT Aufnahmen ???

Wenn ja, dann stell Dich doch mal in einer Klinik mit Wirbelsäulenchirurgie vor. Denn KG bleibt ohne Erfolg. Der Zustand wird wohl nicht mehr besser werden. Und wenn Du den Punkt erreichst, wo Du meinst, es geht so nicht mehr, dann solltest Du an eine OP denken. Würde ich jedenfalls machen.

:-)

LG

Holger

H@olzBkoppxf


OP Ohweh...

Einen Termin bei uns hier in München im Ortho-Zentrum im Harlachinger Krankenhaus habe ich schon, zur Vorstellung. Allerdings erst am 03.11.05. Das ist noch eine ganze Ecke hin. Da ich als Bauleiter tätig bin und viel auf Baustellen umeinander tigern muß, freut das natürlich sehr die Wirbelsäule. Und immer die scheis..... Schmerztabletten einwerfen ist auch nicht so das wahre.

Aber wenn ich mich Krankschreiben lasse, kriege ich Daheim den Koller. Alles Mist. Die Schmerzen sind im Moment aber so heftig, das es wohl auf den gelben Schein rauslaufen wird, so oder so, leider.

Du bist ja wohl ganz fit in diesen Sachen Holger. Sehe ich das richtig? Hast Du beruflich damit zu tun oder was?

Schönen Dank für die ganzen Hinweise.

Schönen Gruß aus München

Uwe *:)

Hvolgerx-23


Hallo Uwe, :-)

ich hatte mal beruflich damit zu tun...bis ich die Seite gewechselt habe und selber Patient mit einer kaputten Bandscheibe geworden bin. Bei mir ist eine Versteifung gemacht worden und bin inzwischen dabei, wieder mobil zu werden. Warte auf die Reha, mache KG usw.

In Deinem jetzigen Zustand weiter zu arbeiten ist doch sicher eine hohe Belastung für Deien Körper. Dann schalte besser ein, zwei Gänge zurück und schone Dich bis zur Untersuchung.

Alle, die mit so einem Krankheitsbild zu tun haben, lernen mit der Zeit Geduld. Denn es dauert eine ganze Zeit, bis man wieder fit für Alltag und Beruf ist.

Drück Dir die Daumen für die Untersuchung und berichte doch mal, wie es weiter geht. :)^

*:)

Schöne Grüsse von der Nordseeküste

Holger

HWoXlzk:opxf


Versteifung, oh Mann, was geht........

jetzt nicht mehr? Kann man sich da nicht mehr bücken oder runden Rücken machen? War heute beim Neurologen: 1. Spinalkanal verengt, 2. Prolaps L4/L5 und 3. Wirbelgelenke verschlissen, 4. Arhtrose an den Wirbel Grad 4 -. Wenn schon, dann nehmen wir alles. Keine halben Sachen, das kann ja jeder. So ein Mist.

Du kommst von der Nordsee. Ich ursprünglich auch. Bin aus Husum, der grauen Stadt am Meer. Zufälle gibts. Gruß mal das Wasser von Mir. Muss am Mittwoch wieder zum Doc.

Gute Besserung und bis bald.

Uwe

HxolgGexr-23


Hey Uwe :-)

das ist längst nicht so schlimm, wie es sich anhört.

Letzte Woche war ich zur Kontrolle, das Implantat sitzt gut, ist nicht gelockert. Die Knochenspäne aus dem Beckenkamm fangen an, zu verwachsen. Ein Segment, also 2 Wirbel sind verschraubt. Die Beschwerden werden weniger, je weniger Bewegung in den beiden Wirbeln und den Wirbelgelenken möglich ist.

Bücken oder runder Rücken ist möglich, hab ich aber jetzt nur einmal bei der Untersuchung gemacht. Soll ich ja nicht mehr machen. Und je weniger Schmerzen es macht, um so lockerer und unverkrampfter bewegt man sich.

Wie geht es Dir ??? Was sagt der Doc ???

Hast Du etwas Ruhe gehabt ??? Gibt es was neues zum Befund ???

Soll Dich von Husum zurück Grüssen @:)

*:)

Liebe Grüsse

Holger

H9olzwurAm x007


Spritze in Spinal.....

kanal hat er mir gestern gegeben. Das ist ja, als wenn man die Engelein singen hört. Sei zur Schmerzentlastung gewesen. Hat aber nicht wirklich geholfen. Habe jetzt andere Tabletten, Tramadolor.

Mein neuer Name ist wegen eines Systemproblemes. Guckst Du in deine Mailbox.

Rehaantrag ist eingereicht, bei der BFA. Schauen wir mal, ob er genehmigt wird. Beim Neurologen war ich auch. Er sagt, das ein kleiner Prolaps da sei, das Hauptproblem aber wohl die angrenzenden Wirbel seien. Wasseransammlungen und Arthrose.

Nächster Termin am Freitag, nächster Woche. Melde mich dann wieder.

Viele Grüsse aus München vom Oktoberfest, Hicks !!!

Uwe

H^olgperj-2x3


Uwe, *:)

hab Deine mail erhalten. Welcher Arzt hat Dir denn die Spritze gegeben? Weist Du, welche Medis drin waren? Ist das unter Sicht, also Röntgen oder CT Kontrolle gemacht worden?

Sollen da noch mehr Spritzen folgen ???

Hast Du Aufnahmen von der Bandscheibe? Das Hauptproblem scheint nicht unbedingt der Vorfall zu sein, oder? Was ist das für ein Problem mit den angrenzenden Wirbeln? Ich will Dich jetzt nicht dauernd damit löchern, sorry, aber mich interessiert es halt, was die Doc´s bei Dir so sagen. Und natürlich, wie es Dir geht!

Dann machst Du erst noch eine Reha ??? Ich kann jetzt auch einen Antrag stellen. Weisst Du, wo Du die Reha machen kannst?

Tramadolor Tabletten, die sind gut :-). Trinkst Du auf Oktoberfest dazu zwei Bier, fühlt sich wie fünf an. ;-D

Und mit den Tabletten besser nicht Auto fahren, sie verlangsamen das Reaktionsvermögen.

:)^

Liebe Grüsse

Holger

Hbolz8wurmR 0s07


Nee Nee....

keine Spritze mehr. Komisch, das bei mir immer alle Doc's meinen, sie würden die richtige Stelle auch ohne röntgenkontrolle treffen. So eine Scheis........ Morgen muß ich wieder hin. Was in der Spritze drin gewesen wäre, keine Ahnung.

Bilder habe ich natürlich von dem Bereich. Werde mal versuchen, die mit der Digi aufzunehmen. Das Problem ist nicht der Vorfall, sondern die angrenzenden Wirbel. Da hat sich wohl Wasser angesammelt oder so. Dazu eine Arthrose der Stufe 4. Da geht alles hops. Den Vorfall habe ich seit ca. 10 Jahren. Es hieß immer, das ist nicht so schlimm, das man etwas machen muß. Dadurch hat sich die Bandscheibe langsam aufgearbeitet und die angrenzenden Wirbel angegriffen.

War gerade bei meiner Osteopatin. Geht momentan richtig gut. Hält leider nur 4-5 Stunden an.

Naja, mal sehen wie es weiter geht. Ohne Tabletten geht es garnicht. Habe es probiert. Da tut jede kleinste Änderung der Lage weh. Von den Tabs brauche ich aber 4 Stk, damit ich so über die Runden komme.

Bis bald in alter Frische.

Uwe *:)

B?ornxeh


Hallo

Seit ca. vier Jahren habe ich Probleme mit meinem Rücken LWS. Zunemend schlimmer und länger Andauernde Hexenschüsse.

Viele Arztbesuche und Fehldiagnosen.

Letztlich endete es damit das ich Anfang des Jahres mit einem Massenvorfall mit Sequestierung im Krankenhaus gelandet bin und operiert wurde.

Den ganzen Sommer habe ich nun Sport getrieben. Eine Reha und insgesamt 20 kg abgenommen.

Die Schmerzen sind geblieben und zwar gleichbleibend stark. Die Schmerzen strahlen aus ins Bein wie damals zwar nicht mehr so heftig aber ohne Schmerzmittel (tramadol) geht gar nichts mehr.

Ein neuerlicher Kernspin brachte jetzt das Ergebnis das es sich wieder um einen Vorfall und einen Sequestor handelt. An der gleichen stelle.

Durch die beiden Vorfälle ist das Volumen der Bandscheibe so geschrumpft das mir der Artz eine Prothese nahe gelegt hat. bzw. diese möglichkeit gäbe es.

Derzeit bin ich mal wieder bei KG ob es was nutzt weiß ich nicht !

Was kann ich tun und wie ist das empfinden mit so einer künstlichen Bandscheibe?

lg klaus

H!olge+r-23


Hallo Klaus,

der zweite Vorfall mit Sequester... Das sind keine guten Aussichten für diese Bandscheibe, finde ich. Wahrscheinlich drückt das ausgetretene Material wieder auf eine Nervenwurzel. Ob eine Bandscheibenprothese für dich in Frage kommt, hängt u.a. vom Zustand der beiden Wirbel und der Facettengelenke ab. Es sollte auch sichergestellt sein, dass die Bandscheibe den Schmerz verursacht. Das lässt sich ziemlich sicher durch eine Diskographie nachweisen. Dabei wird Flüssigkeit in die Bandscheibe gespritzt. Durch die Druckerhöhung entsteht ein Schmerz. Ist der mit dem bestehenden Schmerz identisch, ist die Bandscheibe verantwortlich.

Wird jetzt wieder nur der Vorfall beseitigt, besteht die Gefahr, dass das Segment durch die krankhafte Bandscheibe instabil wird, es kann z.B. zu Wirbelgleiten kommen.

Zu dem Empfinden mit künstllicher Bandscheibe kann ich nichts sagen, ich hab keine.

Vielleicht hilft Dir das weiter.

*:)

Liebe Grüße

Holger

BSoTrxneh


Vielen Dank Holger

Ich habe nächste Woche nochmal einen Termin in einer spezialklinik weil ich dem Herrn der mich Anfang des Jahres operiert hat doch etwas mißtrauisch gegenüber stehe.

Dieser machte mir den Vorschlag der Prothese wegen der dauerhaftigkeit der Lösung. Zudem befürchtet er das es wieder Nachlaufen wird und ein erneuter Sequestor entsteht.

Nicht gerade rosige Zukunftsaussichten.

Mit deiner Information jedenfalls werde ich die Ärtze einmal konfrontieren bzw. hoffe ich das diese mich ebenfalls darauf aufmerksam machen.

Lg

klaus

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