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Lws Bandscheibenvorfall die 2te

o(liotxb hat die Diskussion gestartet


hi,

der vorige thread wurde geschlossen (?) deswegen mach ich nen neuen :-/

ich (24) habe auch einen bandscheiebenvorfall. passiert ist das c.a. vor 2 monaten. festgestellt vor 3 wochen. seit dem bin ich krank und mache fast taeglich KG und anderes.

der befund: mediolateral rechtsseitige in des recessus reichende diskusprotusion mit kleinem in das neuroforamen reichendem prolaps und kompression der wurzel s1 rechtsseitig.

schmerzen hab ich im rechten bein. am meisten wenn ich versuche mich nach vorne zu beugen, oder halt grosse schritte mache. ausserdem taubheitsgefuehl im teil der wade und den aeussere zehen..

das ding ist, seit diesen 3 wochen KG hat sich KEINE verbesserung bemerkbar gemacht. was mich etwas demotiviert.. :-(

sind 3 wochen zu kurz um bereits ergfolge zu erhoffen? wie lange kann es denn dauern?

ich habe ausserdem am dienstag nen termin beim neurochirurgen, mal kukken was der sagt.. :-(

Antworten
HJolg?er-x23


Hallo oliotb *:)

machst Du noch etwas anderes ausser Krankengymnastik ??? Die KG solltest Du täglich machen. Es geht mehr um die Regelmässigkeit, als um die Intensität. Wichtig ist, dass Du während der Übungen keine Schmerzen hast, sonst kommt es zu Muskelverspannungen, Fehlhaltung und dadurch bedingt zu grösseren Beschwerden. Nimmst Du Medikamente ??? Welche Bandscheibe ist denn betroffen ???

3 Wochen sind in der Tat etwas kurz für die Beurteilung. Du kannst zur Forcierung die KG allerdings mit anderen Therapien kombinieren, z.B. PRT Spritzen. Dabei werden Injektionen unter CT Kontrolle nah an die betroffene Nervenwurzel gesetzt. Darin enthalten sind ein Kurzzeit-und ein Langzeitbetäubungsmittel sowie Kortison zur Abschwellung des entzündeten Gebietes.

Aber der Neurochirurg wird Dir sicher noch einige andere Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Hab Geduld, das dauert noch ein bisschen. :)^

LG

Holger

o~liotxb


hi holger

der vorfall ist bei L5 S1 rechtsseitig.

ich komme gerade vom neurochirurgen zurueck. er meinte der vorfall liegt in einer strategisch ungünstigen ecke, nämlich da wo der nerv aus dem kanal herauskommt.

deswegen raet er mir zu einer operation. ein kleiner schnitt, muskeln und nervenstraenge werden zuseite geschoben und der vorfall chirurgisch entfernt.

anderen konservative optionen gab er mir nicht. ich habe ihn gefragt was er vom vereisen und von der CT-PRT methode haelt, er meinte "nicht viel".

ich fragte ihn: koennte es nicht moeglich sein den vorfall mittels PRT spritze und KG wieder nach hinten zu schieben und somit auf einen eingriff zu verzichten? er meinte: JA. trotzdem raet er mir zum operativen eingriff.

bin also genauso schlau wie vorher.. :-(

hat hier jemand erfahrungen? hat es bei jemanden vielleicht auch mit PRT geschafft obwohl zu einer OP geraten wurde??

danke

T6ibxor


BS L4/L5 OP ja oder nein?

Hi oliotb, *:)

auf diesem Wege mein erster Beitrag in diesem Forum...denke mal daß es nicht das letzte mal sein wird.

Zu deiner Frage ob es denn nicht möglich sei mittels KG und PRT- Spritze die Bandscheibe wieder an ihren ursprünglichen Ort zu bringen kann ich dir nur das sagen was mir auch der Neurologe bzw. auch mein Hausarzt sagte:

Daß die Bandscheibe wieder zurückrutscht ist soll angeblich passiert sein, es scheint als hätten Ärzte von solchen Patienten gehört, doch keiner kennt einen...

Meine persönliche Meinung ist diesbezüglich vielleicht etwas niederschmetternd, ich glaube nicht daß sich die Bandscheibe an ihren ursprünglichen Ort zurückschieben lässt, immerhin fungiert diese als Puffer zwischen zwei Wirbeln, d.h. es lastet also ein gewisser Druck auf ihr. Da scheint es logisch daß sich durch den Vorfall der Bandscheibe bereits die Statik der WS geändert hat und daß, angenommen man könnte die BS zurückschieben, diese alsbald wieder herausflutschen würde. Allein vom technischen Verständnis her...nur bin ich kein Mediziner, vielleicht ist das auch alles nur Unsinn.

Ich habe wohl eine sehr ähnliche Diagnose wie du erhalten, BS in LWS L4/L5 mit Ausstrahlung ins Bein. Da ich anders behandelt wurde, möchte ich die Behandlung nochmal kurz ansprechen:

- das Ganze fing an mit Rückenschmerzen

- der Orthopäde sagte zwei Wochen lang ich hätte einen Hexenschuss

- Spannungsschmerzen beginnen, nehmen zu, halten mich in den letzten Wochen massiv vom Schlafen ab <- keine vernünftigen Schmerzmittel verschieben bekommen (Diclofenac & Katadolon)

- nach ca. 2 1/2 Wochen unerträgliche Spannungsschmerzen im Bein

- der Hausarzt entdeckt durch Zufall eine Parese im rechten Fuß und schickt mich zum Röntgen und zur CT -> Diagnose laut Poliklinik für Neurochirurgie BS in LWS L5/L5 medio-lateral etc. ...

- erst die Neurochirurgen haben erkannt in welcher Liga sich die beschriebenen Schmerzen befanden und konnten mir mit Medikamenten helfen: vorher brauchte ich bis zu 3x 150mg Diclac retard (max.Dosis liegt bei 1 Tablette pro Tag) pro Tag

- Tramadol gegen Schmerzen (leichtes Opioid) und Tetrazepam (Valium- ähnlich) damit ich überhaupt wieder schlafen konnte

- Tetrazepam erzeugt bei mir recht unangenehme Nebenwirkungen, deshalb hab ich's relativ schnell wieder abgesetzt

- Parallel haben wir mit der Gabe von Cortison angefangen, allerdings Oral (Habe nie Spritzen in den Rücken bekommen), 2x1x3 Tage 4mg Fortecortin

- Habe anschliessend aus Angst vor wiederkehrenden Schmerzen regelmässig Tramal genommen (morgens/abends 50mg)

- Dann besinnte ich mich auf meinen Zustand, setzte Tramal ab (ca. 1 Woche später)

- Jetzt bin ich bereits weitestgehend Schmerzfrei und fange heute mit KG an, nur der Rücken tut gerade etwas weh

- Auch bei mir Bestand eine Indikation zur OP, allerdings habe ich mich nach eingehender Info über diese gegen diese entschieden

- OPs im Bereich WS werden wohl laut meinen Infos nur noch bei extremer Not empfohlen (unerträgliche Scdhmerzen über Jahre z.B.)

- Ich habe gelesen daß es einen starken Zulauf zur Neurochirurgie gibt, d.h. viele Patienten stehen auf der Warteliste

- Gleichzeitig ist es wohl so daß 80% der Patienten, die auf der Warteliste für eine BS-OP stehen, innerhalb der häufig über 2 Monate Wartezeit schmerzfrei oder fast schmerzfrei werde, nach einem Jahr wohl schon 99%, d.h. es wird häufig nicht lange genug auf eine Besserung gewartet, häufig ist keine OP mehr notwendig (lt. SPIEGEL)

- PRT ist ein operativer Eingriff und nicht nur "ne Spritze"

Was ich sagen möchte ist, warte ab! Und nicht nur 3 Wochen, sondern vielleicht sogar ein Jahr oder noch länger. Ich bin 25 Jahre jung und habe das gleiche PRoblem wie du und denke daß es in unserer Altersgruppe ganz speziele Probleme gibt, wie z.B. dass es uns schwer fällt uns zu schonen oder überhaupt auf Besserung zu warten. Ach ja: mein BS liegt ca. 3 Monate zurück. Eine OP ist immer ein heftiger Eingriff, das muss ich wohl hier nicht anmerken.

Mein Arzt machte mich desweiteren darauf aufmerksam daß die OP wohl Linderung bringen könnte bzw. wird, ein gewisses Risiko jedoch nicht auszuschliessen sei -> Vernarbung im operierten Bereich oder auch eine Infektion. Ich würd's mir gut überlegen bevor die mich aufmachen dürften.

Abschliessend möchte ich sagen daß ich kein Arzt bin, also geniesst meine Angaben mit Vorsicht, auch möchte ich sagen daß OPs auch sehr sinnvoll sein können!

WICHTIG: OP- Induktionen immer auf Universitätsklinikgelände in 'ner Poliklinik bestätigen lassen!!! Und wenn der Arzt meint dass sei 'n kleiner Eingriff dann würd ich mir das schon mal doppelt überlegen!!!! Beiseiteschieben der Muskulatur bedeutet im Klartext dass die bei Rückenpatienten betreits geschwächte Muskulatur von der Wirbelsäule gelöst wird. Gib nicht schon nach drei Wochen auf

TNibMor


NACHTRAG

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen daß der oben angegebene Text in keinster Weise Zweifel an der Schulmedizin verursachen bzw. fördern soll. Weder bin ich Mediziner noch verfüge ich über genügend Fachwissen um anderen, kranken Personen Ratschläge geben zu können. Ich denke aber daß ein Austausch der Patienten über div. Erfahrungen während der Behandlung oder auch danach viel helfen kann. Wichtig ist zunächst einmal die Tatsache zu wissen daß man mit seinen Problemen nicht allein ist. Mit dem oben geschriebenen Text habe ich nicht nur meine Probleme kund getan, sondern auch verarbeitet, zumindest teilweise. Zwar ist es immer schlecht körperliche Beschwerden zu kriegen, egal in welchem Alter, jedoch denke ich daß ein Bandscheibenvorfall im jungen Alter besonders deprimierend sein kann: um einen herum tobt das Leben, die Freunde gehen tanzen,. Sport machen etc. - man selbst steht irgendwie aussen vor, selbst wenn der Freundeskreis Rücksicht nimmt.

Hrol5gKer-2x3


Die Operationskriterien sind:

•Eine Notoperation bei Bandscheibenvorfällen mit akut aufgetretenem Caudasyndrom

•Ein Bandscheibenvorfall mit deutlich neurologischen Ausfallersacheinungen

•Therapieresistente Schmerzen

•Trotz langer konservativer Behandlung immer wieder rezidivierende Beschwerden und Symptomatik

•Wenn nach einer akuten Schmerzphase die Schmerzen aufhören und gleichzeitig Lähmungen auftreten (Wurzeltod)

Ich persönlich würde eine Beschwerdesymptomatik über mehrere Monate oder gar Jahre nicht akzeptieren. Aber da ist der Leidensdruck für jeden individuell. Auch kann eine längere Kompression eines Nervs überaus schädlich sein, das kann irreversible Schäden verursachen.

Sinn und Zweck der Krankengymnastik ist es, die wirbelsäulenstützende Muskulatur zu stärken und so die defekte Bandscheibe zu entlasten. Der Teil des Kerns, der den Vorfall verursacht hat, kann sich verkleinern und so zur Entlastung führen. Statistisch gesehen passiert das in 80% aller Fälle.

PRT-Spritzen sind kein operativer Eingriff. Sie sind, wie jede Spritze eine Körperverletzung. Nicht mehr, nicht weniger. Sie beseitigen aber für eine begrenzte Zeit Schmerzen und nehmen die Entzündung.

Eine mikrochirurgische Operation ist die Standard Methode unter den Operationen. Das ist wirklich kein grosser Eingriff. Das Risiko ist allgemein in der Narkose, einer Infektion und einer Wundheilungsstörung zu sehen. Die Gefahr einer überdurschnittlich hohen Bildung von Narbengewebe liegt bei 0,05 %. Im Normalfall ist man nach 1 Woche wieder zu Hause.

Ob mit oder ohne OP, die Krankengymnastik gehört zur täglichen Routine wie das Zähneputzen. Die Bandscheibe ist halt nicht mehr ganz in Ordnung.

:-)

LG

Holger

T]ibxor


RE: PRT operativer Eingriff ja/nein

Hey,

operativ, weil zwar nichts geöffnet wird, aber beim Einführen der Nadel besteht eine Infektionsgefahr, die in der Größenordung einer OP liegt.

Mein Neurologe ist der Meinung daß viel zu viele Ärzte diesen Eingriff vornehmen ohne vorher andere Therapiemöglichkeiten auszuloten.

Steht vor dieser PRT- Geschichte eigentlich immer ein Therapieversuch mit oral verabreichten Kortison? Und worin liegt der Unterschied in der Wirkungsweise?

- Nach drei Wochen von Therapieresistenz zu sprechen wäre nicht richtig in meinen Augen.

- Natürlich ist das Schmerzempfinden individuell, und jeder hat seine eigenen Grenzen, jedoch denke ich daß der Körper es einen spüren lässt wenn das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Jeder von uns kennt wohl die Schmerzen die durch einen BS- Vorfall verursacht werden. Ich habe 2 Wochen lang nicht schlafen können bis ich mich selbst mit Tramal und Tetrazepam ruhig stellen konnte, da war für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.

H8olEger-2x3


Tibor :-),

die Infektionsgefahr bei den PRT-Spritzen ist gegeben, das ist richtig. Vorher findet ja auch ein Aufklärungsgespräch statt und der Patient unterschreibt die Einverständniserklärung.

Der Unterschied zur oralen Einnahme von Kortison liegt 1. in der geringeren Menge, 2. in der Kombination mit Kurzzeit- und Langzeitbetäubungsmittel, es wird fast sofort eine deutliche Linderung erreicht, unter der man verstärkt Krankengymnastik machen kann.

Generell würde ich nach 6-8 Wochen erfolgloser KG andere Massnahmen ergreifen.

LG

Holger

owlioxtb


danke holger und tibor fuer eure infos...

ich war heute gleich beim PRT spritzen. der doc meinte die genesungschance liegt bei 80%. kommende woche bekomme ich die 2te und dann wird gehofft.

waehrenddessen hab ich jedoch noch ne frage. ich habe 2 gegensaetzliche aussagen von orthopaeden bekommen. der eine meint ich solle nach der prt spritze ruhe haben. keine massagen, keine KG, keine waerme. einfach stufenlagerung und ruhe.

der andere meint ich soll so weitermachen wie bisher.

tja, macht beides sinn, wobei ich mehr zu arzt nummer 2 tendiere. was meint ihr?

HbolMgzer-2x3


PRT

Direkt nach den Spritzen erst mal Ruhe. Danach hast Du grösseren Erfolg, glaube ich, wenn Du mit Krankengymnastik weiter machst. Vorausgesetzt, Du bist dabei schmerzfrei.

Bekommst Du die Spritzen jede Woche oder 14 Tage ???

4 - 6 können das schon werden bis zur Schmerzfreiheit.

Gute Besserung!:)^

LG

Holger

o6lioxtb


hey holger,

ich kriege sie woechentlich.. heute (1 tag nach der spritze) ist fast keine veraenderung festzustellen, aber der doc meinte das es schon 2 tage dauern kann bis die anfaengt zu wirken.. ich werde auf jedenfall weiter bereichten

c.lagxo


Hallo an alle,

habe schon länger mitgelesen, bin auch eine Betroffene (Op BSV L5/S1).

Heute möchte ich auch mal um Rat bitten, sind ja einige dabei mit vielen Erfahrungen. Bin im März 05 operiert worden, keine Versteifungs-Op. Hatte ca 8 Wochen Ruhe, dann ging alles von vorn los, Schmerzen und Taubheitsgefühl im Bein. KG ohne Erfolg, mit den starken Schmerzmitteln habe ich große Probleme (Übelkeit, Benommenheit, Schwindel).

Im August MRT = Re-Prolaps und Narbenbildung an der Nervenwurzel, na super. War heute beim Neurochirurgen, der dringend zu einer erneuten OP rät, die Beschwerden könnten sonst noch stärker werden. Nach seiner Meinung ist wahrscheinlich keine Besserung des Taubheitsgefühls zu erwarten, der Nerv ist wohl schon zu sehr geschädigt. Aber die Schmerzen sollen mit großer Wahrscheinlichkeit verschwinden, da wohl hauptsächlich der erneute BSV die Beschwerden auslöst.

Die PRT-Spritzen lehnt er in diesem Fall ab wegen des Infektionsrisikos (wären wohl sehr häufige Behandl. nötig).

Nun ja, hat jemand ähnliche Erfahrungen? Und wie gehen denn die Wiederholungs-Ops meistens aus?

Ich freu mich schon auf Antwort und hoffe, jemand hat einen guten Rat für mich.

liebe Grüßen

Claudi

H"oslgerx-2A3


Hallo Claudi :-)

5 Monate nach OP schon wieder ein Vorfall ??? Das ist ja echt schlimm. Ob die Schmerzen jetzt von dem neuen Vorfall oder dem vernarbten Gewebe her rühren, lässt sich wohl mit Bestimmtheit noch nicht sagen, aber wahrscheinlich dürfte es an dem Vorfall liegen.

Ich hatte vor 1 Jahr, 10 Jahre nach meiner Bandscheiben-OP, ein neues MRT. Darauf war auch Narbengewebe verschlängelt um den Nerv zu sehen. Hatte aber keine Beschwerden, jedenfalls nicht davon.

Ich würde den Neurochirurgen mal darauf ansprechen, ob denn eine Bandscheibenprothese eine Alternative wäre. Denn vom Beschwerdebild und dem Verlauf kannst Du durchaus dafür in Frage kommen. Wird das denn dort in der Klinik auch angeboten ???

Nach der relativ kurzen Zeit dürfte die Bandscheibenhöhe noch in Ordung sein, oder ??? Würde auch bedeuten, dass die Wirbelgelenke noch nicht geschädigt sind.

Auch eine Beseitigung des erneuten Bandscheibenvorfalls hätte gute Aussicht auf Erfolg. Sollte die Vernarbung doch eine schmerzverursachende Rolle spielen, kann sie bei einem neuen Eingriff auch abgetragen werden. Stellt sich die Frage, ob die Bandscheibe nach 2 BSVF noch in der Lage ist, ihre Funktion auf Dauer gut zu erfüllen. Daher mein Gedanke an die Prothese.

Ich selbst bin auch kein gutes Beispiel. Meine Bandscheibe war 10 Jahre nach der OP völlig verschlissen. Instabilität und Wirbelgleiten machten da eine andere OP notwendig.

*:)

Liebe Grüsse

Holger

v2ega1s9x8


Bin neu!!!

Hallo erst einmal *:)

Habe gerade beim surfen bezüglich BSV dieses Forum entdeckt und bin natürlich sehr angetan.

Bei mir wurde vor 3 Wochen ein BSV im L5 festgestellt. Das gute Stück hat sich leider im Dänemarkurlaub verabschiedet und ich durfte dann per Krankentransport wieder nach hause :-(

Übrigens, bin auch erst gerade mal 31 und hatte gehofft, dass man so früh noch einen BSV bekommt :-/

Ich habe allerdings das Glück, dass ich relativ Schmerzfrei bin, und das eigentlich nach dem großen Crash auch schon bin. Habe am Anfang noch Schmerzmittel genommen (Tetrazepam, Ibuprofen), aber zur Zeit nehme ich garnichts mehr. Bin zwar selbst erstaunt, dass das so "glimpflich" abläuft...habe auch schon echte Schauergeschichten gehört...aber mir machen die Auswirkungen des BSV echte Bauchschmerzen.

Meine linke Wade ist komplett gelähmt und macht überhaupt nicht das was ich gerne möchte, ich habe ein starket Taubheitsgefühl sowohl im Bein als auch im Fuss. Da ich sehr schlecht laufen kann, habe ich in der letzten Woche vom meinem Arzt Stützen bekommen, allerdings ist das natürlich recht anstrengen.

Mir wurde eigentlich gleich nach dem angeordneten MRT sowohl vom Neurologen als auch vom Hausarzt eine OP empfohlen, da die Nervenausfälle wohl recht gravierend sind und die Gefahr besteht, dass der Nerv dauerhaft geschädigt wird.

Allerdings habe ich erst in der letzten Woche mit Krankengymnastik begonnen und möchte das natürlich gerne noch eine Zeit lang beobachten.

Eine Freundin hatte in der gleichen Region einen BSV und wurde bereits nacht 1 Monat für 3 Wochen auf Kur geschickt. Sie hat mir erzählt, dass das wirklich gut geholfen hat.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer Kur gemacht und wenn, welche ???

Ich werde meinen Hausarzt in der nächsten Woche mal darauf ansprechen. Bin zwar der Meinung, er wird wenig Begeisterung zeigen, aber fragen kann man ja mal.

Viele Grüße

vegas98

b(aerchePnsf(raxu


Hallo zusammen!

Auch ich habe seit ein paar Wochen einen Bandscheibenvorfall (L5/S1).

Es fing alles eigentlich recht harmlos an. 4 Tage vor unserem Urlaub, bekam ich Schmerzen in der rechten Hüfte. Ich dachte es wäre einfach nur kalt geworden, da wir nachts bei offenem Fenster schlafen. Ich konnte mich nur unter Schmerzen bücken und laufen, aber es war noch auszuhalten. Dann sind wir in Urlaub gefahren (700 km), zu meinen Schwiegereltern. Die Autofahrt war unangenehm aber auch noch gut zu ertragen. Die ersten Tage ging es noch ganz gut, ich bin jeden Tag mehrfach bis in die 4. Etage rauf und wieder runter bei meinen Schwiegereltern. Der Schmerz fing dann langsam im rechten Bein an, aber es ging noch ganz gut. Am 4. Urlaubstag hat mein Mann mich zum Arzt gedrängt.

Der warf nur nen kurzen Blick auf mich und überwies mich in die Poliklinik zum Röntgen und zum CT. Außerdem verschrieb er mir gleich Krankengymnastik, die ich sofort beginnen sollte.

Also erst mal zur Klinik. Dort wurde Röntgen gemacht und ein CT. Gesagt hat mir danach aber keiner was. Die Ergebnisse sollten 3 Tage später beim Arzt sein und ich solle da anrufen. Krankengymnastik konnte ich leider keine machen, da kein Krankengymnast nen Termin frei hatte so kurzfristig bzw. nicht damit anfangen wollte, weil wir ja nicht die ganze Zeit dort wären und wir zum Wochenende nach Hause fahren wollten.

Die nächsten Tage ging es noch. Der Schmerz im Bein war erträglich, das Ibuprofen half überhaupt nichts was ich verschrieben bekam. Ich machte alles was wir bisher auch gemacht hatten. Treppen laufen, einkaufen, bummeln etc. Am Freitag rief ich dann den Arzt wegen der Ergebnisse an. Er meinte ich hätte einen Bandscheibenvorfall und sollte zusehen, dass ich Krankengymnastik mache. Wir entschlossen uns dann am nächsten Tag nach Hause zu fahren. Nur leider wurde nichts daraus. Am späten Abend stand ich in der Küche und wollte einen Salat zubereiten, machte einen Schritt mit dem rechten Bein zur Seite und konnte mich nicht mehr bewegen. Der Schmerz war unerträglich. Mit Müh und Not kam ich mit Hilfe meines Mannes ins Bett. Wir riefen den Notdienst, tja was soll ich sagen, ich bekam Spritzen und wir sollten abwarten. Am Sonntag ging es dann wieder ziemlich gut, abgesehen vom Schmerz im rechten Bein und wir entschieden uns nach Hause zu fahren.

Am Montag war der Schmerz im Bein nur noch beim laufen vorhanden. Wir gingen zu meinem Hausarzt. Ich erzählte ihm davon, er tastete mein Bein ab und meinte ich solle weiter Ibuprofen nehmen. Ich sagte ihm das hilft aber nicht, da meinte er trotzdem soll ich es nehmen. Gesagt getan. Dann machte ich die Termine für die Krankengymnastik. Am Donnerstag bekam ich dann die erste Gymnastik. Leider konnte die Dame nicht viel mit mir anfangen, da ich mich weder nach vorne beugen, noch das Bein heben konnte. Es tat jedes Mal höllisch weh. Sie meinte dann die Übungen die sie mir gezeigt hat solle ich zuhause jede Stunde 10 Min. weiter machen und nächste Woche dann wieder kommen.

Die Krankengymnastik machte ich brav weiter und am Samstag ging dann gar nichts mehr. Ich konnte mich wieder kaum bewegen, der Schmerz war höllisch und mein Fuß fühlte sich an als wäre er eingeschlafen, das ging bis zur Wade. Ich konnte nicht mal mehr in Stufenlage liegen, weil ich das Bein vor Schmerzen nicht hochbekam. Also Notdienst angerufen, wieder Spritzen. So ging dsa drei Tage lang. Notdienst, zwischendurch war der Notdienst nicht zu erreichen, da Handy ausgeschaltet war vom Arzt, da sind wir dann um die Ecke ins Krankenhaus gelaufen. Da bekam ich dann drei Spritzen. Der Weg nach Hause 500 m) war dann die Hölle, es wurde noch schlimmer. Also Abends wieder Notdienst, der verschrieb mir dann Tramadol in Tropfenform und Tetrazepam. Das half dann endlich auch mal etwas. Am nächsten Abend war wieder der Notdienst da, die Ärztin meinte sie spritzt mir nichts mehr und man müsse mit Medikamenten das in den Griff kriegen. Sie meinte sie hätte gute Erfahrungen mit Diclofenac Retardkapseln, Tramadol Retardtabletten und Tetrazepam gemacht. Gesagt getan, sie verschrieb mir die Sachen. Sie meinte auch ich solle nicht zum Orthopäden gehen, sondern zum normalen Hausarzt, da Orthopäden einfach gerne Spritzen setzen und das sei nicht ganz ohne Risiko.

Nun hatte ich zwei Wochen absolute Bettruhe, jeden Tag ging es besser und die Schmerzen hatte ich gleich mit den oben genannten Medikamenten unter Kontrolle. Damit ich überhaupt in der Zeit zur Toilette konnte, holte mein Mann meine Krücken aus dem Keller und damit kam ich wenigstens bis zum Stillen Örtchen. Jeden Tag machte ich vorm Bett mit den Krücken Gehübungen, damit ich keine Trombose bekomme, vom im Bett liegen. So langsam ließ auch das eingeschlafene Gefühl im Fuß nach. Duschen konnte ich nach drei Tagen das erste Mal, aber nur mit nem Trick. Wir stellten eine Kiste vor die Badewanne, auf die kniete ich mich mit dem linken Bein zuerst, zog das rechte nach, stieg dann mit dem linken Bein in die Wanne und zog das rechte Bein nach.

Aus dem Bett kam ich nur raus in dem ich auf alle Viere ging, mit den Knien auf der Bettkante, mein Mann stand hinter mir und gab mir die Krücken, dann konnte ich rückwärts zu erst mit dem linken Bein und dann mit dem rechten Bein und mich hoch ziehen, während mein Mann mich stützte. Nur so war es möglich einigermaßen schmerzfrei aus dem Bett zu kommen.

Nun sind zwei Wochen vergangen und ich kann endlich wieder an meinen geliebten Computer. Der steht momentan auf dem Wohnzimmertisch und ich lege mich zwischendurch immer wieder hin. Länger als eine halbe Stunde am Stück kann ich noch nicht sitzen. Laufen kann ich wieder ohne Krücken und mittlerweile auch wieder fast ohne humpeln und normal aufstehen und hinsetzen geht auch wieder ohne Schmerzen. Ich habe noch nen Spannungsschmerz in der rechten Wade und oben auf meinen rechten Fuß ist es noch so als wäre er eingeschlafen und zwei Zehen, aber nur ganz leicht. Gestern Abend war ich das erste Mal wieder draußen an der Luft und mein Mann ist mit mir eine kleine Runde gelaufen. Ging ganz gut, aber danach war ich ganz schön geschafft und meine Wade spannte sehr.

Diese Woche bin ich dann wieder soweit, dass ich zum Arzt kann, wobei ich diesen wechseln werde und zu einem gehen werde, der Nachts als Notdienst bei mir war. Mein Hausarzt kümmert sich überhaupt nicht und nimmt das alles ziemlich locker. Er schreibt lieber AUs als sich um den Patienten zu kümmern. Er macht das was ich ihm sage. Zwischendurch hatte ich ihn angerufen und er hat anstatt mal selber was zu sagen, einfach den Boten gespielt und mir die Medikamente gebracht die ich ihm vorsagte.

Mit der Krankengymnastik mache ich auch ab morgen weiter und mein Mann und ich wollen regelmäßig schwimmen gehen.

Ich habe zwar schon viel gelesen, aber wie sind eure Erfahrungen mit diesem Taubheits- bzw. eingeschlafenen Gefühl? Wann ging es bei euch weg, wenn ihr es hattet. Ich mache mir halt noch etwas Sorgen deswegen. Ist zwar nur ganz wenig noch, aber es ist halt ein komisches Gefühl. Die Zehen voll bewegen kann ich und Gefühl habe ich auch. Ist halt nur ganz leicht wie als wenns eingeschlafen ist und man dann drüber streichelt.

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