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Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Einrenken-Gefahr?

F`rannk3x03


@Horst2

Ja gerne, das war fogendermaßen:

Ganz einfach und schon fast komisch ;-), als ich auf den Squash-Court gehen wollte, bin ich strammen Schrittes voll gegen die Unterkannte von der dicken Glas-Eingangstür gelaufen.

Ich bin 1,93 und die Tür ca. 1,80 oder so. Habe mich beim Reingehen von Leuten hinter mir ablenken lassen; hab mich umgedreht beim Gehen und als ich wieder nach vorne schaute, wars schon zu spät und bin halt volle Kanne unter den Türrahmen gelaufen. Als Abwehrreaktion habe ich dabei meinen Kopf sehr schnell versucht nach hinten zu kippen. Aber zu Spät, bei dieser Bewegung gab es dann den heftigen Stoß auf meinen Schädel (oben drauf, im hinteren Bereich!).

War aber nicht bewusstlos! Habe sogar noch was Squash gespielt, aber danach wurde mir bereits super schwindelig,schlecht und habe einen tierischen Schädel gehabt.

Diagnose nächsten Tag beim Doc = leichte Gehirnerschütterung!

Habe alles erst mal nicht so ernst genommen und habe mich noch 2 Tage lang ziemlich viel bewegt und sogar noch mit meiner Band geprobt. (Ich spiele Schlagzeug!)

Den nächsten Tag war ich aber dann komplett im Ar...!

Habe dann 2 Wochen viel gelegen und mich kuriert.

Nach ca. 4 Wochen habe ich dann so einen steifen Hals bekommen, dass ich meinen Kopf nicht mehr richtig drehen konnte. Dachte eigentlich, dass das von dem vielen vielleicht falschen Liegen kam.

Das war aber nach ca. 3 Tagen und Schmerzmitteln wieder ganz gut. Ct gemacht, wie schon gesagt und von dir kommentiert!

Durch Massagen und Kiesertraining erst etwas besser, aber wie es mir zur Zeit geht, habe ich ja oben beschrieben.

Heute tut mein Nacken wieder gut weh mit entsprechenden Funktionsstörungen, obwohl ich gestern eine gute Massage genossen habe.

Hatte gestern sogar ein leichtes Kribbeln in der linken Wange, ist aber wieder weg. Auch hatte ich gestern leichte Schmerzen (leichtes Pieken/Stechen im mittleren linken Zeh!) und natürlich Kribblen und leichtes Zittern in den Beinen (Unterschenkel-Füße).

Alles total komisch! Macht mich wahnsinnig!

Tja, das ist eigentlich eine lustige Unfallsgeschichte, aber so lustig finde ich meine Problematik im Moment gar nicht!

Hoffe, du kannst dir einen Reim darauf machen!

Ne Freundin hat mir heute empfohlen, einen Ostheopaten aufzusuchen, da eine Freundin von ihr änliche Symptome wie Schwindel etc. hatte und der Ostheopate es wieder hinbekommen hat!

Was meinst du ???

Viel Grüße!

H_o2rstx2


@ Frank303

Hallo Frank,

also es sieht für mich so aus, als wenn du dir die HWS überstreckt hättest. Du hast deinen Kopf in einer natürlichen Abwehrreaktion nach hinten gelegt. Und auf diesen nach hinten gebeugten Kopf hast du dann wahrscheinlich zusätzlich den Stoß nochmals nach hinten bekommen. Dein Rumpf hat nach vorne beschleunigt, während dein Kopf genau die entgegengesetzte Richtung, also quasi nach hinten beschleunigt wurde. Es wurden zwar keine knöcherne Strukturen verletzt(CT), aber wahrscheinlich die Bänder und die Muskulatur gedehnt. Ich könnte dir auch noch erzählen, wie das den Schwindel auslösen kann, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Vermutlich hast du auch eine verspannte Kiefermuskulatur. Es könnte bei dir ein Schleudertrauma der HWS vorliegen. Diese Beschwerdebilder müssen nicht unbedingt direkt nach dem Unfall auftreten. Es können manchmal sogar Monate oder Jahre ins Land gehen, bevor die Beschwerden so massiv werden.

Genauso schwierig wie die eindeutige Diagnose ist leider auch die Behandlung. Die Osteopathie kann ich durchaus empfehlen. Sie hat mir persönlich sehr geholfen und mein Beschwerdebild schon stark gelindert. Allerdings sollten es schon erfahrene Osteopathen sein. Adressen findest du unter [[http://www.osteopathie.de]]

Wenn du noch mehr Infos möchtest, kein Problem. Es gibt auch ein sehr gutes Buch zum Thema HWS.

Wie lange es bei dir bis zur Heilung dauert, daß kann ich dir natürlich nicht sagen. Das Thema HWS ist auch unter Fachärzten umstritten. Und ich bin nur ein betroffener Laie.

Grüße

Horst

Fgraknkt30x3


@horst2

Danke für deine super Tips!

Ich war heute grad bei einem Osteopathen. Der behandelt mich jetzt erst mal! Bin gespannt.

Er meinte auch, dass meine Probleme von einem Trauma kommen können.

Hoffe, er kann mir helfen. Also, sollte ich noch mal eine Frage haben,

melde ich mich noch mal!

Bis dahin die auch weiter einen schmerzfreien Rücken bzw. HWS!

Gruß!

gQluecqksklzee-bla0txt


@ Frank

das mit der Squashcourt-tür war ja :(v - au weia

ich hätte dir auch dringend einen Besuch beim Osteopathen geraten

kennst du die Seite

[[http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/osteopathie/index.xml]]

bei uns war Osteopathie das, was half - Tabletten dämpften nur und die Ursache blieb.

Schief gestellte Wirbel haben extreme Auswirkungen.

Schade doch eigentlich, dass man so lange suchen muss, um dann erst davon zu hören. Geheimtipp ???

Alles Gute !!*:)

gtlueck`sklee-b9laxtt


die ist auch sehr informativ

[[http://www.kiss-kid.de/]]

F]ran[k303


@glücksklee-blatt

Jaja, das Squashen habe ich eh gehasst! Jetzt noch mehr :(v ;-)

Danke für deinen Tip! Ich war gestern beim Osteopathen und der hat mich als erster echt mal (aus meiner Sicht!) vernünftig durchgecheckt. Hat fast jeden Wirlbel abgetasten und spezielle Bewegungstests gemacht.

Mein Neurochirurg hat mich so nie untersucht, nur CT und fertig.

Der Osteopath kann natürlch eine evtl. Verletzung von einem Gelenkswirbelband oder dem Gewebe schwer feststellen, da er ja kein MRT oder so machen kann. Aber er meinte, dass meine Beschwerden in der Tat von einem nachwirkenden Trauma meiner HWS kommen kann. Ich glaube, er packt das! Bin guter Hoffnung, endlich wen gefunden zu haben der mal "ANPACKT" und sinnvoll daean geht und nicht immer sagt: "Hmmm, keine Ahnung was da wirlich los ist!"

Eine neurologische Untersuchung hat er mir aber trotzdem empfohlen, ob da nicht durch den Schlag was passiert ist.

Also, noch mal vielen Dank! Werde mir deine Internet-links mal anschauen.

Viele Grüße!

H oEmxer


ist ja echt klasse, der Thread hier. :)^

habe fast die gleichen Symptome wie Du, Frank. Dazu noch Schwitzen und Sehstörungen (fokusieren!). Mein Sehtest bescheinigt mir aber 100 % auf beiden Augen. Dies habe ich seit 6 Wochen (mal weniger, mal gar nicht, mal so schlimm, das ich das Kino verlassen mußte! Dabei Druck im Kopf, Ohrensausen und -Schmerzen, Druck im Solarplexus-Bereich, Kurzatmigkeit-Hyperventilation, Drehschwindel, Nackenschmerzen, das Gefühl "den eigenen Körper zu verlassen", auch nerven Berührungen (leider auch die lieben meiner Freundin :-(. Dann hilft mir oft nur eines: flach hinlegen, laute Geräusche abschalten, Augen schließen, in Ruhe gelassen werden-im Kino konnte ich das auf der sauberen Toilette tun.

Dazu meine Unfälle:

-schwere Gehirnerschütterung (es traf den Hinterkopf) im Kindergartenalter (behandelt vom Hausarzt-Allgemeinmediziner, kein KH-Aufenthalt)

-Sturz von einem Turm (4 m hoch) direkt auf den Kopf-Arme knickten ein (ohne Behandlung) , da ca. 10 Jahre alt

-Sturz von einer Rampe mit angelegten Armen (Kopfsprung!)

in einen Sandhaufen, das war ne Mutprobe, da ca. 11 Jahre alt (nat. ohne Behandlung ;-D).

- 3 elektrische Schläge (2 x Lampe, 1 x Ventilator)

- 4x den rechten Arm ausgekugelt (Luxation), das erste Mal vor ca. 12 Jahren, dann vor 7 Jahren, dieses Jahr im Urlaub 2x.

...Mein Gott und ich lebe noch immer :-D! Hätte mir das Genick bei all den Sprüngen brechen können :-/

Heute hatte ich ne MRT wegen meiner Luxation. Befund nix gebrochen, aber Bänder angerissen-ruhig stellen. Zuvor war ich bei einem Sport-Orthopäden, erzählte ihm auch von den Schwindelanfällen und alldem. Als Akupunkteur meinte er, alle Symptome sprechen für einen erhöhten Leber-Yang. Dieser Meridian läuft über meine kaputte rechte Schulter. Werde mich denn auch bald vertrauensvoll in seine Nadel-bespickten Hände begeben ;-D.

Horst und Hype, was haltet ihr von all dem?

HHyper*ioxn


na, käptn homer :-)

das ist ja furchtbar was dir alles pasiert ist!!

das sind natürlich alles unfälle die nicht ohne folgen bleiben, bes. wenn man oft auf den kopf fällt.

irgendwann kommt es zu solchen symptomen.

schwindel, druck im kopf, sehstörungen ect. sind schon symptome die in den berich der neurologie einzuordnen sind. ich empfehle dir homer, da mal von einem neurologen untersuchen zu lassen. je früher desto besser.

wenn dir sowas (schwindel, usw) mal beim autofahren oder so passiert dann könnte das übel enden!!

gruss

vom besorgen schiffskamaraden :-)

HOomexr


Hallo Hype *:)

werde erst mal heute meinen Orthopäden konsultieren.

Ach ja, hatte "Headbangen" vergessen ;-D

MlarXianxdl


Hallo, ich hab mir jetzt nicht die ganze Diskussion durchgelesen, aber es ging ja um Einrenken und Chiro... etc.

Dazu nur kurz was: es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen diesen Chiro´s, und zwar gibt es ChiroPRAKTIKER und ChiroTHERAPEUTEN.

Um ein Praktiker zu werden, bedarf es wohl nicht viel und nur ne "kleinere" Schulung. THERAPEUT werden dürfen nur Ärzte und es bedarf einer längeren intensiven Ausbildung.

Ich war selbst mal bei einem Orthopäden, der sich selbst auch stolz Chiropraktiker nannte. Ich hatte immer schlimme Rückenschmerzen, mehrere Orthopäden (auch dieser) diagnostizierten ohne aktuelles Rö.-Bild einen eingeklemmten Nerv im LW Bereich. Dieser eine "renkte" mich auch ein, mit großem Gezerre und Verrenke. Geholfen hat es nichts, im Gegenteil.

Vor 1 Woche bin ich jetzt total verzweifelt beim ChiroTHERAPEUTEN gelanden, dieser Mann ist das reinste Wunder :x)

Ich hab ihm meine Beschwerden geschildert und er war sich direkt 99% sicher mit seiner Diagnose (kenne den lat. Ausdruck nicht mehr), und zwar dass 2 meiner Hüftknochen (Schambein- und Darmbeinknochen?) zu nah aneinander liegen und sich ab und zu dann verhaken, aus dem Nichts heraus. Er legt seine Hand hinten auf meine Hüfte und meinte "Hier tut es weh oder?" "JAAAAA!" und schickte mich sicherheitshalber zum Röntgen.

Danach war ich direkt wieder bei ihm, er erklärte mir die Rö.Bilder (dort konnte man das mit den Knochen total super sehen, sogar ich als Laie) und dann, dass und wie er mich jetzt "einrenken" wird, um die Blockade zu lösen.

Da wurde nix gezerrt und brutal geogen, sondern sanft gedehnt und gezogen, es machte "kracks" und die Sache hatte sich! Ich spürte SOFORT eine deutliche Besserung und heute war ich noch mal da zum 2. Einrenktermin. Es tut noch etwas weh, im Sinne von "gereizt" sein, aber diese sehr schmerzvolle Blockade ist weg!

In diesem Sinne, macht euch mal schlau im Internet, diese "Chiropraktiker" sind vielleicht nicht total schlecht, aber bei den Therapueten wird das eben SANFT gemacht und nicht mit Gewalt angezogen! Er versicherte mir auch, dass mit dieser Methode nichts passieren kann. Klar ging es bei mir um die Hüfte und nicht HWS, aber ich glaube auch dort gibt es einen großen Unterschied.

Hier, das hab ich grade noch gefunden im Netz:

Chirotherapie

"Chirotherapie ist nicht gleich Chirotherapie" Diese traditionelle manuelle Therapie zeigt in Abhängigkeit von der Ausbildung und der individuellen ärztlichen Struktur sehr unterschiedliche Anwendungsformen.

Die Deutsche Gesellschaft für Chirotherapie (DGCH) lehrt Griffe an der Wirbelsäule und Gelenken in der sogenannten "Weichtechnik". Grobes Ziehen oder unvermutetes Reißen ist da absolut verboten. Grundsatz ist der technisch absolut einwandfrei durchgeführte Griff in Mittelstellungen der Gelenke d.h. gefahrvolle Situationen, die vor allem bei endgradigen Bewegungen der Gelenke entstehen können, werden vermieden.

Informationen über die Chirotherapie erhalten Sie unter anderem auf der Internetseite der DCGCH [[http://www.chirotherapie.net]]

F)rankx303


Hallo an alle!

@homer:

Man man man, du hast ja echt was erlebt! Bist wohl ein Schlangenmensch, dass du das alles so überlebt hast! Sorry musste ja etwas grinsen bei deinen Ausführungen, denn irgendwie hast du eine leichte Ironie und Komik reingebracht aus meiner Sicht!

Aber ich weiß natürlich zu gut, dass das alles gar nicht zum Lachen ist!

Habe 12 Jahre Handball gespielt und auch mal meinen rechten Arm ausgekugelt. Seit dem passiert mir das auch häufiger beim Badminton, wenn ich einen leicht verdrehten Überkopfschlag ausführe. Aber zum Glück flutscht meine Schulter dann immer gleich wieder rein. Halt das Gelenk ausgeleiert!

Warum sind denn Deine Beschwerden erst vor genau 6 Wochen aufgetreten? Nach dener Luxation oder einfach so ???

@Mariandl:

Ich denke, du hast auf jeden Fall Recht, was du schreibst! freu mich, dass du einen fähigen Therapeuten gefunden hast, der Dich wieder hinbekommen hat!

Meinen Schock vom Einrenken her, habe ich auf jeden Fall gut verkraftet und schon vergessen.

Aber fest steht auch, dass gerade die Einrenkungen an der HWS so gefährlich sind, aufgrund der ganzen wichtigen Versorgungskanäle fürs Gehirn langlaufen wie unter anderem auch die Halsschlagader. Da kann auch bei Fachleuten mal was passieren. Ich will mich auf jeden Fall an der HWS nicht mehr einrenken lassen so schnell!

@all:

Ich habe nächste Woche einen Termin beim Neurolgen, der mal alle Tests mit mir macht, ob irgendwelche Nervenbahnen beschädigt wurden. Außerdem mach ich auch grad diverse Herzuntersuchungen, ob nicht evtl. dort eine Problematik vorliegt!

Dann beginnt ab nächste Woche auch meine Therpie beim Osteopathen.

Meine Internetsuche ergab, dass die Osteopathie als einziges vielen geholfen hat. Ich werde euch mal berichten darüber, watt der so kann und sagt. Vielleicht ist das auch für euch eine Alternative zu so mancher Herangehensweise unser manchmal doch so "tollen" Ärzte >:(

Gruß - Frank

F$ranak30x3


Nachtrag!

Freue mich übrigens echt super, dass hier ein cooler Thread-Talk zustande gekommen ist!

Dafür mal ein dickes Dankeschön an Euch! :)^ :)^ :)^

Hier noch ein link von Osteopathen in Eurer Nähe.

Ihr müsset auf der Seite einfach auf z.B. Seite 1, 2..etc. drücken für die entsprechenden PLZ_Bereiche 1,2...etc.

[[http://osteopathie.de/therapeuten]]

Also, freu mich über eure weiteren Erfahrungen und Berichte in der nächsten Zeit!

Gruß - Frank

HRa?rrxyK


An wohl alle hier:

Hallo lieber Leser.

Ich kann Dir vielleicht Rat geben, doch dazu möchte ich Dir zunächst meine Leidensgeschichte schreiben, vielleicht findest Du da Parallelen.

1992 hatte ich einen Motorrad-Unfall, bei dem mir eigentlich nicht wirklich was passierte - wie es zunächst schien.

Doch ca. 1 Jahr später entwickelte ich langsam immer schlimmer werdende Verspannungen im Hals- und Nackenbereich.

Ich habe mir dabei noch nichts gedacht und bin ab und an zum Arzt, um mich mit manueller Therapie behandeln zu lassen.

Das ging so bis 1997. Dann eines Morgens wachte ich sehr früh auf und fühlte mich unendlich benommen und hatte sehr

starke Schwindelgefühle und ich wußte, es war etwas wirklich Schlimmes passiert. Ich konnte mehrere Stunden nichts

sehen, bis dann langsam ein Sternchensehen eintrat und die Sehkraft langsam zurückkehrte mit Doppelbildern und eingeschränktem

Sehfeld. Ich fühlte mich dazu absolut bewußtseinstrüb. Manch ein Psychiater nennt es "Derealisationsgefühl" -

ich nenne es "Störung der Vigilanz" oder Somnolenz. Ich war nicht richtig wach - nicht mehr in dieser Welt.

Dazu hatte ich Schluckbeschwerden und das als psychisches Symptom verschriene "Kloßgefühl". Ich hatte brennende Schmerzen am

Hinterhaupt und hatte diverse Sensationen wie ein pelziges Gefühl im Gesicht. Ab und an hatte ich Lähmungserscheinungen und

ich zitterte stark. Diese Symptome traten eigentlich nur nach dem Schlafen auf und hielten sich am Anfang,

wenn es nicht sehr schlimm war ca. 8-14 Stunden. Hinterhauptschmerz und Sehstörungen gingen dann weg. Die Bewußtseinstrübung

habe ich heute noch. Manchmal gingen die Symptome wochenlang nicht weg. Oft bin ich mitten in der Nacht aufgeschreckt und

habe nur noch nach Luft geschnappt und hatte das Gefühl, dem Tod gerade noch so entronnen zu sein. Wannimmer ich so aufwachte und

meinen Hals streckte, fühlte ich wie wieder Blut in meinen Hinterkopf schoß. Die Ärzte hielten mich alle für verrückt.

Es vergingen 5 Jahre in Odyssee in über 30 Krankenhäusern, bei über 100 Ärzten, ich war in fast jeder Uniklinik in Deutschland.

Ich hatte so endlos viele Kernspins und CTs von Kopf und Hals, Abdomen, unzählige Liquorpunktionen, unzählige neurologische

Untersuchungen und keine Untersuchung brachte mich zum Ziel

Viele Konnten zwar meine neurologischen Symptome sehen, doch keine Ursache dafür finden.

Ich habe 4 Jahre lang jedem Arzt gesagt, es käme von den Vertebralarterien, die irgendwie abgedrückt würden,

doch wannimmer diese sonographisch oder per MRT untersucht wurden, fand sich keine Flußstörung.

Während der Zeit ließ ich dann bei Dr. Hoerr in Plochingen ein Glucose-PET machen.

Dr. Hoerr sah deutlich das der komplette Bereich, der vom Vertebralisstromgebiet versorgt wird, diffus stark minderperfundiert ist.

Er führte es eindeutig auf Vertebralis-Durchblutungsstörungen zurück - entweder chronischer Durchblutungsstörungen oder

bereits ein diffuser Hirnschaden - aufgetreten durch ein einmaliges Ereignis. Ich ging weiter von Arzt zu Arzt, von

Krankenhaus zu Krankenhaus. Die Unikliniken in Ulm, Erlangen, München, Würzburg, Hamburg, Heidelberg hatte ich alle in

den Berechen Neurologie, Neurochirurgie, Orthopädie, Psychiatrie und Kardiologie durch. Zudem war ich in vielen privaten

Diagnosezentren in mindestens 20 verschiedenen Röntgenpraxen.

Am Ende landete ich dennoch 4 Monate lang im Kopfklinikum Erlangen in der Psychiatrie.

Dort wurde auch ein neurologisches Konzil und ein neurochirurgisches durchgeführt, aber ohne Befund.

Man sagte mir, daß ich wohl damit leben müsse und es wohl nicht so schlimm wäre, sonst wäre ich ja bestimmt schon tot.

Doch fast jede Nacht fühlte ich mich dem Tode nah. In der Psychiatrie konnte man mir nicht helfen -

dort entließ man mich mit ohne Diagnose - der Chefarzt attestierte mir lediglich "Neurasthenie" - also Nervenschwäche.

Doch in der Psychiatrie kam mir die Idee, fortan mit einer Miami-J-Orthese (sehr feste Halskrause) zu schlafen und da wurde

es "ganz wenig" aber für mich meßbar besser. Die Ereignisse, die zu den krassen Symptomen führten, traten nicht mehr so

energisch auf. Jedoch immer noch für mich subjektiv lebensbedrohlich.

Als ich von der Psychiatrie nach hause kam - war ich so resigniert, daß ich nicht mehr weiter wußte. Ich versuchte mir

mit Thermoplast-Kunststoffen maßgeschneiderte Orthesen für meinen Hals zu machen, das ging monatelang, und verschaffte mir

Besserung aber es verhinderte nicht vollständig das Auftreten der Ereignisse. Ich kriegte Druckstellen am Hals, weil die

Ereignisse nur verhindert werden konnten, wenn die Orthese so fest wie möglich war.

Irgendwann kam ich auf die Idee, mir eine flache Liege zu bauen, auf der ich fortan auf dem Rücken und angebunden

schlief, da diese Durchblutungsstörung meist auftrat, wenn ich den Kopf etwas nach hinten überstreckt hatte. Die Liege

versah ich mit einem anatomisch auf mich angepaßten Lendenbereich und einer Kopfschale aus Gips, sodaß ich mich nachts

keinen Millimeter mehr bewegen konnte. Wenn ich da fest angebunden war, passierte nichts. Ich bemerkte, daß die

Durchblutungsstörung auftrat, wenn C1 etwas hinter C2 rutschte, so konnte ich meine Lagerung soweit modifizieren,

bis alles mit meiner Liege passte. Doch es verging insgesamt mindestens noch ein Jahr blankem Alptraum. Mittlerweile war

mein Gehirn weiter diffus geschädigt, seither kann ich mir keine Gesichter mehr merken, d.h. ich muß ein Gesicht mindestens

10xsehen, bis ich es mir etwas merken kann. Menschen identifiziere ich nun nach den Stimmen. Ich kann mir schwer neue

Sachen merken. Von meiner Kindheit und Jugend weiß ich so gut wie nichts mehr.

Ich kann mir keine Zahlen mehr merken -

fragen Sie mich mal nach meiner Telefonnummer. Ich reagiere wahnsinnig auf Gerüche. Mittlerweile habe ich eine Gangunsicherheit,

die gar nicht mehr weggeht, und ich sehe nur noch in einem schmalen Bereich relativ klar. Ich kann mich nur noch mit Mühe

auf gerade mal eine Sache konzentrieren. Allein wenn zwei Menschen miteinander reden bin ich in meiner Wahrnehmungsfähigkeit

am Ende. Nun in meiner Hilflosigkeit - ich hatte mit dem Leben schon abgeschlossen - ich hatte im Internet von einem Patienten

gelesen, der etwas ähnliches wie ich zu haben schien, und ich habe ihm geschrieben, was ich getan habe und mit welchen

Übungen ich versucht habe zu überleben. Da schrieb mir ein gewisser Horst, ich solle mal zu einem gewissen Dr. Volle nach

München gehen, er sei ein begnadeter Radiologe.

Da keimte wieder Hoffnung in mir auf und ich ging zu diesem Radiologen und dieser diagnostizierte erstmals meine Schäden am

Kopfgelenk und überwies mich umgehend zu Dr. Montazem - einem Neurochirurgen. Dr. Montazem brauchte nur ein C-Arm-Röntgengerät

und ca. 5 Minuten, bis er mir erklärte, daß bei mir beide Ligg. alaria gerissen seien und eine Operation die einzige

vernünftige Therapieform sei. Ich entschloß mich umgehend zur Operation. Intraoperativ wurde die Diagnose bestätigt:

Instabilität C0/C1, C1/C2 UND C2/C3. Ruptur beider Alarbänder und Kapselgelenke beidseits gerissen.

C1 und C2 sind nicht mehr im Festen verbunden, sowie rotatorische Subluxation C1/C2,

Dens Axis läßt sich zur Massa lateralis von C1 verschieben.

Also hatte ich durch diesen "Maximalschaden" immer wieder Vertebralis-Kompressionen gehabt. Ich danke Gott, daß ich noch lebe.

Dr. Montazem hat an mir die perfekte Operation vollzogen. Seither ist KEIN EINZIGES MAL mehr dieses Ereignis der

Durchblutungsstörung aufgetreten. Und all daß habe ich Gott zu verdanken(!!!), den in meiner größten Not um Hilfe gebittet

habe und mir gesagt habe, daß ich noch einem Menschen helfen will, um noch ein gutes Werk zu tun, dies war der Mitleidende,

dem ich per Internet meine "Überlebens-Tips" geschrieben habe. Und prompt bekomme ich den Tipp mit Dr. Volle. Und das nachdem

ich 8 Jahre mit schier unendlicher Motivation von Arzt zu Arzt von Krankenhaus zu Krankenhaus gereist bin.

Danken möchte ich natürlich auch meiner Frau, die das alles mit großen Qualen mit mir durchgestanden hat!

Heute hab ich zwar nachwievor "hirnorganische" Probleme, doch meine Vertebralarterien können nie wieder abknicken und ich

kann heute sogar mal im Sofa einschlafen - und ich wache - so Gott will - wieder heil auf!

Also, wenn Du ähnliche Symptome hast, bitte ich Dich inständig, Dich bei Dr. Volle, Facharzt für funktionelle Radiologie,

Sendlinger Straße 7, München zu melden - und den ggf. nach der Adresse von Dr. Montazem zu fragen.

Also alles Liebe - im Herzen verbunden,

Harald

H+arxryK


Teil 2

Wenn Du Kontakt suchst, bitte persönlich an

harry.kiessecker@gmx.de

F"rTank3Y03


Zittern

Hallo Leute,

wie gehts Euch??

Eeigentlich ging es mir schon besser was den Schwindel und das Kribblen im Arm und Bein angeht. Ich bin zur Zeit noch bei einem Osteopathen in Behandlung und bekomme Akupunktur.

Ein Symptom wird allerdings bei mir zur Zeit immer stärker. Und zwar das Zittern und die Schwäche in den Beinen bzw. Knien. Auch etwas in den Armen, Hinterkopf u Kiefer. Habe so das Gefühl innerlich zu zittern. Schwer zu beschreiben.

Schlimm ist es beim Stehen (also in den Beinen), aber auch beim Gehen. Sogar in Ruhe spüre ich das Zittern. Bestimmte Spannungshaltungen in Arm und Beinen sind immer etwas zittrig.

Ganz komisch diese Symptome.

Kennt Sich da einer mir aus hier ??? ?

Ich werd grad schon wieder wahnsinig, wo doch das Gefühl hatte, dass alles besser wird

!

Mein Hausarzt erzählte mir, dass evtl. mein vegetatives Nervensystem gestört sei. Allerding ist im Internet mein Phänom eher nicht so bekannt bei vegetativen Störungen. Das geht eher in Richting Atmung, Schwindel, Herzrasen, Unruhe etc.

Freu mich auf Eure Tipps!!!

Gruß - Frank303

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