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Das Kniegelenk

TvoristCenH


Ich habe dieses Forum bei meiner Suche nach Informationen heute nachmittag gefunden. Wir machen uns im Moment um unseren 19 jährigen Sohn große Sorgen. Seine Geschichte in kurzen Worten: 1. Patellaluxation mit 13 Jahren, ohne jegliche Vorgeschichte oder Probleme. Die Kniescheibe des rechten Knies ist "herausgesprungen" und die gerufene Notärztin hat sie wieder repositioniert. (Ich war nicht dabei, meine Frau hat es so geschildert). Danach einige Wochen ruhig gestellt und 5 Jahre lang keine weiteren Probleme. Im letzten Jahr hat er dann eine Ausbildung zum Maurer begonnen. Nach 5 Monaten kam es bei einer Drehbewegung wieder zu einer Patellaluxation im rechten Knie, diesmal allerdings mit deutlich mehr Schmerzen nach der Reposition. Es wurde eine Untersuchung des rechten Knies mittels MRT gemacht und dann ein Lateral Relase durchgeführt. Uns wurde mitgeteilt, die Form der Kniescheibe(n?) würde wegen zu geringer Auflageflächen ein dauerhaftes Risiko für Luxationen sein. Diese Fehlform könne operiert werden, aber Garantien gäbe es auch dann keine (wo gibt es die schon im wirklichen Leben?) Auf Empfehlung der behandelnden Ärzte wurde die Ausbildung zum Maurer im Spätherbst abgebrochen. Nach 6 Wochen konnte er wieder ohne Beschwerden Rad (MTB, auch schon mal 150 km am Tag) fahren, was für ihn ein ganz wichtiger Teil seiner Freizeit ist. Parallel haben wir eine neue Ausbildungsstelle für ihn gesucht, was im Siegerland nicht so ganz einfach ist. Jetzt hat er vor 4 Wochen in Wasserburg am Bodensee eine Ausbildung zum Gärtner begonnen (für Topfpflanzen, so gut wie keine knieenden Tätigkeiten, gearbeitet wird primär im Stehen an großen Platten bzw. Wannen, auf denen tausende von Topfpflanzen gezogen werden). Vor 1 1/2 Wochen stellten sich immer öfter Schmerzen im linken Knie ein, die durch Stehen als auch Gehen stärker wurden. Die Arbeit zu bewältigen fiel ihm immer schwerer. Am Montag dieser Woche Gang zum Hausarzt, Überweisung zum Orthopäden. Am Dienstag Vorstellung in der Praxis in Friedrichshafen. Diagnose Patelladysplasie, Überweisung zum Physiotherapeuten. => Knieschule, Kräftigung vastus medialis. Anleitung zur Selbstübung. Nach Meinung des Therapeuten sind Sebastians Kreuzbänder "zu lang", beide Knie instabil und verschlissen, seine Beinstellung kritisch. Auch äußert er wohl skeptisch, dass seitens der Orthopäden zu viele Hoffnung auf Besserung durch Physiotherapie gemacht werden. All das kann ich nur den Telefonaten mit Sebastian entnehmen. Wir fragen uns jetzt, ob auch die zweite Ausbildung in Gefahr ist und was wir tun können... Sebastian selbst resigniert leider recht schnell, was auch nicht sehr hilfreich ist. Wäre es sinnig, ihn einem Kniespezialisten vorzustellen und gibt es da Empfehlungen?

MUauerMbluem4chxen


Hallo Hyperion

Vielen Dank für deine ehrliche Meinung und Antwort.

Kurzbericht

Erstbehandlung:

05.10.2008

Diagnosen: Lux.patellae.dext.rezidivans.reponat

Rupt. men.med.gen.dext.

Rupt.part.lig.med.gen.dext

Therapie:

Reposition unter Allgemeinanästhesie, Punktion des Hämarthros, Schonung, lokal

Eis, Antiphlogistika (Deflammat 3x täglich) Hochlagerung, Championbrace mit

derzeit Limitierung 0-15-30 für 3 Wochen, danach 0-0-60 für weitere

3 Wochen 0-0-90 für nochmals weitere 3 Wochen. Teilbelastung mit max.20kg für 3 Wochen. Ausführliche Aufklärung der Patientin über konservative und operative

Therapiemethoden Indikation unserseits für eine ASK. Sportkarenz bis auf weiteres.

Kurzer Befund:

Die Pat. kommt selbst zugewiesen mit dem Physiotherapeuten in die Amb., sie gibt an sich die rechte Patella beim Angriff Volleyball luxiert zu haben. Die Patientin betreibt Leistungssport Volleyball. Die Patella wurde vom Physiotherapeuten versucht zu reponieren, was aber beim ersten Versuch scheiterte. Bei der heutigen klinischen Untersuchung zeigt sich eine laterale Patellaluxation, die nur unter Allgemeinanästhesie reponierbar war. Punktion des Gelenksergusses. Zohlen Zeichen ++ positiv. Die Beweglichkeit mit 0-20-40 doch deutlich beeinträchtigt, da weitere Beugung mediale Schmerzen verursacht. Das mediale Seitenband in 0° und 30° Beugestellung ,Aufklappbarkeit des medialen Gelenksspalt auf etwa 10°. Es muss nach einem blutigen Punktat und Aufklappbarkeit hier von einer Ruptur/Partialruptur des medialen Seitenbandes ausgegangen werden. Das laterale Seitenband in 0° und 30° Beugestellung stabil. Steinmann I und Mc Murry Test positiv für den medialen Meniscus. Lateraler Meniscus o.B. Nach Durchsicht des MRT Befundes vom ??? ??? ??? in unserem Haus mit dem Befund Ruptur des medialen Retinaculum + korrespondierende femorpatellare bone bruise+minimaler Einriss des medialen Meniscus und der heutigen klinischen Untersuchung besteht unserseits eine Indikation für eine Arthroskopie nach 6 Wochen. Wiedervorstellung im Heimatkrankenhaus.

Röntgen: re.Knie ap/s: laterale Patellaluxation ohne KKVZ nach Reposition Kontrollröntgen re.Knie ap/s+Patella defile bds: re Knie: Patelladysplasie Wiberg Grad IV mit Tilting

li Knie: Patelladysplasie Wiberg Grad II

Kannst du mir den Bericht ein wenig ausdeutschen vorallem Röntgenergebnisse?

LG und VIELEN DANK @:)

S{zaf


*äug*.........(wat eine Schmerzreiche Schlaflose Nacht) :|N

Hat wer nen Tipp was man tun kann wenn man wegen des Knies nicht schlafen kann? :|N

H)ype2rioIn


torstenh

Diagnose Patelladysplasie, Überweisung zum Physiotherapeuten. => Knieschule, Kräftigung vastus medialis. Anleitung zur Selbstübung. Nach Meinung des Therapeuten sind Sebastians Kreuzbänder "zu lang", beide Knie instabil und verschlissen, seine Beinstellung kritisch. Auch äußert er wohl skeptisch, dass seitens der Orthopäden zu viele Hoffnung auf Besserung durch Physiotherapie gemacht werden

nun

ob die kniegelenke verschlissen sind kann der therapuet nicht beurteilen. dazu braucht es ein rö-bild oder eine mrt aufnahme die dann von fachärzten ausgewertet wird.

sicherlich ist es schon sinnvoll einen kniespezialisten aufzusuchen der sich das mal anschaut.

ich halte physiotherapie für notwendig und bin mir sicher das sich eine besserung erreichen läßt, wenn ersnthaft und intensiv trainiert wird und sebastian auch mitarbeitet.

da sebastian schon mit seinem knie bzw der kniesheibe vorgeschädigt ist, ist ein kniebelastender beruf natürlich nicht das richtige. auch das viele und lange stehen als gärtner geht sehr stark auf die kniegelenke. ist man schon vorgeschädigt führt dad natürlich zu erneuten problemen.

sinnvoll ist es wenn sebastian sich einen beruf aussucht der weniger kniebelastend ist. dass könnte z.b. ein bürojob sein, oder etwas wo der abwechslung hat also sitzen, stehen, gehen.

ich denke nicht das er als gärtner noch weiter machen machen kann, die belastung auf das knie ist zu groß.

gruss

H|ype#rxion


MAUERBLUEMCHEN

zeigt sich eine laterale Patellaluxation, die nur unter Allgemeinanästhesie reponierbar war. Punktion des Gelenksergusses. Zohlen Zeichen ++ positiv. Die Beweglichkeit mit 0-20-40 doch deutlich beeinträchtigt, da weitere Beugung mediale Schmerzen verursacht. Das mediale Seitenband in 0° und 30° Beugestellung ,Aufklappbarkeit des medialen Gelenksspalt auf etwa 10°. Es muss nach einem blutigen Punktat und Aufklappbarkeit hier von einer Ruptur/Partialruptur des medialen Seitenbandes ausgegangen werden. Das laterale Seitenband in 0° und 30° Beugestellung stabil. Steinmann I und Mc Murry Test positiv für den medialen Meniscus. Lateraler Meniscus o.B.

- zeigt sich eine kniescheibenausrenkung zur seite welche wieder eingerenkt wurde.

- zohlenzeichen ist ein test für die kniescheibe: guckst du hier:[[http://de.wikipedia.org/wiki/Zohlen-Zeichen]]

- die beweglichkiet ist eingeschränkt, die beuging verursacht weitere schmerzen an der innenseite

- der innere gelenkspalt ist aufklappbar um 10°. man geht von einem riss/teilriss des inneren bandes aus.

- das seitliche band ist stabil

- steinman 1 und mc murray sind test für die menisken. der test hat einen innenmeniskusschaden ergeben. außenmeniskus in ordnung

ansonsten ist die diagnose wie o.g.

Röntgen: re.Knie ap/s: laterale Patellaluxation ohne KKVZ nach Reposition Kontrollröntgen re.Knie ap/s+Patella defile bds: re Knie: Patelladysplasie Wiberg Grad IV mit Tilting

röntgen rechte knie von vorne nach hinten und seitlich.

KKVZ, defile und tilting sagt mir nichts. sind engliche bezeichnungen.

der rötngenbefund sagt nur aus das dein knie in versch ebene geröngt wurde vor und nach dem einrenken.

wiberg4 heißt:

die kniescheibenform wird nach wiberg 1-5 eingeteilt. d.h. die kniescheibe hat eine formfehler und das begünstigt die luxationen.

gruss

NciNi'2


CRPS1 und Saphenus-Neuralgie

Da ich bisher noch keinen gefunden habe, probiere ich es jetzt einfach auch noch hierüber... Meine Geschichte ist leider etwas länger:

09/05 war meine erste Knie-OP (Fixierung der Patella mittels Retinaculumnaht mit Lateral-Release, AM-Naht und Bursektomie), da mir ständig die Kniescheibe rausgeflogen ist! Nur leider bin ich an einen Arzt geraten (auf Empfehlung meines Orthopäden), der alles viel zu fest gemacht, sodass ich erst ein Jahr post-op die volle Beugung hatte! Ich habe keine Orthese bekommen, geschweige denn Physiotherapie! Er hat mir lediglich eine Motorschiene sowie ein Tensgerät verordnet, der Rest war "Hausprogramm"! Habe nach nem guten Vierteljahr wieder mit Handball angefangen (laut seiner Aussage des Operateurs hätte ich schon 6-8 Wochen post-op trainieren/spielen können)!

02/07 habe ich mir dann das vordere Kreuzband gerissen! Da mein Orthopäde mich wieder zum gleichen Arzt schicken wollte, habe ich die KH-Suche selbst in die Hand genommen! Das war das Beste, was mir passieren konnte!!! Bin bei einem super Doc gelandet!!! Habe dann 06/07 meine VKB-Plastik bekommen! Es lief auch alles ganz gut (war nur nicht ganz im "Plan", weil mein Knie immer etwas länger braucht)! 4 Monate post-op habe ich dann leider dolle Schmerzen auf der Innenseite und unterhalb der Kniescheibe bekommen! Dann kam noch ein Streckdefizit dazu! Also haben meine Physios meinen Doc angerufen (ist alles auf einem Campus in der Uni-Klinik), der total geschockt war, wie schlecht es meinem Knie geht! Lag noch am gleichen Tag in der Röhre, da er mich ohne MRT nicht hätte gehen lassen! Der Verdacht lag bei freien Gelenkkörpern, sodass ich eine Woche später zum dritten Mal unterm Messer lag! Aber es befanden sich zum Glück keine freien Gelenkkörper im Knie – mein Doc musste aber eine Athrolyse mit Zyklops-Entfernung machen! Das VKB ist "ober-affen-geil" – also daran liegt es nicht!!!

Meine Beschwerden wurden von Tag zu Tag schlechter! Das Knie hat gemacht, was es wollte! Im Dezember wurde dann CRPS1 diagnostiziert – da war ich mehr als geschockt (mein Doc von meinem Knie aber auch)! Da ich nicht wusste, was das ist, hat sich mein Doc ganz viel Zeit genommen und mir alles genau erklärt! Im Januar wurde ich dann zur Schmerzbehandlung stationär (18 Tage) aufgenommen! Zuerst habe ich einen Psoaskompartment-Katheter bekommen! Da der aber nicht die richtige Wirkung hatte, habe ich dann einen PDK bekommen, um die Schmerzen mal komplett auszuschalten… Beim ersten PDK legen ging dann auch noch so einiges schief, sodass ich bis heute noch Schmerzen im Rücken habe! Mir musste dann ein neuer PDK gelegt werden, weil der andere auch noch im falschen Bein gewirkt hat! Diese Zeit mit den Schmerzkathetern war einfach der Horror!!! Der erhoffte Erfolg war leider nicht so da…

Im März wurde dann noch zusätzlich eine Saphenus-Neuralgie diagnostiziert! Deshalb lag ich drei Wochen später wieder unterm Messer: diesmal eine offene Neurolyse (dabei wurden 3 Nerven direkt in dem Bereich der Läsion elektrokoaguliert uvm. gemacht – mein Doc hatte wohl richtig viel Arbeit (weil Innen alles vernarbt war)) i. V. m. einer Arthroskopie! Danach kam ich das erste Mal wieder in die Streckung und das Brennen an der ehemaligen Entnahmestelle war weg – allerdings hat sich der Schmerz verschoben! Ohne Stützen ging aber trotzdem nichts…

Da jetzt alle (wenn auch kleinen) OP-Erfolge wieder total rückläufig sind, wird jetzt noch mal eine Neurolyse (insgesamt 5. OP an dem Knie) gemacht (da mein Doc nicht mehr alleine an das Knie möchte, operiert er mit einer Neurochirurgin zusammen). Diesmal soll die Neurolyse aber noch im intakten Bereich angesetzt werden – ist wohl die letzte Möglichkeit… Die Chancen stehen 50:50! Der Schuss kann aber allerdings auch voll nach hinten losgehen… Mein Doc meint aber, dass es viel schlimmer nicht werden kann (in dem Ausmaß hat er es in den ganzen 12 Jahren noch nicht erlebt)!

Ich muss es aber riskieren, da es so kein Zustand ist: Ich habe jeden Tag dolle Schmerzen, obwohl ich schon sehr viele und starke Medikamente nehme!!! An der ehemaligen Entnahmestelle und unterhalb der Patella brennt es immer so, als wenn dort Pfeffer und Salz in eine offene Wunde gestreut wird! Oft darf noch nicht mal die Hose oder die Bettdecke rankommen (auch nen Luftzug verursacht oft ganz schön dolle Schmerzen)! Dazu ist die Bewegung sehr eingeschränkt (komme nicht (mal annähernd) in die Streckung und die Beugung geht mit Müh und Not inzwischen nur noch bis 80-85°)! Oft ist das rechte Bein kühler, als das andere (mind. 2,5-3°) – plötzlich aber total heiß und gerötet! Außerdem verfärbt es sich ganz oft: mal bläulich/violett, mal marmoriert! Das schlimme: Selbst der Fuß ist davon betroffen! Dazu reibt es ständig im Knie und ich habe Schmerzen auf der Außenseite! An der ehemaligen Entnahmestelle fühlt es sich so an, als wenn dort ständig jemand mit Schleifpapier langgeht! Habe durch die Neurolyse eine große taube Stelle – da fühlt es sich oft an, als wenn man einen Stromschlag bekommt! Auch der N. Suralis (Fuß) hat eine Läsion! Mein Doc meinte zu mir, dass es auch nach der nächsten OP kein gutes Knie sein wird – sie wollen lediglich einige Schmerzen lindern (mit der Hoffnung, dass die Neurolyse tatsächlich hilft). Es wird wohl auch nie wieder ein gutes Knie werden – muss irgendwie damit umgehen können (ich wäre schon froh, wenn ich mal wieder ohne Stützen vorwärts kommen würde und die Schmerzen etwas weniger sind) – da unterstützt mich mein Doc auch echt super! Dass ich keinen Sport mehr machen werden kann, damit musste ich mich nun abfinden (ist ganz schön schwer, wenn man 20 Jahre mit dem Herzen Handball gespielt hat…)!

Seit November 07 sind meine Stützen mein ständiger Begleiter – ohne geht es leider gar nicht! Bin nun auch schon seit November 07 krank geschrieben! Noch ist an Arbeit gar nicht zu denken…

Folgende Therapien wurden/werden bisher durchgeführt:

- 3x die Woche Physiotherapie

- sehr starke Medikation – 4 verschiedene Medis (Opiate nehme ich aber nicht mehr, weil das doch sehr extrem war)

- stationäre Schmerzbehandlung mit Schmerzkatheter

- Guanethidin-Blockaden (der reinste Horror!!!)

- Infiltration (auch schon im Mix mit Kortison) des N. Saphenus

- Lidocain-Pflaster

- 15x Akupunktur

- Einlagen für die Schuhe

- Neurolyse (am N. Saphenus) sowie Arthroskopien

- MRT's

- EMG durch einen Neurologen

- Behandlung in der Unfallchirurgie – mein Doc hat zusätzlich noch folgende Abteilungen mit eingeschaltet: Schmerzambulanz, Neurologie sowie die Neurochirurgie; er hat mich auch noch wegen einer zweiten Meinung zu einem Kollegen geschickt, der vorher der Oberarzt in der Klinik war

- Kinesio-Tape

Hoffe, dass ich nichts vergessen habe ;o)

Hat jemand ähnliche Probleme oder Erfahrungen ??? Suche dringend jemanden, mit dem ich mich austauschen kann – vor allem zum Thema: Welche Therapien haben geholfen und welche überhaupt nicht ??? Ich weiß, dass das CRPS an den unteren Extremitäten noch seltener ist, als an den oberen… Leute, die sowas noch nie hatten, können sich das glaube ich auch nicht richtig vorstellen… Das ist der reinste Horror! Das Knie bestimmt zzt. mein Leben… Es ist total schwer "Leidensgenossen" zu finden – bisher ist die Quote 0%...

Da ich sehr viel Unterstützung von meiner Familie, meinen Freunden, meinen Physios und meinem Doc bekomme, "meister" ich es bisher alles ganz gut, obwohl ich schon über Monate damit kämpfe… Doch irgendwann ist die Kraft auch mal am Ende (zzt. ist mal wieder ein Tief angesagt). Mein Doc gibt zum Glück nie auf und setzt sich soooo dolle ein, dass es endlich mal besser wird! Habe ihm schon viel zu verdanken! Denn meistens wird das CRPS viel zu spät diagnostiziert, sodass die Behandlung noch viel schwerer ist…

Vor ca. 6 Wochen habe ich mir leider auch das linke Knie ziemlich böse verdreht! Ich habe seit dem auch dort Schmerzen und kann mich nicht wirklich abdrücken :(v Zur Sicherheit wurde am Montag ein MRT (mit Verdacht auf AM-Läsion) gemacht: Zum Glück ist nichts kaputt gegangen! Eigentlich müsste ich mich darüber freuen... Es gibt allerdings ein großes ABER: Auch das linke Knie wird jetzt (seit ca. 3,5 Wochen) ständig heiß und knallrot (z. T. auch mit weißer Umrandung, wie im anderen Knie)... Es verfärbt sich zwar noch nicht wie das andere Knie/Bein richtig bläulich-violett, aber erste Ansätze sind leider da :°( Mein Doc meint, dass nun auch dieses Knie das CRPS entwickelt... Erklären kann er es sich aber nicht, warum nun auch dieses Knie so reagiert... Der doofe Arzt (also nicht mein Doc) in der Rettungsstelle hat mir noch gesagt, dass ich aufpassen soll, dass ich das Schmerzsyndrom nicht noch im anderen Bein bekomme, da wohl erhöhte Gefahr besteht, wenn man es bereits hat/te... Ich dachte mir nur, dass er ja viel erzählen kann - aber er scheint ja Recht zu haben ???

Würde mich über Antworten freuen! Und: SORRY, dass es so viel geworden ist – aber bin schon langsam total verzweifelt…

NOiNTi2


Noch ein paar Ergänzungen dazu (diesen Text habe ich nämlich schon woanders geschrieben und so ziemlich komplett kopiert), da es leider noch andere (neben der "tollen" Nachricht, dass sich das Schmerzsyndrom auch im linken Knie entwickelt) niederschmetternde Nachrichten gab: Mein Doc meinte zu mir, dass das rechte Knie unter Garantie weiterhin stetig schlechter werden wird, da ich mich so zu sagen im "freien Fall" befinde... Irgendwann werde ich ganz unten angekommen sein und dann ist es natürlich super schwer, dort wieder rauszukommen :(v Er hat mir leider auch noch direkt sagen müssen, dass ich wohl noch Jahre damit zu kämpfen habe (fragt sich halt nur in welcher Intensität) - diese Nachricht war ganz schön hart... Kann nur hoffen, dass sich das Schmersyndrom im anderen Knie nicht auch so extrem entwickelt... Es krückt sich mit zwei kaputten Knien echt sehr schwer durch die Gegend - komme ja trotz der Stützen (seit 11/07) nur cm-weise vorwärts! Und ich habe das Gefühl, dass es immer schlechter wird (aber ich kämpfe weiterhin!!!) - meine Physios sehen ja auch die extremen Rückschritte! Es gibt ja neben den Knien leider auch andere Baustellen...

Aktuell ist es so, dass sich die Knie nicht erst am späten Nachmittag/zum Abend hin so richtig "austoben", sondern dass es jetzt sogar schon vormittags anfängt :-( Das rechte Knie ist dann immer bläulich-violett verfärbt, marmoriert und auch knallrot mit weißer Umrandung, dazu ist es ziemlich geschwollen und tut einfach nur richtig dolle weh (und die extreme Bewegungseinschränkung ist natürlich auch immer da) - das linke Knie ist "nur" knallrot (z. T. mit weißer Umrandung), heiß und tut weh (und hat die Tendenz zur bläulich-violetten Färbung) :°(

Habe jetzt auch den Arztbrief von der Neurochirurgin bezüglich der OP (nur bezogen auf die Saphenus-Neuralgie) bekommen - hier mal nen Auszug: "... Klinisch zeigt sich im Narbenbereich unterhalb des Kniegelenks rechts, medial eine umschriebene etwa handtellergroße Hyperpathie. Keine Hypästhesie. Jedoch Hypästhesie im Bereich der Unterschenkelaußenseite und der Schienbeinvorderkante rechts. Keine Paresen. In der Summe handelt es sich um ein neuropathisches Schmerzsyndrom nach Läsion des Ramus Infrapatellaris des Nervus Saphenus rechts. Eine erneute Narbenexploration zur Neuromexstirpation halte ich wegen der geringen Erfolgsaussichten und der hohen Rezidivquoten nicht für sinnvoll. Ich habe der Patientin statt dessen zu einer Neurektomie des Nervus Saphenus im Bereich des Oberschenkels nach Austritt des Nerven aus dem Hunter-Kanal geraten. Die Patientin wurde darüber aufgeklärt, dass auch hierbei die Erfolgsaussichten mit maximal 50% als eher niedrig eingeschätzt werden müssen..."! Klingt leider nicht so toll! Ich weiß auch, dass es bei der OP leider kaum Erfahrungswerte gibt :(v

Ich habe total Angst vor dieser OP!!! Aber ich muss es einfach riskieren, da es so wohl auf keinen Fall besser werden kann (Tendenz eher schlechter)... Hat jemand zufällig Erfahrungen mit einer Neurolyse ???

Sorry für die langen Texte - aber bin echt total verzweifelt :°(

w0r<isxt


Ich befürchte, das Du auf dieser Seite nicht ganz an der richtigen Adresse bist.

ich würde diese Frage mal ins Sudeck-Forum stellen.

Denn dies ist ja jetzt wirklich eine eigenständige Erkrankung und hat mit der primären Knieerkrankung eigentlich nichts mehr zu tun.

Gruss und alles Gute

NIiLNix2


@ wrist:

versuche ja mein glück in ziemlich alle richtungen... kann ja sein, dass hier auch noch jemand aufgrund einer vkb-ruptur (oder andere verletzungen) diese folgeschäden hat - ist nur noch ne kleine hoffnung...

ob meine schmerzen "nur" vom CRPS und der saphenus-neuralgie kommen oder doch noch mehr ist, ist halt auch noch die frage...

w`ri$sxt


Nini,

naja es passt schon alles zum Sudeck was Du so schreibst.

Wo bist Du in behandlung und wo kommst Du her?

Wann nach der erst-OP fing der Sudeck an? War es zusammen mit der arthrofibrose?

NFivNi2


@ wrist:

bin in der größten uniklinik europas in behandlung! und das ist auch mein glück, da es alles sehr früh diagnostiziert wurde (und mein doc sehr engagiert ist und alles in die wege leitet; es sind mehrere ärzte mit eingeschaltet worden) :)^ ca. 4 monate (also 10/07) post-op (vkb-plastik - aber bereits zweite größere op) fingen die probs (schmerzen und streckdefizit) an (beim doc war ich dann 11/07). lt. mrt lag der verdacht auf freie gelenkkörper - hat sich ja bei der arthroskopie zum glück nicht bestätigt, sodass "nur" die arthrolyse gemacht werden musste... es wurde aber alles weiterhin stetig schlechter :(v 12/07 wurde das crps im rechten knie diagnostiziert! das linke knie hatte ich mir ende 09/08 so böse verdreht - zur sicherheit wurde ein mrt (mit v. a. AM-läsion) gemacht (opB). das linke knie (da wurde operativ noch nie was gemacht) fängt ja leider genauso an, wie damals das rechte... "aufhalten" kann man es wohl net, oder?!

w risxt


Niki,

nun bei der Diagnose Algodystrophie ist ja immer die Frage, ob man da überhaupt noch operativ herangeht. Viele lassen dann aus Angst, es noch schlimmer zu machen, die finger davon.

Soweit das, was ich in der Literatur fand. Bei mir hatte man ander Hand auch einmal diese Verdachtsdiagnose bestellt. Hat sich z.Glück nicht bestätigt. Chron. Schmerze habe ich aber auch jetzt, nach 3 Jahren und 2 OP's immer noch.

Wobei hast Du Dir das andere Knie verdreht? Und was kann man nicht aufhalten?? Das habe ich jetzt nicht verstanden.

N`iNiO2


@ wrist:

die nächste op ist ja wegen der saphenus-neuralgie! die ist nämlich richtig extrem: dauerhaftes, starkes brennen, als wenn man pfeffer und salz in eine offene wunde gestreut bekommt! da oft noch nicht mal die hose rankommen darf und auch nen windzug richtig dolle schmerzen verursacht, muss ich wohl oder übel die neurektomie über mich ergehen lassen :-/ ob mein doc noch mal direkt ans knie muss, entscheidet er anhand der narkoseunersuchung: nur wenn auch dort die beweglichkeit viel zu gering, macht er noch mal eine arthroskopie! ansonsten lässt er die finger davon, weil er zum glück den standpunkt vertritt, dass man knie auch kaputt operieren kann!

das andere (linke) knie habe ich mir bei einer ganz blöden sache verdreht: musste meine tabletten nehmen (kam gerade aus der poliklinik). habe meinen rucksack auf nem kleinen bäckchen abgestellt und auch meine stützen abgelegt! hatte das volle gewicht auf dem linken bein, da ich rechts kaum auftreten konnte! dann ist mein rucksack ins fallen gekommen - und blöderweise habe ich aus reflex probiert, diesen mit den linken bein vorm fallen zu "retten". stattdessen bin ich total weggerutscht (weil es nass war) und habe mir das knie richtig dolle nach innen vedreht. dabei hatte ich auf der außenseite einen schmerz, als wenn mir jemand nen messer reingerammt hätte... die aktion ist nun schon so lange her und ich kann mich immer noch nicht beim laufen abdrücken, habe schmerzen und das knie wird oft knallrot und heiß (oft mit weißer umrandung; tendenz geht langsam auch zum marmorierten und zur bläulich-violetten färbung über; zum glück noch nicht so doll)... ich weiß, dass das crps auch durch nen trauma ausgelöst werden kann... aber durch das blöde verdrehen ??? meinte, ob man das crps irgendwie "aufhalten" kann ??? möchte nicht, dass es so krass wird wie rechts! komme so schon kaum vorwärts und wenn das linke noch schlimmer wird, geht bald gar nichts mehr :-/

w|rQist


Nini,

das klingt ja wirklich nicht schön bei Dir.

Im Frühstadium hat man bei CRPS ja noch am ehesten Behandlungschancen. Ausgelöst werden kann es durch jedes noch so kleine Trauma...aber Du hast Dich da ja sicher auch bereits belesen.

Welches ist die grösste europäische Uniklinik ??? ??

j%oannaO44


Wie kann man einen leichten Meniskusriss konservativ behandeln?

Ist es sinnvoll eine 2. Arthroskopie durchzuführen (letzte vor 21/2 Jahren)?

Joanna

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