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Skoliose & Kiefergelenk, Behandelt man so kranke Menschen?

B%ienix72 hat die Diskussion gestartet


Hiermit möchte ich Betroffenen meine Geschichte erzählen in der Hoffnung das Sie mich wenigstens verstehen:

Mein bisher langer, erfolgsloser, aussichtsloser Weg:

Seid April 2005 leide ich unter sehr starken Schmerzen in der Schläfe, Ohr, Kiefer, Schulter und Nacken. Ich ging zum Hausarzt. Dort sprach alles für eine Mittelohrentzündung. Eine zweiwöchige Behandlung mit Antibiotika blieb jedoch erfolglos. Ich ging zum HNO – Arzt, er sagte es sei alles in Ordnung und ich sei gesund. Er sprach von psychisch bedingten Leiden. Ich versorgte mich selbst mit unzähligen Schmerzmedikamenten und verstand die Welt nicht mehr. Ich ging zu einem anderen Hausarzt. Nach zwei Wochen erfolgloser Behandlung überwies er mich an einen HNO–Arzt. Auch er konnte nichts finden.

Ich ging wieder zum Hausarzt. Da dessen Vater selbst Zahnarzt ist, riet man mir zu einem Zahnarztbesuch. Das war das letzte wo ich hinwollte, da ich eine sehr starke Zahnarztphobie habe. Aber diese höllischen Schmerzen brachten mich zu Ihm. Dann die Diagnose: Defektes Kiefergelenk und man muß 2 Zähne entfernen. Und das so schnell wie möglich. Man sprach von Zahnwurzeln die gegen den Knochen drückten. Natürlich schenkte ich dem Glauben und wollte nur das diese schrecklichen Schmerzen ein Ende haben.

Wenige Tage später war es so weit: Zähne sind raus, natürlich unter Vollnarkose. Der Wundschmerz ließ nach, ich bekam eine Knirscher–Schiene, aber bald merkte ich das meine Schmerzen noch da sind. Ich griff wieder zu Schmerzmitteln. Da ich so langsam die Hoffnung aufgab einen Arzt zu finden der mir glaubt und hilft.

Ich fragte mich immer wieder warum meine Zähne weg sind und meine Schmerzen noch da sind. Warum hilft Keiner ??? Ich verkroch mich seid dem nur noch in meiner Wohnung, kam mir ohne meine Zähne vor wie ein halber Mensch, wollte wenigstens neue Zähne haben um Lachen zu können, wieder raus zu gehen, richtig Essen zu können.

Dann endlich es war soweit. Mein Kiefergelenk sei geheilt und stabil, es kann los gehen mit den Dritten. Dann der nächste Schock: Ein Zahnersatz nach meinen Vorstellungen, da ich keine Prothese wollte, für fast 6500 Euro Eigenzuzahlung. Für mich brach der Rest der Welt zusammen. Da es mir als Arbeitslose, Alleinerziehende Mutter nicht möglich ist, solch eine Summe aufzubringen. Dann der Satz vom Zahnarzt: Ohne Flocken keine Zähne!

Ich fuhr Heim und heulte. Wie konnte er solch einen Satz zu mir sagen. Nur wer nicht viel Geld hat und kein Zahnarzt ist, ist ein Schlechterer Mensch? Ich suchte Tagelang im Internet nach einer Möglichkeit um mit weniger Geld an Schöne Zähne zu kommen. Meldete mich zu einer Psychotherapie an, damit man mir vielleicht helfen kann meine Probleme besser zu verarbeiten, kontaktierte die Lebensberatung und beantragte eine Kur. Gegen meine Schmerzen kontaktierte ich ein Krankenhaus, um dort eine Schmerztherapie zu beginnen.

Ich fand endlich einen Zahnarzt, der für die fast gleiche Leistung, die Hälfte verlangt. Ich sah Hoffnung auf Erfolg. Gleichzeitig stellten mir sehr viele Leute die Frage, warum ich mir hab meine Zähne ziehen lassen? Das gab mir zu Denken? In meinem Kopf kam immer wieder der Gedanke hoch das es nicht notwendig war, da es mir meine Schmerzen nicht genommen hat und ich auf einem Schuldenberg sitzen bleibe, den ich als Hartz IV – Empfänger nicht abtragen kann. Warum soll ich für etwas zahlen, was nicht hätte sein müssen! Warum hat man nicht versucht meine Zähne zu erhalten und eine andere Lösung zu finden!

Ich hatte solche Schmerzen und schenkte dem Glauben das es Besser wird. Es ist alles Schlimmer geworden: Die Zähne sind weg und die Schmerzen noch da!!! Und unbezahlbar ist es für mich auch. Meine Freunde haben sich isoliert, meine Familie hat sich isoliert, meine Tochter leidet mit, mein Lebensgefährte leidet ebenfalls unter meiner täglichen Jammerei.

Ein aktuelles Röntgenbild, von November 2005, hat eindeutig ergeben, das mein Kiefergelenk immer noch defekt sei. Man teilte mir mit, das man in meinem Fall noch nicht an Zahnersatz denken soll, da erst der Aufbiss stimmen muss. Da mein Unterkiefer eine eindeutige Fehlstellung aufweißt. Daher sehe ich es als weiteren Fehler an, mir Zahnersatz anzufertigen, mit dem ich niemals Glücklich geworden wäre. Das zeigt mir ebenfalls, das man mein wahres Problem nicht ernst genommen hat !!!

Seit Oktober 2005 versuche ich von dem Zahnarzt einen schriftlichen Befund oder eine Kopie meiner Akte, zu erhalten, ohne Erfolg! Was als Patient ja auch mein Recht ist. Meine Hausarztpraxis, rief 4 mal dort an. Ich rief insgesamt 7 mal dort an. Ich schickte per Einschreiben eine schriftliche Anfrage. Keine Reaktion! In einem persönlichen Telefonat teilte der Zahnarzt mir mit, das ich keinen schriftlichen Befund von Ihm bekomme und er dazu nicht verpflichtet sei. Des weiteren sagte er zu mir: Ich könne Ihm so viele Briefe schreiben wie ich wolle und ich bekomme trotzdem keinen Befund. Es sei ja auch nicht viel gemacht worden.

Das sehe ich anders:

- Man stellte dort mein defektes Kiefergelenk fest,

- Ich bekam dort 2 Zähne gezogen,

- Und man fertigte mir 2 Aufbiss – Schienen an.

Ich hätte diesen Befund benötigt für meinen Kuraufenthalt . Des weiteren hätte ich diesen Befund für eine anschließende Schmerztherapie benötigt. Aus meiner Sicht ist es nicht korrekt, so mit einem Menschen umzugehen!

Während meines Kuraufenthaltes, stellte sich nach vielen Gesprächen mit Psychologen heraus, das ich wohl nicht psychisch Krank bin. In diesen 3 Wochen bemerkte ich täglich steigende Rücken- und Beckenschmerzen. Teilweise bekam ich dort auch leichte Sehstörungen und ständige Kopfschmerzen, bis hin zu Schwindelanfällen. Da ich mich dort mehr bewegt habe wie zu Hause. Worauf ich zu Hause ohne meine Zähne keine Lust mehr hatte!

Ich fand selbst heraus das ich dringend einen Orthopäden brauche. Dort wurde mein Becken und die Wirbelsäule geröngt. Man fand heraus, das ich einen Beckentiefstand von 2,5 cm, durch ein verkürztes Bein habe. Jetzt nach fast einem Jahr meiner leiden kommt die Wahrheit meiner Beschwerden ans Licht.

Durch diese Sache, sind mir

- erhebliche Kosten,

- unnötige weitere Schmerzen,

- seelische & psychische Schmerzen,

- Einschränkungen im Alltag & Freizeit,

entstanden, das ich nicht einsehen kann, für einen Fehler, den man mir zugefügt hat, bezahlen soll, damit man mir was zurück gibt, was man mir genommen hat: Mein Lachen !!!.

Nun muß ich jedoch feststellen, dass alles wieder von vorne anfängt. Der Orthopäde sagt, Schuhe 2,5 cm erhöhen. Der Hausarzt und der Krankengymnast sagen beide, nicht die komplette Höhe ausgleichen, es sei zuviel. Man muß außerdem erst sicher gehen das, dass eine Bein wirklich kürzer sei. Der Orthopäde sagt Rückengymnastik, der Krankengymnast, sagt bloß keine Rückengymnastik. Der Kieferorthopäde sagt, dass mein Gelenk durch den Beckenschiefstand defekt sei und das er im Moment nichts tun kann, solange bei mir alles so schief steht. Der Hausarzt sagt, so was geht nicht, da es keine Zusammenhänge zwischen Becken und Kiefergelenk gäbe. Er hätte viele Patienten mit Skoliosen und das Kiefergelenk sei nicht defekt.

Mehrere Nachfragen bei Apotheker, Krankengymnast, Orthopäde, Internet usw, sagen jedoch wenn das Becken schief steht und die Wirbelsäule nicht gerade ist, gibt es Zusammenhänge zum Kiefergelenk.

Im Moment weiß ich nicht wem und was ich glauben soll und greife wieder zu noch stärkeren Tabletten, da ich vor Schmerzen kaum noch kann. Ich stelle von Tag zu Tag mehr fest, das man einem kranken Menschen wenig Glauben schenkt und Ihm gerne einen psychischen Stempel auf die Stirn heftet. Das schlimmste an der Sache ist das mein Kind unter Ihrer kranken, leidenden Mutter mitleidet. Denn nur eine gesunde Mutter ist eine gute Mutter.

Antworten
rIejxoy


ja es ist schon fruchtbar

Wenn dein Becken schief steht und deine Wirbelsäule dadurch seitlich verkrümmt, hat das Auswirkungen auf den Kiefer.

Was aber auch stimmt ist, dass man eine Beinlängendifferenz von 2,5 cm nicht auf einmal ausgleichen sollte, weil das zu krass kommt für Gelenke Muskeln Bänder und Knochen. Du musst sehen, dass dein Körpergewicht schon sehr lange nicht gelichmässig verteilt ist, durch den beckenschiefstand, besonders deine gelenke die muskeln und die bänder gewöhnen sich daran, bänder und muskeln sind verkürzt Msukeln unterschiedlich stark trainiert. Wenn man da von einer Sekunde auf die andere die Schuhhöe ausgleicht, muss sich dein Körper komplett umstellen. Da ist es besser erstmal einen oder 1,5 cm auszugleichen, damit sich dein Körper daran erstmal gewöhnt. zusätzlich solltest du Krankengymnastik machen um die muskeln und bänder bei der umstellung zu unterstützen. Es wäre wichtig bei dir mal zu vermessen wie stark die WS wirklich verkrümmt ist. Dazu wird deine WS komplett in einem stück durchgeröngt (wichtig du musst dabei stehen) und nach Cobb vermessen. Herraus kommt eine Gradzahl, nachder sich später die Therapie der Skoliose richtet. Es gibt nur sehr sehr wenige Orthopäden die wirklich richtig vermessen können und richtig behandeln. Ich selber bin auch fast ein Jahr von einem Arzt zum anderen gerannt und keiner konnte mir sagen was Sache ist.

Aber gib nicht auf, das schaffst du auch noch. Wenn du noch fragen hast stell sie ruhig.

llg rejoy

Blien]i72


Skoliose

Gestern war ich beim MRT da sah man dann 2 kleine Bandscheibenvorfälle,

Ist ja alles toll, aber hat wenig mit meinem eigentlichen Problem zu tun.

Das einzigste was ich mich immer nur Frage:

Gibt es denn keinen anständigen Arzt?

Ich habs echt so leid und kein Nerv mehr.

Bald stimmt das was die Ärzte mir einreden.

Ich sei Bekloppt!!!

rkejhoy


wo wohnst du denn? Es gibt ein paar Ärzte die haben sich auf Skoliose spezialisiert oder eben überhaupt auf WS-Deformitäten oder sonstige Rückenerkrankung. Die kennen sich damit aus.

Sag mir doch mal in welcher Stadt du wohnst, oder geh mal auf

[[http://www.Skoliose-info-forum.de]]

da gibts eine link und adressenseite da findest du adressen von WS-kompetenten Ärzten.

rejoy

BZie~ni72


Wohnort ???

Ich komme aus Koblenz (Rheinland-Pfalz).

Hier hab ich fast alle Ärzte durch außer Orthopäden.

Bisher nur den einen,

will nur nicht täglich wieder den Doc wechsel.

onutszidexx


Krass :-o

Ich war/bin echt schockiert über deinen Bericht, und bin sprachlos!

Deswegen halte ich mich mal in meiner "Rede" etwas zurück:

keine Zusammenhänge zwischen Becken und Kiefergelenk gäbe.

Das stimmt ganz und gar nicht! Es ist mittlerweile (schon länger) erwiesen, dass es Zusammenhänge zwischen dem Kiefergelenk und dem Becken bzw. der gesamten Wirbelsäule gibt! Man braucht sich ja nur ein Modell der Knochen dieser Gegend ansehen: im Prinzip ist die WS am Kiefergelenk "aufgehängt" und "steht" auf dem Becken.

Ich kämpfe auch seit einigen Jahren mit Kieferschmerzen (man hat mich auch hin-und-her geschickt und ich hab keine Lust mehr). Meinen Gleitwirbel hat man auch zu spät erkannt (glücklicherweise noch rechtzeitig). Die Skoliose, naja... die ist noch da... meine Rückenschmerzen werden irgendwie immer schlimmer (vielleicht bilde ich mir das auch ein %-|).

Aber es kennen sich leider viel zu wenige Ärzte mit diesem "Krankheitsbild" aus. Hast du dich schon mal über Craniomandibuläre Disfunktion (hoffentlich richtig geschrieben) erkundigt. Ich weiß im Moment keine Internetadresse, aber vielleicht jemand anderes.

Ich wünsche dir noch alles Gute und viel, viel Kraft (sowohl physisch, als auch psychisch)!

H;ol1ger-2x3


Hallo Bieni,

Gestern war ich beim MRT da sah man dann 2 kleine Bandscheibenvorfälle, Ist ja alles toll, aber hat wenig mit meinem eigentlichen Problem zu tun.

Na, das kann durchaus mit Deinen Beschwerden zu tun haben. In welcher Höhe sind denn die Vorfälle ???

Seit April hast Du die Schmerzen. Das Bein ist ja wohl vorher auch schon verkürzt gewesen, oder? Und vorher waren doch keine Beschwerden, da, wenn ich das richtig gelesen habe. Ein -scheinbar- verkürztes Bein kann auch durch Fehlstellung der Wirbelsäule und/oder Becken erreicht werden. In diesem Fall wäre eine Therapie, die daran ansetzt, wahrscheinlich hilfreicher, als z.B. mit Einlagen die Beinlängendifferenz auszugleichen.

Der Zahnarzt kam mir nach der Schilderung vor wie ein Abzocker. Übrigens ist er verpflichtet, die Unterlagen rauszugeben. Du kannst Dich da an die Ärztekammer oder auch an einen Anwalt wenden.

Wünsch Dir alles Gute und hoffe, Du findest einen guten Orthopäden.

LG

Holger

r)ejoxy


naja Orthopäden gibt es viele, aber ich habe die erfahrung gemacht, dass das Fach orthopädie besonders umfassend ist und dass viele Orthopäden sich auf eine Feld spezialisiert haben z.B. Knie. Darum könnte ich im Prinzip zu 3 verschiedenen Orthopäden gehen um die ideale Behandlung zu erhalten.

Ich weiss aber dass es in stuttgart einen Orthopäden gibt, der sich auf Skoliose spezialisiert hat und einen sehr guten Ruf besitzt. Zwar ist der Weg von dir nach Stuttgart weit, aber vllt kann er dir helfen.

Die adresse findest du unter diesem Link:

[[http://www.skoliose-info-forum.de/links.php]]

rejoy

S+chipxpy


Hey Bieni!

Das darf doch nicht wahr sein! Ich bin echt schockiert.

Zum Thema Zusammenhang Beckenschiefstand und Kiefergelenk.

Ich bin letztes Jahr an der Bandscheibe operiert worden. Habe vorher auch sämtliche Ärtze abklabastert, weil ich mit 22 noch sehr jung für eine OP am Rücken bin.

Ein guter Bekannter von mir (er ist leitender Physiotherapeut in einem Krankenhaus) hat mich dann mal richtig aufgeklärt. Zitat von ihm: "Wenn der Zahnarzt eine Füllung macht und diese nur 1 mm zu hoch ist, kann es zu Rückenbeschwerden kommen, weil die Wirbelsäule das Defiziet ausgleicht. Somit könnte man auch an einen Bandscheibenvorfall kommen. Die Wirbelsäule hält den Körper im Gleichgewicht."

Nachdem er es mir verdeutlicht hat, warum bei mir von einer OP gesprochen wird und er mich auch sagte, wenn der Arzt noch mal sagt OP dann leg dich schnell hin, dauerte es nicht mehr lange und ich lag auf dem OP-Tisch. Aber der Bekannte mußte super viel und gute Überzeugungsarbeit leisten. Ein Lob an ihn.

B>ien7i7x2


Ich weiß mittlerweile alles über Skoliose, Kiefergelenk, alles was dazu gehört, steht ja groß und breit im Netz.

Aber die Ärzte scheinen es nicht zu wissen.

Und heilen kann ich mich nicht alleine,

es sollte nur einen geben der Ahnung hat, vorher macht mein Zahnarzt gar nichts mehr,

weil der Anscheinend Ahnung davon hat, sowie der Apotherker und der Krankengymnast.

Aber das sind nicht die, die helfen können.

C*etxus


->et al.,

das Krankheitsbild nennt sich CMD = Cranio-Mandibuläre Dysfunktion, oder CMO = Cranio-Mandibuläre Orthopädie.

Gute Seiten sind:

[[http://www.c-m-d.de/]]

[[http://www.iccmo.de/RS/cmo.htm]]

tyrombxone


hallo Bieni,

wenn Dein Kiefergelenk wirklich defekt ist, wird Dir auch keine Kieferorthopädie helfen. Außerdem ist es so, dass eine kieferorthopädische Behandlung - zumindest für Erwachsene - nur dann gezahlt wird, wenn gleichzeitig eine OP-Indikation gegeben ist. D.h. die Behandlung nur dann zu einem optimalen Ergebnis gebracht werden kann, wenn der UK und/oder OK operativ in die "richtige" Position gebracht werden muss. Dieses bedeutet aber gleichzeitig, dass es sich schon um eine erhebliche Fehlstellung handeln muss. Ein "normaler" Überbiss und/oder etwas schräg stehende Zähne reichen da definitiv nicht aus.

Außerdem wie will der Kieferorthopäde ein Kiefergelenk in Ordnung bringen, in dem es u.Umständen durch jahrelange Fehlstellungen schon zu arthrotischen Veränderungen gekommen ist ??? ?

Sollte bei Dir keine zu gravierende Zahnfehlstellung vorliegen, kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen: Lass die Finger davon und spar Dir das Geld (denn eine KFO-Behandlung kostet wenn die KK diese nicht zahlt locker 3.000 - 4.000 €).

Auch muss ich dem Hausarzt und dem Physiotherapeuten recht geben: Einen Unterschied in der Beinlängendiverenz von 2,5 cm auf einmal ausgleichen zu wollen ist deffinitiv zu viel für den Körper. Der hat mit einem Ausgleich von 0,5 - 1 cm schon ziemlich zu kämpfen, zumal sich Dein ganzer Körper auf diesen Unterschied bereits eingestellt hat. Wenn man nun auf einmal den kompletten Ausgleich in einem vornehmen würde, hättest Du Rückenschmerzen ohne Ende und wüstest bestimmt nicht mehr, was Dir nicht weh tun würde.

Was Deine Kiefergelenksprobleme angeht, würde ich an Deiner Stelle einen in dieser Richtung versierten Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen aufsuchen (besser wäre noch eine spezielle Kiefergelenksprechstunde an einer Uni-Zahn-Klinik - auch Kieferchrirugischer Bereich). In der Zwischenzeit solltest Du Dir spezielle Krankengymnastik, sowie Massage und ggf. Fango für das Kiefergelenk verordnen zu lassen (kann auch ein Zahnarzt machen). Hierbei solltest Du aber nur zu einem Physiotherapeuten gehen, der eine entsprechende Fortbildung besucht hat, denn ein unwissender (in Sachen Kiefergelenk) Pysio kann hier mehr kaputt machen als helfen.

Gleichzeitig solltest Du Dir entsprechende Entspannungsübungen angeignen (z.B. durch VHS-Kurse) wie Autogenes Training, Entspannung nach Jacobsen, Thai Chi....

Sicherlich gibt es Zusammenhänge zwischen Becken, Wirbelsäule und Kiefergelenk, wenn es aber durch jahrelange Fehlstellungen zu Folgeschäden gekommen ist - reicht es leider nicht mehr aus, das Grundübel zu behandeln/beseitigen.

Von einer Kur (die Dir mit Sicherheit gut tun könnte) würde ich in der jetzigen Situation absehen. Die Rentenversicherungsträger bzw. die Krankenkassen und der MDK sehen in Kiefergelenkserkrankungen leider immer nur die psychische Komponente sprich: Kieferglenkserkrankungen sind immer nur psychosomatisch bedingt. Daher kommt für die KK bzw. LVA; BFA dann auch nur eine Psychosomatische Kur in Frage - die kann aber bei einer manifestierten KG-Erkrankung (mit artrotischen - im Röntgenbild sichtbaren Veränderungen) nichts ändern und ist daher m.E. nicht angebracht. Zumal Du für Dein gesamtes zukünftiges Leben einen entsprechenden Stempel aufgedrückt bekommst und zunächst alle Erkrankungen mit dem Hinweis auf die Psyche abgetan werden können (auch das hier sind Erfahrungswerte).

Sicherlich gibt es auch Kiefergelenksproblematiken die lediglich aufgrund der psychischen Situationen des Patienten zu erklären sind (keine Arthrose oder Arthritis....) aber das ist zumindest nach meinen eigenen Erfahrungen eher nicht die Regel (auch wenn häufig etwas anderes gesagt wird). Eher ist eine solche Erkrankung auch als Begleitsymtom einer anderen Grunderkrankung zu finden (z.B. eine entzündlich rheumatische Erkrankung). Allein aus meinem "Kiefergelenks-Bekanntenkreis" (bin schon seit 20 Jahren deswegen in Behandlung) gibt es 6 (von 8 Betroffenen) bei denen wurde im laufe der Zeit eine rheumatische Erkrankung diagnostiziert, so dass man davon ausgehen kann, dass die KG-Erkrankung das erste Symtom dieser Grunderkrankung war - Gibt es in Deinem Verwandtenkreis jemanden mit Rheuma ??? ?

Wie schon geschrieben, würde ich an Deiner Stelle zunächst eine Kiefergelenkssprechstunde aufsuchen - auch der Ansatz mit der Schmerztherapie ist gut und sollte weiterverfolgt werden.

Gruß

trombone

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