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Vkb-plastik raus und nach 3 Monaten wieder neue - Wer hat Er

p9hatpe67 hat die Diskussion gestartet


Hallo @all,

nach einer Meniskus-Verletzung im Juli 2003 hat man bei der Untersuchung festgestellt, dass mein VKB links scheinbar schon seit Jahren nicht mehr existent ist. Mein Orthopäde hat mir daraufhin dringend zu einer VKB-Plastik geraten.

Im Oktober 2003 wurde dann in Rosenheim von Dr. Frank Hoffmann die VKB-Plastik mit der Semitendinosus-Sehne gemacht.

Gleich nach der OP war dann die gesamte Innenseite des linken Unterschenkels extrem überempindlich (Berührungsschmerz ähnlich wie bei einer starken Quetschung). Man sagte mir zunächst, das vergeht wieder.

Auch habe ich seit dieser OP permanent Wassereinlagerungen im linken Bein, da das Lymphsystem verletzt wurde.

Da diese Überempindlichkeit nicht verging, sondern eher noch zunahm und da ich massive Probleme bei Belastung hatte, wurde ich im Mai 2004 ein weiteres mal von Dr. Hoffmann operiert. Bei dieser OP hat er dann eine Notschplastik gemacht und die Nagestifte der Fixierung gekürzt (er meinte, diese würden evtl. den Nervus Saphenus reizen).

Diese OP linderte meine Beschwerden jedoch in keinster Weise.

Im März 2005 ging ich dann zu Prof. Dr. Strobel nach Straubing. Dieser stellte sehr schnell fest, dass bei der VKB-Plasik die Bohrkanäle zu hoch angesetzt sind und zu steil verlaufen. Zusätzlich waren die Bohrkanäle erweitert. Dadurch passte der Verlauf der VKB-Plastik nicht.

Nach einer Neurologischen Abklärung des N. Saphenus wurde festgestellt, dass dieser vermutlich beim strippen der Semi-Sehne überdehnt wurde und der Nerv innerhalb seiner Hülle gerissen ist.

Im April 2005 wurder dann von Dr. Strobel ein Rettungsveruch (VKP-Plastik anmeisseln und Entfernung von massiven Verwachsungen) in Bad Griesbach unternommen. Leider ohne Erfolg (wobei mir Dr. Strobel bereits vorher sagte, dass die Chancen bei 40 % liegen).

Im November 2005 lag ich dann wieder unter dem Messer von Dr. Strobel und er hat die alte VKB-Plastik komplett entfernt und die Bohrkanäle angefrischt, so dass sie zuheilen.

Ende Februar / Anfang März 2006 wird nun von Dr. Strobel eine neue VKB-Plastik (diesmal vermutlich mit der Semitendinosus-Sehne des rechten Knies) gemacht. Diese OP wird wieder in Bad Griesbach durchgeführt.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir meine Fragen beantworten:

Wie lange dauert es ca., bis man nach einer erneuter VKB-Plastik wieder fit ist?

Wie lange ist der KH-Aufenthalt, wenn beide Knie betroffen sind?

Wie kann man den Nervus Saphenus wieder flott kriegen?

Ich bin auch ansonsten über jeden Tipp dankbar.

Bereits jetzt schon ein grosses Dankeschön an alle.

Wolfgang

Antworten
C4ledvxinho


Oh man, das hört sich ja mal nach einer Leidensstory an, ich dachte meine sei schon schlimm (s. meine Diskussion...)

Also was deine Frage zum Krankenhausaufenthalt angeht, denke ich, dass du da keine längere Zeit an stationärer Behandlung hast als wenn nur ein Bein betroffen ist. Sie werden lediglich die Semitendinosussehne aus deinem rechten inneren Oberschenkel entfernen. Wenn es dabei zu keinen Komplikationen kommt (wie bei deinem rechten Bein es der Fall war), solltest du auch hier nach 2 bis 3 Tagen entlassen werden!

Die normale Zeit bei einer Kreuzband-Reha beträgt 6 Monate. Danach kannst du davon ausgehen, dass du wieder voll sporttauglich sein solltest. Das Risiko, dass das Band aber erneut reißt, ist erst nach über einem Jahr am geringsten.

Ich hoffe ich konnte dir ein paar Tipss geben.

MfG, Clevinho

F4ai{thx21


@ phate

Hey,

ich habe ähnliche Probleme wie du:

Im September 2003 bekam ich eine VKB Plastik aus der Patellasehne.

Danach machte ich intensive KG und eine ambulante Reha. Trotzdem behielt ich ein Streck und Beugedefizit..auch die Therapeuten wussten keinen Rat und schickten mich wieder zum Arzt. Ein MRT wurde gemacht - insgesamt unaufällig.

Trotzdem wurde eine Athroskopie gemacht, in der eine Menge (auf dem MRT wohl nicht zu sehen) Synovialverwachsungen gelöst wurden.

Danach folgte wieder eine intensive physiotherapeutische Betreuung, um das erneute Bilden von Verwachsungen zu lösen.

Die Beugung ging auch wirklich besser als vorher, nur die Streckung war nach wie vor nicht endgradig und zudem äußerst schmerzhaft.

Auch auf dem Bein stehen war so schmerzhaft, das ich es eigentlich immer vermied.

Ich habe die Schmerzen beidseits der patellasehne, innen allerdings stärker.

also suchte ich ein weiteres jahr später einen kniespezialisten auf, dr. walter in oberhausen.

es wurde ein erneutes mrt gemacht: cyclops bildung am schienbein, verengung am bohrkanal, kleine flüssigkeitsansammlung im bohrkanal.

soweit aber noch nicht genug machte dr. walter einen test, wo die stabilität des kb's getestet wird, mit dem ergebnis, das es kurz an der grenze zur instabilität liegt.

naja, zunächst aber erst wieder eine op, mit cyclopsenterfernung und erweiterung des bohrkanals.

seitdem habe ich weiterhin schmerzen und das streckdefizit.

Mache weiterhin Physiotherapie, aber meine Therapeuten sagen auch "da stimmt irgendwas nicht".

Als letzte Möglichkeit wurde mir die Variante des Kreuzbandwechsels genannt.

Da ich aber zur Zeit in der Ausbildung stecke, hab ich nicht die Zeit mich ins Krankenhaus zu legen. Obwohl ich langsam verzweifel weil ich einfach nur noch eines möchte: Das mein Knie nicht mehr schmerzt...

Wie lang hats bei dir gedauert (bei der KB Entfernung) bis du wieder fit warst?!

Liebe Grüße Faith 21 *:)

p&h^atex67


Hallo Faith 21,

am 28.11.2005 kam bei mir die gesamte Kreuzbandplastik wieder raus und die Bohrkanäle wurden angefrisch, damit sie wieder zuheilen.

Da ich privat-Patient bin, gönnte ich mir einen 6-tägigen Aufenthalt in der Klinik St. Wolfgang in Bad Griesbach. Das Knie wurde für 3 Tage ruhig gestellt und anschliessend durfte ich es bis zur Schmerzgrenze belasten.

Damit das alles aber sauber verheilt und bis zur nächsten OP (geplant Anfang März) keine Schwellung und dergleichen mehr vorhanden ist, war ich bis Anfang Januar 2006 krank geschrieben.

Wobei die Beschwerden im Knie momentan auch nicht ganz ohne sind (Schublade von 14 mm).

Ich hoffe, dass die nächste OP die Gesamtsituation wesentlich verbessert, aber dass es 100%ig wieder wird, davon habe ich mich bereits verabschiedet. Na Ja, 99% würden auch reichen *g*.

Gruß

Wolfgang

pPhJate67


Hallo,

ich hatte jetzt am 31.01.2006 meinen Termin bei Dr. Strobel in Straubing. Termin für die nächste OP (erneute VKB-Plastik) wurde auf den 06.03.2006 festegesetzt. Diesmal wird er die Semi-Sehne aus dem rechte Knie verwenden. Er hat mir (als Unterstützung zum Muskelaufbau) auch gleich eine neue DONJOY-Schiene verschrieben. Der im Sanitätshaus hat sich sehr viel Mühe gegeben und das Ding optimal angepasst. Diese Schiene passt jetzt, ist wesentlich angenehmer als die von Albrecht und ich kann damit sogar Radfahren (war mit der Albrecht nur unter Schmerzen möglich).

Zur neuen Praxis in Straubing:

Der Eingangsbereich lässt einen eher vermuten, man befindet sich in einer Bahnhofshalle, Die Wartebereiche sind auf mehrere kleinere Bereiche aufgeteilt und es fehlt halt noch an einigen Ecken etwas (sind noch nicht ganz fertig). Es gibt z.B. noch keine Garderobe für Jacken usw. und es hängen auch noch keine Bilder an den Wänden. Aber das wird schon noch. Ansonsten ist die Praxis sehr gross. Vorteil: Das Sanitätshaus "Hausladen" ist jetzt direckt an die Praxis angegliedert und auch von der Praxis aus zu erreichen. Als ich die Praxis sah, habe ich mich gefragt, wie lange es wohl noch dauert, bis Strobel usw. sich ein eigenes Krankenhaus bauen.

Drückt mir auf jeden Fall die Daumen für meine nächste OP, damit diesmal (zumindest was das VKB anbelangt) alles gut geht und das Teil dann auch dort sitzt, wo es hingehört. Innerhalb von 2,5 Jahren 5 OP's, das reicht dann erst mal.

Gruss

Wolfgang

C|oriCnnaT-Si[mocnxe


Vkb-plastik, Schädigung des Nervus saphenus

Hallo Wolfgang

Im Juni 2005 wurde bei mir eine VKb-Plastik links im Klinikum Mansfelder Land in Hettstedt durchgeführt, wobei auch bei mir der Nervus saphenus geschädigt wurde. Ich habe ein Taubheitsgefühl an der Innenseite des linken Unterschenkels und wenn der Nerv gereizt wird, in Höhe der Kniekehle an der Innenseite, habe ich das Gefühl als ob Strom durchfliesst und mein Unterschenkel verbrennt.

Ebenfalls habe ich massive Probleme bei Belastung und kann mein Bein nicht aktiv anwinkeln.

Deshalb habe ich mich an Dr. Bartels in Halle gewannt, der mich im Dezember 2005 noch einmal operierte. Hierbei entfernte er die Titanklammer, glättete den Knorpel und entfernte massive Verwachsungen. Dort stellte er auch fest,das das Kreuzband zu steil steht. Seitdem geht es von der Belastung her geringfügig besser.

Habe aber weiterhin noch extreme Schmerzen und im Hinblick auf die Nervenschädigung hat sich nichts geändert, habe jetzt sogar schon Hautatrophie.

Zur Zeit bekomme ich Spritzen in die Kniekehle weil die Sehne sehr hart ist und Spritzen für den Nerven, was aber immer nur kurzzeitig lindert.

Ich habe gelesen, dass man bei Ihnen ein neue Kreuzbandplastik gemacht hat. Mich würde jetzt interessieren, ob dies etwas gebracht hat in Hinblick auf die Nervenschädigung.

Deshalb würde ich gern persönlich mit Ihnen in Kontakt treten, damit mir vielleicht auch geholfen werden kann.

Ich bin über meinen jetzigen Zustand sehr unglücklich, da ich Schwierigkeiten habe bei meiner Arbeit und auch meinen Sport (Gerätturnen) nicht mehr ausüben kann.

Liebe Grüsse

Turnen

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