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Innenmeniskus Hinterhorn Grad 3 – Läsion, OP Ja oder Nein?

FVischxie hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Nach dem ich meinen MRT-Befund erfahren hatte dachte ich, dass eine OP so schnell wie möglich erfolgen müsste um Folgeschäden zu vermeiden.

Befund:

Schräge Rissbildung im Hinterhorn des Innenmeniscus, Grad III – Läsion und Bakerzyste medial. Auch wurde mir gesagt das zusätzlich ein Knorpelschaden vorliegen kann.

Die Beschwerden habe ich schon seit über einem Jahr. Sie sind bis jetzt im Alttag eher gering (halte mich aber mit Sport zurück u. habe angefangen die Muskulatur zu trainieren). Je mehr ich lese um so mehr stellt sich mir die Frage ob eine OP die richtige Wahl ist. Oft erfahre ich dass die Probleme nach einer Knie-OP größer sind als vorher, oder kurze Zeit Später die nächste OP notwendig ist usw. Auch das Knorpelglätten oder Shaven wird oft angezweifelt. ([[http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp.html]] leider wird es in dem Artikel nicht richtig begründet)

Wer hat Erfahrungen mit nicht operativ behandelten Meniskusschäden oder dem Knorpel-shaven?

Ist die Knorpelschädigung auf Dauer ohne OP wirklich größer als mit OP?

Auch wenn es Studien oder Artikel zu diesen Themen gibt bin ich sehr daran interessiert.

Gruß

Fischie

Antworten
NAoch-M!and9elbesixtzer


Moin !!!

Die Entscheidung dessen , ob bei einem Meniskusriss ein operativer Eingriff von Nöten ist, hängt maßgeblich von bestimmten Faktoren ab. Alter , Sportlichkeit und vor allem auch die Schmerzen sind die drei wichtigsten Punkte. Das kann ich bei Dir ja nicht beurteilen.

Ist ein Mensch sehr sportlich , ist das Kniegelenk hohen Belastungen ausgesetzt. Ist ein Meniskus einmal gerissen , reißt dieser bei hohen Belastungen definitiv weiter ein, was auch die Schmerzen erheblich steigern kann. Die zeitweise Besserung der Schmerzen bzw. das komplette Verschwinden trügt den Anschein. Dadurch das das abgerissene Meniskusgewebe im Kniegelenk "flottiert" , können die Beschwerden kurzzeitig - manchmal auf für ein paar Tage - komplett verschwinden.

Ein gerissener Meniskus ist kontraproduktiv, statt das Kniegelenk zu schützen, schädigt er vielmehr den Knorpel und die Gefahr von frühzeitigem Verschleiß steigt.

Muskeltraining ist gut, Muskeln können generell vor Verletzungen schützen. Aber auch hier sollte man das Mittelmaß finden , hast Du irgendwann Muskeln wie ein Bodybuilder , ist das Gewicht für das Kniegelenk irgendwann zu hoch.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur positive Fazite meiner Knie Operationen ziehen. Als Leistungssportler hat man meist auch keine anderen Wahl. Bei meinem Außenmeniskusriss konnte ich zeitweise kaum laufen und Training war nur unter starken Schmerzen möglich. Ein Jahr darauf , riss ich mir den Innenmeniskus. Von den Schmerzen her definitiv erträglich , doch man bedenke - wie bereits erwähnt - die Folgen einer nicht behandelten Meniskusruptur.

Mein Außenmeniskus war so gerissen, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war. Mein Innenmeniskus konnte genäht werden , die Aussichten nach Meniskuswiederbefestigungen sind übrigens ausgezeichnet.

SVchipxpy


Hallo Fischie

Ich sitze hier grade mit einem verbundenen Knie. Diagnose: frgl. Schrägeinriss im Hinterhorn des Innenmeniskus. Knorpel und Bänder ok.

Man hat mir drei Methoden geboten: 1. Du spielst weiter Fußball bis dass der Meniskus ganz kaputt ist und sie dich vom Platz tragen. 2. Du läßt dich operieren und den eingerissenen Teil entfernen. 3. Du läßt den Riss nähen.

Ich wurde zu einem Chirugen überwiesen um mich von ihm beraten zu lassen. Er meinte, ich würde schon zu lange damit rumlaufen um das noch nähen zu lassen aber ich sollte es auf jeden Fall entfernen lassen, da ich sonst sehr arthroseanällig wäre und der Knorpel geschädigt werden würde.

So, am vergangenen Dienstag wurde ich dan operiert. Mittwoch beim Verband wechseln haben sie mir dann erzählt was sie jetzt letztendlich gemacht haben. Der Riss war so fein, dass sie da gar nicht dran gewesen sind. Aber an meinem Schleimbeutel hatte sich eine Falte gelegt und die hat auf den Knorpel gerieben. Das konnte man auf den MRT-Bildern nicht sehen. Als sie mir das gesagt hatten, war ich so froh, dass ich mich hab operieren lassen. Wenn ein Teil vom Meniskus fehlt, da kann man mit Leben, aber wenn der Knorpel immer mehr und immer mehr beschädigt und abgerieben wird, datt kannste vergessen. Dann gibts Arthrose und dann hat man erst recht Probleme.

Mit dem Ergebnis der OP bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Seitdem sie den Schlauch (Redong) gezogen haben habe ich keine Schmerzen mehr. Ok, es ist noch wohl angeschwollen aber das legt sich ja wieder. Ich bin voller Hoffnung und freue mich schon jetzt auf das erste Fußballspiel, was ich nach dieser OP spielen werde.

Also, überleg es dir. Und gute Besserung und den Kopf nicht hängen lassen. :)*

N|och-fMand6elbeNsitzxer


Stimmt ja auch nicht so ganz. Ohne Meniskus kriegst Du früher oder später auch einen Verschleiss.

Sbchi2ppy


Habe

ja auch von einem Teil geschrieben und nicht von einem ganzen. Und ich glaube, dass man besser mit einem "etwas" kleinerem Meniskus leben kann als wenn der Knorpel total kaputt gemacht wird. Sicherlich ist es am besten, wenn alles heile bleibt aber immer ist es halt nicht möglich.

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