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Hat jemand Erfahrung mit Kieser-Training?

S?chimmewlrei*terin hat die Diskussion gestartet


Hab in der Suchfunktion nichts gefunden und frag deshalb einfach mal.

Meine HP, die meine starken BWS- und HWS-Beschwerden mit Cranio-Sacral-Therapie und Massagen behandelt, empfiehlt mir dringend Muskelaufbautraining bei Kieser.

Ein Chiropraktiker dagegen, bei dem ich einige Male zur Behandlung war, rät von jedem Krafttraining ab. Er hält seine Einrenkerei für das einzig Wahre und billigt mir bestenfalls Wassergymnastik zu.

Berichtet doch mal von Euren Erfahrungen. Danke.

LG

Antworten
H~y3prerxion


hm...das kiesertraining....

das ist natürlich ein sehr umfangreiches und weitreichendes diskussionsthema!

ich rate dir aber dringenst von kieser ab!

kieser war früher mal ein tischler oder so und hat sich dann mit seiner fitnesskette an die spitze katapultiert.

das kiesertraining ist einfach nur eine reine modeerscheinung weil es einfach alle machen.

kieser preist seine trainingsgeräte als die besten an mit hohem erfolg und macht die krankengymnastische übungsbehandlung öffentlich schlecht und stellt sie als wirkungslos dahin.

beisp:

kieser sagt das durch kg die tiefen kleinen rückenmuskeln nicht trainiert werden können sondern nur durch seine spezialgeräte.

das ist unsinn und betrug an ahnungslosen laien!!!

inoffiziell haben schon viele menschen durch das kiesertraining rückenschmerzen und bandscheibenvorfälle erlitten. das wird natürlich verschwiegen aber ich kenne genug kollegen die kiesergeschädigte zur nachbehandlung haben.

der grund für die vielen bandscheibenvorfälle und rückenschmerzen bei kieser ist das die kunden auf eindimensionalen kraftmaschienen nur einseite bewegungen machen müssen.

sprich, das ist absolut primitiv und grobmotorisch

beisp: hws

dort wird dann mit dem kopf gegen irgendwelche gerätschaften gedrückt welche einem noch widerstände geben.

klar das die empfindliche hws dadurch überlastet wird und die bandscheibe rausfliegt!

zudem arbeiten bei kieser oft nur angelernte laien oder therapeuten welche ihre seele verkauft haben.

ich kann dir also nur davon abraten wenn du nicht noch mehr rückenschmerzen haben möchtest!

das einrenken ist natürlich auch dauerhaft schädlich, das sollte dein arzt wissen!!!!!!!!

durch häufiges einrenken kommt es zu einer lockerung der gelenkkapsel, überdehnung der bänder sowei einer schwäche und koordinationsstörung der gelenkstabilisierenden muskultaur.

d.h. dadurch wird dein problem dauerhaft verschlimmert!

was ist also zu tun?!:

um deine beschwerden wirklich dauerhaft zu bessern ist eine umfangreiche krankengymnastische übungsbehandlung wichtig.

sie besteht aus:

- mobilisierenden und kräftigenden übungen für die oberflächliche und tiefe rückenmuskulatur

- haltungs- und rückenschulung

- evtl massagen zum lösen von verspannungen

- wassergymnastik

- tai chi

nur dadurch lassen sich deine schmerzen dauerhaft lindern. man muss also den ganzen körper in seiner einheit sehen und nicht einfach primitive bewegungen an maschienen durchführen.

ps

wenn dein arzt kieser empfiehlt könnte es sein das er auf dessen zahlungsliste steht ;-)

Sicfhimmelre3iterixn


Hmm, das klingt ja gar nicht gut. Aber leider auch irgendwie einleuchtend :-(

Empfohlen hat mir das Training meine HP, aber nur so als Idee. Sie kennt es auch nur aus der Werbung und meinte, ich solle mich mal schlau machen.

Mein Vertrauen in Ärzte ist - was meinen Rücken angeht - eher begrenzt.

Der eine (Orthopäde) renkt selber ein, bei kalter Muskulatur. Dahin gehe ich schon lange nicht mehr. Der andere (arbeitet naturheilkundlich) hat mir den Chiropraktiker empfohlen. Dieser renkt zwar relativ "sanft" ein, aber am nächsten Tag geht es mir grottenschlecht. Nach 6 Behandlungen habe ich die Sache abgebrochen.

Deine Vorschläge finde ich gut - bis auf Wassergymnastik. Das wurde mir nach meinem ersten Bandscheibenvorfall (LWS) verordnet, worauf ich dann den zweiten bekam. Mit KH- Aufenthalt und monatelanger Arbeitsunfähigkeit.

Ich sollte noch erwähnen, dass meine Beschwerden schon sehr lange bestehen. Ausgelöst wurden sie vor ca. 25 Jahren durch einen Pferdetritt (BWS) und wahrscheinlich durch einen Auffahrunfall vor ca. 20 Jahren (HWS).

Nun heisst es, einen guten Physiotherapeuten zu finden. Hast Du da einen Tipp (Internet-Liste oder so)? Ich wohne in Hamburg.

Es ist natürlch nicht so, dass ich im Laufe der Jahre nie KG bekommen habe. Hat mich nur nie wirklich überzeugt.

Ich hoffe noch auf ein paar weitere Tipps. Fahre heute für eine Woche in Urlaub, also nicht wundern, wenn keine Reaktion kommt.

LG

Hwypekrtixon


nun

leider kann ich dir in hamburg keine therapueten empfehlen, aber schau mal hier nach [[http://www.physio.de]]

oben links gibt es eine suchmaschiene "wo ist die nä. praxis für pt"

vieleicht findest du dort eine gute praxis :-)

gruss

TpaHnjxaB


Eine positive Stimme...

Hallo Schimmelreiterin,

es kommt vielleicht auch darauf an, was für Probleme man hat - ob Kieser Training hilft oder schädigt. Vor fünf Jahren habe ich wegen meiner LWS Probleme Krankengymnastik und Massagen bekommen. Auch zu Hause habe ich die Übungen selber weiter gemacht, in der Hoffnung auf Schmerzfreiheit. Nach kurzer Zeit kamen meine Beschwerden immer wieder (durch Hüftschiefstand, Wirbelgleiten uvm. verursacht). Den ganzen Tag sitze ich im Büro und privat habe ich 3 Pferde in Eigenregie zu versorgen = erst sitzen, dann ausmisten und schwere Dinge schleppen. Nicht die gesündeste Mischung. Durch eine Bekannte habe ich dann von Kieser Training erfahren. Es gab eine umfangreiche Untersuchung durch einen Orthopäden und mehrere Einführungstrainings. Durch die Fixierung in den Geräten kann man sich nicht verdrehen und sich verheben. Die Übung wird möglichst langsam über mind. 4 Sekunden aufgebaut, 2 Sekunden gehalten und genauso langsam wieder abgebaut - kein schwungholen möglich! Ständig laufen die Trainer rum und schauen, das man nicht mogelt. Nach 2 Jahren hörte ich auf, weil es mir so gut ging. Meine Schultern waren nicht mehr verspannt, die Körperhaltung hat sich verbessert, ich konnte locker Säcke schleppen, beim reiten hatte ich mehr Kraft und ich konnte mich auch mal falsch bewegen - ohne danach Schmerzen zu haben. Dann habe ich mir durch einen Sturz die HWS verletzt, außerdem merkte ich, das meine Kraft wieder nachließ - ich merkte meinen Rücken wieder. Also bin ich wieder zum Training gegangen. Einmal die Woche trainieren reicht bei mir aus, um schmerzfrei zu sein. Viel mehr Zeit habe ich auch nicht - und dafür ist das Ergebnis wirklich super!

Gruß Tanja

ScchimmcelYreitxerin


Oooooh! Pferde in Eigenregie! Wie gut ich das kenne. Dabei habe ich mir vor 5 Jahren einen LWS-Bandscheibenvorfall vom Feinsten geholt.

Nach 8 Jahren habe ich zwar die SV aufgegeben; unsere Pferde stehen in einem Pensionsstall. Aber das Misten, Abäppeln usw. bleibt, davon kann ich nicht lassen.

Vor kurzem habe ich mir einen jungen Isländer gekauft. Ich hoffe, dass das Reiten - vor allem im Tölt - auch etwas bringt.

Ich bin jetzt sehr am Zweifeln, was ich machen soll. Zur Zeit tendiere ich (noch) zur KG mit Anleitung für Übungen zu Hause, Ich werde mal in den nächsten Tagen zum Orthopäden gehen und den befragen.

Und nächste Woche habe ich wieder Massage, kombiniert mit Cranio-Sacral-Therapie (macht eine HP). Das hilft zwar ganz gut, aber ändert nichts an der zu schwachen Muskulatur.

LG

S&uzUanna


Pro-Kieser-Training

Hallo, habe inzwischen 4 Jahre Kieser-Training auf dem Buckel und kann in Bezug auf mich und viele andere die dort trainieren, nur gutes berichten. Toll ist auch, dass 3mal die Woche ein Orthopäde zugegen ist, den jeder bei Problemen ansprechen kann. Zu Beginn eines Abos kann man sich von dem Arzt kostenlos einen Trainingsplan erstellen lassen. Wenn man danach nochmals diesen Arzt (der auch eine Praxis in unserer Stadt hat) sprechen möchte, kostet das 10 Euro. Er ist mit den speziellen Kieser-Geräten vertraut. Meiner Meinung nach sind auch die Trainer gut geschult und achten immer auf Fehlhaltungen. (Im Gegensatz zu einem normalen Fitnes-Studio). Mir hat Kieser-Training viel gebracht, obwohl ich jetzt schon einige Zeit aussetzen mußte, weil ich mein künstliches Hüftgelenk erneuern lassen muß. Viele Grüße von Suzanna

Slchimm5elrei8t;exrin


Ich war heute bei meinem Orthopäden, um ihn auf Kieser anzusprechen. Er hält viel davon, gibt aber zu bedenken, dass man evtl. schnell die Lust verliert, weils halt langweilig ist. Und weil jetzt der Sommer kommt.

Der Arzt hat mir jetzt erstmal KG verschrieben. Ich will mir dort Übungen für zu Hause zeigen lassen. Hilfsmittel wie Pezzi-Ball, Gummiband, Hanteln, Trampolin stehen/ liegen bei mir ungenutzt herum.

Und dann hat mir dieser Mensch geraten, zu reiten! Weils auch gut für die Seele ist! Fand ich toll.

Ich behalte Kieser mal im Hinterkopf. Muß man immer für ein Jahr buchen? Das würde mich schon sehr stören.

LG

ttel8x4


Noch eine Lanze für das gelbe Logo

In immer häufigeren Abständen ereilten mich (Jg. 1957) in den letzten zehn Jahren kapitale Hexenschüsse. Das ging so weit, daß ich nicht mehr ohne Mühe aus dem Bett kam, nicht mehr Hose und Strümpfe anziehen konnte ohne äquilibristische Verrenkungen.

Dann begann ich im Februar 2006, bei Kieser zu trainieren. Seither ist kein schwerer Fall mehr aufgetreten. Die Beschwerden liegen vielleicht noch bei 10 %. Und mein Körper hat sich seither sehr vorzeigbar entwickelt. Ca. alle vier Tage gehe ich durch die Mühle von 10-12 Geräten. Und fühle mich hinterher stehend KO, aber großartig.

Trotzdem glaube ich, daß es auch Kieser-Unfälle gibt. Aber das liegt nur in der Unvernunft der Trainierenden. Ich sehe häufig Männer (weniger Frauen), die alles falsch machen, was man falsch machen kann. Also hohe Gewichte mit Hauruck stemmen, anstatt die richtigen Bewegungen mit Ausdauer zu praktizieren. Da kann ein Trainer gar nicht ständig eingreifen. Das ist doch pure Dummheit! Wer sich bei solchem Abusus erwischen läßt, fliegt sogar raus, weil dann die Verantwortung für Folgeschäden nicht übernommen wird.

Ich vertraue dem Kieser-Konzept. Und denke noch oft an die Zeit zurück, als ich mir die Füße nach dem Duschen nicht abtrocknen konnte...

skonn:exck


Hallo!

Kieser Training ist meiner Meinung nach zu teuer. Ich trainiere schon lange nicht mehr dort, habe ein medizinisches Studio gefunden, mit Therapeuten und Sportlehrern. Wenn euch Kieser geholfen hat, okay, aber dann helfen andere, günstigere, oder auch schönere Methoden sicher auch... ? Es gibt so viele andere schöne Dinge, die man u.a. auch in der freien Natur machen kann... ;-D...

Zu viele Erkrankungen liegen schlicht weg an Bewegungsmangel, ob man das nun bei Kieser oder sonstwo ausgleicht...

Nette Grüße!!!

tjelx84


Nicht ganz

Bewegungsmangel läßt sich durch Krafttraining nicht ausgleichen. Das sind für zwei zwei Paar Schuhe. So könnte ich nach einer Stunde Kieser durchaus noch ein längeres Jogging dranhängen. Was ich aber nicht tue, sondern beides trenne.

Ich glaube nicht, daß es anderswo Geräte gibt, die so spezifisch auf einzelne Muskelpartien ausgerichtet sind. Und ein nicht unwichtiges Argument PRO Kieser: ich werde nicht von einer Musikanlage zugeblasen. Wenn ich manchmal an anderen Studios vorbeigehe, nervt mich das Gestampfe schon auf der Straße.

Und teuer? 640 EUR für zwei Jahre sind doch angemessen. Wenn ich zweimal pro Woche hingehe, sind das gerade 3 EUR pro Besuch. Entspricht einem Bierchen unterwegs. Da tue ich doch lieber was GEGEN den Bierbauch.

zzu~za


... tja, nur trainierst du eben nicht in funktionsketten - und gerade im rücken nicht die wichtigen "kleinen" rückenmuskeln, sondern nur das "grobe" gerüst. hierdurch sind langfristig negative folgen sehr gut denkbar (stichwort verstärkung muskulärer dysbalancen) - daher: spezifische übungen am seilzug oder auch theraband zeigen und regelmäßig kontrollieren lassen. denn: es kommt nicht auf das gewicht an sich an, sondern auf die richtige ausführung im kleinen; wobei dieses "kleine" an den geräten à la kieser gar nicht möglich ist.

aber: dank kieser und co machen viele menschen erst überhaupt was - mit ein wenig hintergrundwissen wird man allerdings wohl eher die medizinische trainingstherapie einer reha/physioeinrichtung wählen, wobei man auch munkelt, dass so manch ein ehemaliger trainierender der großen einrichtungen letztendlich dort gesichtet wurde ;-)

viel spaß beim training, zuza :-)

tdel8x4


Negative Dysbalancen

Um das zu vermeide, trainiere mit jedem Muskel meist auch den Gegenspieler. Und ein "Gewichtjäger" bin ich auch nicht. Da ich an einigen Maschinen sowieso nicht mehr weiterkomme, bleibe ich bei meinem Standardgewicht plus minus 10% je nach Konstitution und Lust. Also keine Bange.

Bcutcxh


Moin!

Ich bin jetzt seit wenigen Monaten beim Kieser-Training und ziemlich begeistert dabei. Ich habe in meinem Leben schon verschiedene Fitnessstudios besucht und **für mich** ist Kieser das Beste.

Ich denke es kommt total drauf an, was man erwartet. Für jemanden, der lieber seine Freiheiten hat, sein eigenes Training zusammenstellen möchte, gerne eine Bar, Sauna und Solarium dabei hat und Musik im Hintergrund oder laufende Musiksender, wie bei Elixia, ist bei Kieser schlecht aufgehoben.

Dafür hat man hier eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre, keine Musik, wenig Prolls, die sich lautstark mit High Five begrüßen, höfliche zuvorkommende Mitarbeiter und Kunden und vor allem ein straffes Training, das nicht viel länger als 1 Stunde. Das Ganze 2x die Woche reicht mir völlig.

Kieser hat keine Kardio-Geräte. Wer das bemängelt, hat sich das Kieser-Konzept nicht durchgelesen. Kieser weist ausdrücklich darauf hin, das man diese Sachen auch draußen erledigen kann, wie z.B. Radfahren, Laufen oder ausgedehnte Spaziergänge.

Mir gefällt bei Kieser dieser fertige Trainingsplan. Ich bin ein Mensch, der gerne nach vorgefertigten Plänen arbeitet, so wie früher in der Schule der Stundenplan. Wenn ich den abgearbeitet habe, habe ich das Gefühl fertig zu sein und immer ein wenig stolzer.

Skchim(mel%reiterixn


Oh, Butch, Du hast meinen Thread vom letzten Jahr wieder zum Leben erweckt!

Ich habe mich - ein Jahr später - nun doch entschlossen, es bei Kieser zu versuchen. Alle anderen Therapien haben mich nicht wirklich weiter gebracht.

Zunächst habe ich mit dem Arzt des Kieser-Zentrums gesprochen. Aufgrund meiner Befunde riet er mir zur "medizinischen Kräftigungstherapie", die mich nach einiger Zeit "kieser-fähig" machen soll.

Viel kann ich noch nicht sagen, ich war ja erst zweimal da. Von der Betreuung bin ich sehr begeistert. Mir steht eine Sportwissenschaftlerin zur Seite, die die Arzt-Anweisungen umsetzt. Es wird supervorsichtig vorgegangen, und so allmählich bekomme ich Vertrauen, sowohl zu den Maschinen als auch zu meinem Körper (bin sehr ängstlich, dass es mehr schadet als nützt).

Heute, nach der zweiten Einheit, fühlte ich mich nach dem Training total gut.

Nach sechs Trainingseinheiten erfolgt wieder ein Gespräch mit dem Arzt zur Kontrolle und um das weitere Vorgehen abzusprechen.

Ich kann ja weiter berichten, wenn es jemanden interessiert.

LG

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