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Kielbrust

Swam DDavixon


Re...

Hi Dominique, hi auch ihr anderen...

Die Qualität der schweizer Ärtzte kann ich nicht beurteilen... Aber es ist wirklich schon seltsam, wieviele unterschiedliche Meinungen dabei heraus kommen. Nun, es kann vielleicht dran liegen, dat eine KB etwa 10x seltener als eine TB ist, nur wer weiß schon die wahren Gründe...?

Also nichts für ungut, aber die Idee von dem einen Arzt mit den Brustimplantaten finde ich drollig... :-) Da sollst du dir die Brust als Frau vergrößern lassen, nur damit man die KB nicht mehr so wahrnimmt... ??? Wahnsinn, was soll dann mein Geschlecht machen, auch Brustimplantate...? Den Arzt hätte ich gerne mal gesprochen... ;-D *überlegt wie er mit Brüsten aussehen würde :-o ---> Neee, das lasse ich dann doch mal bleiben...*

Tja, das Ergebnis der OP...?!? Das ist so eine Sache... Soweit ich weiß, sagen die einen, es gäbe bessere Ergebnisse, wenn man sich in jungen Jahren operieren läßt, die anderen sagen, die Ergebnisse hängen von dem Patienten ab (wie auch immer dieses gemeint ist...) Also ich kann jetzt nur für mich sprechen: Das, was ich an Bildern von operierten Männern und Jungen gesehen habe, hat mich eigentlich immer "überzeugt". Wie es bei Frauen aussieht, weiß ich nicht, denn ich fand bisher noch keine Bilder einer Frau (Das soll jetzt aber kein Aufruf sein mir welche zu schicken...! )

Und ich nehme auch an, daß die Ärtze dir, wenn du dann dorthin (wohl nach Erlangen) fährst, weiter helfen können, schließlich habe ich irgendwo etwas von rund 6000 gelungenen OPs gelesen... Da sollte wohl mal jemand weibliches Mitte 20 dabei gewesen sein, meinst du nicht auch...?

Apropos Erfahrung: Du sagtest doch mal in einem früheren Beitrag etwas von jemandem in Insbruck, der dich operieren würde... Weißt du da vielleicht auch schon näheres drüber...? Ich meine, da dies durchaus einmal die Entscheidung für einen Ort, um die OP machen zu lassen, beitragen kann (und ich frage, weil es mich selbst auch einmal interessiert...)

CU

Timo

dyominiq#ue(wx)


hi ihr alle.... :-))) hi timo!:-)

hehe keine angst, ich werde dir schon keine bilder von mir schicken, wüsste ja auch gar nicht wohin! *g*;)

hmmm ja von innsbruck kann ich dir infos geben. ich war ja auch schon da...

also der professor heisst & die adresse lautet:

Herr Prof. Dr. Schwabegger

Geschäfstführender Oberarzt

Universitätsklinik für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Anichstrasse 35

6020 Innsbruck

email (beantwortet er persönlich) um ev Photos zu schicken od mit ihm persönliche Dinge zu besprechen (er schreibt immer gewissenhaft zurück)

--> anton.schwabegger@uibk.ac.at

Tel Sprechstunde +43 512 504 2740 jeweils von 9-11 Uhr

(die ist ein wenig unfreundlich)

vielleicht lässt du dir mal einen termin machen, würde mich echt wundernehmen wie du darüber denkst, wenn du da warst.... also lass es mich bitte wissen, wär cool :-)

(termine kriegt man ziemlich kurzfristig- im vergleich zu anderen kliniken- ich denke so binnen einem monat sollte es klappen...).

ich will dich jetzt echt nicht beeinflussen, aber ich wurde ziemlich schnell "abgefertigt"- obwohl ich- um dahin zu fahren- 3,5 std gefahren bin!!!! ich weiss nicht, vielleicht erwarte ich auch manchmal einfach zu viel. er hat mir alle fragen beantwortet, aber irgndetwas hat mir gefehlt, damit er mich restlos überzeugen konnte.... vielleicht ists ja bei dir anders....

übrigens, ich habe auch verdammt schiss vor dieser OP- ich wurde noch NIE in meinem leben operiert, war noch nie im spital....!

und all die risiken, und die ungewissheit wie's nacher aussehen wird....ist schon ziemlich heikel...!

ich glaube, man muss extrem davon überzeugt sein, sonst ist man ev enttäuscht nacher.

obwohl, du hast schon recht, auf den meisten photos die man sieht, sehen die resultate scho sehr vielversprechend aus! hab leider erst ein bild von einer frau geshen, und das hat mir auch hoffnung gegeben....

so, muss wieder lernen

hoffe, ich konnte dir (oder auch anderen) helfen

liebe grüsse

dominique

SUamr Davxion


Re:

Hi...

Ein Dank für die Infos Dominique... Ich muß allerdings sagen, daß ich eigentlich an Infos bezüglich der Anzahl an operierten Patienten oder der Art, nach der operiert wird, dachte (da gibt es ja viele - nach Nuss, nach dem Erlangener, nach Buch usw.) Aber ich kann ja nun auch selbst einmal nachfragen, wo ich doch jetzt die Mail-Adresse habe... Also nicht wirklich schlimm, denn ich habe mich wohl auch ein wenig falsch geäußert... Alles halb so wild... ;-)

Was allerdings mir nicht möglich sein wird, ist dir zu sagen, wie ich dort (Insbruck) beraten wurde, denn ich wollte mich in Erlangen beraten lassen, da ich den Aufenthalt in Erlangen mit dem Besuch von einem Bekannten verbinden werde, sorry... Ich werde dir allerdings gerne mitteilen, wie ich in Erlangen beraten wurde, was allerdings noch bis Mitte Oktober dauern wird...

Ohja: Die OP... Ich muß sagen, auch ich habe einen nicht zu unterschätzenden Bammel vor einer OP... Mag auch daher rühren, daß bei mir in der Familie leider einmal eine schlechtere Erfahrung mit einer OP gemacht wurde... Es kam keiner zu Tode oder wurde entstellt, aber naja... Und wie du sagtest, die Risiken - Kann ich nach vollziehen, was dir da für Gedanken durch den Kopf gehen...

Zum Schluß: Sicher hast du den anderen und mir weiter helfen können... Du hast dich als "Leidensgenossin" geäußert, neue Infos/Gedanken in die Runde eingebracht, zugehört... Was kann man mehr verlangen...? :-)

Macht es hübsch...

Timo

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hab auch kielbrust

Hi an alle

bin 14 jahre alt und bin auch gestraft mit einer kielbrust :-(

Habe das von meinem vater geerbt er hatte sowas auch bei ihm sieht man es aber fast nicht. Meine KB ist nicht sonderlich auffällig und würd ich (anti-sportler) etwas trainieren würde sie vieleicht optisch überhaupt nicht mehr auffallen... dennoch ich bin erst 14 und noch im wachstum hab daher etwas angst das das noch schlimmer wird und werde nächste woche mal einen orthopäden aufsuchen. Ich traue mich nicht ins schwimmbad und mich am oberkörper nackt zu zeigen. Ich freue mich sehr das ich hier mal meine sorgen reinschreiben kann. Mein Vater bekam als er kleiner war ein "Gestell" für die brust das er 2 jahre immer nachts tragen musste.Ab und an ging er zur Gymnastik... naja man sah danach scheinbar nichts mehr davon. Ich würde mich schon freuen wenn meine kb nicht noch auffälliger werden würde. Vieleicht lässt sich das ja auch nur durch gymnastik "zurückbilden" da es bei mir erst beim näheren hinsehen sieht.... vor einer operation habe ich angst und ich will keine riesen narbe auf der brust :-( .Meine freundin weiss davon doch sie scheint es nicht sehr zu stören... naja mich aber :-(. Anfangs dachte ich sowas hab nur ich aber als ich dann mit meinem vater geredet habe und mich dann im internet erkundigt habe war ich doch sehr froh nicht der einzige zu sein ;-). Ich hab nur scheisse geerbt .....

bye christoph

Mvarcw2x7


Antwort zu chrisk14

Hallo, meine Name ist Marc und ich habe auch eine Kielbrust. Ich wollte chrisk14 unbedingt was sagen..! Du bist zum Glück noch jung und dadurch noch im Wachstum. Mein Rat an Dich: Versuch soviel wie möglich Sport oder Fitness zu machen in Deiner Freizeit ! Die Erfolge duch Sport oder Fitness zeigen sich erst nach ein paar Jahren, sind aber sehr gut und die Frauen mögen so etwas.

Ich persönlich habe diesen Rat zu spät befolgt und darüber bin ich sehr traurig. 27 Jahre bin ich alt und habe bis heute genau das selbe Problem wie Du... ...so wie Du traue ich mich auch nicht in der Schwimmhalle oder am Strand mit Oberkörper frei rum zu laufen. Und später, wenn Dir Deine Traumfrau über den Weg läuft, kommt das selbe Problem wieder (Du läßt sie wahrscheinlich weiter gehen, weil Du immer nur an das Problem mit der eigenen Brust denkst).

Du hast die Möglichkeit dieses Problem meiner Meinung nach mit Sport oder Fitness am besten zu lösen.

Happy Days

Marc

A%ndrx78


KB

Liebe Leute,

Leide selbst unter KB. Habe jetzt beschlossen, mein Problem ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen. Weg scheint jedoch hart und steinig. Die mir derzeit bekannten möglichen Anlaufstellen sind Dr. Schwabegger (Innsbruck), Dr. Scheld (Münster) und Charité Berlin.

Es ist sehr schwierig, den psychischen Druck den Ärzten mitzuteilen. Man wird üblicherweise als Psychopat abgestempelt. Die KB sähe doch eh nicht so schlimm aus. Richtig vorstellen kann sich den Leidensdruck aber nur der Betroffene selbst.

Sollte jemand einen Arzt gefunden haben, der einen KB-Patienten nicht gerade auslacht, bitte mir mitteilen. Es scheint sehr wenige KB Spezialisten zu geben.

l~ogiIC


Ich kann eure Probleme nur zu gut nachvollziehen. Auch ich leide sehr unter meiner Kielbrust und habe mich selbst in diesem teilweise tropisch heissem Sommer nicht schwimmen getraut :/ . Ich leide zwar schon seit Jahren so, allerdings habe ich erst jetzt den, meiner Meinung nach einzig richtigen, Schritt gewagt und mich mal ernsthaft nach einem operativen Eingriff erkundigt. Ich bin 17 Jahre alt und als erstes habe ich mal mit meinen Eltern ueber eine OP gesprochen, ihnen erklärt, wie weh es tut alleine zu Hause zu zitzen und nicht mit seinen Freunden schwimmen zu gehen. Es ist bei mir auch nicht nur das Schwimmen, alleine der Sportunterricht, der ganze Sommer, wo man nur leicht bekleidet ist usw., einfach nur eine Qual.

Nun seit diesen Gedanken sind 4 Wochen vergangen, ich habe mir einen Termin bei der Poliklinik fuer Herz und Gefäss Chirugie in Muenster (einfach mal nach goggeln :]).

Vergangen Mittwoch war ich nun da zu einer ganzen Reihe Tests und Untersuchungen und es ist definitiv möglich mich zu operieren :-) ! Ich habe diese Woche noch den Termin bei einer Psychologin, die letztendlich entscheidet, ob der psychische Druck wirklich vorhanden ist und die KOSTEN KOMPLETT VON DER KRANKENKASSE übernommen werden. Die Ärzte sind mit der Sache sehr diskret umgegangen und konnten mich auch vollkommen verstehen. Normalerweise wird diese OP, wenn man unter seiner Brust wirklich leidet auch von der Psychologin gewilligt. Ich halte euch auf dem laufenden und schreibe morgen noch mehr, muss jetzt leider weg, wenig Zeit. Stellt ruhig Fragen usw. .. Bye !

sJ0nJxa


hi zusammen

ich melde mich auch mal wieder...ich bin eine erfolgreiche (in der schweiz) operierte tb-patientin...

ich schreibe hier meine geschichte....

Leidensweg und Lebenswandel einer Trichterbrustpatientin

In der 6.Klasse im Schwimmunterricht hat es begonnen. Einige Mädchen unterhielten sich darüber, warum eine Klassenkameradin so eine Delle beim Brustbein hat. Sie erklärte dann, dass es eine Trichterbrust sei. Dann richteten sie ihr Augenmerk auf mich und sagten, ich hätte ja auch eine. Ich wollte es natürlich nicht wahrhaben und konnte es verständlicherweise auch nicht glauben und sagte, dass das nicht stimme und dass mit mir alles in Ordnung sei. Das dachte ich damals zumindest.

Einige Zeit später hatten wir von der Schule aus eine Arztuntersuchung. Sie haben unser Gehör und unser Sehvermögen getestet und u.a. auch ob mit dem Körper alles in Ordnung ist. Der Arzt sagte mir dann, dass ich eine massive, jedoch symmetrische Trichterbrust hätte und hat dann mit meinem Einverständnis mit einem Arzt des Kinderspitals einen Termin vereinbart. Ich konnte es irgendwie einfach nicht glauben. Ich ging dann mit meiner Mutter zu dieser Sprechstunde und war nachher überzeugt ich lasse es nicht machen, da er mir sagte, sie würden die Knorpel am Brustbein absägen, dann das Brustbein in die rechte Position rücken und so wieder verheilen lassen(oder so ähnlich). Das war einfach zuviel für mich. Wir gingen, ein wenig geschockt, wieder nach hause und hakten dieses Thema fürs erste ab.

-Ein Jahr verging-

Ich machte mir langsam wieder Gedanken wegen einer OP, da es den Anschein hatte die TB würde immer tiefer werden.

Ich sagte meiner Mutter ich hätte es mir noch mal überlegt und so gingen wir wieder ins Spital zu einer weiteren Sprechstunde.

Zu meiner Erleichterung hat mir der Arzt von einer neueren Methode erzählt, der Nuss-Methode. Bei dieser Methode wird auf der Seite einen Schnitt gemacht und eine Titanstange eingeführt. Da die Chirurgen die Stange noch drehen mussten und ich eine recht ausgeprägte TB hatte wurde bei mir zusätzlich noch einen Schnitt gemacht, der ca.20cm lang ist. Für viele wäre eine solche OP unvorstellbar aber ich war sehr begeistert, da diese OP soviel ich weiss nicht so schmerzhaft ist, wie die, die mir vor einem Jahr angeboten wurde. Es gefiel mir auf anhieb und ich war fest davon überzeugt ich werde mich der Operation unterziehen. Doch in St.Gallen war diese Methode noch unbekannt. Also musste ein Experte her. Er heisst Michael W.L.Gauderer und kommt von Cleveland. Ich und noch zwei andere TB-Patienten, die mit mir zusammen operiert worden sind, waren sozusagen Versuchskaninchen. Also nur einer von den Ärzten wusste genau was er tat.

Als ich anderen davon erzählte lief es denen nur kalt den Rücken hinunter und fragten mich, wieso ich so ruhig bin und keine Bedenken habe. Ehrlich gesagt weiss ich es auch nicht, sogar heute noch nicht.

Nun gut, zu allem kam noch, dass ich wegen der grossen Operation Eigenblutspenden sollte. Ich hatte nun noch drei Termine zu denen ich je 4dl Blut "abgezapft" bekam. Da ich noch nicht volljährig bin oder war ist es eigentlich nicht üblich so früh schon Blut zu spenden und damit ich nicht zuviel Flüssigkeit verlor bekam ich zusätzlich noch eine Infusion am anderen Arm. Ich war mich nicht so an das Blutlassen gewöhnt, also konnte ich nicht hinschauen und musste die ganze Zeit gerade aus gucken, da ich sonst einen der Arme zu Gesicht bekam und das wollte ich nicht. Die Ärztin sagte mir, dass es recht gespritzt hatte und ich sah dann auch, als die Nadel wieder draussen war, dass mein ganzer Arm von oben bis unten mit Blut beschmiert war. Das war ein bisschen eklig aber egal.

Der Eintrittstermin stand dann fest. Sie riefen mich dann jedoch noch an und sagten mir sie hätten irgendetwas in meinem Blut gefunden, das nicht genau so war wie es sein sollte. Ich musste also nochmals Blut spenden (für mehrere Tests), und der Termin wurde verschoben.

Es stellte sich heraus, dass ich zu dünnes Blut hätte und mein blut jedoch zusätzlich auch noch ein erhöhtes Risiko einer Emoblie aufweiste. Das alles ist sehr kompliziert und ich vermag es heute noch nicht richtig zu interpretieren.

Als ich dann endlich einrückte war mein Zimmer noch nicht ganz fertig und wir mussten im Warteraum noch eine Weile ausharren. Dann kam etwas womit ich nicht gerechnet hätte. Es kamen einige Ärzte auf uns zu, und das ist nicht so ein gutes Omen. Sie erklärten mir dann etwas über mein Blut und was bei einer OP womöglich schiefgegangen wäre.

Die Operation wurde natürlich wieder verschoben. Damals war ich wütend über die Entscheidung, aber wäre ich dann jetzt noch am leben? Und das vielleicht nur wegen einem falsch verabreichten Medikament.

So kamen jede menge Tests und Vergleiche in der Familie. Es stellte sich heraus, dass ich Krankheiten von meiner Mutter geerbt habe, welche es wiederum von ihrem Vater, der bei einer Lungenmbolie ums Leben kam hatte.

In einem Spital gehen solche Tests ewig und bis man dann wieder ein Termin hat kann man auch lange warten.

Ich wurde dann schliesslich ein letztes Mal zur OP aufgefordert, das war im Februar 2001 also wiederum fast ein Jahr nachdem ich mich zur dazu entschlossen habe.

Da ich mir sicher war, dass die Ärzte genau wussten, was für Medikamente ich vertrage und mir auch helfen, war ich fast gar nicht mehr aufgeregt(im Gegensatz zu meiner Mutter).

Ich bekam dann in der Station der Krebskranken Kinder ein Zimmer ganz für mich allein. Ich war dort, weil es um diese Zeit im Spital fast keinen Platz mehr gab und auch die Blutspezialistin in dieser Station arbeitete.

Ich richtete mich ein wenig ein und ging dann noch mit meiner Mutter in die Cafeteria.

- Die Zeit verging -

sm0nJxa


..weiter gehts...

Sie musste ja auch wieder nach Hause. Also ging sie.

An diesem Abend bekam ich noch eine Kanüle in den Unterarm, die Hand wurde dann fixiert und so konnte ich mühelos noch ein wenig lesen vor dem Schlafen.

Am nächsten Morgen, es war sehr früh, bekam ich unmittelbar nach dem Aufstehen Tabletten zu schlucken und ich schlüpfte in das OP-Hemd. Dann wurde ich in den OP-Saal geschoben und ich merkte, wie die Pillen angefangen haben zu wirken. Ich weiss gerade noch, dass ich mich auf eine andere Baare legen sollte. Ich war schon so schläfrig, dass ich dies nicht mehr ohne Hilfe schaffen konnte.

-----das was dann genau passiert weiss ich selbstverständlich nicht ------

Ich kam langsam zu mir und hörte, wie jemand sagte: "schau mal, sie wacht auf!!!" Es war meine Schwester, die mit meiner Mutter am Bett sass und darauf wartete, dass ich zu mir kam. Doch das war nur von kurzer Dauer, denn kaum waren meine Augen offen schloss ich sie sofort wieder. Von der Narkose war ich sehr müde und musste ich mich zuerst noch erholen.

Mein Zeitgefühl war auch nicht gerade das Beste. Aber ich glaube die OP alleine hat vier Stunden oder mehr gedauert. Und ich habe keine Ahnung, wie lange ich danach geschlafen habe.

Ich wurde an einem EKG-Gerät angeschlossen, das meinen Puls überwachte und mein Sauerstoffgehalt wurde auch die ganze Zeit über gemessen. Na ja mit dem EKG-Gerät hatte ich so meine Probleme. Mein Ruhepuls sank während dem schlafen meistens unter die Limite. Darum weckte mich dieser andauernde Piepston ständig. Ich musste dann immer wieder die Schwester rufen doch das war auch nicht gerade einfach. Ich hatte vom Hals bis zum Bauch kein Gefühl und auch meine Arme liessen sich nur sehr schwer bewegen, da die Muskeln sehr geschwächt waren.

Als die operierenden Ärzte erschienen sind hat man mir die Magensonde gezogen. Das ist wirklich ein sehr komisches und unangenehmes Gefühl aber ich war da irgendwie noch nicht ganz bei Bewusstsein, deshalb machte es mir auch nicht gross etwas aus. Ich war vor allem froh, als sie dann wieder gegangen sind, ich konnte nämlich wieder schlafen....

Ich weiss nicht mehr genau wie viele es waren, aber eins kann ich sagen, es waren sehr viele Schläuche, die in mir drinsteckten. Die Kanüle vom Tag davor, eine Infusion, einen Schlauch dass das Blut aus dem ‚OP-Bereich’ abfliessen kann, einer war, glaube ich, noch im Rücken, und natürlich noch derjenige durch den ich, wenn ich wollte, Schmerzmittel bekam.

Ich glaube am zweiten Tag habe ich wieder angefangen erste Schritte zu machen. Das klingt jetzt so, als ob ich ein Kleinkind gewesen bin, aber ehrlich, ich musste es zuerst lernen, damit umzugehen und darauf achten, dass ich möglichst aufrecht stehe und gehe.

Am Anfang drückte es schon recht doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Es war so wie mit einer Brille, zuerst ist sie recht lästig doch dann merkst du nicht mehr, dass du eine trägst. Na gut ist vielleicht ein schlechter Vergleich, denn eine Brille bereitet keine Schmerzen.

Das muss ich nämlich zugeben die Schmerzen waren meistens unerträglich bis auf den Augenblick an dem ich die Schmerzmittel gespritzt bekam. Dann konnte ich mich immer wieder bequem hinlegen. Denn ohne Schmerzmittel konnte ich fast keinen Muskel bewegen ohne diese Schmerzen zu ertragen. Ich spürte dann richtig, wie es seine Wirkung verlor.

Doch ich wollte von diesen Medikamenten nicht "abhängig" sein. Ich wollte es ohne schaffen. Und das habe ich auch. Die beiden jungen Männer, die in der gleichen Woche operiert wurden hatten da schon grössere Probleme. Also ich habe sie nie zu Gesicht bekommen aber es wurde mir gesagt, ich hätte am wenigsten gejammert und sei am schnellsten wieder auf den Beinen gewesen. Doch dann lachten sie und sagten, dass Männer allgemein Schmerzen nicht so gut ertragen können wie Frauen.

Einmal, als ich gerade schlafen wollte bemerkte ich einen heftigen Schlag an der Seite. Ich zuckte zusammen. Meine Mutter, die damals gerade anwesend war, erschrak. Der Chefarzt kam dann und sagte mir, es könnte sein, dass einer der vier Fäden, die die Stange befestigten, wahrscheinlich gerissen war. Es beunruhigte mich ein wenig. Doch er sagte, solange von nun an alles gut läuft, wäre das nicht weiter schlimm. Und so war es auch.

Jeden Tag kamen Bekannte und natürlich die Familie mich besuchen. Das half mir. Mir war nämlich oft langweilig. Ich hatte zwar drei oder vier Bücher aber die waren so schnell gelesen....Nachdem ich nicht dauernd im Bett liegen musste wurde ich dann auch in ein anderes Zimmer verlegt(zwei Türen weiter).

Dort hatte es ein Mädchen in meinem Alter und ein kleiner Säugling der, so traurig es klingt, einen Hirntumor hatte. Dieser musste dann aber einen Tag später in die Isolation. Die Eltern konnten ihn nur besuchen, mit Mundschutz und total desinfizierte Kleider und Schuhen. Das fand ich schon traurig. Meine Trichterbrust war nichts dagegen.

Ich habe mich oft mit den Kindern dieser Station unterhalten. Eine fragte mich, welche Art von Krebs ich hätte und ich erzählte ihr von der Trichterbrust, der Stange, usw. Sie war, zu meinem Erstaunen, total geschockt. Sie hatte das Gefühl, dass sie lieber Krebs hätte als eine Stange im Körper. Doch ich finde Krebs eine der schlimmsten Krankheiten die es gibt.

Nach 10 Tagen wurde ich dann entlassen.. Doch das heisst nicht, dass ich danach keine Schmerzen mehr hatte. Im Gegenteil. Zuhause waren wir auf "Invalide" nicht eingerichtet. Zum Beispiel mein Bett. Denn das Aufstehen war sehr schmerzhaft oder am Anfang ohne Hilfe fast unmöglich. Ich machte es dann einfach so: Ich rollte mich bis zur Bettkante, dann die Füsse auf den Boden und mit aller Kraft versuchte ich dann mich aufrecht hinzusetzen. Ich benötigte nur ein bisschen Übung dann klappte es mit der Zeit.

Ich entschied dann noch bis zum Ende der Woche zu Hause zu bleiben und dann am Montag der nächsten Woche die Schule wieder zu besuchen.

In der Schule kam dann die ewige Ausfragerei. Alles wollten sie wissen. Den Turnunterricht besuchte ich dann drei Monate nicht. Und danach bekam ich eine Turndispens die mich, falls ich mich nicht wohl fühlte, vom Unterricht befreite. Doch ich habe es niemals genutzt, da bei mir keine schwerwiegende Beschwerden auftraten. Zum Glück!!!

Ich musste dann auch noch die Fäden ziehen. Mein Brustbereich war immer noch betäubt, darum verspürte ich keinen Schmerz.

Ein Jahr später hatte ich dann noch eine Sprechstunde mit dem Arzt. Er hat mir die alten Fotos gezeigt und ich konnte es nicht glauben, dass es einmal so ausgesehen hat.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat und werde es nie bereuen es getan zu haben. Die Ärzte haben wirklich gute Arbeit geleistet.

Ich hoffe jetzt einfach noch darauf, dass die zweite OP, bei der mir die Stange wieder entfernt wird, genau so gut verläuft wie diese.

phu...*greetz*

S4am DaXvioxn


Ich wollte ja berichten...

Hi ihr lieben Leuts...

Wie ich vor geraumer Zeit angekündigt hatte, es einmal zu tun, war ich nun am 13.10.03 in Erlangen und habe mich dort mal von den Ärtzen der TB/KB-Sprechstunde "begutachten" lassen. Diese haben meine KB vermessen und mich diverse Dinge bezüglich Sport, eventuell vorhandener Scham wegen der KB, meiner Sicht über die KB, Verlauf der KB (wie lange schon, ist sie sehr gewachsen in den Jahren), und weitere Dinge gefragt.

Nun, dann kam man darauf zu sprechen, wie man bei mir die (Zitat) "Relativ undankbar zu operierende" KB korrigieren könnte. Undankbar deshalb, da sie bei mir sehr weit oben beginnt. Bei mir könnte man zum Beispiel keilförmig einen Teil des Brustbeines entfernen und dann wieder zusammenfügen. Dadurch würde mein Brustbein auch wieder die sonnst üblich Breite erhalten (mein Brustbein ist etwas breiter als das anderer Menschen und KBler) und die KB wäre damit zum Teil auch behoben.

Das Problem ist halt, daß die KB bei mir weit oben beginnt. So wäre zu entscheiden, ob ich mit dem kleinen "Hügelchen", welcher bliebe wenn nur der Keil herausgenommen würde, "leben" könnte, oder ob noch versucht werden sollte, quer zum Brustbein ein Knochenstück zu entfernen, um das "Hügelchen" auch noch zu entfernen. Allerdings könnte mein Brustkorb insgesamt dadurch später noch unstabiler werden, als er sowieso schon würde, wenn nur der Keil entfernt würde.

Was sich jedoch erst im Verlauf der OP ergeben würde, wäre, ob noch ein Titan-Bügel zur vorrübergehenden Stabilisierung in der Heilungsphase und Vermeidung einer Rückbildung eingesetzt würde. Dieser Bügel könnte dann, je nach Verlauf, schon nach drei, aber spätestens 12 Monaten wieder entfernt werden. Ebenso würde es sich erst in der OP ergeben können, ob bei mir noch die ein oder andere Rippe gekürzt werden müßte, um ein typischeres Bild des Brustkorbes möglich zu machen.

Nun, mehr ins Detail der OP muß ich, denke ich, nicht gehen, da es verschiedene Methoden gibt, und bei jedem oder jeder ein wenig anders gemacht wird bei der OP...

Tja, also so gesehen, hängt es ausschließlich von mir ab, ob ich meine KB korrigieren lasse oder nicht und ich muß sagen, es ist keine leichte Entscheidung. Und da spielt die Kostenübernahme gerade keine Rolle, die kommt an zweiter Stelle...

Da habe ich jetzt auch einmal ein paar Fragen an all die Operierten unter euch: Wie ist es denn nach der OP bei euch mit der Stabilität des Brustkorbes gewesen? Habt ihr (wie man mir übrigens auch sagte, daß es passieren könnte) irgendwelche Schmerzen seit der OP, die vorher nicht da waren (und damit meine ich nicht die, die generell zu erwarten sind nach einer solch häftigen OP) ? Gab es vielleicht eine leichte Rückbildung der KB seit der OP?

Ich wäre, die anderen noch nicht operierten wohl auch, dankbar für Antworten auf meine Fragen.

CU

Timo

P.S.: Bedenkt alle bitte noch, von mir oben genannte Nebenwirkungen/Spätfolgen KÖNNEN, MÜSSEN aber NICHT auftreten...

MGarqcu<s-x17-


einfach nur sprachlos...

Hallo Leute,

wie gesagt bin ich einfach nur sprachlos! ich dachte ich wäre der einzige auf der welt mit einem solchen problem (naja habt ihr ja alle auch gedacht ;-)). ich find es super das es ein solches forum gibt!!

also mal zu meiner person:

ich denke ihr kennt das schon alles was ich euch sage, aber vielleicht ist ja doch etwas dabei wovon ihr irgendwelche infos ziehen könnt.

ich bin 17 jahre alt und habe eine TB/KB seit ich denken kann. sogar auf fotos wo ich noch 2 jahre jung war, sieht man recht heftig, das ich schon eine KB hatte...nun mich hat es bis vor ca. 5 jahren auch kaum gestört. ich hab es wie ihr wohl kaum realisiert. aber als dann das mit den mädchen losging und dem schwimmunterricht, hab ich doch immer wieder ausreden gesucht um alles zu meiden. um sich von frauen fernzuhalten ist ja nicht besonders schwer, wenn ich mal ins schwimmbad mitgezogen werde sitze ich auch nur im t-shirt rum. sollte ich doch mal ins wasser gehen, verschränke ich die arme und tu so als ob mir kalt ist, oder ich spann die bauchmuskeln extrem an, hilft aber auch nicht viel... :-(...von den reflexartigen reaktionen bei anderen händen in der nähe meines oberkörpers brauch ich euch auch nicht zu erzählen, das wurde hier schon oft geschrieben (hab ne halbe stunde gebraucht um das zu lesen ;-)). im sommer ist das natürlich immer schwierig, und wenn ich ein t-shirt anhabe, versuche ich bei gegenwind immer unten dran zu ziehen damit man das nicht sieht (das ist arm oder? :-( )

das ich eine KB habe wissen nur meine eltern und ein teil der familie, sie gehen damit eher locker um, ich logischerweise in meinem alter nicht. vor ca. 4 jahren hat mir meine orthopädin zu krankengymnastik geraten, hat aber alles nichts geholfen. (nebenbei: ich spiele regelmäßig fußball in einem verein). sie hat auch diese "große" OP mit dem aufschneiden und brustbein umdrehen in erwägung gezogen, das hat mein vater aber von anfang an abgeblockt, da das zu gefährlich war...

vor einem halben jahr bin ich jedoch aus reinem interesse mal bei google->bilder vorbeigelaufen und hab nach "trichterbrust" gesucht. ich bin dabei auf einen artikel der helios-klinik ich berlin gestoßen, die das nuss-verfahren beschreibt.

[[http://www.helios-kliniken.de/berlin/klinik_meldungen/trichterbrust.htm]]

ich natürlich renn völlig begeistert zu meinem vater, weil er ja gegen diese große OP war. --> Termin gemacht und hingefahren (ich wohne in berlin). der chafarzt hat uns das dort sehr schmackhaft aufgetischt und ich hab natürlich große hoffnungen bekommen. er sagte auch das es im späteren leben möglicherweise probleme mit dem herzen oder der lunge geben könnte. daraufhin sind wir zu unserer orthopädin, die mich wiederum zum CT und zum lungenarzt geschickt hat. lungenvolumen habe ich ca. 15% unter dem durchschnitt und mein herz ist laut ct nicht gefährdet. alles in allem hat sie mir gesagt das eine "Nuss-OP" medizinisch nicht erforderlich ist und sie diese aufgrund mangelnder erfahrung nicht durchführen lassen würde. die risiken, das der bügel das lungenfell oder sonst etwas verletzt wären im vergleich zu der medizinisch unnötigen OP zu hoch. allerdings muss ich doch sagen das es mir eigentlich nun (wie fast allen von uns) ums äußerliche geht! mein vater hat vor einer OP angst, und da sie unnötig ist, will er auch keine...ich weiß nicht wie ich ihn überzeugen kann ???

ich habe am 24. Nov. nun noch einmal einen termin beim chefarzt in der helios-klinik für eine erneute beratung!

das forum wandert sofort in die favoriten, ich würde mich gern auch noch etwas häufiger über das thema unterhalten also schaut mal öfter rein :-)

gruß

Marcus

Myarcuws-17-


was vergessen

ach eins hab ich noch vergessen...meine brust ist laut chefarzt unsymmetrisch und hat einen 6cm-trichter...

und nochwas: ich hasse gegenwind :-(

Mrarcu{s-17-


also hmm, ich hab kiel und trichterbrust bis jetzt immer als ein und das selbe gesehen (mein arzt hat mir das auch so verständlich gemacht, so dass ich auf diesen gedanken kam. hab wohl was gedanklich unterschlagen...). netterweise hat mich Andr78 mal aufgeklärt...

um es zu sagen, ich habe eine trichterbrust, d.h. also meine brust geht nach innen!!

gruß

rMeclxof


Hallo,

meine OP einer "Hühnerbrust" liegt 28 Jahre zurück. Jetzt ist es zu Schwierigkeiten gekommen. Die Rippen haben sich aus dem Brustbein "ausgeklingt". Es sind ganz schön heftige Schmerzen. Hier in Bielefeld will kein Arzt an die Sache ran. Ich bekomme zur Zeit starke Schmerzmittel. Habe von einer Klinik in Erlangen gelesen. Hat jemand die genaue Anschrift?

Danke. Reclof

Enl_F.riedo


Schau doch mal bei [[http://www.trichterbrustinfo.de]] vorbei, da ist die Erlanger Klinik auch aufgelistet. Im Forum treiben sich auch einige Leute rum, die dort bereits erfolgreich operiert wurden.

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