» »

Schmerzen Lws, bin verzweifelt

g2aMndabl%fx35 hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen,

muss jetzt mal meine Geschichte loswerden.

Vielleicht kennt jemand ähnliches oder hat Tips parat.

Leide nun seit Anfang September 2006 unter heftigsten Schmerzen in der LWS ( 4 und 5 Wirbel).

Die Schmerzen entstanden über Nacht und haben auch nach reiflicher Überlegung keine Situation welche diese ausgelöst haben könnten.

Zu Anfang (ca. 1 Woche) war sogar laufen unmöglich. Das zur Toilete kriechen auf allen vieren ist sicherlich bekannt....

Mein Hausarzt gab mir Spritzen und Ibu Profen 600.

Nach ca. 2 Wochen besserte sich die Situation. Ich konnte wieder laufen und die Schmerzen waren erträglich.

Danach ging es einige Wochen besser, aber dann kamen diese hartnäckigen Schmerzen wieder.

Das Krankheitsbild: Morgeens nach dem aufstehen bin ich fast schmerzfrei (!).....aber nach ca. 2-4 Stunden ist das Gefühl da als legt sich eine Schraubzwinge direkt um meine LWS und der Schmerz wird immer schlimmer.

Nach einer Überweisung zum Orthopäden wurde ein Röntgenbild und eine Computertomographie gemacht. Resultat war angeblich: Abnutzung und (leichte !!) vorwölbung der LWS Bandscheiben, also laut meines Orthopäden "nichts schlimmes".

Habe seitdem (November) Krankengymnastik bekommen, Infusion mit Ortodolon (?), Ibu Profen 800, Dicluvenac, und seit 4 Tagen Tramidol.

Das Tramidol scheint ein wenig zu helfen, nehme pro Tag 2 Tabletten, bin aber meilenweit davon entfernt total schmerzfrei zu sein, bzw. mich in der Lage zu fühlen 8 Stunden zu arbeiten.

Im Moment läuft über meine Krankenkasse ein Antrag auf stationäre Reha....

Langsam kommt die Verzweiflung.....ich mache jeden Tag meine Gymnastikübungen und nehme die Tabletten...aber nichts will den richtigen Durchbruch schaffen....

Komme mir schon langsam bei meinem Arzt wie ein Hypochonder vor...Die Schmerzen strahlen NICHT in die Beine aus, und strahlen auch nicht nach links oder rechts (wie zu Anfang), sondern sitzen zentral in der LWS wie eine Klammer (dumpfer Schmerz).

So das musset ich mir jetzt mal von der Seele schreiben, ich erwarte keine Wunderberatung, aber vielleicht kennt ja jemand solche Situation oder hat Tips.

Danke im voraus,

Gandalf

Antworten
HHolg}eDr-2x3


Hallo Gandalf *:),

ich kann deine Geschichte nur zu gut nachempfinden. Sie ist nicht ungewöhnlich und vielen anderen Betroffenen ging es so oder ähnlich. So eine Verschleißerkrankung lässt sich auch nicht an einem bestimmten Ereignis festmachen, wie verhoben oder ähnliches. Die Aussage des Orthos ist auch etwas dürftig ausgefallen, finde ich. Erste Massnahme ist in solchen Fällen Krankengymnastik, da ist die Reha schon mal gut. Geh der Krankenkasse auf die Nerven, dass der Antrag schnellstmöglich bearbeitet wird.

Zur weiteren Diagnostik empfehle ich noch ein MRT der unteren LWS und Vorstellung in einer Klinik für Wirbelsäulenchirurgie. Das heisst jetzt nicht, Skalpell raus und operieren, aber ein dortiger Neurochirurg oder Orthopäde hat mehr Erfahrung auf dem Gebiet als ein niedergelassener Orthopäde in einer Praxis. Und er kann Dir sicher mehr über die Erkrankung und die Gegenmaßnahmen erzählen.

Denn nur von einer Bandscheibenvorwölbung dürfte das Beschwerdebild nicht herrühren, vermute ich. Da der Schmerz lokal begrenzt ist, wird auch keine das Bein versorgende Nervenwurzel eingeengt sein. In Frage kommt meiner Meinung als Ursache eine Höhenminderung des Zwischenwirbelraums und/oder Schädigung des Wirbelgelenks. Das verursacht dies typischen lokalen Schmerzen ohne Ausstrahlung.

Hast Du einen körperlich anstrengenden Beruf ??? Nehme mal an, Du bist 35 ??? In dem Alter hatte ich auch eine verschlissene Bandscheibe :-(.

Eines ist jedenfalls sicher. Sollte Dir ein Arzt erzählen, da kann man nichts machen oder damit musst Du leben, glaube ihm nicht!

Gruß

Holger

TphormstenFiHscher


Hallo,

kann die Aussagen von Holger nur unterstützen.

MRT der LWS ist sicherlich sinnvoll. Würde zusätzlich zu einer osteopathischen Untersuchung und gegebenfalls Behandlung raten, immer in Zusammenarbeit mit Reha und Orthopäde, um den Bereich dauerhaft zu entlasten.

Beste Grüsse aus Hannover und Viel Glück,

Thorsten Fischer

goand1alf35


Danke für die Beiträge

Danke euch beiden für die Ratschläge.

Werde weiterhin fleißig Gymnastik machen und auf die Reha hoffen.

Was ist der Unterschied einer Computertomographie und einem MRT der LWS ?

Weil in der Röhre war ich schon (ca. 40 Minuten mit Kopfhörer).

Auf den Bildern war lt. meines Ortjopäden nichts auffälliges.

HkolgeWr-2x3


Hallo Gandalf,

eine Ursache müssen die Beschwerden ja haben, das ist klar. Grundsätzlich sind verschleissbedingte Veränderungen sind an den Wirbeln, Bandscheiben, Wirbelgelenken, Nervenaustrittslöchern und dem Wirbelkanal erkennbar. Beim CT wird in Schichtaufnahmen digital geröntgt. Beim MRT werden die Schichtaufnahmen durch Reaktionen des Körpers auf einen Magneten erzeugt. Diese Bilder zeigen eine noch genauere Darstellung, auch der Weichteile, wie Nerven, Bandscheiben, usw. Das ist beim Röntgen und CT nicht gegeben.

Wenn der Orthopäde auf den CT Aufnahmen nichts auffälliges erkennt, kann das auch an dem Orthopäden liegen oder an den Aufnahmen. So würde ich das sehen.

*:)

Gruß

Holger

sNananJeo3H3


soll ich mich operieren lassen

ich habe seit jahren schmerzen im lws bereich war schon in reha nun hat mit mein arzt gesagt

das

die facettendegeneration zugenommen hat und das er eine versteifungsop vorschlägt ich weiss nicht was ich machen soll bin mutter von drei kindern helft mir bitte

Tihorst#enFislchxer


Hallo,

es angeblich in Kiel eine sehr gute Klinik geben, an der auch osteopathisch gearbeitet wird. Leider ist mir die Adresse nicht bekannt. Vielleicht erkundigen Sie sich einmal, wo diese Einrichtung ist und suchen dort Hilfe.

Viel Glück und Beste Grüsse aus Hannover,

Thorsten Fischer

s)kep-ti|ke(r59


TRAMUNDAL

Hallo erst mal.

Gibt es in diesem Forum vielleicht jemanden der sich in der Schmerztherapie auskennt?Bin seit einem Jahr von der Schmerzamulanz auf 2 mal 200mg Tramundal eingestellt.Zusätzlich kommen noch 2-8Novalgin dazu,je nach Bedarf.

Meine Frage ist folgende:Kann mir wer etwas über LANGZEITNEBENWIRKUNGEN sagen ??? ??? ???

HrolgeZr-023


Tramadol

Hallo Skeptiker,

eine Langzeiteinnahme (mehrere Jahre) dieser Medikamente ist nicht ratsam. Die Nebenwirkungen erstrecken sich auf die Bereiche Magen-Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Nieren. Die Lebenserwartung wird etwas herabgesetzt. Auuserdem ist die aktive Teilnahme am Straßenverkehr und das Bedienen von Maschinen unter Einfluss von Tramadol verboten.

Ich hab Dein anderes Posting gelesen und muss sagen, ich verstehe nicht, warum Du Dich nicht operieren lässt. Die operative Behandlung von Bandscheibenvorfällen ist heutzutage weder gefährlich noch von Erfolglosigkeit gekrönt.

Gruß

Holger

H)olgMer-x23


Hallo Skeptiker,

noch ein Antrag zu dem anderen Posting. Facettenblockaden helfen bei Bandscheibenvorfällen nicht. Das fällt auch unter Schmerztherapie und wirkt natürlich nur, wenn die Schmerzursache die Nerven der Wirbelgelenke sind. Und natürlich auch nur begrenzte Zeit.

Gruß

Holger

s-keptLikerx59


Danke Holger-23

Vielen Dank nochmal an dieser Stelle,aber das Problem im Bezug auf eine OP liegt nicht auf meiner Seite.Wenn mir Wiens Bekannester Neurochirurg mitteilt,dass eine OP meine Schmerzen verstärken kann,bleibe ich lieber auf Opioide.Ich bedanke mich trotzdem bei dir.Schönen Tag noch *:) :)^

Zxa,unktön9ig


Selbst Betroffener

Hallo Mitleidende! Ich habe ständig seit mehr als 4 Jahren starke Schmerzen im Bereich LWS. Tabletten und Spritzen halfen nicht mehr. Egal welche Schmerztabletten, ich kann nur vor einer längeren Einnahme warnen. Es kommen Magenprobleme! Ich habe auch schon MRT und CT hinter mir. Es kommen immer nur die Aussagen, degenerative Erscheinungen, da kann man nicht viel machen. Vor ca 3 Monaten habe ich den Orthopäden gefragt, ob es mit OP zu Schmerzlinderungen kommen könnte. Er sagte: Die Chancen stehen 50 : 50. Sicherheit kann er keine gewähren. In diesen Fällen werden meistens die Wirbel versteift, aber bei mir könnte das vielleicht eine Weile helfen, aber die anderen Wirbel werden dann stärker belastet und die Schmerzen gehen dann wie auf einer Strickleiter nach oben und ich stehe vor dem gleichen Dilemma. Vor 3 Jahren war ich zur Reha. Fand ich gut. Habe viel gelernt, wie man mit den Schmerzen umgehen kann und die Gymnastik, die man selbst durchführen kann und sollte. Leider muss man bei der Reha ein sehr gutes Geächtnis haben. Es folgen jeden Tag neue Übungen und am Ende hat man einige schon wieder vergessen. Handmaterial gab es leider nicht. ie Gymnastik trägt zwar viel zur Stärkung der Muskulatur bei, aber bei mir wurden die Schmerzen nicht viel geringer. Erträglicher wurden die Schmerzen bei mir erst, als ich Moorbäder und Manuelle Therapie verschrieben bekam. Die Schmerzen sind keineswegs weg, aber nicht mehr so extrem. Ich kann allen nur Moor empfehlen (kein Fango).

Würde mich freuen, wenn noch mehr Betroffene ihre Erfahrungen mitteilen würden.

H|olgber-23


Hallo Skeptiker,

da kann ich Dir nur empfehlen, den Arzt zu wechseln. Auch wenn es der bekannteste NC Wiens ist, seine Aussasge zu einer Bandscheiben OP bei Dir ist schlicht nicht nachvollziehbar.

Gruß

Holger

H.olgker-2x3


Hallo Zaunkönig,

ich bin auch betroffener, inzwischen erfolgreich operiert und kann die Aussagen, die Dir Ärzte machen, nicht nachvollziehen. Die Ärzte scheinen ein hohes Defizit zu haben, was Informationen über OP´s an der Wirbelsäule betreffend degenerativer Veränderungen angeht.

Es kommen immer nur die Aussagen, degenerative Erscheinungen, da kann man nicht viel machen.

Das stimmt nicht.

Er sagte: Die Chancen stehen 50 : 50.

Das stimmt auch nicht. Chancen stehen eher 90 : 10 bis 95 : 5. Bei 50 : 50 würden wohl nicht viele OP´s stattfinden.

aber die anderen Wirbel werden dann stärker belastet und die Schmerzen gehen dann wie auf einer Strickleiter nach oben und ich stehe vor dem gleichen Dilemma.

Natürlich werden die anderen Wirbel, besonders der darüberliegende mit Bandscheibe, stärker belastet. Es stimmt allerdings nicht, dass das erst nach einer Versteifungsoperation eintritt. Das ist schon jetzt der Fall. Denn das betroffene Segment kann die normale Arbeit nicht leisten, das merkst Du an den Beschwerden. In dieser Hinsicht ist es also nicht entscheidend, ob operiert oder nicht. Die Gefahr einer Anschlußinstabilität ist so auch gegeben. Letztendlich liegt die Entscheidung für oder gegen eine OP beim Patienten selbst. Therapieresistente Beschwerden bei konservativer Therapie sind eindeutig eine Operationsindikation.

Ich bin jetzt, ein halbes Jahr nach OP, immer noch fast schmerzfrei. Die Lebensqualität ist nicht vergleichbar mit vorher. Ich denke, dass viele Leute gar nicht wissen, was sie sich mit der Langzeiteinnahme hochpotenter Schmerzmittel antun.

Gruß

Holger

wUolf aW. Blnx.


Nackte Angst vor der OP

Hallo Leidensgefährtinnen und -gefährten!

Danke für Eure Ausführungen und ehrlichen Aussagen zu der Poblematik. Mir steht am 30.01.07 die Versteifung von L5/S1 und eine Entlastungsprotese im Bereich L5/L4 bevor.

Da ich bereits 1996 und 1998 im LWS Bereich operiert worden bin

sind nach Aussage der OP Arztes die Chancen auf deutliche Besserung 50 zu 50.

Da ich ein voll im Leben stehender "junger" Mann bin, eine fantastische Ehe führe und noch sehr viel vor habe, kommt in mir die nackte Angst vor der OP hoch.

Selbst heute, eine Woche vor dem Eingriff, schwanken meine Gefühle hin und her. Obwohl es mir schmerzlich sehr schlecht geht,

überlege ich noch immer ob ich diesen Eingriff vornehmen lassen soll. Andererseits soll diese sch... Krankheit auch nicht weiterhin mein Leben bestimmen. Ich brauche wirklich Eure Hilfe um endlich meine Entscheidung zu treffen. Meinugen der Leute, die die OP nun schon eineige Zeit hinter sich haben, sind mir besonders wichtig.

Ein Dankeschön nochmal an alle Forumteilnehmer. Ihr helft damit anderen Leuten wirklich. Eine gute Sache.

Grüsse an alle vom Wolf. aus Bln.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH