Faden für alle Knieverzweifelten

d=ressUurcnracxk


nee nicht wirklich, das dumme ding macht heut echt komische sachen. die narbe tut sauweh, und auf dem knie kann man spiegeleier braten :-/ hoffe, das vergeht schnell wieder...

NiiNvi2


Ich habe mich erst gestern hier angemeldet (auf Empfehlung) mit der Hoffnung, jemanden mit den Diagnosen "CRPS1" und/oder "saphenus-neuralgie" zu finden...

Zu meiner Geschichte (leider etwas länger):

09/05 war meine erste Knie-OP (Fixierung der Patella mittels Retinaculumnaht mit Lateral-Release, AM-Naht und Bursektomie), da mir ständig die Kniescheibe rausgeflogen ist! Nur leider bin ich an einen Arzt geraten (auf Empfehlung meines Orthopäden), der alles viel zu fest gemacht, sodass ich erst ein Jahr post-op die volle Beugung hatte! Ich habe keine Orthese bekommen, geschweige denn Physiotherapie! Er hat mir lediglich eine Motorschiene sowie ein Tensgerät verordnet, der Rest war "Hausprogramm"! Habe nach nem guten Vierteljahr wieder mit Handball angefangen (laut seiner Aussage des Operateurs hätte ich schon 6-8 Wochen post-op trainieren/spielen können)!

02/07 habe ich mir dann das vordere Kreuzband gerissen! Da mein Orthopäde mich wieder zum gleichen Arzt schicken wollte, habe ich die KH-Suche selbst in die Hand genommen! Das war das Beste, was mir passieren konnte!!! Bin bei einem super Doc gelandet!!! Habe dann 06/07 meine VKB-Plastik bekommen! Es lief auch alles ganz gut (war nur nicht ganz im "Plan", weil mein Knie immer etwas länger braucht)! 4 Monate post-op habe ich dann leider dolle Schmerzen auf der Innenseite und unterhalb der Kniescheibe bekommen! Dann kam noch ein Streckdefizit dazu! Also haben meine Physios meinen Doc angerufen (ist alles auf einem Campus in der Uni-Klinik), der total geschockt war, wie schlecht es meinem Knie geht! Lag noch am gleichen Tag in der Röhre, da er mich ohne MRT nicht hätte gehen lassen! Der Verdacht lag bei freien Gelenkkörpern, sodass ich eine Woche später zum dritten Mal unterm Messer lag! Aber es befanden sich zum Glück keine freien Gelenkkörper im Knie – mein Doc musste aber eine Athrolyse mit Zyklops-Entfernung machen! Das VKB ist "ober-affen-geil" – also daran liegt es nicht!!!

Meine Beschwerden wurden von Tag zu Tag schlechter! Das Knie hat gemacht, was es wollte! Im Dezember wurde dann CRPS1 diagnostiziert – da war ich mehr als geschockt (mein Doc von meinem Knie aber auch)! Da ich nicht wusste, was das ist, hat sich mein Doc ganz viel Zeit genommen und mir alles genau erklärt! Im Januar wurde ich dann zur Schmerzbehandlung stationär (18 Tage) aufgenommen! Zuerst habe ich einen Psoaskompartment-Katheter bekommen! Da der aber nicht die richtige Wirkung hatte, habe ich dann einen PDK bekommen, um die Schmerzen mal komplett auszuschalten… Beim ersten PDK legen ging dann auch noch so einiges schief, sodass ich bis heute noch Schmerzen im Rücken habe! Mir musste dann ein neuer PDK gelegt werden, weil der andere auch noch im falschen Bein gewirkt hat! Diese Zeit mit den Schmerzkathetern war einfach der Horror!!! Der erhoffte Erfolg war leider nicht so da…

Im März wurde dann noch zusätzlich eine Saphenus-Neuralgie diagnostiziert! Deshalb lag ich drei Wochen später wieder unterm Messer: diesmal eine offene Neurolyse (dabei wurden 3 Nerven direkt in dem Bereich der Läsion elektrokoaguliert uvm. mehr gemacht – mein Doc hatte wohl richtig viel Arbeit (weil Innen alles vernarbt war)) i. V. m. einer Arthroskopie! Danach kam ich das erste Mal wieder in die Streckung und das Brennen an der ehemaligen Entnahmestelle war weg – allerdings hat sich der Schmerz verschoben! Ohne Stützen ging aber trotzdem nichts…

Da jetzt alle (wenn auch kleinen) OP-Erfolge wieder total rückläufig sind, wird jetzt noch mal eine Neurolyse (insgesamt 5. OP an dem Knie) gemacht (da mein Doc nicht mehr alleine an das Knie möchte, operiert er mit einer Neurochirurgin zusammen). Diesmal soll die Neurolyse aber noch im intakten Bereich angesetzt werden – ist wohl die letzte Möglichkeit… Die Chancen stehen 50:50! Der Schuss kann aber allerdings auch voll nach hinten losgehen… Mein Doc meint aber, dass es viel schlimmer nicht werden kann (in dem Ausmaß hat er es in den ganzen 12 Jahren noch nicht erlebt)!

Ich muss es aber riskieren, da es so kein Zustand ist: Ich habe jeden Tag dolle Schmerzen, obwohl ich schon sehr viele und starke Medikamente nehme!!! An der ehemaligen Entnahmestelle und unterhalb der Patella brennt es immer so, als wenn dort Pfeffer und Salz in eine offene Wunde gestreut wird! Oft darf noch nicht mal die Hose oder die Bettdecke rankommen (auch nen Luftzug verursacht oft ganz schön dolle Schmerzen)! Dazu ist die Bewegung sehr eingeschränkt (komme nicht (mal annähernd) in die Streckung und die Beugung geht mit Müh und Not bis 90°)! Oft ist das rechte Bein kühler, als das andere (mind. 2,5-3°) – plötzlich aber total heiß und gerötet! Außerdem verfärbt es sich ganz oft: mal bläulich/violett, mal marmoriert! Das schlimme: selbst der Fuß ist davon betroffen! Dazu reibt es ständig im Knie und ich habe Schmerzen auf der Außenseite! An der ehemaligen Entnahmestelle fühlt es sich so an, als wenn dort ständig jemand mit Schleifpapier langgeht! Habe durch die Neurolyse eine große taube Stelle – da fühlt es sich oft an, als wenn man einen Stromschlag bekommt! Auch der N. Suralis (Fuß) hat eine Läsion! Mein Doc meinte zu mir, dass es auch nach der nächsten OP kein gutes Knie sein wird – sie wollen lediglich einige Schmerzen lindern (mit der Hoffnung, dass die Neurolyse tatsächlich hilft). Es wird wohl auch nie wieder ein gutes Knie werden – muss irgendwie damit umgehen können (ich wäre schon froh, wenn ich mal wieder ohne Stützen vorwärts kommen würde und die Schmerzen etwas weniger sind) – da unterstützt mich mein Doc auch echt super! Dass ich keinen Sport mehr machen werden kann, damit musste ich mich nun abfinden (ist ganz schön schwer, wenn man 20 Jahre mit dem Herzen gespielt hat…)!

Seit November 07 sind meine Stützen mein ständiger Begleiter – ohne geht es leider gar nicht! Bin nun auch schon seit November 07 krank geschrieben! Noch ist an Arbeit gar nicht zu denken…

Da ich mir jetzt auch noch das andere Knie ganz böse verdreht habe, gestaltet sich das Laufen (mit Stützen) noch schwieriger! Hoffe, dass ich mir nicht den AM zerfetzt habe (mein Doc will daran lieber noch gar nicht denken…)… Der Arzt in der Rettungsstelle meinte noch, dass ich aufpassen muss, dass ich das Sudeck (bzw. CRPS1) nicht auch noch im anderen Knie/Bein bekomme… Wenn man es einmal hatte, ist wohl eine erhöhte Gefahr da – stimmt das ??? Hoffe doch nicht – vermeiden kann man es doch eh nicht, oder?!

Folgende Therapien wurden/werden bisher durchgeführt:

- 3x die Woche Physiotherapie

- sehr starke Medikation – 4 verschiedene Medis (Opiate nehme ich aber nicht mehr, weil das doch sehr extrem war)

- stationäre Schmerzbehandlung mit Schmerzkatheter

- Guanethidin-Blockaden (der reinste Horror!!!)

- Infiltration (auch schon im Mix mit Kortison) des N. Saphenus

- Lidocain-Pflaster

- 15x Akupunktur

- Einlagen für die Schuhe

- Neurolyse (am N. Saphenus) sowie Arthroskopien

- MRT's

- EMG durch einen Neurologen

- Behandlung in der Unfallchirurgie – mein Doc hat zusätzlich noch folgende Abteilungen mit eingeschaltet: Schmerzambulanz, Neurologie sowie die Neurochirurgie; er hat mich auch noch wegen einer zweiten Meinung zu einem Kollegen geschickt, der vorher der Oberarzt in der Klinik war

- Kinesio-Tape

Hoffe, dass ich nichts vergessen habe ;o)

Hat jemand ähnliche Probleme ??? Suche dringend jemanden, mit dem ich mich austauschen kann – vor allem zum Thema: welche Therapien haben geholfen und welche überhaupt nicht ??? ? Ich weiß, dass das CRPS an den unteren Extremitäten noch seltener ist, als an den oberen… Leute, die sowas noch nie hatten, können sich das glaube ich auch nicht richtig vorstellen… Das ist der reinste Horror! Das Knie bestimmt zzt. mein Leben… Es ist total schwer "Leidensgenossen" zu finden – bisher ist die Quote 0%...

Da ich sehr viel Unterstützung von meiner Familie, meinen Freunden, meinen Physios und meinem Doc bekomme, "meister" ich es bisher alles ganz gut, obwohl ich schon über Monate damit kämpfe… Doch irgendwann ist die Kraft auch mal am Ende (zzt. ist mal wieder ein Tief angesagt). Mein Doc gibt zum Glück nie auf und setzt sich soooo dolle ein, dass es endlich mal besser wird! Habe ihm schon viel zu verdanken! Denn meistens wird das CRPS viel zu spät diagnostiziert, sodass die Behandlung noch viel schwerer ist…

Würde mich über Antworten freuen! Und: SORRY, dass es so viel geworden ist – aber bin langsam echt verzweifelt (und das mit knapp 25 jahren)…

p.s. habe mir bisher nicht alles durchlesen können (ist echt zu viel) - von daher weiß ich nicht, ob hier jemand schon ähnliche probleme geschildert hat...

dsrees.surc~racxk


Hallo Nini!

Oh mann, mir ist es beim lesen deiner geschichte teilweise eiskalt den rücken runtergelaufen. leider habe ich persönlich überhaupt keine erfahrung mit CRPS. um ehrlich zu sein weiß ich nicht mal ansatzweise, was das ist |-o ich befürchte auch, hier im faden kennt sich damit keiner so wirklich aus, darum wäre mein tip, dass du hier im orthopädie-forum nochmal einen eigenen faden eröffnest. da sind die chancen größer, jemanden mit ähnlichen erfahrungen zu finden.

von der nachbehandlung deiner ersten op bin ich richtiggehend geschockt :-o ich hab eine ähnliche op hinter mir (wenn ich das jetzt richtig verstanden habe was bei dir gemacht wurde) und habe 1 woche 0°-schiene, 6 wochen 60°-schiene und 6 wochen antiluxationsbandage hinter bzw. noch vor mir, mindestens ein halbes jahr sportverbot und viiieeeel physiotherapie. manchmal frage ich mich, was in den köpfen der ärzte vorgeht, die solchen mist von sich geben.

ich kann dir nur mut machen, nicht aufzugeben! ich weiß nicht, wie hoch deine chancen auf besserung sind, aber aufgeben ist mit sicherheit der falsche weg. und wie heißt es so schön: stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen. stark sein bedeutet, immer wieder aufzustehen. du bist, so wie ich das lese, schon einige male wieder aufgestanden, und ich bin mir sicher, du wirst es auch diesmal schaffen :)^

ich wünsche dir, dass du hier im forum jemanden findest, mit dem du dich austauschen kannst!

alles gute weiterhin

lg astrid

dfresUsu4rcraxck


moin

so, jetzt zum rest vom schützenfest ;-D wie war eure nacht?

meine war nicht so toll, das knie hat sich gestern nochmal von seiner besten seite gezeigt :-/ da hätte man wunderbar spiegeleier drauf braten können, und auch die schmerzen waren um einiges stärker als die letzten tage. frag mich nur woher das kommt, bei der physio war ich gestern nicht, und schule hatte ich grade mal 3 stunden. heut früh ist es zwar nicht mehr so heiß, aber tut trotzdem noch gut weh. hab heut zum glück nur 2 stunden schule, und heut abend noch physio, mal schaun was die dazu meint.

hier scheint heut ausnahmsweise mal wieder die sonne. also zumindest macht einen das wetter dann nicht depri.

@ anna:

wo steckst du denn? hat die schule dich schon aufgefressen? ;-) ich weiß, 12te is anstrengend, und wenn dann noch klausurenphase kommt, kommt man gar nicht mehr zum atmen. wie gehts dem knie?

@ sara:

na was macht der terroristenhaufen? wie war die nacht?

weiß jemand noch was neues von sarahlein?

lg astrid

SIarua= N~inxa


Hallöchen ,

@ Astrid

Sonne - ich will auch . Hier hat es heute Nacht gefroren und ist auch immer noch recht frisch .

Meine Knie ,frag lieber nicht . Das rechte war gestern Abend ziemlich heiß und rot ( zumindest was ich durchs Tape sehen konnte ) und die Kniescheibe springt auch immer öfters ,es kommt also auch garnicht richtig zur Ruhe.

Das linke geht immo , war heute morgen schlechter , jetzt gerade gehts , zumindest so beim gehen .

Alles halt Käse.

@ All

Sarahlein geht es heute nicht so gut . Sie fühlt sich nicht so gut ,ist ziemlich platt und meint sie hätte Fieber . Mal ist ihr kalt ,dann wieder heiß . Keinen Hunger .

Das Knie sieht laut Doc wohl etwas besser aus , da er aber heute Nachmittag nochmal wieder kommen wollte , ist nicht so klar ob man das so glauben soll. Die Wunde ist immer noch aufgeklafft und auch am suppen . Sarah meinte es würde auch langsam rot drumherum . Sie kann nichts anderes machen als abwarten . Wollte erstmal versuchen zu schlafen .

LG Sara

k9ris@100x677


Hallo,

@ Astrid:

Das tut mir sehr leid dass du solche Schmerzen hattest bzw. hast! Ich leide richtig mit. Naja, mein Knie zickt auch gewaltig rum und tut weh. Aber das ist ja kein Vergleich zu einem relativ frisch operierten Knie! Das ist schon heftiger! Da erinnere ich mich noch sehr gut dran, auch wenn es schon länger her ist.

Ich hatte übrigens nach der Quadrizepssehnenplastik/Insall-OP damals auch nur ein paar mal Krankengymnastik ... und das wars! 3 Wochen lag ich in der Klinik. Da kam ich ab und zu auf so eine Bewegungsmaschine und das Knie kühlte ich mit Eis. Mehr Maßnahmen gabs nicht. Ach ja ... und Krücken. Von Reha, Schiene, Bandagagen oder sonstwas war nie die Rede. Ich war mir so ziemlich selbst überlassen. Auch das mit der Belastung und so ... nach kurzer hab ich wieder alles gemacht - so wie es halt ging. Das war wahrscheinlich auch alles nicht so gut. Aber ich wusste es halt damals auch nicht besser und die Ärzte juckte es überhaupt nicht. Naja, sie haben ja auch die OP verpfuscht und es juckte keinen.

@ Nini:

Deine Leidensgeschichte hat mich auch voll geschockt. Leider kann ich dir auch keinen guten Rat geben. Ich kenn mich da viel zu wenig aus. Das mit dem Brennen und Jucken hab ich aber auch manchmal im Knie. Aber es weiß keiner woher es kommt! Ich dachte evtl. kommt es von der Arthrose letzten Grades in der Kniescheibe. Aber nun hieß es das könne nicht sein. Das ist auch seltsam, oder? Evtl. von Vernarbungen oder so?

Ich drück auf jeden Fall auch dir ganz fest die Daumen dass alles gut wird! Und versuch nicht den Mut zu verlieren! Ich weiß, das fällt wirklich schwer in dieser Situation - aber man muss sich immer wieder motivieren um weiter zu kämpfen!!! Es bringt ja nix. Verantwortungslosen Ärzte und blöde Krankheiten dürfen einfach nicht siegen! Wir müssen weiter alles probieren um das Leben wieder lebenswert zu machen - ohne Schmerzen und zu große Einschränkungen! Ich weiß, der Kampf ist hart ... und man kann leicht den Mut verlieren ... aber das bringt halt auch nix!

Bin auch grad am Hin- und Herüberlegen was ich wegen meinem Knie machen soll. Ist echt schwierig. Ich will diesmal echt nix falsch machen!

Wie geht es Sarahlein? Weiß jemand etwas? Ich mach mir Sorgen.

Viele Grüße

Kristina

kYris1i00`67x7


Danke Sara Nina für die Info über Sarah!!! Oh je, das hört sich aber gar nicht gut an. Sie tut mir so leid. :-( Woher kommt denn das mit der Wunde?

Viele Grüße

Kristina

S}arax Nina


@ Kris

Wenn die Ärzte das wüssten ,könnten sie handeln .

Der Abestrich hat kein Ergenbis gebracht .

Sie hatte aber schon mal dieses Problem ,da hatte sich bereits ein Virus eingenistet nur leider viel zu spät erkannt . Aber hier gehen sie daher auf Nr. sicher .

Vielleicht trifft der Prof .nachher eine Entscheidung .

Sobald ich was weiß werde ich berichten .

LG Sara

NHixNi2


hallo astrid,

vielen dank für deine worte - finde ich echt total nett! ich habe schon zusätzlich auch nen eigenen faden (aber danke für den tipp) unter orthopädie, sportmedizin sowie neurologie aufgemacht! hoffe, dass ich irgendwo jemanden finde, mit dem ich mich austauschen kann - das wird nicht gerade einfach sein, weil das CRPS an den unteren extremitäten wohl sehr selten ist und diese kombi mit der saphenus-neuralgie erst recht (da ist die chance auf nen 6er im lotto wohl größer *grummel*)!

als 2005 die erste op war, hatte ich ja noch gar keine ahnung... ich habe mich zwar gewundert, dass ich keine physiotherapie bekommen habe (auch betteln hat nicht geholfen) und nach 6-8 wochen schon wieder spielen/trainieren sollte (ging natürlich nicht; und handball ist ja kein wattepusten), aber in dem moment glaubt man ja dem arzt! und das war der größte fehler meines lebens! das knie wurde ja nie richtig aufgebaut, es war wochenlang geschwollen und mit der belastung hatte ich auch ziemlich probleme... durch meinen jetzigen doc habe ich erfahren, wie die nachbehandlung korrekt gewesen wäre - u. a. mind. 6 wochen die streckschiene (zum einen wegen der AM-naht und zum anderen wegen der patellafixation), mind. nen halbes jahr sportverbot und dann erst wieder langsam anfangen!!! ferner hätte ich physio (einschließlich lymphdrainage und dann kgg) ohne ende (ca. 5-6 monate) machen müssen!!! mein jetziger doc ist fast vom stuhl gekippt, als ich ihm erzählt habe, wie die erste op ablief (komischerweise sind bei der ersten op auch noch alle röntgenbilder weggekommen - nen mrt wurde gar nicht erst gemacht)... fazit: hätte ich nach der ersten op eine verünftige nachbehandlung gehabt, hätte man den rest evtl. sogar vermeiden können! aber nun kann man nichts ändern, obwohl das berühmte "hätte, wenn und aber" natürlich im kopf ist... damals wollte ich keine stationäre op, weil ich einfach angst hatte - nun bereue ich es, dass ich mich von dem arzt hab operieren lassen... da mein orthopäde ihn mir empfohlen hat und sich auch schon selbst von ihm operieren lassen hat, war ich der meinung, dass es ja dann ein "guter" sein muss... aber so kann man sich täuschen :°( hätte ich nicht unbedingt auf eine ambulante op (der größte fehler meines lebens) bestanden, wäre ich gleich in der uniklinik gelandet und in super händen gewesen... die spuren von der ersten op kann mein jetziger doc leider auch nicht mehr beseitigen... aber ich weiß, dass ich jetzt in sehr guten händen bin und ihm zu 100% vertraue (dazu gehört sehr viel)!

und: ich werde mir immer deinen spruch vor augen halten - ich muss die kraft einfach irgendwo hernehmen, auch wenn es mir oft schwer fällt und es zzt. so einige tiefs gibt... meine familie, meine freunde, meine physios sowie mein doc (und schmerzdoc) lassen es nicht zu, dass ich aufgebe - sie helfen mir so sehr, diese schwierige zeit zu überstehen!!! dafür bin ich so dankbar! und es tut auch gut, sich mit "leidensgenossen" auszutauschen (denn es können nicht viele nachvollziehen, was man da durch macht - denke, dass es hier aber sehr viele gibt, die es verstehen)!

ich habe vor der nächsten op (hat von euch zufällig jemand erfahrungen mit neurolysen?) ganz schön dolle angst (auch wenn ich ihm (und der neurochirurgin) voll vertraue; der schuss kann trotzdem voll nach hinten los gehen - das liegt dann aber an der art der op (es gibt leider auch kaum erfahrungswerte)) - mein doc kennt aber meine ängste und probiert sie mir zu nehmen!!! aber ich habe auch angst vor der zeit danach (tritt eine besserung ein?): kann ich wieder ohne stützen laufen ??? eigentlich müssten ja mal die guten 50% auf meiner seite sein :)* (die schlechten 50% können gleich mal auf reisen gehen ]:D)... das CRPS soll wohl (laut aussage des ehemaligen oberarztes der uniklinik, bei dem ich wegen einer zweiten meinung war) "irgendwann plötzlich" zwischen 6 monaten (sind schon längst vorbei) und 4 jahren weggehen... ich hoffe es sooooo sehr - und das nicht erst nach 4 jahren)! die aussicht ist aber leider nicht so rosig... dass es kein gutes knie mehr werden wird und dass die schmerzen chronisch bleiben werden, weiß ich (muss halt damit umgehen können) - es reicht mir ja erst mal schon, wenn ich mal wieder ohne stützen vorwärts komme... außerdem möchte ich so gerne mal wieder arbeiten gehen können...

da es halt so langwierig, kompliziert und schmerzhaft ist, zerrt es ganz schön an den kräften (und natürlich auch nerven) - aber ich lasse mich nicht unterkriegen!!!

N|iNxi2


@ kristina

ich habe wohl etwas zu lange an meinem text rumgebastelt, sodass du mir noch zuvor gekommen bist... auch dir lieben dank für die worte!

wo genau am knie hast du denn das brennen? gibt es bestimmte situationen, die das brennen auslösen? was ist es denn für eine art von brennen? aus eigenen erfahrungen weiß ich, dass brennen nicht gleich brennen ist: durch die läsion des n. saphenus (am knie) fühlt sich das brennen so an, als wenn jemand pfeffer und salz in eine offene wunde streut - durch die läsion des n. suralis (fuß) fühlt sich das brennen so an, als wenn man sich in nem total heißen sand verbrannt hat... ich weiß, dass die fragen "was ist es für ein schmerz/brennen" und auch "wo genau tut es denn weh" oft schwer zu beantworten sind! aber vllt. kann ich dir ja dann nen bissl helfen?!

du hast geschrieben, dass du auch gerade nicht wirklich weißt, was du mit deinem knie machen sollst... ich bin ja erst neu hier und weiß von daher gar nicht genau, was ihr für probleme mit dem/n knie/n habt (da müsste ich echt viel lesen) - wäre lieb, wenn du mir vllt. nen kurzes "up-date" geben könntest (zählt natürlich auch für die anderen, damit ich den kontext auch verstehe)!

ist halt nicht so einfach, weil es sich schon sooo lange hinzieht (und auch noch in so großem ausmaß)! aber ich sage auch immer: gemeinsam sind wir stark (auch wenn jeder einzelne kämpfen muss) - sieg über die knie!

d/resEsurcxrack


@ nini:

es kann glaub ich keiner von dir verlangen, die 6000 beiträge zu lesen. das wäre wirklich zu viel des guten ;-) ich mach mal den anfang im aufklären und versuche, mich kurz zu fassen.

aaalso ich hatte 2005 nen reitunfall, bei dem mich ein ausschlagendes pferd voll am knie getroffen hat. das war der beginn der misere. zu dem zeitpunkt war ich 15. angeblich war alles ok, nur hatte ich immer schmerzen. es ging von pontius zu pilatus, eineinhalb jahre von einem arzt zum nächsten. dann hab ichs einfach sein lassen und fast ein jahr einfach veruscht, irgendwie mit den schmerzen zu leben. im februar 07 dann der einbruch, ich konnte keinen schritt mehr laufen, es tat einfach jede kleinste bewegung höllisch weh. hab mich durchgerungen und bin mal wieder zu einem anderen orthopäden - der erste der mir die schmerzen glaubte, und es nicht nur aufs wachstum schob. keine 4 wochen später lag ich aufm OP-tisch. Lateral Release und Plicaresektion, das ganze natürlich ambulant. 4 tage später saß ich wieder in der schule. die schmerzen wurden nicht besser, august 07 dann 3 wochen ambulante reha, ohne erfolg. im november 07 re-arthroskopie, erneutes release, narbenentfernung, plicaresektion. wieder ambulant, wieder 4 tage später zurück in die schule, da grade hochklausurenphase war. das knie war von nun an ne katastrophe, meine kniescheibe hatte keinen halt mehr, alles war furchtbar instabil. im feburar hat mir mein arzt ins gesicht gesagt, es kann nicht sein dass ich noch schmerzen hab, er lässt von dem knie jetzt die finger, und ich soll mein glück doch mal im fitnessstudio versuchen. mir war zu dem zeitpunkt nur im ansatz bewusst, dass er durch seine ops einiges verschlimmert hatte. also wieder arztwechsel, diesmal zum spezialisten. der war geschockt über den zustand des knies und das verhalten seines kollegen, wollte es aber erst mal mit KG versuchen, weil ich noch so jung bin (zu dem zeitpunkt 18). 3 monate intensive kg haben fast nichts bewirkt, und so wurde im juli 08 die erneute OP beschlossen. am 3.9. lag ich wieder auf dem tisch, diesmal stationär. Dopplung des medialen Retinaculums und des medialen Anteils der Quadrizepssehne, Knorpelglättung, Fossa Debridement am VKB, Synovektomie. 4 Tage Klinik und anfangs nahezu unendliche Mengen an schmerzmitteln. Die Nachbehandlung mit Schiene und spezieller Bandage wird sich bis 2 Wochen vor Weihnachten ziehen. Bis dahin nur KG und Muskelaufbau unter Aufsicht eines Physiotherapeuten, danach langsame Steigerung, anfangs vll Fitnessstudio. Mein Ziel ist ein Auftritt mit meiner früheren Akrobaten-Truppe Ende Juli 09, wenn alles gut geht darf ich ab Mai 09 wieder trainieren. Darauf arbeite ich hin, und dafür kämpfe ich :)^

ok, ist nun doch länger geworden als ich eigentlich wollte |-o

lg astrid

dDres>s<urcra&c~k


neuigkeiten von sarahlein:

hab vorhin ne sms bekommen, sie wird morgen nochmal operiert, die docs wollen wohl so ne art antibiotika-kette ins knie legen.

sara wollte heut abend noch mit ihr telefonieren, hoffe dann gibt es genauere infos.

T\reixto


Danke Astrid, wollte gerade schon fragen.

Schöne Sch..., ich habe mich auch nicht getraut heute anzurufen nach Sara's Bericht. Sarah soll sich lieber erholen...

Sva]ra Nvixna


Ja , also leider ist es so wie Astrid schon angekündigt hat . Sarah muss morgen wieder mit Vollnarkose operiert werden.

Es sind zwar keine Bakterien nachzuweisen bisher , aber irgendeinen Grund muss es haben und nach 48 Std. wird es nicht mehr zusammenwachsen.

Sie wollen halt verhindern das das ganze so tief geht das es die Schrauben und das Transplantat angreift .

Voraussichtlich werden sie dann im Anschluß der Wundrevision eine Antibiotikakette einlegen .

Sie fühlt sich auf jeden Fall in guten Händen.

Halte euch auf dem Laufenden .

LG Sara

m5i6no87


Och Mensch, das tut mir ja leid mit Sarah. Sowas ist mir bei meinen 6 Knie-OPs noch nie passiert. Hatte zwar 3 Wundinfektionen, aber nie so krass. War mit Ausschaben und Jod-Salbe immer in den Griff zu bekommen. Bei der letzen OP habe ich prophylaktisch Antibiotika-Infusionen bekommen, da ist die Narbe super verheilt.

Auf jeden Fall drück ich Sarah die Daumen, dass es jetzt besser wird.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH