Faden für alle Knieverzweifelten

k?ris1d0P0677


Hallo,

heute ist hier ja gar nix los, na sowas. Und das bei dem miesen Wetter - fröstel.

Das mit der Orthese und Autofahren muss ich unbedingt noch probieren.

Heute war ich nach meinem Putzmarathon wieder so fertig mit Schmerzen und so dass ich beschloss nicht mehr rauszugehen. Die Muskelkater von Fitness und KGG hatten sich vereint - eigentlich wollte ich sie durch erneutes Training bekämpfen - aber nach dem Putzen hatte ich dann so starke Schmerzen dass ich beschloss das sei evtl. keine so gute Idee.

Wie ist das eigentlich bei ner Bewerbung? Muss/sollte ich da jetzt reinschreiben dass ich ne OP hatte und derzeit im Krankenstand bin oder einfach nur "in ungekündigter Stellung" oder so? Genau wie auch mit dem Schwerbehindertenausweis, es heisst ja manchmal "Schwerbehinderte mit gleicher Eignung werden bevorzugt eingestellt". Aber wie und woschreibt man rein dass man einen Schwerbehindertenausweis hat? Schreckt das nicht eher sofort ab und man wird dann gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen?

Würde mich über eure Meinungen und Tipps sehr freuen!

Schönen Abend noch!

Kristina

mVagxgie


hab gard deinen eibtrag im med gelesen

das mit dem ausweis kannst du ja am ende unter sonstiges im lebenslauf schreiben.

bevor ich dieses jahr im märz die Op hatte und eine bewerbung schrieb. hatte ich das aktuell auch in den lebenslauf rein geschrieben das ich zur zeit krank geschrieben bin und noch eine op vor mir habe. find nur grad keider spontan den lebenslauf nicht um dir sagen zu können wie ich das schrieb.

auf jedenfall war das beim vorstellungsgespräch nicht schlimm und die fand es gut das ich ehrlich war

SUunfMlowexr_73


Ich habe es bislang nie erwähnt - vielleicht, weil ich meinen ersten Job nach dem Studium wg. einer Knie-OP (nicht geplant bei Einstellung) verloren habe.

Die aktuelle Position kann man ja dem Lebenslauf entnehmen; die Schwerbehinderung würde ich erst IM Gespräch erwähnen. Der Satz mit "bevorzugt" ist oft eher Floskel als ernst gemeint. Wenn man die Schwerbehinderung erst im Gespräch erwähnt, hat man zumindest eine Chance, gleichzeitig einen guten Eindruck zu machen und direkt auf Fragen reagieren zu können.

Ich habe meine 40% und die Gleichstellung bei meinem jetzigen Vertrag verschwiegen. Zum einen wussten hier schon vorher alle von meinem Knie; zum anderen habe ich nur einen Vertrag für gut ein Jahr, da kann ich auf den besseren Kündigungsschutz eh verzichten.

Im Anschreiben würde ich insgesamt lieber verdeutlichen, warum ich an dem Job interessiert und warum ich qualifiziert bin.

Kxnie%gehtnocxhso


@ kris100677

Klar, daß Du da überlegst. Die Sache mit dem Schwerbehindertenausweis ist sehr zweischneidig. Ich glaube bei Unternehmen unter sagen wir mal 50 Mitarbeitern würde ich es in den Unterlagen nicht erwähnen. Wenn da ein Mitarbeiter dann ausfällt oder nicht voll einsetzbar ist, dann ist das für die (so bitter wie es ist) organisatorisch so schwierig, die sortieren dann lieber schon die Bewerbungen aus und laden erst garnicht ein.

Bei richtig großen Firmen ist das teilweise andersherum. Wenn die einen kräftigen Betriebsrat und eine Schwerbehindertenvertretung haben, dann üben die auf die Personalabteilung druck aus, solange weniger Schwerbehinderte "als die Quote" beschäftigt sind. Bei uns im Unternehmen, weiß ich, daß wir mit den SB Azubis weit unter der Quote liegen. Schwerbehinderte Azubis hätten weit, weit BESSERE Bewerbungs-Chancen als "normale".

Falls Du Dich tatsächlich bei einem größeren Unrernehmen bewerben willst und Du Deine Bewerbung "beschleunigen" willst, telefonier Dich doch mal über die Zentrale und den Betriebsrat zum Vertreter der Behinderten durch und frag den mal, wie es aussieht. Eventuell kriegst Du da eine Bewerbung von hinten rum positioniert.

K/nie(gehtJnochsxo


@ kris100677

Ergänzung: Falls man die Schwerbehinderten-Geschichte NICHT in der Papierbewerbung erwähnt, muß man im Falle einer Einladung dann sehr realistisch sein! KEINE Hoffnungen! Die Chancen sind dann echt klein. In einem Normalen Bewerbungsgespräch hat man schon nur sehr kleine Chancen, mit einem verheimlichten Handicap sind sie noch kleiner!

Weil Du mit der Kniegeschichte psychologisch ziemlich belastet bist, solltest Du abwägen, was Du besser verkraftest. Ich übertreibe mal:

Alternative a) 100 Absagen auf 100 "ehrliche Bewerbungsschreiben"

Alternative b) Bewerbung ohne Erwähnung der Schwerbehinderung, 90 Absagen, 10 Vorstellungsgespräche, 10x Vorfreude, 10x Anreise, 10x Panik, 10x Absage ?

Ich persönlich würde trotzdem Variante b) nehmen - muß aber jeder für sich wissen - ich habe hier von vielen im Forum mitgelesen und vielen davon würde ich ZWINGEND a) empfehlen.

b) geht gut, falls man genügend Zeit hat, die Firmen einem ja alle Kosten erstatten und man REALISTISCH an die Sache rangeht: "na ja es wird wohl nix werden, aber man kanns ja mal probieren ..."

Vielleicht macht man ja einem der Vorstellungsgesräche einen Glücksgriff und es "paßt" optimal mit dem Gegenüber, dann ist es all den Aufwand Wert.

Man muß sich auch in den Personalheini reinversetzen. Wenn Du auf den den Eindruck machst, es ist Dein Traumjob und Du würdest alles dafür geben, dann hat er mit Dir weniger Arbeit als mit einem Top-Typ, der sich aber aus Karrieregründen in zwei Jahren schon wieder verändern will.

NjiNxi2


@ maggie und sarahlein:

war echt total super, dass wir uns endlich mal gesehen haben ;-D etwas kurz, aber besser als gar nicht - und bald ist es ja wieder so weit :)z

@ all:

auch ich war ja DO bei meinem doc (war wohl nen "massenauflauf")… er hat dann auch gleich die röntgenbilder von den sprunggelenken gemacht. ich war soooo froh, als ich diese prozedur (musste über treppen auf ein total wackeliges hohes gestell und ja aufpassen, dass ich da nicht runterfliege :-o) hinter mich gebracht hatte und somit endlich den "knochenplatz" verlassen konnte (musste allerdings erst mal "akklimatisieren"). eine entwarnung gab es zumindest: die sprunggelenke sehen noch erstaunlich gut aus :)^ mein doc war nur mehr als erschrocken, wie weit die sprunggelenke aufzuklappen gehen. das problem scheint wohl echt an den extrem laxigen bändern zu liegen %-|

dann hat er mein knie noch mal genauer unter die lupe genommen... er war total verzweifelt: bewegungsmäßig ging fast nichts und die schmerzen waren mehr als heftig (das konnte ich auch irgendwie nicht überspielen) :°( er saß erst mal nen paar minuten da und hatte nichts gesagt (ich hasse es ]:D)... dann wollte er noch mal die leitende ärztin dazu holen (die macht eigentlich ausschließlich privatpatienten :=o) - nur war die kurz vor 17 uhr nicht mehr in der poli... also ging das grübeln von vorne los :-/ er telefoniert jetzt mit nem kollegen in S. (600 km von hier entfernt) und schildert ihm meine geschichte. wenn er sich mein knie (und wahrscheinlich auch die anderen baustellen) anschauen würde, geht es also einmal quer durch deutschland... da die hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, nehme ich die laaaange fahrt (und die damit verbundenen kosten) auf mich.

das linke knie scheint er immer noch ignorieren zu wollen, was ich ja einerseits auch verstehen kann (es gibt schließlich die "großbaustelle rechtes knie")… aber andererseits kann ich es nicht so einfach :|N denn irgendwie läuft die kniescheibe (meiner meinung nach) recht merkwürdig und springt oft vor sich hin; das knacken und knirschen wird auch immer schlimmer… das ständige wegsacken ist auch nicht gerade toll. bin mir auch nicht so sicher, ob ich bereits zwei mal ne sublux hatte oder net… ich habe halt schon angst, dass es links auch so anfängt, wie damals mit rechts… das linke knie muss unbedingt igendwie durchhalten!!!

ich werde die lidocain-infusionen trotz der extremen schmerzen zunächst absagen: mein doc meinte, dass mir mein schmerzdoc VORHER mal gefälligst GENAU erklären soll wie lange das zeug überhaupt wirkt und welche nebenwirkungen damit verbunden sein können… da mein schmerzdoc nun aber 2 wochen auf dienstreise ist, bekomme ich nächste woche keinen termin mehr :(v die schwester meinte, dass es mir am tag der ersten infusion vorher noch mal alles gesagt werden kann – und dann könnte ich mich ja noch entscheiden... aber ich möchte diese entscheidung nicht innerhalb von ein paar minuten fällen müssen, sondern lieber noch mal drüber nachdenken und vor allem mit meinem doc reden… die infusionen sind ja leider wohl nicht wirklich ohne (und die schmerzambulanz macht ja öfter mal "so nen sch***").

bin irgendwie total im zwiespalt: einerseits möchte ich, dass diese blöden schmerzen endlich mal erträglicher sind (denn davon ist mir immer schon total übel, kann nicht viel essen und mache des öfteren mal fast nen abgang (bisher konnte ich mich aber immer noch "retten")) – aber andererseits habe ich wegen den infusionen die hose voll :-/ hoffe ja, dass es doch noch ne andere lösung gibt...

Ebhemali-ger Nzutzer6 (#d32573x1)


@ nini

Ich kenne mich mit diesen Schmerzinfusionen jetzt nicht wirklich aus, aus Lidocain ist doch nur kurz wirksam und wird zur Lokalanästhesie genutzt, wie soll denn das helfen können? Ich stelle mich das so vor das es ein paar Stunden betäubt und dann lässt die Wirkung wieder nach. So ist zumindest meine Vorstellung. Ich würde da auch nochmal gezielt nachfragen, das ist doch bestimmt nichts was lange wirkt, oder habe ich dich da missverstanden?

Und das Ziel soll doch sein das die Schmerzen auf dauern weniger werden, oder?

SVch:nu%ffi88x99


@ Nini und Melli:

wenn man das mal googelt, dann wurde in einer Studie gezeigt, daß es post-OP keine Schmerzlinderung brachte. Ansonsten wird es vor allem in der alternativen Heilmedizin eingesetzt. Ob das Menschen mit massiven Knieschmerzen hilft, das wage ich zu bezweifeln.

Die Studie wird hier beschrieben: [[http://www.springerlink.com/content/r2g2392821k48864/]]

E7hemaliger KNutFzer J(#32573x1)


die habe ich vorhin auch schon gesehen, aber in einer Schmerzambulanz sollten die da mit ja eigentlich Erfahrung und gute Erfolge erzielt haben, sonst würde das ja alles nix bringen. Aber vielleicht hab ich da auch nur den falschen Zugang zu ???

BTarb"_!KxS


@ Alle:

Dr. Hermann Mayr aus München scheint garnicht unnahbar zu sein, wie unser Maravilla behauptet. ;-) Eine aus dem Forum hat schon am 18.06. einen persönlichen Termin bei ihm. :-D

Ist das nicht geil? hahaha... ;-D

Wünsche euch allen einen schönen Tag. @:)

S=unfzlowerx_73


Bzgl. Schmerzambulanz:

In meinem ORt gibt es zwei Anästhesisten, die auf Schmerztherapie spezialisiert sind. Nr. 1 machte mit mir Kinesiologie, empfahl eine Entfernung aller Amalgam-Füllungen, dann würde das Knorpelproblem sich lösen (!!!). Wollte dann nur Sachen machen, die die KK nicht bezahlt. Er sah mich 2x und dann nie wieder.

Und auch von der einen oder anderen Schmerzambulanz habe ich schon Merkwürdiges gehört.

NCiNix2


@ mellimaus:

genau DAS hat mein doc auch geschlussfolgert (kenne es ja so auch durch die narbeninfiltrationen)... er weiß halt allerdings nicht genau, ob es in der reinen schmerztherapie doch noch "anders" wirken kann, obwohl es ein kurzwirkendes LA ist ??? mein doc will vermeiden, dass ich mit irgendeinem sch*** zugepumpt werde und die chancen eh nicht all zu gut stehen...

@ schnuffi:

danke, werde mich damit mal näher befassen, wenn ich wieder klar denken kann ;-) ich habe bei den infusionen auch nicht so ein gutes gefühl... die schmerzambulanz wollte mir ja vor einiger zeit sogar kethanest-infusionen andrehen :-o :-o :-o das hat mein doc mir definitiv VERBOTEN!!! und bei den lidocain-infusionen tendiert er genau in die gleiche richtung...

werde euch auf dem laufenden halten, was die in der schmerzambulanz sagen...

NhiNi/2


@ sonja:

vielleicht ist mein ungutes gefühl doch gar nicht so unberechtigt ??? wobei ich mir auch sage, dass die sich in der uniklinik sowas nicht leisten dürften... aber wer weiß, wer weiß :-/

S[unflopwer_7x3


@ NiNi:

Hör' auf Dein Gefühl. Und wenn Dir das sagt, dass Du erstmal noch kritisch nachfragen sollst und in Ruhe überlegen, dann machst Du das.

Klar klammert man sich an jeden Strohhalm, und ich habe eigentlich das Motto "ausprobieren, wenn's nix kostet und nicht schadet". Aber dazu müsstest Du halt die Risiken besser kennen.

Und zum Thema Unikliniken... :=o Die Schmerzambulanz hier macht SEHR merkwürdige Sachen, auch in psychologischer Hinsicht. Wenn die auf medikamentöser Ebene dann ähnlich drollig sind - auweia!

Ich weiß nicht, wie Du aktuell schmerztechnisch vesorgt wirst - aber wäre bei Deinen Schmerzen nicht mal ein Katheter über längere Zeit angebracht?

Efhem"aligerS Nutzer% (#32573>1)


@ NINI

Also ich würde mich da auch erst mal genauestens erkundigen, über die Wirkung(sdauer) und und auch die Nebenwirkungen. Kann dir ja auch keiener vorwerfen, es ja schließlich dein Körper und man lässt ja nicht alles mit sich machen.

@ Sunflower

Das mit dem Katheter ist eigentlich eine super Idee. Da hätte man wenigstens für ein paar Tage mal wieder mehr Ruhe, ab ob die sowas machen ???

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