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Dona 200S - wie soll das wirken?

dhrejssurlcraGcxk hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Mein Doc hat gestern gemeint ich solle mal ne 6-Wochen-Kur mit Dona200S machen. Hatte im März ne ASK am Knie (Plicaresektion, Release), in der festgestellt wurde dass mein Knorpelgewebe viel zu weich ist.

Ich kenne aber einige Leute bei denen Dona Überhaupt nichts gebracht hat.

Wie soll Dona denn eigentlich wirken? bzw. welche positiven effekte erhofft man sich davon? weil geschädigtes knorpelgewebe doch eigentlich ein für alle mal hin ist, dachte ich.

bin schon gespannt auf eure antworten ;-D

lg cracky

Antworten
B\o1dy


Re: Wirkung von Glucosamin u. Chondroitinsulfat!

Hi,

ich nehme beide Mittel schon seit ca. 12 Jahren kurmäßig und folgender Dosierung ein: (Condrosulf 800mg u. Bio Glucosamin naturell 1500mg tgl.) d. h. 3 Monate einnehmen, 3 Monate Einnahme Pause.

Zusätzlich musst du viel klares Wasser trinken, Knorpel besteht aus 60 - 70% Wasser!

Eine richtig auftrainierte Muskulatur und konsequent durchgeführtes Koordinationstraining ist das A u. O bei Instabilität u. Gonarthrose!

Zum besseren Verständnis lies folgende Seite:

Ad: Glucosamin stoppt Kniearthrose

In einer prospektiven Doppelblindstudie erhielten 121 Patienten mit primärer Gonarthrose 3 mal tgl. 1500 mg Glucosaminsulfat. Unter Glucosamingabe war kein Knorpelverlust nachweisbar. Es zeigte sich , dass Glucosaminsulfat vor fortschreitender Geleknarthrose schützt und die Beschwerdesymptomatik verbessert.

Reginster JY et al., Lancet 357 (2001) 251-256

Glucosamine Sulfate (engl.), zu deutsch Glucosaminsulfat, ist ein hochkonzentrierter Aminozucker, der vom gesunden und jugendlichen Organismus selbst aus der Nahrung synthetisiert wird und als Grundbaustoff für Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochenstrukturen, aber auch für das Bindegewebe, die Arterienwände und die Haut allgemein von essentieller Bedeutung ist. Es dient ausserdem zur Reparatur und zum Wiederaufbau geschädigter Knorpel in den Gelenken und der Wirbelsäule, sowie zur Knochenbildung über die "chondrale Ossifikation". Glucosaminsulfat gehört zu jenen biochemischen Substanzen, die für die Herstellung aller "Gleit- und Dämpfungsschichten", d.h. der Knorpel in den Gelenken, aber auch der Synovialflüssigkeit, der sogenannten "Gelenkschmiere" erforderlich sind. Diese Substanzen heissen Glykosaminoglykane und sind sogenannte Mukopolysaccharide (hochpolymere Verbindungen aus Aminozuckern), zu denen unter anderen auch das Chondroitinsulfat zählt. Das Glucosaminsulfat-Molekül ist etwa 250mal kleiner als das des Chondroitinsulfats und kann deshalb im Verdauungstrakt besser resorbiert und so dem Organismus schneller zugeführt werden. [Anm.: Chondroitinsulfat ist eine Zuckerverbindung mit Riesenmolekülstruktur und bildet den Hauptbestandteil aller Knorpel. Ausserdem findet es sich in Sehnen, Bändern, im Bindegewebe, in der Haut und in den Arterienwänden. Chondroitinsulfat wird vom Organismus aus Glucosaminsulfat hergestellt.]

Mit zunehmendem Alter verliert der Organismus die Fähigkeit, Chondroitinsulfat, bzw. Glucosaminsulfat aus der Nahrung aufzunehmen. Dazu kommt noch, dass unsere moderne Ernährungsweise meist keine Nahrungsmittel anbietet, die Chondroitinsulfat enthalten. Knorpel und Bindewebsteile sind bei den wenigsten Menschen heutzutage auf dem Speiseplan. Als unmittelbare Folge eines aus diesen Umständen resultierenden Mangels wird die an sich zähflüssige Gelenkschmiere dünn und wässrig und auch die Knorpel der Gelenkkapseln schrumpfen und werden spröde. Dies kann eine Erosion der Knorpelschichten verursachen, was zu Entzündungen der Gelenke, zu Schwellungen, Steifigkeit und Schmerzen führt. Die moderne Medizin bezeichnet diese Veränderungen als "Abnützungserscheinungen". In Wahrheit handelt es sich in den meisten Fällen jedoch um "Mangelerscheinungen".

Glucosaminsulfat und die daraus gebildeten Macromoleküle tragen dazu bei, die Synovialflüssigkeit in den Gelenken und in der Wirbelsäule in ihren Normalzustand zurückzuführen und beschädigte Knorpel zu reparieren. Verschiedene klinische Untersuchungen in den USA und in Europa haben schon in den Achtzigerjahren gezeigt, dass Glucosaminsulfat nicht nur abschwellende und schmerzlindernde Eigenschaften bei Gelenkproblemen hat, sondern auch bereits geschädigte Knorpel- und Sehnengewebe wiederherstellen kann. Die Glucosaminsulfat-Moleküle werden leicht resorbiert und in die geschädigte Knorpelmatrix eingelagert. Es gibt eine amerikanische Studie in der mittels einer Knorpelbiopsie unter dem Elektronenmikroskop nachgewiesen wurde, dass bereits stark erodierte Knorpel nach Verabreichung von Glucosaminsulfat nahezu vollständig wiederhergestellt wurden. Natürlich braucht dies Zeit und Geduld.

lg

dmres#surcraxck


hi

so, also so grob hab ich glaub ich verstanden was diese seite ausdrücken will. aber dennoch ist mir da so einiges nicht ganz klar.

du sagst irgendwo, dass das in jungen jahren der körper selbst macht. zur info, ich bin 17. also noch nicht sooo alt...

warum nimmst du das zeug eigentlich seit 12 jahren?? fehlt dir irgendwas? wie alt bist du?

und, tschuldigung, so logisch das auch alles klingen mag, aber wenn es wirklich möglich wäre, knorpelgewebe durch glucosaminsulfat wieder herzustellen, wären alle heute angewandten methoden der knorpelglättung und auch die autologe chondrozyten-transplantation nicht-benötigter schwachsinn. also so ganz kann das nicht stimmen dass selbst stark erodiertes knorpelgewebe nahezu vollständig wiederhergestellt wurde.

im reagenzglas vielleicht, aber doch nicht im menschlichen körper.

trotzdem danke für deine mühe :)*

lg cracky

B5ody


RE: Chondroprotectiva

Hi,

vorweg, dass ist eine Studie, die ich reinkopiert habe!

Ich nehme die Chondroprotectiva aufgrund der posttraumatischen Gonarthrose St. p. Multitrauma 1987!

Mir werden die Mittel auch von der Versicherung bezahlt (2 x pro Jahr, 2 Kurpackungen)!

Ich bin 49 jahre alt und stand vor 12 Jahren schon vor einer Prothesenimlplantation x:)! Für mich zählt einzig und allein, dass ich keine nennenswerten Beschwerden mehr habe...!

Knorpelglättungen sind ja höchst umstritten und würde ich bei meinem Knie auch nie durchführen lassen, bei mir wurde lediglich vor ca. 12 Jahren eine arthroskop. Lavage zdurchgeführt.

Eine ACT, MACT...etc. kommt bei posttraumatischen K-Schäden in allen Gelenkskompartimenten, überhaupt nicht in Frage!

Welche Operationen wurden eigentlich bei deinem Knie schon durchgeführt...?

Lg

d4rerssur'craxck


habe nach aussage des arztes I-II gradigen Knorpelschaden.

gemacht wurden im märz ne Plicaresektion und n Lateral Release. hat leider nicht den gewünschten erfolg gebracht, drum zieht der doc wenn ich ihn richtig verstanden habe für herbst ne mediale raffung in betracht.

für die momentanen schmerzen meinte er wäre allein das sehr stark erweichte knorpelgewebe verantwortlich --> dona. ich glaub das aber nicht so ganz, da meine physio, oder besser gesagt 3 physios aus dem team, mir unabhängig voneinander gesagt haben dass meine kniescheibe immer noch bescheiden läuft...

ich nehm dona nur aus dem grund, dass mir keiner vorwerfen kann, ich hätte es nicht versucht. an die wirkung glaube ich ehrlich gesagt nicht.

was ist denn der unterschied zwischen einem "normalen" knorpelschaden und einem posttraumatischen?

freut mich für dich dass dir die mittel helfen. ;-)

lg cracky *:)

B@ody


Re

Hi,

ein Grad I° - II° retropatellarer Knorpelschaden (Chondromalazie) ist ja nicht so schlimm!

Wie sieht dein vastus medialis aus, machst du konsequentes Muskelaufbautraining?

Glucosaminsulfat alleine hilft da nicht, aber das habe ich schon eingangs erklärt.

Was Physiotherp. sagen, würde mich persönlich nicht wirklich interessieren ;-D

Ein Knorpelschaden selber, verursacht ja keine Schmerzen, Knorpel hat ja keine Nerven und keine Blutgefässe!

Schmerzen verursacht der Reizzustand, wenn wie in deinem Fall die Kniescheibe lateralisiert, d. h. nicht zentral im femoropatellaren Gleitlager läuft, aber da ist ja noch eine OP im Herbst geplant!

Zitat: was ist denn der unterschied zwischen einem "normalen" knorpelschaden und einem posttraumatischen?

Normaler Knorpelschaden: aufgrund einer fr. Verletzung (Anpralltrauma, Sturz aufs Knie...),

Posttraumatisch: so wie in meinem Fall, aufgrund eines Multitraumas/degenerativ (VKB, HKB u. lat. Meniskusriss, Gelenkskapselriss u. Infektion!

lg

dEr(essur}craxck


hi

achso ist das mit den knorpelschäden...

du sagst knorpelschaden aufgrund von anpralltrauma, sturz, etc... so hab ich das noch gar nicht gesehen. hatte im juli 05 nen reitunfall. da hat n pferd ausgeschlagen und mir frontal aufs knie drauf. ein wunder eignetlich dass das knie damals (nach aussage der ärzte) nichts abbekommen hat...

ich hab auch nie gesagt dass mein knorpelschaden schlimm wäre. lediglich mein arzt schiebt meine beschwerden momentan dadrauf. will wohl ned zugeben dass die op im märz nicht so gelaufen ist wie er sich das vorgestellt hat...

betrachtet man die kniescheibe läuft in meinem knie überhaupt nix rund. patellakonfiguration wiberg III-IV, trochleakonfiguration hepp IV. dass das mit einem einfachen release getan sein sollte war mir eh ein rätsel...

lg

BUodxy


Re: Knorpelschäden

hi,

na, dann sind ja alle Unklarheiten beseitigt!

ad: Patellakonfiguration wiberg III-IV, chirurgisch gebe es die Möglichkeit einer Entlastungsoperation der Patella, durch Versetzen der Tuberositas tibiae oder Einkerben des Retinaculum laterale an, dass muss aber ein Experte sein, sonst hast womöglich nochmehr Probleme!

lg

dAress7urcXracxk


dein "einkerben des retinaculum laterale" ist das lateral release, das bei mir bereits durchgeführt wurde.

als nächste stufe, wenn das nicht hilft, wird in der regel eine mediale kapselraffung durchgeführt. (auch medial realignment genannt.). wenn ich meinen arzt richtig verstanden habe, zieht er das wohl als nächsten schritt in betracht, sollten die schmerzen nicht doch noch besser werden.

erst wenn auch dies erfolglos bleibt, versucht man das problem durch eine verstetzung der tuberositas tibiae zu beheben. das ist dann nämlich doch ne große op, die meines wissens an knapp 3 monate krückenzeit und sehr langwierige heilungsprozesse geknüpft ist.

;-)

lg cracky

zpu za


hi,

um mal klar zu stellen: glucosamin/chondroitin führen nicht zu einem wiederaufbau des knorpels! die beschaffenheit des knorpelgewebes macht dieses unmöglich, da einfach keine nennenswerte anzahl an entsprechenden zellen vorhanden ist - man kann sich das wie ein großes fußballfeld vorstellen: eine zelle und außenrum nichts als kollagen (bestimmte kollagentypen stellen den "knorpel" dar). was man annimmt, ist, dass chondroitin/glucosamin einfluss auf den entzündungsprozess nimmt - und daher keine schmerzen! keine schmerzen heisst allerdings absolut nicht, dass der knorpel wieder nachwächst oder das knie quasi wieder wie neu wird!

wenn man glucosamin/chondroitin ausprobieren möchte, so kann man dieses mittlerweile auch zu sehr guter qualität in der drogerie kaufen - es wird mittlerweile von allen bekannten nahrungsergänzungsmittelherstellern vertrieben!

gruß, zuza

d5ress%urcrxack


danke zuza ;-) :)^

ich war auch der meinung dass man kaputtes knorpelgewebe nicht wieder herstellen kann. nur konnte ich es nicht so schön begründen wie du :)*

wie schon gesagt, ich nehm das zeug nur dass mir nachher keiner vorwerfen könnte ich hätte es nicht versucht. genauso wie ich die vorschläge akupunktur, reizstrom, hyaluronsäure-injektionen und ähnliches als nicht-wirksame kapitel bereits abgehakt habe. dona 200 wird das nächste in der liste...

lg :)*

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