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Diagnose: Mutation, Leben mit 6 Lendenwirbeln

izna5x9 hat die Diskussion gestartet


Aufgrund einer angebohrenen Fehlbildung der Lendenwirbelsäule,d.h. es sind 6 statt 5 Wirbelkörper vorhanden,kommt es zu vielseitigen und abwechslungsreichen,oft gravierenden Beschwerden. Wer kann mir mit Informationen,Erfahrungsberichten, vielleicht Besserungs-und-oder Therapievorschlägen,die die Lebensqualität wieder verbessern, weiterhelfen ? Wer ist auch betroffen,und wie kann man am Besten damit zurechtkommen?

Für jede Menge Tips und Antworten wäre ich dankbar.

Antworten
HnypZerio>n


interessant

ist der 6 lendenwirbel denn genauso gut ausgebildet wie die anderen lendenwirbel oder ist er verändert bzw falsch gebaut?

gruss

iznua5x9


hallo

Der Wirbelkörper ist genauso vollständig ausgebildet wie die anderen.Jedenfalls laut einer Röntgenaufnahme.Ein CT wurde leider noch nicht in Betracht gezogen.

gruß

HHyperFioxn


und

die beschwerden sollen daher kommen?

was hast du den schon alles an therapie gehabt?

inna59


hallo

Es handelt sich in dem Fall um meine Schwester. Vor 20 Jahren bekam sie diese Diagnose.Sie hatte viele Beschwerden und Schmerzen zu der Zeit,die kein Arzt richtig deuten konnte. Dazu gehörten Schmerzen im Unterleib,in den Leisten,im Darm.Alle erdenklichen Untersuchungen ergaben keinen Befund.Bis die Wirbelsäule geröngt wurde.Zu der Zeit hatte die Wirbelsäule noch keinen pathologischen Befund ,bis eben diesen "Wirbel zuviel".

Jetzt nach 20 Jahren hat die Wirbels. eine Verkrümmung,und zwar in Höhe der Brustwirbel nach außen ,und Höhe der Lendenwirbel nach innen.

An Therapie hat sie Massagen verschrieben bekommen,ansonsten Schmerzspritzen lokal direkt in den Rücken.

Ja,die Beschwerden (Ringschmerzen nennen sie die Ärzte) sollen von daher kommen. Im Moment leidet sie an ständiger Übelkeit,Schmerzen,die vom Rücken fast durch den ganzen Körper strahlen. Bis vor kurzer Zeit halfen die Massagen immer noch,bis jetzt. Sie leidet viel,kann manchmal nicht mehr laufen vor Schmerzen. Sie versucht so gut es geht,ohne Schmerzmittel auszukommen,weil die ja auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen sind.

Gruß

H]yjper+ixon


hm

nun natürlich kenne ich deine schwester und ihre krankengeschichte nicht, aber ich kann mir nicht so ganz vorstellen das die beschwerden nur von dem einen wirbel kommen.

es gibt menschen die haben einen wirbel zu viel oder zu wenig, eine rippe mehr oder zu wenig, alle inneren organe verkehrt herum angelegt usw

ich könnte mir vorstellen wenn dieser eine wirbel optimal ausgebildet und funktionstüchtig wie seine wirbelkollegen ist er eigentlich keinen beschwerden machen müsste.

de körper ist ja eine interessante konstruktion die sich solchen umständen anpasst.

ich vermute das die beschwerden wohl eher von der skoliose, also der schiefen wirbelsäule kommen. durch sie skoliose werden natürlich auch die wirbelgelenke, bandscheiben, rippen usw fehl- und überlastet was zu schmerzen führt.

wie ausgeprägt die skoliose nun ist weiß ich nicht aber sie könnte damals schon bestanden haben und ist vieleicht nicht ernst genommen und behandelt worden.

zudem muss amn auch dazu sagen das "nur" massage etwas wenig an therapie ist.

es hätte z.b. auch krankengymnastik, rückenschule, haltungsschulung usw erfolgen müssen.

auch weiß ich nicht ob sie selbt aktiv etwas für sich gemacht hat die jahre über?

ich könnte mir vorstellen das ihre beschwerden durch eine kombination auch krankengymnastik, massagen, akupunktur, wassergymn, muskelaufbautrainig gelindert werden könnten.

nebenbei bietet aich auch die osteopathie an.

wie gesagt, das ist meine einschätzung zum der ganzen geschichte.

gruss

t]he-ciavexr


Was den 6. Lendenwirbel angeht, kann ich Hyperion nur recht geben: Das ist ein Zufallsbefund ohne Krankheitswert, davon kommen die Beschwerden sicherlich nicht. Generel ist es übrigens so, dass die Bedeutung von Röntgenbildern/CT/MRT für die Diagnostik von RÜckenschmerzen weit überschätzt wird - die meisten "Veränderungen", die man da sieht, haben nämlich mit den Schmerzen wenig zu tun.

Die verkrümmte Wirbelsäule käme evtl. als Beschwerdeursache in Frage. Nach Deiner Beschreibung handelt es sich dabei allerdings nicht um eine Skoliose, sondern um eine Hyperkyphose der BWS und eine Hyperlordose der LWS. Welche Rolle das für die Schmerzen spielt, kann man ohne Kenntnis der Patientin nicht sagen. Deine Beschreibung klingt aber nicht unbedingt danach - schon deswegen, weil ja anscheinend die Beschwerden vor der Verkrümmung da waren. Insgesamt kann man aus der Ferne zu dem Problem wenig sagen.

GRüße

i8nxa59


hallo Hyperion,the caver

Danke euch erst einmal für die schnellen und sehr interessanten Antworten.

Für uns sind das sehr aufschlußreiche Informationen,die für mich einleuchtend sind.In der Tat ist es auch mit Sicherheit so,das die Beschwerden,oder zumindest ein Teil davon,wie ihr gesagt habt, von der Verkrümmung der Wirbelsäule kommt.

Ich denke auch,daß in der Vergangenheit einfach zu wenig an Therapie gemacht worden ist.Gezielte Rückenschule oder Krankengymnastik hat nicht unter Anleitung stattgefunden. Jetzt nach 20 Jahren kann man nur hoffen,daß wirklich eine gezielte Terapie stattfindet,wie Hyperion sie beschrieben hat,und dadurch eine weitere Verschlechterung ihres Befindens vermieden werden kann.

viele Grüße

S@chunxki


Hallo Ina,

Meine erste frag wäre, wie alt deine Schwester ist? Ich habe nämlich ebenfalls einen 6. Lendenwirbel und weiß davon seit meinem 12. Lebensjahr. Ich habe zu dieser Zeit starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich gehabt und auch das mit dem "Nicht-laufen-können" kommt mir irgendwie sehr bekannt vor. Mein Arzt sagte mir, dass diese "Mutation" bei jedem 6. Mensch vorkommt, doch wissen die meisten nichts davon. Denn meistens ist der Wirbel, so wie bei deiner Schwester, vollständig ausgebildet. Diese Menschen haben mit diesem Wirbel keinerlei Probleme, weil er einige eine minimale Verlängerung der Wirbelsäule darstellt (Tatsächlich habe ich sogar eine Freundin, die auch einen 6. Lendenwirbel hat und nur durch Zufall davon erfahren hat... sie ist sportlich sehr aktiv und hat keinlerlei Beschwerden). Bei Menschen, bei denen der Wirbel nicht vollständig ausgebildet ist, verursacht er Schmerzen (wie bei mir). Man muss sich dann an gewisse "Spielregeln" halten ;-)- dazu gehören zum Beispiel: nicht schwer heben, nicht schnell rennen oder stark springen, auf eine möglichst gerade Haltung am Arbeitsplatz etc. achten und natürlich für ein Training des Rückenssorgen (Rückengymnastik....). Ich bin mittlerweile 22 Jahre alt und habe nur noch seltenst Beschwerden (z.B. nach langen Tagen, wenn man viel unterwegs war, die schweren Einkaufstüten tragen musste oder sich doch mal zufällig irgendwie falsch bewegt hat). Aber so wie es mir damals mein Arzt prophezeite wird es (kurioser Weise) mit dem Alter besser (deshalb auch die Altersfrage vorn weg). Zwischenzeitlich habe ich sogar für mehrere Jahre gegen die Emphelung meines Arztes Geräteturnen gemacht ohne Beschwerden zu haben ;-D.

Seit 2 Jahren mache ich nun Yoga (ja man denkt zu erst, dass das wohl nicht das optimale für den Rücken sein sollte!) und mir geht es zunehmends besser. Ich nehme an, dass durch das "Ganzkörpertraining Yoga" die Wirbelsäule, durch die gut aufgebaute Rückenmuskulatur entlastet wird.

Ich hoffe, dass dir und deiner Schwester das ewas weiterhilft.

Liebe Grüße und gute Besserung :)^

cvaroaqusberlOixn


Hallo, ich hoffe es sind noch einige hier, die sich an der älteren unterhaltung beteiligen.

auch bei mir wurde ende letzten jahres durch zufall ein 6.wirbelkörper festgestellt.nach 2,5 jahren schmerzen erhielt ich dann durch eine orthopädin tapes auf den betreffenden bereich und ein müdes lächeln.leider haben die tapes nicht geholfen und mittlerweile fällt mir ein 10min. spaziergang sehr schwer und als seitenschläfer auf der rechten hüfte schlafen geht auch nicht mehr.ich bin mit 39 jahren nun etwas verzweifelt :-( , wie das weitergehen soll.ich würde mich freuen, wenn hier der eine oder andere mitteilt, wie er mit seinem ungewünschten wirbel umgeht und ob ähnliche symptome aufgetreten sind.lg caro

_aParva.ti_


@ caroausberlin

Wie bei allen anderen Rückenleiden hilft auch hier nur Bewegung und nochmals Bewegung und ein gezieltes Muskelaufbautraining. Eine gute Muskulatur entlastet Wirbel und Gelenke.

Ekhemalliger NustzKer (l#3%25731)


Ein 6. Lendenwirbl kommt etwas bei 25% der Menschen vor und hat für sich genommen keinen Krankheitswert.

Probelem werdne genauso behandelt wie bei 5 Lendenwirbeln ...

Tapes sind ja schön unf gut aber was machst du sonst? Sport? Muskelaufbau? Physiotherapie?

Von nichts kommt nichst und Rücken ist zum großen Teil Eigenverantwortung ...

BDotrresl670


Hallo,

ich war vor 3 Monaten beim Orthopäden, weil ich ganz starke Rückenschmerzen im LWS-Bereich hatte, mit Ausstrahlung ins re. Bein, bis hinunter zur großen Zehe. Ein LWS- und Beckenrö. wurde angefertigt, dass keine wesentl. Befund ergab, außer, dass ich einen 6. Lendenwirbel habe.

Ich bekam Infiltrationen mit Lokalanästhetikum (wg. Diab. mell. kein Cortison) und Physiotherapie, aber es brachte keine Besserung.

Meine Hausärztin hat mich zur CT-Untersuchung geschickt, dort wurde ein Prolaps L4/L5, L5/L6 und L6/S1 festgestellt. Jetzt habe ich es wenigstens "schwarzaufweiß", dass ich mir die Schmerzen nicht einbilde. Auch Strom und Wärme haben keine Besserung gebracht.

Starke Schmerzmittel nehme ich auch ein und trotzdem bin ich nicht schmerzfrei – im Gegenteil, ich kann kaum ein paar Schritte gehen und schon fängt es an, aber auch im Sitzen, Liegen und Stehen ist es furchtbar.

Was kann man sonst noch machen?

Ich bin auch nervlich ziemlich am Ende.

E7hemaligepr NutzeJr (#325x731)


Entweder man mischt doch mal etwas Cortison mit rein, oder man macht nochmal Spritzen nur mit Lokalanästhetikum.

Sinnvoll wäre eine stationäre Schmerztherapie, da bekommst du intensive Behandlung für 4-5 Tage und gescheite Medikamente

BUoCrrel6x0


Mellimaus, Cortison darf ich nicht und stationär wurde ich nicht aufgenommen. :°(

Hatte sogar meine Sachen mit, als ich ins KH gefahren bin in der Hoffnung, dass ich ein paar Tage stationär bleiben könnte und vllt. doch mal eine kurze Zeit schmerzfrei bin. Aber ..... %-|

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