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Healing Response Kreuzband-Op: Erfahrungen, Tips, etc.

i"sens7eRven hat die Diskussion gestartet


Nachdem die normalen Diskussionen über Knie/Kreuzbandrisse unendlich lang sind, und ich nicht viel zur Healing Response OP finden konnte,ist hier eine eigene Healing Response Diskussion.

Ich wurde am 27.7.07 per Healing Response in München operiert, nach einem kompletten Riss des VKB ohne anderen Schäden (kein Meniskus,Knorpel etc Schaden).

Ich hatte jetzt 6 Wochen eine Schiene mit 0 Grad (gestreckt), die ich am Wochenende endlich weglegen kann.In den 6 Wochen durfte ich eine Übung machen, bei der ich ohne Muskelaktivität mein Bein 90 Grad abwinkeln darf, aber das wars.

Nachdem ich es jetzt weiter beugen darf versuche ich das, so gut ich kann, aber mein Bein ist total "eingerostet". Es wird langsam aber ich kann mir grad nicht vorstellen, jeh mals wieder mit meiner Ferse zum Po zu kommen. Die Jungs bei der Phsyio Theraphie machen auch nix besonderes mit mir. Der Arzt hat kaum Zeit und hat mir kaum Informartionen gegeben - ich seh ihn wieder in 3 Wochen und alles was ich weiss ist dass ich die Schiene weglegen kann. Ich brauch doch meinen Muskel wieder! (Bin im Profi Sport). Allerdings ist diese OP so unbekannt dass sich echt kaum wer auskennt was ich machen darf, es ist schrecklich. Ich musste bei der Physiotheraphie als auch nach der OP den Visiteärzten erklären was die genau mit mir gemacht haben!!

Keiner kennt die OP und ich hab kaum Informationen, dabei ist es doch so wichtig für mich schnellstmöglich wieder mit Kraftaufbau anzufangen und fit zu werden!

Deshalb meine Fragen an alle, die schon was mit Healing Response zu tun hatten:

1) Habt ihr einen Belastungsplan für mich (der Arzt hat keinen)? Was habt ihr 6 Wochen nach der OP schon gemacht? Wann die ersten Muskelaufbau-Übungen und was für welche?

2) Wann habt ihr wieder alle Bewegungen normal gemacht, auch Kickbewegungen und tiefe Kniebeugen?

3) Stimmt es, dass man ein verheiltes Band erst 6 Monate nach der OP auf einem Kerspin als solches erkennen kann?

4) Sind euere Knie wieder stabil? Auch im Sport? Nach wievielen Monaten konntet ihr wieder Ski/Snowboard fahren? (ich bin Profi Snowboarderin)

5) Sonst irgendwelche Tips? Ich bin für jede noch so kleiner Info UNENDLICH DANKBAR !!!!!

Silvia

Antworten
iesens|evexn


Kurz nochmal zur Erklärung

wer es nicht weiss - Healing Response kann man bei oberschenkelnah gerissenen Kreuzbändern machen, wenn die Verletzung frisch ist (bis 2 Wochen alt) und das KB noch relativ kompakt vorliegt. Es werden Mini Löcher in den Oberschenkelknochen gebohrt, an der Ansatzstelle des VKB. Im Heilunsprozess des Knochens vernarbt der Knochen zum KB hin (das KB wird an die ursprüngliche Stelle gelegt). Das Vernarben dauert 5-6 Wochen, deshalb hat man so lange eine völlig gestreckte Schiene, damit das KB nicht von der Stelle weggerissen wird. Das Narbengewebe transformiert sich binnen einiger Monate zu Bandgewebe und man ist durch den kleineren Eingriff und das alte Kreuzband auch wieder schneller fit - nach 4 Monaten kann man normalerweise wieder alles machen. Das ist neben der geringeren Verletzung und dem Behalten des alten Kreuzbandes (mit seinen Rezeptoren) der grösste Vorteil der OP.

zvuza


hi,

du könntest dich mal an die praxis eichhorn/strobel in straubing wenden - prof. strobel ist wohl einer der ersten, der zur zeit diese methode testet. einen nachbehandlungsplan sollten die dort also haben - kannst ja mal nett fragen! von deinem arzt ist das natürlich äußerst schwach - und er somit wohl zukünfitg hoffentlich nicht mehr deine wahl ... auf sowas kann man auch gut verzichten!

ob das bei so einem stark kniebeanspruchenden sport allerdings die richtige methode ist, kann ich dir nicht sagen - meines wissens kann es klappen, muss aber nicht! ob man bei jemandem, der sein knie zum lebensunterhalt benötigt, überhaupt testweise anwenden sollte, ist ja auch so eine sache ....

allerdings findest du zu healing response auch so einiges über die entsprechenden suchmaschinen ...

alles gute, zuza

iqsenssev<exn


Danke für deine Antwort Zuza!

ich hab schon einen Haufen Internetseiten durchgesucht, aber leider hab ich eben nicht gefunden, was ich gesucht habe... aber ich werd auf jeden Fall mal Kontakt zur Praxis Eichhorn/Strobel aufnehmen... Ein Belastungsplan wäre echt gut zu haben... Der Doc der mich operiert hat, heisst Dr.Münch und ist der betreuende Arzt für alle DSV Skiteams bis hin zur Nationalmannschaft... Er hat auch Nicola Thost wegerm Kreuzband operiert, die 98 eine olympische Goldmedaille im Snowboarden errungen hatte... Ich dachte dem kann ich auch vertrauen... allerdings muss ich echt sagen, dass ich enttäuscht bin , wie ich in meinem Heilungsprozess auf mich allein gestellt werde... hoffentlich kann mir jemand in der Praxis Eichhorn/Strobel helfen...

Tausend Dank nochmal!

Silvia

inseCns%even


In der Straubinger Praxis können sie mir nur Infos geben wenn ich dort in Behandlung bin.. zudem konnte mir die Dame an der Rezeption auch nicht sagen ob sie dort einen Belastungsplan etc haben. Sie hat nur gemein sie hätten keine Genehmigung für die OP Weise und sie darf mir so gar nix sagen. Blöd.

Ich hab mir derzeit auch ein medizinisches Buch über Kreuzbandrisse geliehen, da steht zwar nix über Healing Response drin, aber allgemein, dass bei kompletter Ruhigstellung nach 4-6 Wochen schon ein erheblicher Knorpelabbau im Gelenk passiert und man daher immer möglichst bald zumindest zu Alltagsbewegungen zurück kehren soll. Also hab ich mir ein Herz genommen und versuch erstmal meine Alltagsbewegungen wieder normal auszuführen (Treppen steigen etc), und um ein Training was darüber hinausgeht sorge ich mich, wenn ich soweit normal fit bin im Knie... Trotzdem... es ist ärgerlich Versuchskaninchen für OP Methoden zu sein wo man danach aus Informationsmangel voll auf sich gestellt ist...

zruza


hi,

anrufen bringt in der einrichtung leider gar nichts, zumal es ja logisch ist, dass nachbehandlungspläne nicht so einfach zu erhalten sind ... könnte sich ja auch um eine konkurrierende klinik handeln, die nach infos sucht.

ansonsten: hast du nicht klar mit dr. münch über seine unzureichende nachbehandlung gesprochen - denn bei einem fehlenden nachbehandlungsplan kann man ja nun doch davon sprechen. auch finde ich es vollkommen inakzeptabel, den patienten nicht vor der op darüber aufzuklären, dass diese op-methode sich in deutschland quasi im versuchsstadium befindet. hier ist ja etwas anderes passiert als vollständige information ....

wenn dein operateur auch nach nochmaligem nachhaken und deutlicher ansprache des fehlenden nachbehandlungskonzepts sich nicht rührt, kannst und solltest du dich bei deiner kk beschweren - einen neuen arzt musst du dir ohnehin suchen.

bekommst du denn physiotherapie? falls du eine neue praxis suchst, die physiotherapie an der landessportschule in oberhaching (reha-center montag) ist ganz ok - könntest es dort dann mal versuchen.

und: hier kannst du einen nachbehandlungsplan zur methode bekommen:

[[http://www.shsmf.org/aclrepair.asp]]

das ist auch die einrichtung, die die methode quasi "erfunden" hat - brauchst jetzt nur noch 'nen guten physio und einen doc, der dir die rezepte ausstellt *:) da könntest du dr. münch letztendlich mal deutlich die pistole vor die brust setzen 8-) denn sooo suboptimal sollte eine behandlung nun nicht laufen - das ist ja schon sehr peinlich!

alles gute, zuza

z|uz7a


ach so - und du musst auf der site einfach nach weiter unten scrollen, da es über die links nicht funktioniert ... jedenfalls findest du dann weiter unten den vollständigen text.

und gleich vorweg - die nachbehandlung ist im vergleich zur rekonstruktion mit semi/gracillis so gut wie identisch ... das sollte auch deinem zukünftigen physio sicherheit in der behandlung geben (kannst du ihm ja ausdrucken!) - also auf zur nachbehandlung!

zuza

M]auyszxl


Hay, also ich wurde auch mit der Healing Response Methode operiert. Dabei hat mir aber auch kein Arzt gesagt, wie das alles funktionieren würde.

Mittlerweile ist es die 11 Woche nach der Op und ich kann das Bein nicht richtig strecken und beugen nur bis 90° . Ich gehe seit 3 Wochen ins Fitnessstudio zum Muskelaufbau. Ich spiel Handball und will schnell wieder auf die Beine kommen ..

Hoffen wir mal das alles gut geht!

SOchneIehuxhn


Hallo,

man findet wirklich wenig (im Internet) zu der Healing Response OP und einer passenden Nachbehandlung. Das, was man findet, ist dann auch noch unterschiedlich/widerspruechlich etc.. Da alles also gar nicht passt, beschreibe ich hier noch meine "Nachbehandlung", die wieder anders ist. ]:D

Mir wurde auch das vKB mittels einer Schraube (lt. Chirurg) wieder angeschraubt. Ich verstehe das so, das es die Helaing Response OP ist. (obwohl Chirurg das nicht erwaehnt hat) Die Schraube loest sich von selbst wieder auf, deshalb ist keine spätere OP noetig um sie zu entfernen.

Zur Nachbehandlung des Knies weiss ich nur folgendes:

Mein Chirurg meinte noch, es sei wichtig, dass ich keine "normale" Physio mache, weil mir dann die Therapeuten das Kreuzband samt Schraube wieder abreissen. Ich soll die ersten 6 Wochen nur Muskeltraining machen und Elektrotherapie fuer den Quadrizeps bekommen.

Erst nach 6 Wochen soll dann die Physiotherapie beginnen. (Was das aber genau ist, hat er dann wieder nicht gesagt). 4 Wochen nach der OP wurde die Orhtese von 20-60 auf 0-90 gestellt. Ab der 6. Woche gehts auf 0-150.

Bin jetzt in der 5 Woche und schaffe die Streckung noch nicht ganz und die Beugung so um 75 Grad.

Dummerweise weiss ich auch nicht ob man die Beugung/Streckung nun üben soll oder nicht, aber ich gehe mal davon aus, weil die ja immerhin die Gradzahlen aendern.

Ansonsten war ich 4 Wochen auf Kruecken (2 a 2 Kruecken, 2 a 1 Kruecke), obwohl ich lt. Chirurg direkt (auch ohne Kruecken) haette mein Knie belasten koennen, wenn ich es nicht übertreibe.

3 Tage nach OP wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Am 2./3. Tag hat mich meine Therapeutin schon 2 Treppen und einen Flur ohne Kruecken laufen lassen. (sie hat mir die Kruecken weggenommen, freiwillig wollte ich nicht ;-D ). Das sagt wohl aus, das es ok ist wenn man das Bein belastet.

Jetzt bin ich in einem Physio-Zentrum wo die auch noch nix von dieser OP Methode (und eine Nachbehandlung dazu) gehoert haben.

Schneehuhn

z(uxza


hi,

@ schneehuhn:

nein, bei dir wurde nicht die healing-response-methode angewendet!!! du hattest einen knöchernen ausriss, wobei das vkb mittels einer schraube wieder befestigt wurde. falls du deinen physio also etwasvon healing response erzählt haben solltest, wäre es geschickt, du würdest das berichtigen!

alles gute weiterhin.

zuza.

kZerEmitl905


Hallo lhr Lieben,

finde ich noch jemand, der mit mir über Healing Response schreibt? Mein Arzt möchte dies bei mir anwenden - allerdings für das Hintere Kreuzband, das mir vor 15 Monaten riss. Im Grunde scheint es mir die sanftere Lösung im Vergleich zur Bandplastik zu sein. Allerdings scheue ich diese Zeit der Starre. Wie lange danach benötigt wohl das Bein, bis es wieder beweglich sein wird? Und darf man während der Schienenzeit (teil-)belasten? Ist die ambulante OP ein Problem? Das Netz hat wahrlich wenige Infos zu dem Thema parat....................hoffe auf Nachrichten, liebe Grüße kermit (ohne Sprungkraft aktuell :-).

i}sendseven


Hallo Kermit

mei bin ich froh dass ich mich noch an meinen login hier erinner, ich war ewig nicht hier. Zum glück hab ich deinen post per email bekommen.

Hier meine Erfahrung: Die Healing Response hat bei mir genau 6 Monate gehalten, wobei ich profi Sportlerin bin und dabei sehr hohe Anforderungen an mein KB stell. Es ist mir in den USA wieder gerissen und ich hab hier gleich eine Cadaver OP gemacht (Spender KB aus einer Fuss Sehne eines Toten). Danke Versicherung, jetzt ist das knie super.

Meine Tips für dich:

Wenn der Riss ein kompletter Riss ist, und noch dazu 15 Monate alt, würde ich AUF KEINEN FALL eine helaing response machen lassen. die chancen, dass es klappt, sind prinzipiell nur bei ganz frischen rissen (2 wochen und weniger seit unfall) gut, und bei teilweisen rissen besser als ganzen rissen. Die OP an meinem 10 Tage alten kompletten riss (zu OP zeitpunkt) war auf jeden fall nur eine zeitverschwendung.

Mein Hauptgrund weshalb ich bei dir denke, dass dein Arzt zweimal drüber nachdenken sollte ist, dass der Riss wirklich verdammt alt ist. Das Band ist doch längst nicht mehr heilungs-bereit....

Ich hoff du trffst die richtige entscheidung.

Sag mir was du machst.

viel glück

Silvia

g8re#enDie07


Hallo Kermit

man kann das HKB nicht unbedingt mit dem VKB vergleichen. Das HKB hat ja bei frischen, sofort behandelten Rissen an sich schon eine Tendenz zu einer gewissen Selbstheilung im Sinne, dass sich das HKB wieder mit der Umgebung verwachsen kann.

Wie ist denn aktuell deine Problematik, warum kommt jetzt, nach 15 Monaten, eine OP zur Sprache und was wurde bis jetzt gemacht?

Bezüglich deiner Angst vor der Starre, auch viele Nachbehandlungsschemata nach einer HKB-Reko beinhalten eine sechswöchige Ruhestellung. Zudem ist die HKB-Reko (im Gegensatz zur VKB-Reko) nicht gerade eine gängige und zudem eine eher happige OP und es ist gar nicht so einfach einen Arzt zu finden der diese auch wirklich gut beherrscht (und nicht nur 1-2 mal im Jahr, wenn überhaupt, ausführt).

Bezüglich Healing Response in diesem Bereich kenne ich allerdings auch keine konkreten Fälle ausser eben das konservative Vorgehen bei sofort erkannte HKB-Rupturen das m.E. eigentlich einer Healing Response nahe kommt.

kJermi(t90x5


Hallo Ihr Lieben, vielen vielen Dank für die Antworten!!!

Nun, kurz meiner Geschichte vielleicht...warum nach 15 Monaten dieser Eintrag und so weiter...:

Ich brach mit bei einem dummen Sprung über einen Bach in 08/08 den Tibiakopf (Schienbeinkopf direkt unterm Knie). Dazu kam ein knöcherner VBK-Abriss, ein Innenbandriss und ein HKB-Riss. Es wurde alles geflickt - bis eben aufs HKB. Das wäre einfach zu viel geworden damals. Ich hatte gehofft, ich käme ohne weitere OP aus (die Chancen standen mittel), aber das Knie erholte sich nicht vollständig. Trage ich eine Orthese im Alltag (wir reden noch lange nicht von Sport), habe ich weniger Schmerzen - aber schmerzfrei insgesamt bin ich nie. Somit muss ich an den Bändern noch einmal etwas machen lassen. Und warum erst jetzt? Weil ich es mit der Metallentfernung zusammen legen möchte und mir vorab dringend empfohlen wurde, erst Muskeln aufzubauen.

Jetzt suche ich also einen Arzt und die richtige Methode. Ich weiß, liebe(r) greenie, dass die HKB-Reko kein Pappenstil ist, daher schien mir die Aussicht auf ein einfaches Anpieksen des HKB zur Anregung der Selbstheilung/Vernarbung natürlich irgendwie reizvoll, doch - wie Du isenseven sagtest - Zeitverschwendung brauche ich nach der langen Zeit wahrlich nicht mehr. Dazu diese Ruhigstellung. Mein Arzt sagte, wenn das nicht klappt - aber die Chancen bestünden - bliebe nur noch die große OP und dazu bräuchte ich dann einen Spezialisten.

So kam mir der Gedanke, ob es hier Erfahrene gibt......Ihr seht, ich schwimme etwas in dem Thema.....ganz liebe Grüße, kermit

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