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Höllenschmerzen durch Vernarbungen nach Bandscheiben-Op

cQlaudix4 hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Im Jahr 1995 hatte ich eine "doppelte" Bandscheiben-OP L5/S1.

Dieser Vorfall war besonders schlimm, da es ein Kaudalvorfall war (Blasen-Darmlähmung) !!!

HEUTE nach über 12 Jahren fangen diese wahnsinnigen Schmerzen an. Hatte die letzten drei Wochen zuhause verbracht mit einem nicht mehr enden wollenden Hexenschuss (5 Kortisonspritzen brachten so gut wie keinen Erfolg)

GESTERN war ich im CT.

Diagnose: Durch die damaligen OP's sind die Vernarbungen sehr stark ausgeprägt, was mir den Spinalkanal "abdrückt" und ich ständig das Gefühl eines "Hexenschusses" spüre. Mein Ischiasnerv ist wohl auch davon betroffen.

Hat jemand von EUCH Erfahrungen mit solchen Vernarbungen?

Ich werd bald irre vor Schmerzen. WAS kann ich tun?

Soll ich die Vernarbungen "wegschneiden" lassen?

Liebe Grüße Claudi

Antworten
Hholgker|-2x3


Hallo Claudi,

ich hatte auch wie Du zu der Zeit einen BSV, wurde operiert. 10 Jahre war ich recht zufrieden, dann stellten sich starke Rückenschmerzen ein. Diagnose war: Narbengewebe, dass die S1 Wurzel umschließt. Es folgten erfolglos KG, Reha, Kortison-Therapie. Bis ein Neurochirurg feststellte, dass es sich um eine Instabilität handelte, hervorgerufen durch die geschädigte Bandscheibe. Wurde noch zwei mal operiert. Die beiden Wirbel sind versteift, mir geht es jetzt wieder prima, kann (fast) alles machen.

Deine Bandscheiben-OP war ja vor 12 Jahren. Hattest Du seitdem regelmäßige Beschwerden solcher Art wie jetzt oder tritt das nun seit 3 Wochen erstmalig auf ??? Denn wenn es sich wirklich um ausgeprägte Vernarbungen handeln sollte, müsstest Du schon seit damals die Beschwerden haben. Diese Narben bilden sich nach dem Eingriff, nicht aber Jahre oder Jahrzente später. Deshalb bin ich da eher skeptisch. Wie sieht denn die Narbe der Haut aus ??? Ist das CT mit Kontrastmittel gemacht worden ??? Ist die Bandscheibe höhengemindert ??? Bei Vor-Op´s sollte zur genaueren Darstellung die Untersuchung mit Kontrastmittel gemacht werden. Zur genauen Abklärung sind auch noch MRT-Aufnahmen sehr gut. Aber egal, was jetzt Ischias und Spinalkanal beengt, durch eine nochmalige Operation ist das wahrscheinlich in Ordnung zu bringen. Die Methoden und Techniken haben sich seit deiner OP weiter entwickelt, so dass der Eingriff nicht mehr so invasiv wie früher ist.

:)* *:)

Liebe Grüße

Holger

H|o\lgerx-23


Hatte ich noch vergessen:

Die Diagnose müsste dan Postnukleotmiesyndrom gewesen sein, oder ???

c<lauxdi4


@ Holger

Hallo Holger,

erstmal herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort @:)

Die Diagnose habe ich noch nicht. Die Ärztin vom Krankenhaus meinte letzten Donnerstag, dass der Bericht so in 2-3 Werktagen bei meinem Hausarzt vorliegen würde. LEIDER ist heute nichts mit der Post dabei gewesen.

Ich sitze hier auf meinem Petziball im Büro und mich quält jetzt auch noch eine fette Blockade im Facettengelenk - Höhe L 4 - L 5.

War am Freitag zur KG und da wurde das festgestellt.

Sie meinte z. B., dass es doch oft so sei, dass ERST NACH JAHREN der Bandscheiben-op's diese Vernarbungen immer schmerzhafter werden würden. Sie hätte viele dieser Patienten zur Behandlung.

Sie macht eine super manuelle Therapie bei mir.

Meine Bandscheiben wären lt. der KH-Ärztin O.K. !!!!

Also nix mit neuem Vorfall, Gott sei Dank !!!

Trotzdem hab ich Schiss. Kann man denn NUR diese Vernarbungen "rausschneiden" und ALLES ist gut ?

Es wurde KEIN Kontrastmittel beim CT gespritzt.

Die Narbe ist 10 cm lang und fühlt sich halt ein bisschen wulstig an.

Die Deppen haben mir 1995 ja auch das Rückenmark zerquetscht und jagten mich 12 Stunden später WIEDER über den OP-Tisch.

DAHER der große Schnitt. Sonst sind es ja nur so gut 3 cm.

Hatte volles Programm, mit Blasen-Darmlähmung. Frag nicht nach Sonnenschein. Grauenvolles Erlebnis damals !!!!

Schmerzen habe ich eigentlich ständig, meist aber nur so im BWS-Bereich. Der letzte Hexenschuss war vor 3 Monaten.

Ansonsten kann man sagen, dass ich so ca. 1 - 2 mal im Jahr meine Spinalkanal-Spritzen gesetzt bekommen muss, AUCH weil mein ISG so oft blockiert. Man, das nervt so sehr.

Im Moment macht mir jedoch diese fette Facettenblockade L4 zu schaffen. Weiß echt nicht, wie ich mir da selbst helfen kann.

Holger, hättest Du da einen TIPP ??? ??

Gibt es nicht irgendeinen Trick, sich da selbst zu helfen?

Irgendeine Übung ??? ??

Freut mich übrigens so sehr für Dich, dass es Dir besser geht :-D

Bis dann und ganz liebe Grüße

von Claudi *:)

B4igou~dxi


Hilfe! Wer kann folg. Befund für Normalsterbliche erklären?

Untersuchung: CT der LWS L 3-S 1 vom 29.10.2007

Klinische Angaben und rechtfertigende Indikation:

Lumboischialgie re.

Befund:

Segment L 3/4:

Knöchener Wirbelkanal normal weit, Zwischenwirbelraum nicht auffällig höhenreduziert. Die Bandscheibe überragt die Hinterkanten nach mediolateral rechts breitflächig mit Kontakt zum Durasack und Beeinträchtigung des rechten Recessus und der hier austretenden Nervenwurzel. Das linke Neuroforamen ist frei.

Segment L 4/5:

Knöchener Wirbelkanal normal weit. Zwischenwirbelraum leicht höhenreduziert. Die Bandscheibe überragt die Hinterkanten nach dorsal flachbogig mit Kontakt zum Durasack. Beginnende Hyperostosen der Intervertebralgelenke ohne Einengung der Neuroforamina.

Segment L 5/S 1:

Knöchener Wirbelkanal normal weit, Zwischenwirbelraum nicht höhenreduziert. Hier kann ein lumbosakraler Übergangswirbel mit Lumbalisation von S 1 vorliegen. Die Bandscheibe überragt die Hinterkanten nicht. Die Recessus laterales sind frei.

Beurteilung:

Nachweis einer rechts mediolateralen teilweise intraforaminalen Bandscheibenprolabierung im drittletzten LWS-Segment, hier als L 3/4 bezeichnet. Hier ist die rechtsseitig austretende Nervenwurzel beeinträchtigt. Im Segment L 4/5 findet sich eine flache bilaterale Protrusion mit Kontakt zum Durasack ohne Beeinträchtigung der Recessus. Hier liegen beginnende Intervertebralarthrosen vor. Unauffällige Darstellung des letzten LWS-Segmentes (als L 5/S 1 bezeichnet) bei Verdacht auf lumbosakralen Übergangswirbel. In allen dargestellten Segmenten kein Nachweis eines sequestrierenden Bandscheibenvorfalls. Keine spinale Stenose.

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