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Schmerzmittel Oxycodon in Kombination mit Fentanyl-Pflaster

D%ery HaEseznfr_at;zXxY hat die Diskussion gestartet


Ich leide seit einigen Jahren u.a. an einer systemischen Mastozytose mit begleitender Osteoporose und bereits eingetretenen BWS/LWS-Frakturen.

Vor einer Woche wurde eine Biopsie an der WS vorgenommen, was noch immer wahnsinnige Schmerzen verursacht.

Da ich lange Zeit (ca. 2 Jahre lang) Tramadol 200mg zweimal täglich einnahm, wurde vor kurzem meine Medikation von Tramal auf Oxygesic 20 (Oxycodon) dreimal täglich umgestellt, da Tramal + Novamin-Tropfen nicht mehr ausreichend war.

Nachdem Oxycodon meine Schmerzen noch immer nicht lindern konnte und zudem mein Magen/Darmtrakt das "streiken" anfing, starteten wir einen Versuch mit einem Fentanyl-Pflaster 50. Zur Zeit nehme ich zusätzlich zum Pflaster Ibuprofen 800 einmal täglich ein.

Leider sind die Schmerzen noch immer unerträglich.

Jetzt hab ich überlegt, ob ich zusätzlich zum seit 2 Tagen aufgeklebten Fentanyl-Pflaster eine Tablette Oxycodon 20mg einnehmen sollte.

Weiß von euch jemand, ob man Oxycodon 20mg mit einem Fentanyl-Pflaster50 kombinieren kann oder heben sich beide Medis gegeneinander auf?

Liebe Grüße

Jörg

Antworten
A@nnua06


hallo jörg,

eine frage, die die medikamentation betrifft solltest du am besten deinen behandelnden arzt fragen. es kann zu schnell zu einer wechselwirkung mit evt fatalen folgen kommen, als dass wir als "laien" sowas entscheiden sollten!

gute besserung!

weihnachtliche grüße :-D

t|he*-6cavxer


Zunächst mal ist Ibuprofen einmal täglich ziemlich selten, damit kriegst Du keine gleichmäßige Wirkung (auch nicht bei ner 800er).

Ansonsten kann man Oxy und Fenta durchaus kombinieren - es bringt aber keinen Vorteil gegenüber einer höheren Dosierung der Einzelsubstanzen. Warum wird nicht einfach das Pflaster höher dosiert?

Das 50er Fentanyl entspricht in der Wirkstärke Deiner vorherigen Oxy-Dosis - wenn Dir das nicht ausreichend geholfen hat, ist evtl. eine Höherdosierung fällig. Immer vorausgesetzt, dass Opiate für Dich überhaupt eine gute Lösung sind, was man aus der Ferne schwer beurteilen kann...

Ach ja: Wenn das Problem beim Oxycodon die Verstopfung war, kann man auf die Fixkombination Oxycodon+Naloxon (Targin) umstellen, das macht weniger Probleme in dieser Hinsicht.

Grüße

HYasenfEratzxXY


Hallo ihr Beiden!

Zunächst bedanke ich mich vielmals für eure Antworten.

Das Problem sind die Schmerzspitzen, die ich versuche, in den Griff zu bekommen. In der Klinik wurde mir zusätzlich zu Oxygesic Sevredol 20mg verabreicht, was zwar nicht sehr lange (ca. 4-5 Stunden) aber dafür schnell wirkt.

Das Fentanyl-Pflaster, wovon ich heute ein neues aufkleben hätte sollen, habe ich abgesetzt. Ein stärkeres steht mir nicht zur Verfügung.

Momentan versuche ich meine Schmerzen wieder mit Oxycodon 20 + Ibuprofen 800 (ggf. 2 x 400mg in gewissen Zeitabständen) in den Griff zu bekommen.

Das Kombi-Präperat Targin 40/20 (entsprechend 40mg Oxycodon und 20mg Naloxon) ist mir ein Begriff, steht mir jedoch angesichts der Weihnachtsfeiertage leider nicht zur Verfügung.

Hinsichtlich meiner Darmträgheit durch Oxycodon ist eine Verordnung von Targin sicherlich die beste Lösung, was ich mir auch schnellstmöglich verschreiben lassen werde. Dummerweise ist mein HA erst ab 02.01.08 wieder erreichbar. Werde deshalb versuchen, seine U-Vertretung zu erreichen. Einen Opiat-Ausweis hab ich ja glücklicherweise. Somit dürfte die Verordnung kein größeres Problem darstellen.

Weihnachtliche Grüße

Jörg

F0rottveefMurixe


Normalerweise kann man mit einer Fentanyl-Novaminsulfon Kombination eine sehr gute Schmerzlinderung erreichen.

Ich bekomm nicht mehr alles zusammen,aber uns wurde in einer Fortbildung gesagt,das Novaminsulfon zur I Gruppe gehört,und z.B. Tramadol zur II.Fentanyl und Novamin ergänzen sich,Fentanyl und Tramal heben sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf.

tLhe-%caxver


Da er aber Knochenschmerzen zu haben scheint, wird Ibu bei ihm wahrscheinlich besser wirken als Novaminsulfon.

Dass Tramadol und Fentanyl sich "aufheben", stimmt übrigens nicht - es ist nur in der Regel nicht sonderlich sinnvoll, 2 Medikamente zu kombinieren, die am selben Rezepror angreifen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Aber die Rezeptoraffinität des Tramadol ist so schwach, dass es vom Fentanyl problemlos verdrängt wird. An den übrigen freien Rezeptoren kann sich dann noch da Tramadol vergnügen. Aber wie gesagt, übermäßig sinnvoll ist das nicht. Aber Trmadol steht ja hier ohnehin nicht mehr zur Auswahl.

Grüße

H6asdenfrQatzXY


Novaminsulfon wirkt bei mir längst nicht mehr so, wie es einst tat.

Die besten Resultate hat zusätzliches Sevredol erzielt. Nur leider hab ich dieses nicht vorrätig und muss daher versuchen, anderweitig zurecht zu kommen.

Würde es denn hinsichtlich meiner Durchbruchschmerzen (Knochenschmerzen) etwas bringen, wenn ich bei Schmerzspitzen zusätzlich zur redartierten 20er Oxycodon eine zermahlene Oxycodon-Tablette einnehme?

Eigentlich müsste diese dann doch sofort wirken, oder?

Vielleicht wäre es auch besser, die 20er Oxy zu halbieren. Somit hätte ich dann 10mg redartiert und 10mg sofort wirkend im Körper.

Oder seh ich das falsch und würde damit Risiken eingehen?

t&he-c7avexr


Ich würde eindeutig davon abraten, mit zermörserten Tabletten rumzuspielen - insbesondere bei Oxy, wo Abhängigkeitsprobleme ja nicht gerade selten sind. Wenn nichtretardiertes Oxy benötigt wird, gibt es das ja schließlich auch. Und wenn dauernd nichtretardierte Formen benötigt werden, stimmt sowieso was am Therapiekonzept nicht ganz.

Generell sollten Dosisänderungen bei Opioiden *nur* in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Ich würde vorschlagen, dass Du zur Urlaubsvertretung des Hausarztes gehst.

Grüße

H>asenf>rKatzXY


Hallo Caver!

Ich war soeben bei der U-Vertretung meines HA und bekam 20mg Sevredol gegen meine "Durchbruchschmerzen" verschrieben, die ich morgen in der Apotheke abholen kann und bei Schmerzspitzen ggf. 3 x täglich zusätzlich zu Oxycodon einnehmen soll.

Das Problem liegt daran, dass ich erst vor kurzem auf Oxycodon eingestellt wurde und daher die richtige Dosierung erst noch gefunden werden muss. Leider sind die Weihnachtsfeiertage und der damit verbundene Praxisurlaub nicht gerade förderlich.

Vom Fentanyl-Pflaster 50 hatte ich mir jedoch mehr versprochen und sah dies hinsichtlich meiner Gastro-Beschwerden durch die SM als Mittel der Wahl. Nun muss die Medikation leider doch über den Magen erfolgen :-(

MfG

H=asenfrsatzXxY


@ the caver:

Du scheinst eine Menge über Krankheiten und Medikamente zu wissen.

Bist du beruflich in der Medizin tätig?

SiowrgenfreesIser


Schade das der Beitrag 2007 geschrieben wurde. Ich habe jetzt auch furchtbare Schmerzen und Probleme. Ich habe schwere Osteoporose, aufgrund dieser Osteoporose entstanden 5 Wirbelbrücke inklusive Deckplatteneinbrüche, das gesamte Becken war gebrochen, das Schambein, das Hüftgelenk war eingebrochen, die Schulter war gebrochen, und Rippen waren gebrochen. Ich bekam voriges Jahr um diese Zeit ein künstliches Hüftgelenk, und ich habe immer noch furchtbare Schmerzen, das ich fast nicht gehen kann. Das Schmerzpflaster das ich bekam hilft nicht einmal gegen diese Höllenschmerzen, ja es ist so, das ich eigentlich sehr verzagt bin! Und die Ärzte schaffen es nicht, mich so einzustellen, das ich die Schmerzen ertragen kann. Ich verstehe es nicht. Es gibt Ärzte, die glauben einem den Schmerz nicht einmal!! Mir jedenfalls hilft das Schmerzpflaster nicht einmal. Und von den üblichen Schmerzmittel die kombiniert wurden wie Ibuprofen oder Paracetamol usw die haben mir nur Magenprobleme gemacht, von manchen bekam ich sogar Symptome als hätte ich einen Heuschnupfen. Aber am meisten enttäuscht mich, das man von vielen Ärzten so gar nicht verstanden wird! lg Sorgenfresser

F"ent4aCoxdon


Ich verwende auch die Kombination Fentanyl / Oxycodon. Habe aber tatsächlich den Eindruck, dass die Kombination zumindest

bei meinem Problem (FBSS mit erneutem Prolaps L4/L5 sowie Neubildung von Narbengewebe) sogut wie überhaupt nichts nutzt.

Auch 5 x PRT hat überhaupt nichts gebracht. Man liest aber auch Widersprüchliches zu der o.a. Kombination. Die Schmerzen ruinieren

mein Leben. Was könnte ich ändern? Habt Ihr noch Ideeen für mich? Vielen Dank im Voraus!

M0eistIerLxU


Frohe Ostern! erst einmal an alle, die auch oft sehr Schmerz genervt sind. Ich bin neu hier, aber ein alter Hase in Sachen Schmerzen, Opiate und auch beim Thema Sucht. Ja, das Thema klingt genauso anstrengend, wie es sich letztlich auch anfühlt, wenn man das mal in Verbindung mit einer langjährigen Schmerz Chronik angeht.

In diesem ersten Beitrag, mag ich zunächst einmal allen denen Mut machen und Hoffnung geben, das an irgendeinem Tag im Leben eh alles gut wird. Das ist immer so.

WANN? das habe ich mich auch über etwa 14 Jahre lang gefragt und gar nicht gemerkt, dass ich mich viele Jahre davon, von Ärzten, die übrigens doch nur selten Götter sind, habe herum schupsen und schicken lassen. Und zwar am liebsten ganz weit weg.

Wenn man nämlich nur noch verzweifelt vor einem Arzt sitzt, dann ist DER auch nur eines Tages verzweifelt.

Und da ist das Zauberwort WISSEN. Ja, Wissen um die eigene Erkrankung, die Symptome, aber so, dass man nicht einer Somatisierungsstörung bezichtigt wird. Das wird dann eher Schwierig, ist aber auch händelbar.

Am Anfang kommen fast immer die konventionellen, oft billigen und Magenschmerzen machenden Nicht Steroiden Antirheumatika zum Einsatz. Eine schwere Zeit, deren länge man aber selber bestimmen kann, in dem man ganz offen und ehrlich NEIN sagt, wenn der Arzt fragt, ob die Pillen helfen...und dann kommen die physiotherapeutischen Sachen, die am besten mit Opiaten der WHO St. I kombiniert werden. Übrigens ist bei Schmerzen immer ein therapeutischen Gesamtkonzept, der Schlüssel zu weniger Schmerzen. Ein Schmerztagebuch zu führen kann helfen, mal zu ergründen an welchen Punkten in der Schmerztherapie der Schmerz welche Intensität hat. Erstens kann das Hoffnung machen und Zweitens bringt ihr eich bei den Ärzten da auf jeden Fall ganz weit nach vorne. Ihr müsst auch nicht mehr soviel quatschen, weil wenn man aufgeregt ist, wegen dem "weißen Kittel-Effekt" dann kommt eher nur mäßig Gutes aus dem eh schon genervten Kopf. ;-).

Und was mir heute noch Wichtig ist, war, dass es wirklich ein absolutes NOGO ist, seine Oxys in den Küchenmörser zu schnipsen und sich seine eigene Anti-Schmerzsuppe zu kochen...macht das bitte nicht.

Denn in der WHO St. III-OPIAT-Ecke ist Schluß mit Lustig, weil euch das schneller in die Nähe einer Notaufnahme bringt, als ihr auf dem Schirm habt und Zweitens sind diese Medikamente insbes. Opiate dermaßen rein und hochwertig, das ihr das mit dem bisl Gezuppel von ill. Drogen gar nicht vergleichen könnt.

Ich selber habe mein Fentanyl-Pflaster mal gelutscht. Wollte das an einem gebrauchten Patch mal probieren, das vergibt mir mein Suchtgedächtnis bis heute nicht.

Ich habe dazu heute eine eindeutige Haltung mir selber gegnüber. Entweder du nimmst das Fenta nie wieder in dien Mund oder du kannst gleich deine ganzen schönen Sachen verkaufen und auf die Straße ziehen. Ein anderes Ende gibt es bei einer Opiatabhängigkeit nämlich nicht.

Zwischen dieser Entscheidung und dem ersten Mal Probe-Lutschen sind fünf Jahre vergangen. Und mein erster richtiger Fenta-Entzug, aus Mangel an verfügbarem Pflaster, war die Hölle, das Ende, die Dunkelheit..also einfach zum kotzen...Und warum ich das dann doch immer wieder geschafft & gmacht habe, mir das Zeug unter die Zunge zu legen, hat etwas mit Sucht zu tun.

Bei meiner LWS L5-S1 Versteifungs-OP jetzt am 07.03.18, ist das dann raus gekommen, das mit meiner Fentanyl-Toleranz irgendetwas "Komisch" ist...

Ich und auch das Anästhesie-Team hatte erhebliche Schwierigkeiten mich in den Schlaf zu schicken und die Schmerztherapie für die ersten Tage danach, war'ne Katastrophe..Für MICH! Solche Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben und das 24 h mit ganz ganz wenigen kurzen Erholungsphasen.

Ganz Echt Leute. In der Charité Berlin haben die Schwestern im Aufwach-Saal neben meinem Bett gestanden und sich nur gewundert, wieviel Morphin so ein kleiner Mann nach seiner ersten OP in seinem Leben so "verträgt". Also seid so stark und laßt euch von euren Ärzten nicht Klein machen, laßt euch nicht zu Psychos erklären, macht den Mund auf. Nehmt euch einen Zettel mit, wo Konkret eure Fragen und Wünsche drauf stehen. Ganz kurze Zeilen reichen da als Stütze für ein zielgerichtetes Gespräch, das dann ja auch nicht lange dauert und euer Arzt sieht einmal mehr, dass euch die Sache wichtig ist, das ihr am Kämpfen seid. Genau dann erst seid ihr auf Augenhöhe mit dem Doc und für ihn selber ist das dann auch ein viel angenehmeres Arbeiten.

Und euch wird es bald besser gehen.

Ach so! Ich bin trotz meiner Verfehlungen in Sachen Opiaten,

mit 2x 20 mg Oxygodon/Nalo-Kombi

Bedarf 20 mg Sevredol/Capros-Morhinsulfat

und 300-150-150-0 Lyrica-Pregabalin...eingestellt

Na klar will man immer die 0 auf der Schmerzskala habe, aber es muss ja nicht immer gleich Alles sein, wenn man vorerst mit einer 3 im Schnitt auch ganz gut klar kommt.

Wichtig bei einer Schmerztherapie ist auch, dass IHR seht, das es AUFWÄRTS geht und nicht anders, denn sonst, das hatte ein Vorredner so schön gesagt,

Sonst ist das Therapiekonzept für'n Arsch!..dann sucht euch wirklich mal einen anderen Arzt. Ich habe das getan, seitdem geht das voran in kleinen Schritten.

LG der LU *:)

t3he-cDavxer


(FBSS mit erneutem Prolaps L4/L5 sowie Neubildung von Narbengewebe)

Wenn das wirklich die Ursache der Schmerzen ist (was man sich erst mal genauer anschauen müsste), dann muss man auch über eine elektrische Rückenmarksstimulation nachdenken.

Was die Medikamente angeht: Die Kombination kann man machen, ist aber relativ sinnfrei - man könnte genauso gut die entsprechend höhere Menge nur mit einer der Substanzen geben. Wenn Oxy im Spiel ist, ist Tablettenschlucken anscheinend kein Problem - warum dann überhaupt Pflaster? Mir ist ohnehin ein Rätsel, warum in Deutschland massenhaft Fentanyl verklebt wird: Ungleichmäßige Wirkung, schnelle Dosissteigerungen - sind ja schon deutliche Nachteile.

Insgesamt betrachtet, muss man natürlich auch sagen: Medikamente sind *nie* die Lösung beim chronischen Schmerz - sie können immer nur ein Teil der Lösung sein. Die nichtmedikamentöse (z.B. Physio-, Psycho-, Entspannungs-) Therapie ist wesentlich wichtiger - idealerweise kombiniert in Form einer multimodalen Therapie.

Conflict of interest: Ich bin im Bereich multimodale Therapie tätig, gelegentlich halte ich Vorträge im Auftrag einer Pharmafirma (die ebenfalls Opioide anbietet).

MbeistexrLU


@ the-caver...

RICHTIG!!! Das mit der ungleichmäßigen Wirkung von Fentanyl. Das habe ich bei jeder neuen BTM Rezept Vergabe meinem Schmerz Arzt deutlich zu verstehen gegeben. Und wenn ich fast zwei Jahre mit 25 µg/h rum dümpel, dann hat das nur noch die Folge gehabt, das ich das meine Toleranzsteigerung schon so hoch war, das ich mir das nur noch geholt habe, um nicht diesen üblen Entzug zu bekommen.

Richtig ist auch, das ich selber auch der Meinung bin, und gehandelt habe, das man die gleiche Schmerzreduktion auch günstiger Weise mit nur einem Medikament erzielen kann.

Ich selber habe in der Zeit vor meiner erst kürzlich erfolgten LWS-L5-S1 Fusion, zwei multimodale Schmerztherapien in einer Schmerzklinik absolviert und habe davon sehr profitiert.

Eine medizinisch-psychologische-Verhaltenstherapie hat das ganze dann nochmal so deutlich verdichtet, das ich doch relativ fit bin in Sachen Selbsthilfe und vor allem Selbstübungen, TENS-Therapie und meine physiotherapeutischen Hilfsmittel, lassen echt keine Wünsche offen. Und ich nutze diese auch.

Entspannungsverfahren haben mir oft geholfen, dann doch noch den Tag zu retten, wenn mal wieder Die Schmerzen durchgebrochen sind, denn auf unretardierte Opiate habe ich nur im absoluten Notfall zurück gegriffen. Und mein Schmerzarzt weiß, das ich auf den Rasch, den man bei entsprechend hoher Dosierung von Morphinsulfat, lieber verzichten sollte, denn das ist'ne heiße Kiste.

Punkt um, habe ich das Fentanyl Pflaster einfach abgesetzt, habe mich zwei Tage lang gefühlt als wenn mich die örtliche Grippe gerade fertig machen will und wußte aber aus anderen Entzügen früher, das die Sache nach spätestens drei Tagen deutlich besser wird, weil sich der Dopamin Haushalt im Gehirn langsam wieder einpegelt.

Sowas sollte man aber nur durchziehen, wenn man, so wie ich, warum das sich gerade so kalt und frostig, ohne dieses für mich nicht mehr in Frage kommende Fentanyl-Pflaster anfühlt.

Ein bisschen Restless Legs Syndrom ist irgendwie auch immer dabei. Wegen dem schon erwähnten plötzlichen Dopamin Abfall im Gehirn, wenn man das so macht, wie ich das tat.

Man sollte das aber lieber mit seinem Arzt besprechen. Ich habe das vorher angekündigt und hatte auch entsprechende begleitende Medikamente am Start, mit denn man ohne Medikamenten Erfahrung eher überfordert sein dürfte.

Ich habbe mir einen Einnahmeplan erarbeitet und bin davon auch nicht abgewichen, auch wenn mir oft so danach war. Da will ich ganz offen und ehrlich sein.

Jetzt ist das Fenta weg, das Morhinsulfat benötige ich auch nicht mehr, weil ich mit meiner tollen Physiotherapeutin einen Weg gefunden habe, mir im Notfall auch ohne Durchbruch-Painkiller zu helfen.

Die 20mg Oxy alle 12 Stunden, habe ich auf 10mg reduziert und siehe da, es wird trotzdem jeden Tag ein kleines Stückchen besser.

Und genau diese kleine Stückchen Heilung bzw. Genesung jeden Tag, macht mir wieder Mut, gibt mir meine Zuversicht zurück und macht mich Selbstbewusster.

Und ich soll Geduld üben, erst gehen lernen und später kann ich immer noch rennen. Wieder mein geliebtes Rennrad nehmen und mir selber sagen, das mit der Operation war in meinem Fall definitiv nicht zu früh, sondern hat zu einem Zeitpunkt stattgefunden, an dem ich mir selber nicht mehr helfen konnte.

Das die Zeit davor oft die Hölle war, das ist eben oft so. Aber dieses Signal des Leidens, das strahlt man dann auch aus und wenn man in die richtigen medizinischen Hände gerät, dann kann das eine kleine Erfolgsgeschichte werden.

Ich arbeite daran. Es geht mir viel viel besser und in meinem Schmerztagebuch tauche auch wieder Schmerz-Level von 3, 2, 1 oder eben auch NULL auf.

Das macht mich Happy und ich bin froh darüber, das ich damals soviel Schmerztherapie gemacht habe.

Es hat geholfen.

VG MeisterLU

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