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chronische Verpannungen Schultergürtel/M. Trapezius

hfermi.neU05 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Brauche ganz dringend fachkundigen Rat.

Habe vor ca. einem Jahr nach monatelangem sehr ausdauerndem Sitzen am PC starke Verspannungen gehabt. Der Arzt hat zunächst chiropraktischen Einrenkversuch unternommen, danach Zunahme der Beschwerden, die bis heute nicht weggegangen sind.

Zustand bis heute so:

starke Verspannungen im Bereich des M.trapezius, fühlt sich aber eher wie ein Reißen an, Stechen, Brennen usw. Mal kann ich die linke Seite gut entspannen, dann ist es aber links und umgekehrt. Meistens aber beidseitig. Im Laufe des Tages, egal was ich mache, stark zunehmend. Gefühl ungefähr so, als ob man ein TENS-gerät zu hoch eingestellt hat, also auch wie stromfließend. Dazu manchmal stundenlange Zuckungen in diesem Bereich, vor allem nach Bewegung. Oft wie krampfartiges Verspannen, wo Schulter richtig nach hinten gezogen wird, Dehnung dann unmöglich, hab' dann ein Gefühl, als ob etwas zerreißt. Aber niemals Kopfschmerzen oder Nackenschmerzen, allerdings ziemliches Knirschen in der HWS. Wie gesagt, das geht mir jeden Tag so, und ich habe auch schon sämtliche Fachrichtungen durch.

Da meine Kiefergelenke arg kaputt sind, wurden die Beschwerden dem zugeordnet (CMD). Habe letzten Sommer sehr intensiv Fango/Massage/KG /spezielle Schiene usw. bekommen, alles ohne Erfolg. Da mir ab und zu auch die Hände blau bzw. weiß wurden und das irgendwie auch mit den Schmerzen korreliert, war ich beim Angiologen. Naja, die A. subclavia ist stark kompimiert (Thoracic outlet syndrom). Soll jetzt operiert werden, wobei diese Schmerzen im Schulterbereich wohl eher ungewöhnlich sind, und sich durch OP demnach höchstwarscheinlich nicht bessern werden. Diese sind aber wirklich mein Hauptproblem und unerträglich. Da bei TOS oft ein Rippenhochstand vorliegt und eine Absenkung des Schultergürtels, was bei mir wohl beides der Fall ist, gibt es angeblich eine entsprechende Krankengymnastik. Leider kennt sich meine KG damit überhaupt nicht aus und ich habe auch im Internet nichts darüber gelesen. Wäre über jeden Rat dankbar, da OP-Entscheidung ansteht (recht komplizierter Eingriff). Vielleicht sind es ja auch zwei verschieden Sachen. Gibt es weitere Diagnostik? Danke für jeden Tipp.

hermine05

:)^ :)^ :)^ :)^ :)^

Antworten
hierm}iine05


Au weia!

Habe natürlich gemeint: Chronische Verspannungen, aber vielleicht sind's ja echt schon Verpannungen. Hi,hi

H.ype`rion


hm

- hast du denn immer noch diese ausdauernde sitzende tätigkeit am pc?

- was wurde in der kg so mit dir angestellt?

- schonmal triggerpunktmassage bekommen?

gruss

h5ermin,e0I5


Hallo Hyperion

Das ist ja toll, genau auf diesen Fachmann habe ich gehofft!

Also, im Jan.07 gingen die Beschwerden akut los. Bis April habe ich mich so durchgeschlunst, dann ging aber gar nix mehr. Bin dann irgendwie in der MHH Hannover gelandet (physik. Therapie u. Rehabilitation), Arzt dort war eher ganzheitlich orientiert, dementspr. wurde natürlich auch die psychosomatische Komponente angesprochen. Sollte mir Zeit lassen usw. War derzeit in Umschulungsmaßnahme, die mir total viel Spaß gemacht hat, aber eben computer based Training, also ausschließlich PC. Psychomäßig lag nix vor, soweit man das von sich sagen kann, war glücklich und zufrieden. Bin im Sommer 800km zu Fuß gelatscht, wg. keine statischen Haltungen usw. Ging auch gar nicht anders, konnte nur gehen oder auf'm Boden liegen, Sitzen nicht möglich. War 4 Monate krankgeschrieben. Im Herbst dann über Neurophysiologen (hat irgendeine Messung mit Oszillographen gemacht --> Tonus war viel zu hoch) Lyrica verschrieben bekommen. Mit Empfehlung zur Botoxbehandlung, sofern keine anderen Ursachen gefunden werden. Neurochirurg hat Lyrica im Rahmen der TOS-Diagnostik abgesetzt (zweifelhafter Nutzen). Schmerztechnisch ging's mir unter Lyrica zwar etwas besser, obwohl dieses gelähmte Gefühl immer da blieb.konnte auch ins Praktikum gehen.Tja und jetzt Abbruch der gesamten Ausbildung.

Zur Zeit sitze ich nur in Ausnahmefällen, PC geht höchstens minutenweise.

An KG habe ich bekommen:

im Jan 07 manuelle Therapie, Arzt hat aber gemeckert und Rückenmuskulatur stärken verordnet, KG war absolut dagegen und hat mir eher widerwillig ein paar Dehnübungen usw gezeigt.

Und weil ich mir dachte, Arzt hat ja Recht, hab mich wirklich nicht mehr betätigt in den letzten Monaten, hab ich wie wild alles Mögliche an Gymnastik gemacht, auch mit Hanteln und so.

Im Sommer dann 2. KG-Versuch. Da aber der MHH-Arzt Fachmann für Zusammenhänge HWS-Kiefer ist, und natürlich gleich die entsprechende Diagnose stellte (CMD), war die KG dann eigentlich nur kiefermäßig. (insgesamt 3x10 Behandlungen). Allerdings muss ich sagen, dass ich wirklich manchmal auch so seitliche "Halsverspannungen" habe, und zeitweise der Kiefer nur ein bißchen aufging. Bin aber keine Knirscher- oder Presserin.

Bin von Natur aus zwar nicht richtig sportlich, aber immer sehr agil und bewegungsfreudig. Jogge gerne und bin auch bestimmt inzwischen Seniorenweltmeisterin im Rückenschwimmen, aber bin jetzt am Punkt angelangt, wo ich überhaupt nicht mehr klar komme.

Es tut mir leid, dass Du Dir jetzt diesen ganzen Kram so ausführlich durchlesen musst, aber ich bin echt verzweifelt. Habe morgen einen letzten Termin in der MHH zur OP-Besprechung, habe aber auch noch die Möglichkeit um weitere Diagnostik zu bitten. Aber was??

allerherzlichsten Dank für Deine Antwort

hoermiqn!e05


nochmal Re: Hyperion

letztes Jahr 30x Massage bekommen (zur Detonierung, heißt das so?). KLar gibt es auch einzelne Punkte, die besonders verhärtet sind aber nicht so, dass man die Symptomatik gezielt damit auslösen könnte, Schmerz ist ja immer da.

H=ype]rixon


hab zwar

deinen text ausführlich gelesen muss aber trotzdem noch ein bischen was fragen:

- wurde die diagnose TOS von einem fachman gestellt der sich damit auskennt?

- was soll op-technisch da jetzt gemacht werden?

- kannst du die schulterbeschwerden nochmal genauer beschreiben und wann sie auftreten bei welchen bewegungen?

- wurde die schulter schon genauer untersucht?

- liegen haltungsstörungen vor, haltungsschwächen ( krumme kröperhaltung)?

-

bin im sommer 800km zu fuß gelatscht..

das habe ich nicht so genau verstanden!

- hast du im januar07 den etwas besonderes gemacht als es so akut anfing?

gruss

hrer~mi!ne05


Re:Hyperion

also:

TOS wurde mittels MRT-Angiographie ermittelt, veranlasst von Neurochirurgen Prof. Penkert (ist TOS-Spezialist). Will aber nicht selbst operieren, da wohl eher gefäßmäßige Beinträchtigung vorliegt u. nicht zB Plexus brachialis betroffen

OP besteht in der Entfernung der 1. Rippe. Bei der OP wird dann wohl erst gesehen was so tatsächlich los ist, evtl. Bänder, M.uskeln, die zum Engpass beitragen. Wie ich auch dem TOS-Forum entnommen habe, ist das wohl auch so.

Ich zitiere mal aus dem Bericht der MHH: Interessanterwiese gibt die Pat. trotz des in der Bildgebung eindrucksvoll darstellbaren Befundes an, keinerlei der typ. Beschwerden zu haben, vielmehr bestehen seit einigen Monaten starke Schmerzen im Bereich der Schultern.....

Haltungsanormalien oder ähnliches habe ich bis auf Steilstellung der HWS nicht. Habe einen Wirbelbogendefekt L5/S1 aber keine Beschwerden.

Schulter knackst und klackt bei Bewegung, aber keine Einschränkung in der Beweglichkeit. Wurde bisher nicht weiter untersucht.

Sorry, muss jetzt los in die MHH.

Vielen Dank erstmal und Gruß

Ps: Hab wiegesagt intensiv KG in der MHH bekommen und bin dann anschließend immer nach Hause gelaufen (ca.25km). Wollte damit nur sagen, dass ich das was mir empfohlen wurde, nämlich keine starre Haltung, alternierende bewegungen usw. doch wohl befolgt habe.

h<ermZine0x5


Fortsetzung:Re Hyperion

Bin wieder aus der MHH zurück

also TOS gilt befundmäßig als gesichert, OP-Indikation ist aus vaskulärer Sicht gegeben. Reizleitgeschgwindigkeit rechter Arm wurde nochmal gemessen, habe kein Ergebnis, denke mal ist o.B. weil ich keine derartigen Beschwerden habe.

Die Entscheidung zur OP liegt bei mir, könnte theoretisch warten bis ich mal ne Thrombose habe oder sich ein Aneurysma bildet. Da liegt halt die Gefahr.

Zur Schmerzproblematik nur Achselzucken und ob KG helfen kann weiß man auch nix. Gibt ja auch TOS, das durch Verengung der Scalenuslücke besteht, aber das sähe man alles erst vor Ort usw. TOS ist ja auch insgesamt eher selten usw....

Bin also genauso schlau wie vorher.

nochmals zu deinen Fragen:

die beste Haltung habe ich sicher nicht, Schultern eher nach vorn, habe mich aber in letzter Zeit immer um Aufrichtung bemüht, also Brustbein nach oben, Schultern nach hinten)

Wenn ich zwischen beiden Körperhaltungen hin- und her wechsle, also gebeugt sizten und Aufrichtung, dann klackt und knirscht es in der HWS, und so ein Reißen, was ich sowohl spüre als auch höre.

Die Ansatzpunkte am Schulterblatt als auch an der WS direkt sind manchmal sehr schmerzhaft, wechselt aber je nach dem wo Verkrampfung gerade am stärksten ist. Manchmal habe ich auch Schmerzen direkt hinter dem Schulterblatt, eher brennend wie Schürfwunde und jetzt zB. beim Schreiben sofort stechender Schmerz und wie Krampf links überm Schulterblatt (bin auch Linkshänder und links ist's insgesamt auch schlimmer).

So genauer gehts glaube ich nicht. Brustwirbelsäule ist auch o.B., allerdings hat mir ein Orthopäde neulich durch Drücken auf dem Rücken einen Wirbel, der wie er meint kräftig blockiert war, wieder eingerenkt oder so. Trotzdem alles unverändert.

Nun is aber gut, soll ich Dir eigentlich langsam mal ein Beratungshonorar überweisen?

Wäre aber wirklich sehr dankbar über einen Hinweis auf KG, die man machen könnte.

Viele Grüsse und DANKE

H:yperixon


hm

beim tos ist es wichtig die störung zu finden welche die symptome auslöst. ist z.b. die erste rippe die ursache für das tos mus diese behandelt werden.

bei vielen pat. ist die erste rippe auffällig und sollte einer peobebehandlung unterzogen werden. der manualtherapeut muss dann schauen in welcher ausgangsstellung er dies am besten durchführt. eine behandlung der ersten rippe ist ein versuch wert um deine beschwerden zu bessern.

neben der mobilisation der ersten rippe ist atemtherapie sehr wichtig. der pat muss in der bauchatmung angelernt werden. durch die bauchatmung kann der muskletonus gesenkt werden, da einne tonuserhöhung auch ein tos verursachen kann.

begleitend müssen neben der bauchatmung entspannungstechnuiken ausgeführt werden.

auch aktive arbeit ist bei einem tos wichtig. d.h. die muskeln im nacken schulterbereich kräftigen und eine gute muskuläre ausdauer schaffen.

ABER hier ist vorsicht geboten. aktiven übungen müssen vorsichtig ausgeführt werden und dürfen die symptome nicht auslösen

bsp:

durch das zurückführen der schulterblätter wird der raum oben am schlüsselbein und rippe noch enger. hier muss so geübt werden das keine symptome auftreten.

als begleitmaßnahmen bietet sich z.b. ly,phdrainage an, elektrotherapie, triggerpunktmassage, wärme.

wichtig:

- enge und abschnürende bh's meiden

- kopfkissen optimieren

- arbeistplatz optimieren

zusammenfassung:

mein vorschlag ist es das du es nochmal konservativ versuchst

- mobilisation der 1. rippe

- atmentherapie( bauchatmung)

- enmtspannungstechniken

- wärme und triggerpunktmassage

- muskulatur schulter-nacken trainieren

- schulterbehandlung!!

gruss

H*err SoGwiexso


Zitat: "Habe vor ca. einem Jahr nach monatelangem sehr ausdauerndem Sitzen am PC starke Verspannungen gehabt. "

Ich habe die gleichen Beschwerden, die gleiche Vorgeschichte. Nach allem was ich bisher recherchieren konnte handelt es sich dabei um ein RSI-Syndrom (Eigendiagnose).

Ich leide seit 3 Jahren darunter, mache seit einem 3/4 Jahr gezielt Rückengymnastik ohne nennenswerten Erfolg, Muskelentspannungsmittel (Tolperison) und Schmerzmittel helfen kaum, die Stimmung leidet und ich habe Zukunftsängste (irgendwann berufsunfähig?). Und das schlimmste ist, dass man noch selbst dran schuld ist (viel Zeit vorm PC verbracht, dabei völlig unergonomisch gesessen, kein Sport als Ausgleich).

Ich hoffe, dass in naher Zukunft ein Heilmittel gefunden wird, denn die Lebensqualität leidet enorm und belastet auch meine Familie.

sKu(msi2


Hi, bin leider nicht so der Superfachmann - kann nur bei der Kiefergelenksache mitreden. Hatte immer tierische Zahnschmerzen und dann war da nix - bis rauskam: alles Verspannungen durchs Zähneknirschen. Ich weiß also das Verspannungen ziemlich weh tun können. Da hier schon mal Entspannungstechniken erwähnt wurden: Ich kann autogenes Training empfehlen. Ich weiß auch dass es da extra Formeln für den Schulternackenbereich gibt. Ist halt leider keine schnelle Lösung, denn das muss man erst erlernen (min so 3 Monate würd ich schätzen bis es sitzt - vom Formeln-Murmeln allein wird ja nix besser). Tja, nur so ein Vorschlag von mir. Gute Bessserung :)*

thom-jmucx7


Schade, die erste Frage ist über ein Jahr alt.

Hatte / habe ähnliche Probleme, weiß aber nicht, wie der Muskel genau heißt (nur rechtes Schulterblatt, bin Rechtshänder). Ist aber auch wurscht, denn:

Dazu war ich bei einer Osteopathin. Nach 20 Min. meinte sie, sie hätte es gefunden. In dem Moment blieb mir die Luft weg... ]:D Dann hat sie mich 40 Min. bearbeitet, bis ich dachte, gleich nimmt sie das Schulterblatt ab und geht damit weg. :-o

Es sei etwas mit einer Rippe gewesen? Sie hat es - bei nur einer Behandlung - zwar nicht völlig weg bekommen, aber so, daß ich gut zurecht komme. Kann ich nur empfehlen! :)^

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