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Ärger wegen Krankengymnastik und Knieop...

rAedhhead\love hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich muss mir hier mal ein wenig Luft machen und fragen was ihr dazu sagt....

Ich wurde vor fünf Wochen am Knie operiert. Zuerst war nur eine Arthroskopie geplant, als die aber gemacht wurde, haben sich die Ärzte im Op entschieden, das Knie offen zu machen. Es wurde ein Muskel versetzt, um meine Kniescheibe, die immer wieder rausprang, zu befestigen und ein Loch in den Knochen gebohrt, wo dann Knorpel nach wachsen sollte, weil der wohl arg in Mitleidenschaft gezogen war. So weit so gut, heute ist das Knie zwar relativ beschwerdefrei, jedoch teilweise noch taub und etwas geschwollen und der Muskel hat abgebaut. Ich darf sechs Wochen lang nur teilbelasten (20kg) und muss auf Krücken gehen- weil sich sonst der Knorpel nicht neubildet. Ist ja klar, dass der Muskel sich dann zurück bildet.

So heute war ich bei meinem Orthopäden, mit dem ich bisher eigentlich recht zufrieden war.

Kommt rein, guckt sich noch nicht einmal das Knie an, fasst es nicht an und fängt an mich zusammen zu stauchen....

Er fängt an mich im harschen Ton zu fragen, warum ich kein (Trimm)rad fahren würde. Meine Anwort: Tut mir leid, wir haben keins zuhause. Und davon war doch bisher gar nicht die Rede. Ich mach doch nicht einfach was, ohne dass ich weiß, was der Arzt dazu sagt.Vielleicht schadet das ja dann sogar mehr, als dass es nützt? Außerdem hieß es in der Klinik erst nach sechs Wochen wieder belasten, bzw. überhaupt Krankengymnastik. Er hat mir schon nach drei Wochen befohlen wieder was zu tun. Jeder widerspricht jedem. Toll.

Tja, dann leihen sie sich eins oder kaufen sich eins, das wird ja in ihrem Budget als Studentin drin sein... Klar, kauf ich mir mal eben ein neues, sind ja nur zweihundert Euro. Okay, leihen gerne, kein Problem, nur kenn ich leider keinen. bin schon die ganze Zeit am überlegen, was ich jetzt tun soll.... :°(

Dann fing er an, warum die Krankengymnastik noch keine Erfolge gebracht hat. Würd ich die Übungen nicht zuhause machen?

Ich erkläre ihm, dass der Therapeut, der übrigens hier richtig angesehen ist und mir schon einmal wegen der selben Geschichte toll geholfen hat, mit mir Übungen macht; allerdings ist es im Moment mit dem Knie in diesem Zustand besser, wenn wir mit einfachen Übungen anfangen laut Therapeut.

Die Übungen und andere zusätzliche sollte ich gefälligst auch Zuhause tun laut Orthopäde, obwohl der Therapeut ausdrücklich gesagt hat, diese Übungen sollte ich nur zusammen mit ihm machen, da ich dafür Hilfe brauche! So verlangt der Arzt/Orthopäde, das ich auch andere Übungen alleine Zuhause ohne Aufsicht mache, die defintiv schmerzhaft sind und noch zuviel für das Knie.

Ja super, ich sitz da wie eine Blöde und weiß gar nicht was ich sagen soll. Der Orthopäde wettert gegen den Therapeuten, der meiner Meinung nach mir bisher am besten geholfen hat. Ich sollte gefälligst mehr tun, ich hätte ja die ganze Zeit eh nichts zu tun und so weiter. Das Problem ist, dass ich gerne würde, selber aber merke, es geht nicht, wegen Schmerzen und der Therapeut mir dies auch bescheinigt hat!

Dann fing der Orthopäde damit an, dass ich nach dieser Op dann halt nur zweimal Krankengymnastik bekommen würde. Dann sollte ich sehen, wie ich weiter komme. Ist das so üblich?

Mir ist vor einem Jahr bereits die Kniescheibe rausgesprungen, damals habe ich defintiv öfter KG bekommen und das war auch gut so, denn das hat mir wohl mein Knie gerettet. Und nach so einer Op werde ich kurz gehalten, obwohl der ganze Muskel weg ist?

Ich könnte grad echt heulen. Ich mache die Übungen soweit es mir möglich ist, aber es schmerzt halt, wenn ich zuviel mache. Mehr geht einfach nicht! Ich hab teilweise bei den Übungen echt große Schmerzen...

Und das Schlimmste ist, in drei Wochen fängt das Studium in einer anderen Stadt wieder an und ich muss laufen können und bis jetzt geht nichts! Ich versuche schon immer, mehr zu belasten und wieder richtig zu laufen, obwohl ich eigentlich noch nich darf, aber das Problem ist ja immer noch der Knorpel...

Was mache ich denn jetzt, wenn der mir keine KG mehr aufschreibt? Er meinte, sein Budget würd das nicht hergeben... Kann mir ein anderer Arzt mehr aufschreiben, z.B. wenn ich meinen Hausarzt frage? Ich weiß ja, dass dies bei mir erfolgreich ist, es geht halt nur nicht so schnell wie der Orthopäde es will. Und ich brauche dringend Kräftigung am Muskel. Mein Therapeut sagt auch, das kriegen wir wieder gut hin, aber wenn der andere nichts aufschreibt? Ich kann doch das ganze nicht alleine bezahlen?!

Gott, ich mache mir grad wirklich einen Kopf... Hat jemand eine Idee, was ich machen kann? Ich mache Übungen so gut es geht, werde jetzt mal gucken, wo ich auf die Schnelle ein Fahrrad her bekomme und mehr geht doch nicht.

Laut Arzt ist dies aber zu wenig, laut Therapeut und den Schmerzen in meinem Knie geht aber nicht mehr zur Zeit.

Komm mir grad echt dumm hier vor, so wie der Arzt mich behandelt hat.

Kann mir jemand helfen? Ich weiß, ist lang gewordne, tut mir leid, aber es beschäftigt mich echt.

LG

Antworten
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Was mache ich denn jetzt, wenn der mir keine KG mehr aufschreibt? Er meinte, sein Budget würd das nicht hergeben... Kann mir ein anderer Arzt mehr aufschreiben, z.B. wenn ich meinen Hausarzt frage? Ich weiß ja, dass dies bei mir erfolgreich ist, es geht halt nur nicht so schnell wie der Orthopäde es will. Und ich brauche dringend Kräftigung am Muskel. Mein Therapeut sagt auch, das kriegen wir wieder gut hin, aber wenn der andere nichts aufschreibt? Ich kann doch das ganze nicht alleine bezahlen?!

Da gibt es schon Möglichkeiten, von zusätzlichen Verordnungen liegt aber schon etwas am Arzt.

Ich hatte im Dez.07 eine Schulterverletzung und hatte dann 5 Rezepte je 6xKG (die letzten 2 außerhalb des Regelfalls) nach meiner OP im Mai dann noch mal 3 Rezepte je 6xKG, und zusätzlich noch 10xMassagen.

Schau mal da [[http://www.heilmittelkatalog.de/physio/kapitel1.htm]]. Es kommt natürlich darauf an was der Arzt auf das erste Rezept für einen Indikationsschlüssel (z.B. EX 1 [[http://www.heilmittelkatalog.de/physio/ex1.htm]]) geschrieben hat, da gibt der Heilmittelkatalog genaue Richtlinien vor.

Falls du zum Hausarzt gehst für ein zusätzliches Rezept, muß entweder eine andere Diagnose drauf ;-) oder du löst es bei einem anderen Therapeuten ein ;-).

nfatualie8x8


ahh das kenn ich nur zu gut, bei mir sagen krankengymnast und arzt auch ständig was anderes. ich hatte bereits 2mal kreuzband-meniskus-innenband-riss, dass heißt, kniemäßig kenn ich mich ein wenig aus ;-) bei der ersten op durfte ich wochenlang NICHTS tun, bei der 2. op wurde ich ein tag später aus den federn geschmissen und musste ohne krücken laufen. aber immerhin hat beides gleich gut geholfen, aber so ein hin und her ist echt nich gut. schonmal dran gedach tden orthopäden zu wechseln, bzw sich erstmal eine dritte meinung einzuholn??

rbedhieaudl5ove


Hallo petra!

Also als Indikationsschlüssel steht da : EX2a drauf

weißt du vielleicht, was das bedeutet? Steige da nicht so ganz durch? Das ist allerdings nicht das erste Rezept, sondern das zweite...

Den Therapeuten würde ich natürlich nur ungern wechseln, ich bin eigentlich recht zufrieden mit dem. Dann muss ich mal gucken, wie ich das mache :)^

Allerdings werde ich jetzt erst mal meinen Therapeuten bitten, sich mit dem Arzt in Verbindung zu setzen und dem mal seine Sicht der Dinge zu präsentieren. Werde in gleich morgen früh mal darauf ansprechen. Vielleicht bringt das ja etwas?

p;etrsa195x9


Hallo redheadlove

habe dir mal den Link [[http://www.heilmittelkatalog.de/physio/ex2.htm]] rausgesucht da steht ganz rechts unter Verordnungsmenge die Menge der möglichen Verordnungen.

Bei EX2a sind das 18 x KG, also 3 Rezepte a 6 x KG.

rned#heaodlzove


Natalie:

Danke für deine Antwort. Na super... Hört sich ja auch komisch an bei dir... die sollten sich doch eigentlich endlich mal einig werden! Das kann doch nicht angehen...

Ich bin heute ja auch aus allen Wolken gefallen, als der plötzlich so anfing. Normalerweise bin ich sowohl mit dem Orthopäden als auch dem Therapeuten total zufrieden! sind beide eigentlich auch die Nummer eins hier in der Umgebung. Beide haben bisher gute Arbeit geleistet, gut erkannt wo der Fehler liegt und so weiter. Und heute kommt er plötzlich total unfreundlich und patzig rüber. Ich bin total unsicher, wegen dem was heute da ablief. Er hat mich behandelt, als ob ich quasi darauf warten würde, dass die Heilung vom Himmel fällt :-/ :(v Dabei weiß ich ja selber, wie lange das Knie kaputt war und wie lange es braucht, da ich es ja schon einmal so hatte.... Ich weiß schon gar nicht, auf wen ich hören soll.

Es sieht nämlich so aus:

Krankenhaus sagt:

Sechs Wochen bis nach der Op nur 20 KG teilbelasten, da der Knorpel wachsen muss. Heißt auf Krücken gehen, Orthese bis 60° und viel ruhig halten und hoch lagern. Keine Krankengymnastik in dieser Zeit, sondern erst nach den sechs Wochen! Hautpsache nicht belasten! Erste Schiene vom Krankenhaus erhalten, nicht einig, ob noch eine andere Orthese folgen soll nach drei Wochen. Im Krankenhaus teilweise keien einigkeit unter den behandelnden Ärzten, bzw. keine Absprache?

Behandelnder Orthopäde sagt:

Soweit so gut, nach drei Wochen hieß es plötzlich neue Orthese (geliehen) und diese tragen, die andere nur noch nachts. Da der Muskel erschlafft ist, sofort Krankengymnastik und damit auch mehr Belastung. Das Bein wäre in einem schlimmen Zustand. Ich müsste das Bein bewegen können, was aber aufgrund der Muskeln und der Schmerzen nicht möglich ist.

Therapeut sagt:

Krankengymnastik ist schon angebracht, nach dem ersten Treffen steht aber fest, das hautpsächlich erst mal was wegen der Schmerzen getan wird und dann der Muskel aufgebaut werden soll, da es zu diesem Zeitpunkt halt nicht anders geht. Die Übungen sind jetzt nach viermal KG noch schonend, aber langsam kann der Aufbau der Muskeln wieder beginnen. Ich merke halt am besten, was weh tut und was möglich ist, bzw. was nicht möglich ist.

-> Super.... Wem kann ich jetzt glauben? Laut dem Orthopäden soll ich schon wieder viel viel mehr belasten können. Aber auch Bewegungen sind ja noch eingeschränkt, bzw. schmerzen noch. Das ist angeblich aber nicht ausschlaggebend, sondern nur wegen zu wenig Bewegung. Ich tendiere dazu, dem Therapeuten Recht zu geben, da ich mich beim ihm halt am besten aufgehoben fühle und er nimmt mich wenigstens ernst. Allerdings hab ich ja schlechte Karten, wenn der Orthopäde mir keine KG mehr verschreibt... Tja, kein Plan würd ich mal sagen.

Naja, meine Mutter hat jetzt erst mal besagtes Trimmrad gekauft bzw. bestellt, damit ich damit anfangen kann. Dauert aber auch ne Woche, bis das da ist. Bis dahin werde ich mal mit dem Therapeuten reden...

ryedRhead>love


@ petra:

aha, danke dir vielmals!

Dann frag ich mich, warum der Arzt so einen Aufstand heute gemacht hat... Laut ihm soll ich insgesamt nur zwei Verordnungen bekommen?

Komisch komisch... Ich glaube, das weiß der eine nicht was der andere sagt. Als ich letztes Mal das Theater am selben Knie hatte, bin ich mir sicher, bestimmt 5 oder 6 *sechs Behandlungen bekommen zu haben. Und das war wirklich hilfreich, meinem Knie ging es viel besser!

xMXg9irZlXx


also hatte wegen meiner schulter auch mindestens 5 rezepte (hatte unfall im februar und op im mai) und hab se von vielen verschidenen öärtzten gegriegt weil mien schulter spezialist(auch der operateur) nicht so in direckter nähe ist und es gab nie probleme.

lQu}xi6]7


@ redheadlove

Wenn du noch nicht weiter als 60° dein Knie beugen darfst (lt. Operateur) dann wirds schlecht mit dem Trimmrad und erst recht da du ja noch nicht vollbelasten darfst. Versuch noch mal einen Termin bei deinem Operateur zu bekommen, zwecks Nachbehandlung und das er dir einen genauen Plan aufstellt, was du wann machen darfst. Diesen kopierst du dir und das Original gibst du deinen Ortho. Wenn du zu früh belastest ist der Erfolg der OP evtl. gefährdet!

Da es nun gegen Ende des Quartals geht, sind die Budgets wohl ausgeschöpft, ansonsten frag mal nach wieviel dein Physio nimmt pro Einheit und nimmst sie privat oder du bettelst verschiedene Ärzte um KG-Rezepte an. Gibt es bei dir eine Arzt für Physikalische und Rehabilative Medizin? Der hat ein größeres Budget für solche Sachen als Orthopäden oder Chirurgen. Aber gegen Ende des Quartals kann's da auch schlecht aussehen, aber du brauchst definitv eins. Du kannst ja danach wieder wechseln. Wenn sowas (wie heute) aber öfter vorkommt wechsle aber entgültig den Orthopäden!

Viele Grüße und gute Besserung

rseAdheawdlove


@ luxi67:

Du sprichst mir aus der Seele! Genau das befürchte ich auch.

Ich habe schon manchmal Schmerzen bei den normalen, sprich "schonenenden" Übungen, wie zum Teufel soll ich ein Trimmrad benutzen?

Das Lächerliche ist, dass der Orthopäde mit meinem Operateur eigentlich in Kontakt steht (er hat mich ja auch überwiesen), sprich er hat den Plan, wie es eigentlich aussehen sollte und sagt trotzdem, dass er es anders haben will?! Was soll der Mist?

Und vorallem mache ich mir auch Sorgen um den Erfolg, wie du sagst.

Ich hab die Op nur gemacht, damit alles okay wird: hautpsächlich also der Knorpel. Wenn jetzt einer was Falsches sagt, ist vielleicht alles für die Katz...

Ich hab mir auch schon gedacht, wenn der Orthopäde sich querstellt, dann geh ich zu meinem Hausarzt. Wenn ich dem erzähle, wies aussieht, könnte ich mir vorstellen, das er mir dann ein Rezept ausstellt. Er steht Ops am Knie eh eher skeptisch entgegen und spricht sich für KG aus.

Ob ich so einen Arzt in der Nähe habe, weiß ich nicht, muss ich mal schauen. Wenn sich da nichts tut, bei den jetzigen Ärzten, werde ich mal schauen, ob ich was Besseres finde.

Aber danke erstmal, du hast mich bestätigt in meiner Ahnung!

B'absx7


@ redheadlove

Hallo,

wenn ich so etwas höre kriege ich immer Bauchschmerzen. :-/ Natürlich ist das Budget eines Arztes auf ein Minimum herab gesetzt worden, aber.............. deshalb hat er trotzdem die Möglichkeit ausserhalb des Regelfalles weiter zu verordnen, wenn eine weitere physiotherap. Behandlung notwendig ist (und das ist bei Dir der Fall).

Ich bin bereits seit November 2006 in physiother. Behandlung mit einer Verordnung, die sich D1 nennt. D1 bedeutet, dass die Therapiedauer 1 - 1,5 Stunden beträgt und die Therapie im Ermessen des Therapeuten liegt (Therapeut entscheidet ob KG oder KG Geräte oder manuelle Therapie oder Elektrotherapie usw.) Diese Art der Therapie wäre auch für Dich ratsam. :)^

Ich bin zu meiner KK gegangen und habe im Vorfeld geklärt, ob sie die Kosten für Verordnungen "ausserhalb des Regelfalles" übernimmt. Anschliessend habe ich meinen beh. Doc darüber in Kenntnis gesetzt. Von Anfang an bekomme ich meine Verordnungen problemlos. Hin und wieder bringe ich einen Bericht des Therapeuten zu meinem Doc um ihn auf dem Laufenden zu halten. ;-)

Wie man sieht, es geht auch ganz anders. Wenn eine Verordnung also notwendig ist - gerade nach einer OP wie Deiner - sollte die Physio so intensiv wie möglich sein um weitere Schäden zu verzögern oder gar zu vermeiden.

Therapeut und Doc sollten ausserdem IMMER miteinander und NIE gegeneinander arbeiten. Vielleicht sollte man dann doch eine 2. ärztliche Meinung einholen oder gar den Doc wechseln.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück und gib nicht auf. :)^

LG

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