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Keine Chance auf 100% Beweglichkeit des Knies.

Lwuckxy83


Hi Mario!

Na, wie siehts jetzt mit der Beweglichkeit aus? Wann genau war denn deine OP?

Ich kann seeehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst.

Ich hatte mir am 6. Dezember 2007 (kurz vor meinem 24. Geburtstag) beim Skifahren eine Tibiakopffraktur mit Impression und Meniskusabriss und dadurch noch ein Kompartmentsyndrom zugezogen.

OP erfolgte glücklicherweise noch am selben Tag (Abend), da sonst das Kompartmentsyndrom weitaus schlimmeren Schaden verursacht hätte.

Der Trümmerbruch wurde mit 1 Platte, 8 Schrauben u. 1 Stift fixiert, der Spongiosadefekt mit einem Knochenersatz aufgefüllt, der Meniskus wieder angenäht und die Muskelloge gespalten (Kompartmentsyndrom).

Der Heilungsprozess verlief soweit okay. Keine Schmerzen etc. Das einzige: 3 Wochen nach OP bin ich nochmal ins Krankenhaus (da war ich grad mal de Woche draußen) weil ich Schmerzen in der Wade hatte. Es wurde eine Muskelvenenthrombose diagnostiziert, welche mit der doppelten Dosis Heparin behandelt wurde.

3 Wochen nach der OP erhielt ich für Zuhause auch eine Motorbewegungsschiene (da war ich bei 20 Grad passiv!). Leider ging das nur seeeeehr langsam, da ich nie über die Schmerzgrenze hinausging, sondern immer nur bis dahin. Jeden Tag 5 Grad mehr, wenn überhaupt. Nach 4 Wochen wurde sie wieder abgeholt, da der MDK es nicht für notwendig hielt und die Krankenkasse nicht weiter gezahlt hat.

8 Wochen trug ich eine steife Schiene und durfte das Bein gar nicht belasten, danach Teilbelastung und nach insgesamt 12 Wochen endlich Vollbelastung. Ging auch alles ganz gut. Wenn auch noch längere Zeit starkt hinkend. Treppen rauf ging auch immer besser als Treppen runter. Beim Runtergehen hatte ich die Hüfte immer etwas hochgezogen, unbewusst - vermutlich um nicht so viel in die Beugung zu gehen.

Sehr lange hatte ich große Schmerzen beim Anheben des Beines (z. B. wenn man auf der Tischkante sitzt und das Bein gestreckt nach oben strecken will).

Das ist seit einigen Monaten zum Glück weg.

Aber die Beugung war immer das größte Problem! 3 Monate nach der OP hatte ich grad mal 60 Grad. 5einhalb Monate nach der OP (Mitte/Ende April 07) durfte ich meine 5-wöchige Reha beginnen und hatte ca. 90 Grad Beugung.

Von der Reha hatte ich mir viel mehr erwartet/erhofft. War viel Sport, was ich wirklich gut fand (hatte zuvor eigentlich nix getan). Aber die KG...hatte 3 mal die Woche je 30 Minuten. Und statt an der Beugung zu arbeiten, hat der immer nur die Muskeln geknetet/gelockert (schmerzhaft).

Am Ende der Reha (Ende Mai 07) hatte ich eine Beugung von ca. 100 - 110 Grad. Und - ich konnte eeeendlich wieder Fahrrad fahren!

Allerdings hat sich seitdem auch nicht mehr wirklich viel getan! :°(

Jetzt ist der Unfall 1 Jahr her und ich kann mein Knie grad mal maximal 120 Grad beugen.

KG bekomm ich keine mehr weil mein Arzt der Meinung ist, es bringt nix mehr. Es ist frustrierend! Ich bin jetzt 25 und ich soll mein Knie nie wieder normal beugen und belasten können? (Nach Schlittschuhlaufen kürzlich wieder Schmerzen)

Mein Doc meint, mit der Materialentfernung (irgendwann zwischen April und Juni 09) sollte doch eine Narkosemobilisation mit gemacht werden. Allerdings rieten mir bisher alle Physiotherapeuten davon ab. Und im Internet findet man auch eher nur negative Berichte.

Ich weiß echt nicht, ob ich mir das antun soll.

L1uckty8>3


Ups, da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen.

Sämtliche Behandlungen waren natürlich im Jahr 2008! (Letzte KG August oder September 08)

P.S.

Kann man hier eigene Forumsbeiträge auch irgendwie ändern?

Mbario!61


Oh man, Bei Dir klingt das ja etwas schlimmer, was bei dir alles gemacht wurde. Da kann ich mich ja noch Glücklich schätzen. Ich komme immer noch nach einem Halben Jahr OP nicht über 100°. Ich kann aber schon Fahrrad fahren. Mein Arzt kann mir auch nicht erklären warum es so lange dauert. Ich werd wohl noch eine Weile an Krücken laufen.

Gruß Mario

Miari?o6x1


Also, eine Feststellung, das war nicht der MRT-Bericht sondern der Röngen-Bericht, aber das hat mein Orthopäde wohl nicht erkannt... :|N

Jetzt habe ich einen zweiten Orthopäden aufgesucht und der hat eine Arthrofibrose (überschießende Narbenbildung) festgestellt. Dies kann aber nur unter 2 Umständen passiert sein.

1. Mein Körper neigt sehr schnell zur Narbenbildung

2. Es wurde nach der OP keine passive Bewegung (Motorschiene) gemacht.

Logisch, meine Krankenkasse hat diese auch nicht bewilligt. Nun muß sie eine neue OP bewilligen. Es soll Arthroskopisch die Narben gelöst und teilweise entfernt werden. Nun sagt aber der Orthopäde, das es sein kann, das danach wieder eine Narbenbildung ensteht, man kann nicht mit 100 prozentiger Sicherheit sagen, das ich dann wieder eine volle Beugung bekomme, da mein Körper zu schnell Narben bildet.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wieder die Krankenhaus-Strapazen (sowie Vollnarkose, die ja nicht gut für den Organismus ist, wieder bei 0° Beugung anfangen, Schmerzkatheder ect.) oder das Bein kräftigen mit Muskelaufbau und mit 110-120° Beugung leben?

Gruß Mario

l;uxix67


Schau mal im folgenden Forum, dort findest du Betroffene, die dir Tipps geben können:

[[http://www.arthrofibrose.de/]]

zVuza


hi,

nach der op fängst du nicht bei 0° beugung an - i.d.r. ist die beugung nach der op direkt besser bzw. leichter als zuvor, da die störenden fibrotisierungen entfernt wurden. dies hängt natürlich auch von den fähigkeiten des operateurs ab - ein schmerzkatheter ist bei 'nem guten operateur sicherlich nicht notwendig, normalerweise wird da ans op-gebiet abschließend noch mal was gespritzt,so dass gar keine schmerzen auftreten sollten.

nun ist es deine entscheidung, ob du weiterhin rehatechnisch arbeiten möchtest - auch mit op wirst du langfristig physiotherapeutisch an dir arbeiten müssen (v.a.auch täglich zuhause oder im sportbad z.b.); die op kann dir erleichterung bringen, allerdings muss man auch sagen, dass die narbenbildung nach einer re-op auch stärker voranschreiten kann. wie gesagt, hängt dies neben deiner prädispostion entscheidend von den fähigkeiten des operateurs ab, zudem von der medikamentösen nachbehandlung sowie auch physiotherapie. übrigens ist hier meiner meinung eine motorschiene von untergeordneter bedeutung, da einerseits auch einfach ein pezziball genutzt werden kann (und dabei trainiert man noch seine koordination, arbeitet aktiv mit der muskulatur) und zudem 'ne vernünftige manuelle therapie vom therapeuten kein vergleich zum geschuckel der motorschiene darstellt. also das fehlen der motorschiene sollte dir keine schweißperlen bereiten!

übrigens sagt man in fachkreisen auch, dass der auslöser für eine arthrofibrose v.a. in einer nicht optimalen op liegt - zu grobes arbeiten! prädisposition ist das eine, auslösung das andere ....

zuza.

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