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Immer noch Schmerzen nach Knie-OP

BGrucnhy2 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich litt schon als Kind an rezidiven Patellaluxationen. 1981 wurde ich rechts nach Ali Krogius und 1983 am linken Knie (ebenfalls Lateralrelease, genaue Methode nicht bekannt, Kapsel hatte bereits starke Defekte) operiert. Nach den OPs erfolgten noch einige Luxationen, zum Teil traumatisch bedingt. Im Laufe der Jahre entwickelten sich dann zunehmende Schmerzen beidseitig.

MRT-Befund von 2003:

Links: In der Patella Ödemzone in der retropatellaren gelenknahen Fläche sowie erhebliche Knorpeldefekte (Ulzera), Knorpeleinrisse und Knorpelfibrosierungen; Erguß in der Bursa suprapatellaris, lateraler Bandkomplex verdickt und läuft gewellt, Patella steht etwas zu weit lateral, Chondromalazia patellare Grad III bis IV

Rechts: im lateralen Femurcondylus ossäre Strkturdefektzone mit darüberliegendem Knorpelschaden; Knorpelüberzug im lateralen Femurcondylus in diesem Bereich ulzerös verändert, Größe der osteochondralen Läsion beträgt 1,1x0,7 cm; schwere degenerative Veränderungen im Bereich der retropatellaren Knorpelfläche, multiple Knorpeleinrisse erkennbar, die bis zur corticalen Grenzlamelle reichen, Verdickung des Bandapparates mit Knickbildung. Keine Meniskus- oder Bandläsionen.

Seit Januar 2008 hatte ich ständig Subluxationen und immer stärkere Schmerzen an linken Knie. Dauernd verklemmte sich etwas und ich habe das Bein nachgezogen. Ein Orthopäde meinte, dass der gesamte Bandapparat zu locker sei, die linke Kniescheibe stand inzwischen viel zu weit lateral und das Gleitlager sei zu flach. Deshalb wurde ich am 23.07.08 am linken Knie operiert. Es wurden Pridie Bohrungen an der Kniescheibe, ein Lateral Release und eine mediale Kapselraffung durchgeführt. Einen Tag nach der OP musste ich beginnen, das Knie zu beugen und sollte es auch gleich (an Stützen) belasten. Bei der Entlassung nach 7 Tagen hatte ich, zwar unter Schmerzen, eine Beugung von 90 Grad erreicht. Inzwischen ist es jedoch so, dass ich beim Gehen starke Schmerzen im Bereich der Kniescheibe und Kniekehle habe. Ich habe immer wieder an beiden Beinen Muskelkrämpfe, abends zuckt das operierte Knie im Ruhezustand. Bis einige Wochen nach der OP ist es immer wieder vorgekommen, dass beim Auftreten der Fuß wieder hochgeschnippt ist. Dadurch bin ich immer "gehopst", um ein Stürzen zu vermeiden. Auch jetzt klappt es mit dem linken Fuß noch nicht richtig. Er ist total verkrampft beim Auftreten. Es fällt mir schwer, das operierte Bein "normal" zu belasten, d.h. das Bein richtig durchzustrecken. Wenn das Knie leicht gebeugt ist, habe ich weniger Schmerzen. Ich hatte nach der OP keine Schiene o.ä.. Mich wundert es ein bischen, dass ich gleich belasten sollte. Im Internet heißt es fast immer 6-8 Wochen Teilbelastung nach Pridie Bohrungen.

Hoffentlich ist nix falsch gelaufen.

Was sagt Ihr ebenfalls kniegeplagten Experten zu meinem Fall?

Antworten
EXto.ile9


Hi,

ein Experte bin ich leider nicht.

Ich hatte vor ca. 2 Jahren ein LR am li Knie... Ich war Ende 30 und hatte, wie Du, schon in der Kindheit Probleme...

Mein Knie ist nach der OP schlechter. Ich bezweifele, dass es noch en 1.gradiger Schaden ist - wie vor der OP...

Meine Hoffung ist, dass die Patella jetzt besser positioniert ist und spätere Maßnahmen ( Pridie-Bohr. ) oder Transplantationen helfen.

Deine Zuckungen sind schon merkwürdig. Ob bei beiden OP's Nerven verletzt wurden? Aber die OP's scheinen ja von unterschiedlichen Ärzten durchgeführt worden zu sein...

Der Zustand im li Knie scheint ja schlimmer zu sein. Dort könntest Du ein Kandidat für eine spätere Transplantation sein. Die Löcher im Knorpel müssen e. bestimmte Größe haben etc. Dazu findet man Infos im Net.

Du scheinst Dich bzgl. der nachoperativen Behandlung ja informiert zu haben.

Hier noch ein Link dazu. Es gibt sicherlich noch mehrere... So weißt Du wenigstens im Falle einer künftigen Transplantation besser Bescheid.

Es ist im html - Format... Die Stelle ist bunt markiert...

http://74.125.39.104/search?q=cache:bv6HtnMD6jQJ:[[www.sportphysiotherapie-sportmassage.at/de/menu_2/downloadcenter/docdown-schulungsunterlagen-FBmLmqySYuUiM+reha+nach+pridie+bohrung&hl=de&ct=clnk&cd=3&client=opera]]

Also 1-2 Wochen keine Belastung - dann 6 Wo Teilbelastung...

Belastet man zu früh, kann natürlich nix wachsen... Stehen und gehen mit gestrecktem Bein ( auch zur Trombose-Verhinderung ) müsste erlaubt sein.

Nur in der Beuge wird die Patella angepresst.

"Tödlich" wäre eine gebeugte Haltung unter Belastung ( Stehen ).

Ich weiß mir auch keinen richtigen Rat: Einerseits muss man versuchen, die Beugung möglichst schnell zu erreichen, damit das Knie nicht durch Narbengewebe versteift...

Andererseits gibt man dem Ersatzknorpel, der ja wachsen soll, keine Chance, wenn die Patella immer fest angedrückt wird.

Sicher ist, dass man die Übungen zwecks Erreichen der Beugung nur im Liegen und super sanft durchführen sollte...

Ich habe mal gelesen, dass man die Bildung des Narbengewebes durch präventives Spritzen von Kortison verhindern oder reduzieren kann...

Die Zuckungen in den Beinen sind damit nicht erklärt. Ich erinnere mich, dass mein Orthopäde vor der OP irgendwas von Nerv durchschneiden gesagt hat.

Ich müsste mir den OP-Bericht mal abholen...

Du siehst, helfen kann ich Dir nicht...

Viel Glück!@:)

BJru6chyx2


Hallo Etoile9,

doch doch, ...Du hast mir schon geholfen. Du hast mir auch wieder bestätigt, dass die Nachbehandlung nach Pridies eigentlich anders aussehen müsste, als es bei mir der Fall war.

Das LR, Pridie Bohrung und die Kapselraffung wurden übrigens zusammen in einer offenen OP durchgeführt. Vorab wurde noch eine Arthroskopie gemacht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Alles wurde von einem Arzt durchgeführt.

Vor über 20 Jahren war die OP nach Krogius. (Habe ich evtl. bischen verworren geschildert. )

Mit dem Beugen hast Du recht! Ich habe vor kurzem versucht, die Treppe mit dem operierten Knie normal hoch zu gehen, weil ich mein rechtes Knie endlich wieder entlasten wollte. Daraufhin ging es erst richtig mit dem linken Knie los. Aber nach so langer Zeit dachte ich, es kann nichts mehr passieren.

An der Außenseite, wohl da, wo das LR gemacht wurde, habe ich auch immer noch mal Schmerzen und darüber immer noch eine mittelstarke Schwellung. Aber an dieser Stelle wurde ja eigentlich nichts gemacht ???. Etwa 6 Wochen nach der OP hatte ich in der Narbe eine Stelle entdeckt, aus der noch ziemlich viel Eiter kam. Fand ich auch bissel merkwürdig.

Alles in allem sind die OP-Methoden, die bei mir angewendet wurden wohl gar nicht mehr so in Mode. Statt Pridies wird wohl eher die Mikrofrakturierung angewendet und LR sollen inzwischen auch umstritten sein. Das wußte ich aber vor der OP noch nicht. Ich dachte, eine UNI- Klinik ist auf dem neuesten Stand. Aber MPFL- Plastik kam z.B. nie zur Sprache.

Bevor ich operiert wurde hat in meinem Knie auch plötzlich die Kraft nachgelassen. Das fand ich fast am schlimmsten. Ich war mal unterwgs und kam plötzlich nicht mehr vom Fleck. Angeblich sollen die losen Bänder etwas damit zu tun gehabt haben. Ich habe große Angst, dass es an meinem rechten Knie auch mal so wird. Ich hoffe, dass es noch durchhält, bis mein linkes Knie ausgeheilt ist.

In welcher Hinsicht hat sich Dein Knie nach der OP verschlimmert? Wieso wurde bei Dir ein LR gemacht und war es der erste Eingriff?

ETto*ile9


Hallo Bruchy,

meine Kenntnisse sind schon beschränkt.

Von einer Krogius-Methode oder MPFL - Plastik habe ich noch nie etwas gehört.

Auch den Begriff Lat.rel ( LR ) hörte ich vor 2 Jahren kurz vor der OP zum 1. Mal...

Seit dieser OP habe ich mich allerdings extrem mit dem Thema Knie beschäftigt. Vor allem, wodurch was im Knie belastet wird...

Ich hatte seit der Kindheit Probleme beim Bergab-Gehen, in die Knie gehen...

Die Ärzte nahmen das nicht ernst. Die nichtoperierenden niedergelass. Orthos gaben Injektionen.

Etwas besser wurde es, als die Schule vorbei war u. der Sport aufhörte.

Ende 30 wollte ich dann doch mal joggen... Nach nur 2 Tagen bekam ich Schmerzen...

Mir war klar, dass irgendwas im Knie nicht stimmte und langfristig ein Totalschaden wahrscheinlich schien.

Ich habe eher das Problem, überhaupt behandelt zu werden...

Erst der Orthop., der mich operierte, machte eine Defilée - Aufnahme ( RÖ ) von der Patella. Er meinte schon davor, dass meine Symptombeschreibung auf ein Patella-Problem hinweist. Durch die ungünstige Lage dieser, würde die Patella meim Hocken etc wahrsch. zu fest angedrückt...

Ich bin trotzdem froh über die OP. Man fand 2 Plicae (Schleimhautfalten), die wie Messer über den Knorpel schabten...

Die waren auf dem MRT, dass ich ca. 6 Jahre zuvor bekommen hatte wohl nicht zu sehen. Dieses war ohne Befund...

Der Ortho fand eine erweichten Knorpel ( 1. Grad ).

Wie geschildert, waren meine Beschwerden vor der OP gering...

Nach der OP habe ich leichte Probleme beim Treppensteigen. Vor allem beim Runtergehen. Dabei ist das operierte Knie ja kurzzeitig in der Beuge und einziges Standbein. ( In dem Moment, wo man mit dem anderen Bein die untere Stufe erreichen will ).

Ich habe Probleme, im Liegen, in der Luft Rad zu fahren...

Das ist dann schon erschreckend...

Mein operiertes Bein ist auch immernoch dünner als das andere. Beim Aufstehen benutze ich immer das andere...

Man schont, um Schmerzen auszuweichen.

Das führt langfristig natürlich zu Problemen der Hüfte...

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass alles OP's nix taugen.

Ich selbst ziehe allerdings andere Schlüsse: Man hätte diese OP vor 20 Jahren ( als ich ca 17 war ) machen müssen. Aber vielleicht war es damals schon zu spät.

Ich der Knorpel erweicht, ist ein Schaden schon eingetreten.

Mit dem LR versucht man nur noch, den Eintritt weiterer Schäden ( also Grad 2-4 ) hinauszuzögern.

Diese OP schafft ( jedenfalls theoretisch ) ideale Verhältnisse im Knie, so dass spätere Pridie-Bohrungen länger halten oder Transplantationen Erfolg haben können.

Ich weiß garnicht, ob es vor 20 Jahren überhaupt schon LR-Op's gab...

Mir wurde sowas auch nie vorgeschlagen. Nur ein einziger Ortho hat damals eine Patella-Aufnahme gemacht und murmelte, dass diese evtl falsch geformt sein könnte... Mit diesem Gemurmel setzte er mich vor die Türe...

Mit 17 dachte ich ja auch noch, diese Beschwerden würden von alleine weggehen...

Ich wünsche Dir sehr, dass es besser wird!

Ich kann bzgl. Deiner Knieprobleme nur Vermutungen äussern bzw schildern, was mir dazu so in den Sinn kommt...

Also das mit dem Eiter ist natürlich heftig!

Entzündungen können zu üblen Gewebeschäden führen...

Die Patella dient der Kraftübertragung. Dass Du geschwächte Muskelkraft hast, könnte auch daran liegen, dass die Patella nicht mehr genügend angepresst wird.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Du - wie ich - die Beine schonst...

Was eine ganz natürliche Reaktion ist...

Zu den Muskelzuckungen fällt mir nur ein, dass man bei einer der Arthrosk. - vielleicht beim Bohrloch - einen Nerven erwischt hat. Vielleicht verlaufen sie bei Dir atypisch...

Was Deine jetzige Situation angeht, wäre es wichtig - für Dich - zu wissen, ob

1. diese letzten Maßnahmen nun endlich einen Idealzustand im Knie hergestellt haben ( Lage der Patella,

Anpressdruck im Beugen, stabile Bänder )

2. ob durch durch die Pridiebohrungen tatsächlich Ersatzknorpel entstanden ist.

( Mir ist der Unterschied zu Microfrakturing zB (noch) nicht bekannt ).

Ich habe eine Freundin, bei der Mitte 30 Pridiebohr. gemacht wurden ( vor 5 Jahren ). Ihr geht's sehr gut damit.

Sie wußte übrig. nicht mal, was das ist... Ich könnte sie fragen, wie ihre Nachbehandlung aussah...

Wenn dort nix gewachsen ist, könnte man das - aber bei einem anderen Arzt!!! - wiederholen. Diesmal mit schonenderer Nachbehandlung...

Ich weiß nicht wie alt Du bist...: Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass Transplantationen nur bis zum 50. Lebensjahr vorgenommen werden...

Es könnte sinnvoller für Dich sein, eine Transplantation vornehmen zu lassen... Ich habe mich bzgl retropatellaren Schäden dazu informiert... Hab das auch irgendwo gespeichert... Der Schaden muss eine bestimmte Größe ( möglichst groß ;-) ) haben...

Man kann im Internet recherchieren, welche Kliniken das machen - und nur mit denen kann man sich darüber unterhalten... Kliniken, die das nicht machen, kennen sich damit nicht aus...

Und Infos zur Nachbehandlung hast Du ja schon... ;-)

Es ist garnicht so einfach, einer späteren Prothese zu entkommen...

Viel Glück!

LG

BSruc^hy2


Hallo Etoile9,

bevor meine Knieprobleme so akut wurden habe ich mich auch kaum damit beschäftigt. Inzwischen ärgert es mich, dass ich so unvorbereitet in die OP gegangen bin. Ich war aber auch froh, dass endlich etwas unternommen wurde und als Laie verlässt man sich ja mehr oder weniger auf die ärztliche Meinung. So, wie es vor der OP war, ging es absolut nicht mehr. Innerhalb von 2 Monaten hat sich mein Knie derart verschlimmert, dass fast bei jedem Schritt meine Kniescheibe rausspringen wollte. Durch die ständigen Luxationen und Subluxationen waren die Schmerzen sehr stark. Keine Bandage half. Dadurch wurde die Muskulatur schon vor der OP sehr stark abgebaut und ich gewöhnte mir eine schlimme Schonhaltung an. Ich hatte auch das Problem, dass ich bei keinem Orthopäden in der Nähe einen Termin bekam und im örtlichen Krankenhaus wollte man sich nicht an das voroperierte Knie ranwagen. Dazwischen schickte mich mein Hausarzt noch zum Neurologen, weil er annahm, dass ich einen Bandscheibenvorfall hatte. So war ich sehr froh, als endlich wirklich Hilfe in Sicht war.

Als ich im Kindesalter die ersten Patellaluxationen hatte dauerte es fast 4 Jahre, bis endlich die Diagnose gestellt wurde. Als Kind kann man ja nicht sagen, " meine Kniescheibe schnuppert dauernd frische Luft". Ich habe immer gesagt, dass sich etwas verschiebt, aber kein Arzt erkannte, woran es liegt. Ich bin sogar auf Epilepsie untersucht worden! In der Schule war es auch sehr schwierig, weil ich nicht sagen konnte, was mir fehlt.

Ich bin auch froh, dass ich damals operiert wurde. Immerhin hatte ich ja viele Jahre wenig Probleme. Ohne die OPs wäre mein Knorpelschaden sicher schon früher entstanden. Von den dauernden Luxationen und ihren Begleiterscheinungen ganz zu schweigen. Aber man hätte damals schon meine X-Beine und das flache Gleitlager berücksichtigen müssen.

Dass man die Pridie- Bohrung wiederholen kann, ist ja schon mal tröstlich. Ich bin 41 Jahre alt und wenn es danach geht, muss ich noch lange warten, bis ich ein künstliches Gelenk (oder 2) bekomme. Aber ständige OPs wie Umstellung, Sehnenansatzversetzung usw. und dann immer wieder Monate warten, bis man wieder einigermaßen fit ist und inzwischen fängt das andere Knie wieder an- das ist auch kein Dauerzustand. Von Komplikationen ganz zu schweigen! Ich finde auch, dass noch einmal abgeklärt werden sollte, ob und wie die OP etwas gebracht hat. Leider habe ich nicht einmal einen Termin zur Nachkontrolle bekommen. Vielleicht war der Arzt der Meinung, dass ich mich schon von selbst melde, falls es Probleme gibt. Ich werde nächste Woche zu einem nichtoperierenden Orthopäden fahren. Mal sehen, wie seine Meinung ist. Übrigens hatte ich auch schon Schmerzen an meiner rechten Hüfte. Als ich einmal im Spiegel gesehen habe, wie ich stehe und laufe- total schief, versuche ich ich jetzt, es auszugleichen. Aber wenn die Schmerzen im linken Knie stärker sind, laufe ich automatisch wieder krumm.

Es wäre toll, wenn Du Deine Freundin wegen ihrer Pridie Bohrung fragen könntest. Mich würde dabei vor allem interessieren, wir schlimm ihr Knorpelschaden schon war, ob die Bohrung arthroskopisch oder bei einer offenen OP gemacht wurde und an welcher Stelle im Knie die Bohrung vorgenommen wurde und eben wie die Nachbehandlung erfolgte. Ich verstehe auch nicht, wieso ich sofort belasten sollte. Erst hieß es ja auch, ich soll einen Hemikup (Ersatz) unter der Kniescheibe bekommen. Dann hat mich ein anderer Arzt operiert und alles anders gemacht. Transplantationen und evtl. eine MPFL-Plastik statt LR wurden nicht in Erwägung gezogen.

Ich wurde 1981 rechts und 1983 links zum ersten mal operiert. Damals gab es auch schon verschiedene Methoden, den Verlauf der Kniescheibe zu korrigieren. Man hätte es also schon viel früher bei Dir durchführen können.

Bist Du noch in regelmäßiger orthopädischer Behandlung? Bei einem Knorpelschaden 1. Grades dürften nicht derartige Probleme bestehen. Wenn eine Schonhaltung so stark ist, dass das Bein nach zwei Jahren noch dünner ist, muss ein guter Orthopäde doch nachdenklich werden! Da steckt sicher noch etwas anderes dahinter. Wann wurde das letzte MRT gemacht? Dass Du beim Treppensteigen und beugen in der Luft (also auch ohne Belastung) noch derartige Schmerzen hast, muss doch eine Ursache haben. Was sagen denn die anderen im Forum? Hast Du Dich schon mal schlau gemacht oder bist Du auch so ein Neuling, wie ich?

Was die Prothese angeht, hast Du leider recht. Aber wenn ich sehe, wie gut meine Mutti damit laufen kann, könnte ich glatt etwas neidisch werden.

LG, alles Gute

Bruchy2!

E9toJilxe9


Hi Brucky,

meine Freundin ist lange Jahre mit einem Kreuzbandriss herumgelaufen. Die PB wurden wurden nicht hinter der Patella gemacht. Sie hatte die typischen Meniskus-Probleme...

Es war eine Arthroskopie. Sie selbst wußte nix von den PB's. Sie beschrieb ihre OP... Dann erzählte ich ihr, dass sie wohl PB's oder aber Microfrakturierung bekommen hat... Sie selbst hat keinerlei Infos zur OP... Sie wird sich aber sicherlich an die Nachbehandlung erinnern.

Mit Patella-Luxationen kenne ich mich nicht aus... Muss übel sein - und führt natürlich sehr schnell zu Arthrose...

Sind Deine X-Beine denn sehr stark?

Ich weiß nur, dass starke O-Beine unbedingt korrigiert werden müssen.

Ich hatte letztes Jahr Kontakt zu einem Patienten, dem es extrem schlecht ging. Er hatte schon eine Teilprothese ( hab vergessen welche - glaube, das Gleitlager wurde ersetzt ). Der Mann litt unter extremen Schmerzen, war mehrfach operiert... Dann schrieb er plötzlich, man würde nun seine O-Beine operieren.

Ich war geschockt!

Dies hätte vor Jahren passieren müssen.

Was verusrsachte denn nun die Luxationen? Das flache Gleitlager?

Du siehst, ich weiß nur über meine eigenen Dinge Bescheid...

Neben einem zu hohen Anpressdruck der Patella wird der Knorpel eben auch durch zuviel Bewegung im Knie ausgelöst. Es ist klar, dass jeden Scheuern dem Knorpel zusetzt. Ist der Knorpel erst einmal erweicht - meiner soll weich wie Pudding sein - ist im nu ein Schaden da.

Hat man bei Dir denn nach der OP nicht punktiert? Dann hätte man doch sehen können, ob Eiter im Knie ist...

Bei mir wurde es vergessen und dann nur 1 Mal ca 3 Wochen nach der OP gemacht.

Es war alles ok. Die Flüssigkeit war zart rosa.

Wenn bei Dir offen operiert wurde und Eiter aus dieser größeren Wunde kam, dann wäre es sehr wahrscheinlich, dass die Infektion im ganzen Knie war...

Aber dann hättest Du eine starke Schwellung und starke Schmerzen gehabt...

Du hattest Du sicher eine Drainage? Ich hatte keine... Hab es zudem ambulant machen lassen.

Vor der OP wurde bei mir kein MRT gemacht. Ich hatte ein altes ohne Befund (OB). Aber wie gesagt, in MRT's sieht man nicht alles... Man hatte meine Plicae übersehen...

Ob mein Schaden durch die Plicae verursacht wurde oder aber durch die ungünstige Lage der Patella, bleibt offen... Der Ortho müsste es doch eigentlich sagen können... Er hätte vielleicht besser auf das LR verzichtet...

Kannst Du denn im Liegen in der Luft radfahren? Ich bekomme Schmerzen durch das Gewicht des Unterschenkels... Die Patella wird dann angepresst...

Wie gesagt, ich habe größte Probleme mit Ärzten...

Ich hatte nicht mal KG nach der OP... Soweit ich mich erinnere, hatte ich gleich nach der OP das Gefühl, dass alles schlechter ist... Ich hatte so ein Knirschen unter der Patella - am oberen Rand.

Ich glaube, der Knorpel kann aufschäumen nach so einem Eingriff. Jedenfalls ging's mir schlecht... So völlig alleine zuhause.

Ach so, ich ging 2 Mal wöchentl zum Ortho., der die Beugung erzwang... Na ja, das ging mir derart an die Nieren, dass ich davon nach 3 Besuchen Abstand nahm.

Wie Dir angeraten, lag ich auf dem Sofa und zog mein Knie super sanft in die Beugung. Ich denke, nach 3 Monaten war es geschafft. Zum Schluss ließ ich mich - mein Körpergewicht auf den Händen abgestützt - im Stehen in die Hocke gleiten. Einfach, um sicher zu sein, dass die Beugung 100 % wiederhergestellt ist.

Na ja, danach gab es eine üble Phase von mind 1 Monat, in dem ich kaum noch gehen konnte. Das kleinste Gefälle verursachte Schmerzen... Ich fühlte mich komplett ruiniert...

Dann ging es langsam wieder besser... Dieses Knirschen ist weg... Aber anders als vor der OP bekomme ich beim Gehen im Alltag immer mal ein brutales kurzes Stechen...

Immer mal gehe ich in die Hocke. Aufrichten tue ich mich aber niemals mit der Beinmuskulatur. Ich drücke mich mit den Händen vom Boden ab... Das Knie ist frei. Aber das andere "klemmt". Ich nehme an, dort habe ich ebenfalls diese Plicae. Ich denke darüber nach, den Ortho. zu fragen, ob er mir die entfernt...

Je nach Lage hobeln die den Knorpel ab... Und da ich 2 von 3 möglichen Plicae habe, ist die Chance hoch, das eine am Knorpel säbelt...

Meine Situation ist aber eben ganz anders als die anderer: Ich finde kaum Ärzte, die was machen wollen...

Du siehst - ich wollte vorbeugen und habe nachgebeugt... Trotzdem erwäge ich, das andere Knie öffnen zu lassen... Wieder um vorzubeugen...

Eine OP ist immer ein brutaler Eingriff... Ich könnte mir vorstellen, dass die verspätete Punktion des Knies den Knorpelschaden vergrößert hat... Im Net hatte ich einen Bericht gefunden...

Meiner Meinung nach werden die OP's idR viel zu spät durchgeführt... Wäre mein Knorpel im Zeitpunkt der OP noch fest gewesen, hätte auch die Flüssigkeit nach der OP diesem nix anhaben können...

Und die Patella bewegt sich ja beim Beugen und Strecken jedesmal einige Zentimeter... Wie soll das erweichter Knorpel überstehen?

Die Konsultationen dauern bei mir idR 2 Minuten. Ein wirkliches Gespräch findet doch garnicht statt.

Die Ärzte klären ihre Patienten doch überhaupt nicht darüber auf, was sie mit einer OP bezwecken.

Hier sind so viele Patienten, die glauben, durch eine OP "geheilt" zu sein...

Aber darauf zielen die OP's doch garnicht ab...

Ich könnte wetten, das die Orthos, die Väter/Mütter sind, ihre eigenen Kids sofort arthroskopieren, wenn sich ein kleines Zipperlein zeigt...

Nur dann kann man schnell genug sein...

Aber Leute wie wir, mit langjährigen Problemen kommen... Da kann man nur noch lindern und herausschieben.

Mit den PB solltest Du folgendes beachten - ich bin im selben Alter wie Du...

Stell Dir vor, man macht Dir in den nächsten Jahren neue PB's und die halten bis Du 54 bist...

Man würde Dir dann aus Altersgründen keine Transplantation mehr machen...

Nur Transplantationen geben Dir volle Belastbarkeit zurück - bei idealen Knie-/Beinverhältnissen hält dieser Knorpel ewig!!!

PB's führen nur zu Eratzgewebe. Es ist kein Knorpel... Er hält nicht lange und hält nix aus...

Die Ergebnisse von Transpl sind hervorragend... Auch die Anwachsquote...

Ich sage es mal so: Niemand mit Geld und Einfluss würde sich mit PB's zufrieden geben...

Hier im Forum sind viele mit Transpl. Es wunderte mich, da sie erst seit diesem Jahr problemlos von den Kassen gezahlt werden...

Aber wie gesagt: Man muss sich an Kliniken wenden, die diese OP machen. Kein niedergelassener Arzt wird Dir diesen Tipp geben...

Ich war wg meines Knies nie wieder in Behandlung. Ich habe leider gravierende andere Probleme und bin einfach seelisch schlecht dran... Kurz nach der OP ging ich zu e. anderen Orth., weil ich mir Sorgen machte... Fragte ihn nach KG... Er antwortete, das sei nicht erforderlich...

Es ist schon hart.

Ich hätte natürlich gerne e. MRT. Löcher im Knorpel sind eigentl. gut sichtbar zu machen. Und jetzt sollte ja wohl auch klar sein, dass man hinter der Patella suchen muss. Vielleicht hat man bei dem MRT vor 6 Jahren ja die Menisci gescannt... :-o

Wären da Löcher - besser ein großes von 4 cm - dann würde ich SOFORT einen Termin in einer Transpl.Klinik machen. Bei Gelingen der OP hätte ich dann nach 4 Lebensjahrzehnten zum ersten Mal ein belastbares Knie...

Ich könnte Sport machen... Das ist es doch wert...

Mir ist klar, dass das Knie ein Dauerthema bleibt... Hoffentlich finde ich genug Kraft, um es irgendwann nochmal anzugehen. Ich hoffe, vor dem 50. Lebensjahr einen transplantationsfähigen Schaden zu haben.

Kommt der Schaden ( 3. od. 4. Grad ) erst später, kommt nur noch ein künstl. Gelenk infrage.

Anders als Du, habe ich eine extreme Abneigung dagegen... Ich will sowas nicht :°(

Oops - dieser Beitrag ist auch irgendwie etwas durcheinander... :=o

LG

E5toixle9


Hi nochmal,

ich war gerade auf der Suche nach Infos über Arthroskopien ohne Drainage...

Und fand eine interessanten Artikel:

[[http://classic.unister.de/Unister/wissen/skripte/ausgabe_text1280_1.html]]

Mikrofraktuierung scheint die neuere Methode zu sein - und die bessere...

Vorsicht:Der Artikel ist von 1998 - läßt die Entwicklung bzgl. Knorpelzelltranspl. also außer Betracht ;-)

LG

BCrucxhy2


Hallo Etoile,

bei uns steht der PC im Zimmer meines Sohnes und er hat heute erst lange geschlafen und dann den PC in Beschlag gehabt. Deshalb konnte ich mich nicht eher melden.

Was genau die Luxationen verursachte, hat mir nie jemand in Ruhe erklärt. Ich weiß nur, dass das Gleitlager zu flach ist und der gesamte Bandapparat zu locker ist. Meine x-Beine gehen gerade noch so. Von einer Umstellung war jedenfalls nie die Rede. Vor meiner letzten OP wurde zwar eine spezielle Röntgenaufnahme wegen der Beinachse angefertigt, aber nie mit mir ausgewertet. Ich denke mal, das Zusammentreffen aller Kriterien ist der Auslöser. Richtig schlimm wurde es dieses Jahr, nachdem ich schon lange Schmerzen hatte und sich die Muskulatur abgebaut hat. Da gab es dann kaum noch ein Halten für die Kniescheibe. Mein Hausarzt meinte, dass eine Bandage ausreicht! Witzig! Durch die Bandage wurde der Druck auf die Kniescheibe erhöht, dadurch hatte ich noch mehr Schmerzen und vor den Luxationen hat die Bandage auch nicht geschützt.

Deine negativen Erfahrungen mit den Ärzten muss ich mich leider anschließen!!! Ich habe hin und wieder mal einen Orthopäden aufgesucht, aber keiner hat mir geholfen. Danach war ich immer so frustriert, dass ich wieder 2-3 Jahre gewartet habe, bis ich wieder einen Neustart gewagt habe. Als es dann ganz akut wurde, bekam ich nirgendwo einen Termin. Als ich dann endlich in der orth. Klinik behandelt wurde, war es schon so schlimm, dass ich am Rollator gehen musste und nur noch ein paar Schritte geschafft habe. Bei einer früheren Behandlung wäre es gar nicht erst so schlimm geworden.

Nach der OP war mein Knie ca. 2 Monate sehr geschwollen. Deshalb war auch die Beugung recht schwierig. Ich hatte den Schlauch nur einen Tag im Knie, dann wurde er gleich wieder gezogen. Ich habe meinem Hausarzt mitgeteilt, dass ich Eiter in der Narbe hatte, das hat ihn aber nicht beunruhigt. Ich habe mich immer total schlapp gefühlt, zittrig und hatte Herzrasen, Schwindelgefühl. Schon einige Zeit, nachdem der Eiter austrat, hat mein Hausarzt ein Blutbild gemacht und aber gemeint, dass alles i.O. wäre. In der Klinik selbst habe ich keinen Nachsorgetermin erhalten. Der Arzt meinte, ich brauche erst wieder zu kommen, wenn ich 80 bin! Ha, ha. Von meinem rechten Knie ganz zu schweigen. Die Herren Götter in weiß sind allesamt sehr von sich und ihrer Leistung überzeugt. Ich habe nun einen Orthopäden in einem Nachbarort ausfindig gemacht. Am Montag fahre ich zu ihm. Mal sehen, wie seine Diagnose / Meinung ist. In der letzten Zeit hat sich mein operiertes Knie nur verschlimmert. Ein wenig mehr Kraft habe ich jetzt, die Beugung klappt auch, aber es ist immer noch an einer Stelle geschwollen und die Schmerzen und das Knirschen nehmen zu. Wenn ich beuge und wieder strecke besonders. Ich wurde nicht punktiert. Ich sollte Lyphdrainage bekommen, aber keiner hat sie mir verordnet. Früher wurde ich nach den Luxationen auch nie punktiert. Erst nach der Wende kam ich in den Gnuss, dass meine Knie punktiert und überhaupt behandelt wurden, (abgesehen von den beiden OPs),wenn ich eine Lux hatte. Dadurch hat sich der Knorpel so doll verändert.

Aus welcher Gegend kommst Du? Ist Dein Wohnort auch so dünn mit Orthopäden besiedelt? (Ich bin aus Sachsen-Anhalt.) Kannst Du nicht doch mal in eine etwas entferntere Fachklinik fahren, um eine genaue Diagnose und Therapieansätze zu bekommen? Offenbar sind ja die Orthopäden, die Dich bis jetzt "behandelt" haben, weder sehr kommunikativ noch fachlich kompetent. Du hast Dich ja schon über die Knorpeltransplantation und sicher auch schon über entsprechende Kliniken erkundigt. Kannst Du da nicht einen Termin vereinbaren? Die führen doch vor solchen Eingriffen auch Diagnosen durch. Könnte Dir Dein Hausarzt nicht eine Überweisung zum MRT geben? Den Befund könntest Du dann gleich zum Spezialisten mitnehmen. Mir ist es auch übrigens auch schon oft so ergangen, dass die Ärzte sich keine Zeit nehmen, nix erklären und erwarten, dass man sich blindlinks in ihre Hände begibt.

Es tut mir sehr leid, dass es Dir durch noch andere Probleme und die Schmerzen insgesamt sehr schlecht geht. Aber, wenn man dauernd Schmerzen hat, macht das noch depressiver. Wenn es eines Tages gar nicht mehr geht, was soll dann werden? Ich hatte zum Glück meinen Sohn, der mich in die Klinik gefahren hat. Ohne ihn wäre ich nicht mehr von A nach B gekommen. Lass es nicht erst so weit kommen. Ich verstehe ja, dass es mitunter schwierige Phasen gibt, an denen man sich erst um andere Dinge kümmert. Bei mir war es auch oft so. Zum Beispiel, wenn meine Eltern oder mein Sohn krank waren. Manchmal bin ich auch richtig depri, antriebslos usw. Im letzten Jahr ist bei uns viel passiert. Irgendwann reicht es dann wahrsheinlich. Jedenfalls, schiebe es nicht zu lange hinaus!

Vielen Dank für den informativen Link! Nun habe ich allerdings erst recht den Eindruck, dass meine operative Behandlung total veraltet ist. Und dann noch die Nachbehandlung, die man ja gar nicht so nennen kann. Ich hoffe, der Orthopäde am Montag stellt nicht fest, dass alles umsonst war und nix mehr zu retten ist. Irgendwie habe ich gar kein gutes Gefühl. Ich komme mir fast wie ein Versuchskaninchen vor. Wenn das nix hilft, dann machen wir das...Vielleicht liege ich ja auch falsch. Ich versuche noch, den Montag abzuwarten, ehe ich völlig resigniere.

"Leider" kommt mein Sohnemann gleich wieder und will sein Zimmer wieder für sich. Deshalb habe ich alles ziemlich hektisch geschrieben und ganz schön durcheinander. Sorry!

Lg Bruchy!

E\toi^le9


Hallo Bruchy,

meine Güte - Du bist nun wirklich wie das Letzte behandelt worden ]:D Solche Berichte findet man selten. Ich dachte schon allmählich, ich sei die Einzige, mit der man so umgeht...

Ein MRT müsste eigentlich zeigen, ob Ersatzknorpel gewachsen ist. Du hast also PB's. bekommen... Dem Link zufolge ist es ja die ältere und kompliziertere Methode... Das Knirschen ist ein schlechtes Zeichen. Es heißt meistens, dass Knochen auf Knochen schrabt. Es ist auch logisch, dass es bei der Streck-Beuge-Bewegung kommt. Bei dieser bewegt sich die Patella hoch und runter. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Bohrungen im Meniskus bessere Erfolge haben. Denn die Menisci werden im Rahmen der Nachbehandlung - ich meine nur nie Wiedererlangung der Beugung - nicht belastet... So kann der Knorpel dort wachsen...

Ich frage mich Folgendes:Möglich wäre es vielleicht, auf jegliche Mobilisierung zu verzichten, und das Narbengewebe in einer 2. OP zu entfernen. Oder sofort in oder nach der OP Kortison zu spritzen. Ich hatte mal gelesen, dass man das zur Verhinderung von Narbengewebe einsetzt. Ob das hilft, weiß ich nicht. Immerhin gibt es Patienten, die das mit den Übungen zur Erreichung der Beugung verschlafen, die dann eine 2. OP zur Entfernung des Narbengewebes bekommen...

Mich macht es fassungslos, dass man nicht auf die Entzündung reagiert hat... War die im Gelenk, hat die den evtl. gesprossenen Ersatzknorpel sofort angefressen... Man hätte das Gelenk antiseptisch mit Antibiotika spülen können.

Der Name Krogius ist mir jetzt in einem Bericht begegnet. Es scheint 3 verschiedene Methoden der Behandlung von Luxationen zu geben. Hoffentlich hat der das LR und die Kapselraffung gut durchgeführt. Dann müsstest Du nur noch an Ersatzknorpel oder transplantierten Knorpel kommen.

Bitte gib nich auf! Vielleicht stehst Du kurz vor einer Lösung des Problems. Du solltest bedenken, dass kein Knorpel mehr wächst bzw. anwächst, wenn zulange Knochen auf Knochen gerieben hat... Du könntest den operierenden Ortho ja darauf ansprechen, ob man besser auf jede Beugung verzichtet, um dem Knorpel bessere Chancen zu geben... Und ob er bereit wäre, eine NachOP nur zur Narbenentfernung zu machen... Leider fehlen mir Infos, wieviele Wochen lang sich dieser Ersatzknorpel bildet, wann der fest wird etc. Nur eines weiß ich ganz sicher: Narbengewebe ist ein sehr, sehr übles Zeug. Es wird bei der Beugung ja mit Gewalt zerrissen. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass diese Wucherungen so ungünstig liegen, evtl. in Verbindung zu dem neuen Eratzknorpel entstehen... So reißt man sich bei den Beugungs-Übungen unwissentlich auch den neuen Knorpel mit ab... Ich habe noch eine Doktorarbeit über ACT ( Knorpelzelltranspl ) gefunden... Die Erfolge bei retropatellarem Knorpelschaden sind deutlich schlechter als bei den Menisci... Ich versuche mal Infos über NarbenentfernungsOP's zu finden...

Dass man Dich garnicht punktiert hat, wundert mich... Darauf solltest Du bei der nächsten OP unbedingt bestehen! Die 1. sollte möglichst in den ersten Tagen nach der OP gemacht werden... Man sollte sie so lange machen, bis nix mehr kommt. Drainagen sind sicher gut. Leider führen sie oft zu Infektionen. Ich würde beim nächsten Mal sehr darauf achten, dass alles steril ist. Nix mit den Fingern anfassen... Aber natürlich kann es auch der Arzt bzw. das Krankenhaus verursacht haben... Ansonsten solltest Du das Knie nach der OP stets kühlen und hochlagern. Wie gesagt, gefährlich ist bei der retropatell. Arthrose NUR die Beugung. Du solltest gleich nach der OP fest auftreten.

Das nächste, was mich wirklich umhaut, ist, dass man Dir eine Kniebandage verschrieben hat. Wenn ich sowas höre, fange ich wirklich an, am gesunden Menschenverstand von Ärzten zu zweifeln... Eine Kniebandage, die kein Loch über der Patella hat, leistet nun wirklich jeder Arthrose Vorschub... UNFASSBAR! Bei retropatell. Arthrose muss eine Bandage ein Loch haben... Sinn machen solche Bandagen aber eigentlich überhaupt nur bei Leuten mit Bänderrissen...

Meine Knieprobleme sind ja längst nicht so schlimm wie Deine. Ich bin leider völlig auf mich alleine gestellt. Das Leben kann schon heftig sein... Und sog. Freunde verabschieden sich schnell bei Problemen... Ich habe allerdings den Vorteil, momentan im Ruhrgebiet zu wohnen. Hier liegen die Städte dicht beieinander. Ich kenne die Kliniken, die Transplantieren... Die Voraussetzungen sind leider immer andere. Leider verlangen alle, dass man ein MRT mitbringt... Bei mir schrabbt Knochen ja noch nicht auf Knochen - ich habe also Zeit...

Bitte gib nicht auf! Versuche ein MRT zu bekommen... Dein Sohnemann soll Dich zu ein paar anderen operierenden Orthop. fahren ;-) Ganz besonders freuen würde es mich natürlich, wenn ihr auch zu einer Transplantations-Klinik fahren würdet... :)*

Ich versuche mal, Infos bzgl. Verhinderung von Narbengewebe zu finden... Das Ganze betrifft mich ja auch...

LG @:)

EVtoiElex9


Hi nochmal,

es gibt nur wenig zum Thema. Hier ein Text:

Während früher im Vordergrund der Komplikationen die Infektion stand, ist sie aufgrund der neuen Techniken mit arthroskopischem Vorgehen ausgesprochen selten geworden. Heute fürchten wir die postoperative Kapselschwellung und - schrumpfung (so genannte Arthrofibrose) am meisten. Nach allen operativen Eingriffen kann es zu einer überschießenden Bindegewebsbildung im Gelenk kommen, die zu einer mehr oder weniger starken Einsteifung führt. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Begünstigend für die Entwicklung der Arthrofibrose ist der Grad der Traumatisierung des Gelenkes, sei es durch den Unfall selbst, sei es durch den operativen Eingriff. Mit Hilfe minitraumatisierender Techniken lässt sich die Arthrofibroserate deutlich senken. Die Arthrofibrose führt vor allem zu Verklebungen der Gelenkkapselabschnitte unmittelbar oberhalb der Kniescheibe, wodurch die Beugefähigkeit reduziert wird, und zu einer Schrumpfung und narbigen Umwandlung des so genannten Hoffa'schen Fettkörpers, jener Fettmassen hinter dem Kniescheibenband im Gelenk, wodurch sich die Kniescheibe nach unten verlagert. Hieraus resultiert ein ungünstiges Verhältnis des Andrucks der Kniescheibe gegen die Oberschenkelrolle mit der Folge von Knorpelerweichungen bis hin zu dessen Zerstörung. Das richtige Timing der Operation hilft, die Rate dieser Komplikation signifikant zu senken. Resultiert trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Bewegungseinschränkung des Kniegelenkes aufgrund einer Kapselschrumpfung oder aufgrund von Verklebungen, hilft häufig nur eine erneute Arthroskopie mit Lösen der Verklebungen und Verwachsungen. Oft muss danach für einige Zeit Cortison eingenommen werden, um neuerliche Verwachsungen zu verhindern. Die Planung und Durchführung der Therapie dieser gefürchteten Komplikation sollte Zentren mit entsprechender Erfahrung vorbehalten bleiben.

Scheinbar kann Kortison diese Verwachsungen etwas abmildern... Viele wissen um dieses Problem garnicht. Neben der anfängl. Schwellung ist es später Narbengewebe ( Verwachsungen, Fibrose ), die eine Beugung des Knies verhindern. Hat man keine Ersatzknorpelbehandlung bekommen, sollte man sofort nach der OP mit dem Beugen des Beines beginnen... Mein (älterer) Ortho. wollte mein Bein 2 Wochen ruhigstellen... Nach ca. 7 Tagen wurde ich unruhig und begann selbst mit der Bewegung... Trotzdem, ich erzählte ja von einer dramatischen Verschlechterung nachdem ich das letzte Stück Beugung forcierte... Durch die erzwungene Beugung habe ich blockierende Narbenstränge zerrissen - aber eben auch dem erweichten Knorpel weiter geschädigt... Das Narbengewebe bildet sich nach und nach. Anfangs ist es noch leicht zerstörbar... Ob ich das alles hätte verhindern können, wenn nicht nicht die ersten 7 Tage in Bewegungslosigkeit verbracht hätte? Wahrscheinlich schon. Ich muss davon ausgehen, das operativ verursachtes Narbengeweben meinem Knorpel einen weiteren Schaden zugefügt hat...

Bei einer retropatellaren Ersatzknorpelbehandlung ( das Gewebe ist auch nix anderes als Fibrose ) wird es schwierig... Heutzutage sollte es im Rahmen von Arthroskopien wirklich zu keinen Infektionen mehr kommen... Mich beunruhigt das, weil eine Infektion durch Einnahme von Kortison natürlich ausser Kontrolle geraten würde... Ich weiß mir keinen Rat... Es ist schon übel, dass Ärzte einen damit alleine lassen. Manch einer wird das Problem der Arthrofibrose wohl völlig abstreiten... ]:D

LG

EVtoilue9


Hi,

ich habe einen Beitrag bzgl. der Nachbehandlung bei retropatellarer Mikrofrakturierung (MF) gefunden:

Bei retropatellaren Transplantationen kann zügig auf eine Vollbelastung übergegangen

werden. Es wird aber eine Limitierung der Beweglichkeit auf 0–0–30 Grad für 2 Wochen und anschließend Steigerung der Beweglichkeit alle 2–4 Wochen empfohlen.

****

Wie gesagt, stehen u. auftreten darf und sollte man sofort ( Trombose-Gefahr ).

LG

E)toi=lex9


STEADMAN - der Erfinder des Mikrofrakturing - empfiehlt bei retropatellarem MF:

eine Orthese mit Einstellung eines Bewegungsfreiraums von 0°-20°, um den Druck auf den regenerierenden Knorpelanteil der Trochlea und/oder der Patella zu verringern. Er lässt die Orthese konsequent über 8 Wochen tragen. Die Orthese sollte dabei die physiologische Überstreckung nicht einschränken (z.B. Hypex, Fa. Albrecht, Stefanskirchen). Passive Bewegungsübungen sind ohne Orthese erlaubt. - aber 8 Wochen lang wohl nur bis 20 °

////

Man findet fast nix dazu im Internet... Die Anweisungen zur Nachbehandlung sind:

1. umstritten

2. beziehen sie sich fast immer auf Meniskus-Schäden

Also ich denke, ich würde Steadman folgen - 8 Wochen nur 20 ° Beugung. Und dann ggfls eine NarbengewebsOP...

E4toi8lex9


Hi,

habe nach langer Suche noch etwas zur Nachbehandlung retropatellarer ACT gefunden. Unter der Tabelle steht, dass der neue Knorpel erst nach 1 - 1,5 Jahren die volle Festigkeit erreicht...

[[http://www.krankenhaus-erbach.de/dokumente_chirurgie/O-Knorpeltransplantation-patella.pdf]]

Ich hatte nicht mal eine Bewegungsschiene... Theorie und Praxis klaffen doch extrem auseinander...

Ich speichere den Link mal ab... Für alle Fälle... Wieso man nicht gleich voll - mit gestrecktem Bein - auftreten soll, ist für mich allerdings nicht nachvollziehbar...

LG

E]toQilex9


Hier noch ein letzter Text ( retropatellare ACT )

Defekte an der Kniescheibe und in dem Gleitlager:

Unmittelbar postoperativ sollte für 48 Stunden

Bettruhe eingehalten und das Gelenk nicht durchbe-

wegt werden. Es wird eine Schiene angelegt, die

gewährleistet, dass das Gelenk nicht mehr als 30°

gebeugt werden kann.

Nach 48 Stunden werden die Drainagen gezogen und

der Patient kann mobilisiert werden. Grundsätzlich ist

die Vollbelastung des betroffenen Beins erlaubt. Je

nach Maßgabe der postoperativen Beschwerden des

Patienten können die Unterarmgehstützen in kürze-

ster Zeit abtrainiert werden. Die Beugungslimitierung

auf 30° muss aber für 6 Wochen eingehalten werden.

Danach kann die Beugung alle 2 Wochen um 30°

gesteigert werden. Ab 90° Beugung kann die Schiene

abtrainiert werden

B8rucxhy2


Hallo Etoile,

vielen, vielen lieben Dank für die umfangreichen Informationen!!!

Die Freundin meines Sohnes war heute zu Besuch, sodass ich erst jetzt an den PC komme. :-/

Mich hat auch sehr gewundert, dass ich keine Orthese bekommen habe, zumal bei mir gleich 3 Eingriffe auf einmal gemacht wurden. Ich musste gleich einen Tag nach der OP auf die Motorschiene. Bei meiner Entlassung hatte ich mit Auch und Krach 90 Grad Beugung erreicht. Aber nur unter großen Schmerzen! Ich begreife nicht, wieso ein gutes OP-Ergebnis durch die unmögliche Nachbehandlung wieder zunichte gemacht wird.

Bezüglich der Infektionsgefahr: Ich habe auch schon von einem erhöhten Risiko bei Arthroskopien gehört. Allerdings gab es in der Klinik, in der ich operiert wurde, auch viele Infektionsfälle bei offenen OPs. :-o

Wahrschgeinlich habe ich deshalb 3 Tage Rozephin bekommen. Dieses starke Zeugs bekam mein Sohn, als er eine Neuroborreliose (Hirnhautentzündung durch Zeckenbiss) hatte. Ich bekam es prophylaktisch! Allerdings habe ich die letzte Dosis nicht mehr bekommen, weil meine Flexyle dicht war und mein Arm dick wurde. Bei meiner Zimmernachbarin musste 7 Tage nach der OP eine Wundrevision durchgeführt werden. Dann wurde sie noch 3x punktiert. Bei einer anderen Frau wurde die Knieprothese wegen Infektionen ausgetauscht, usw.... Es gibt doch noch viele Fälle von Infektionen. Ich habe mir meine evtl beim Entfernen der klammern zugezogen- denke ich. Dazu kam meine Hausärztin zu mir nach Hause, weil ich so groggi war, dass ich nicht in die Praxis gehen konnte.

Ich habe große Erwartungen an meinen morgigen Termin beim Orthopäden. Hoffentlich werde ich nicht wieder enttäuscht. Ich hoffe vor allem, dass er mir sagen kann, was nun mit meinem Knie ist, die notwendigen Untersuchungen veranlasst und mir sagt, wie ich mich verhalten soll (belasten, beugen...). Mein Hausarzt war bezüglich meiner Knieprobleme nicht wirklich hilfreich. Erst meinte er auch, dass sich mein Knie nicht von allein bessert und dass er sich wegen einer Reha erkundigen wolle. Beim nächsten Termin war keine Rede mehr davon. Er meinte sogar, Physiotherapie sei nicht alles. Ich müsse nun voll belasten, sonst würde die Muskulatur zurückgehen (dabei muss sie doch erst einmal aufgebaut werden). Da war ich so verdattert, dass ich mich gar nicht traute noch einmal nachzufragen, zumal ich zu diesem Zeitpunkt wegen der Krebserkrankung meines Vatis (im Moment ist er Gott sei dank stabiler) auch nicht zu einer Reha wollte und konnte. Aber unabhängig davon ist es nicht zu verstehen! Dumm wie ich bin habe ich es also versucht- mit dem Ergebnis, dass es viel schlimmer wurde. Beziehungsweise habe ich die Probleme erst, seit ich versucht habe, voll zu belasten.

Die Fakten, die Du so umfangreich für mich rausgesucht hast (Vielen Dank für die große Mühe!!!) decken sich genau mit meinem Empfinden. Ich habe zu früh unter Beugung belastet. Aber, wenn man nicht aufgeklärt wird... Jedenfalls habe ich auch mal versucht, mit dem operierten Knie die Treppe "normal" rauf zu gehen. Mein rechtes Knie tat schon so weh, da dachte ich, ich entlaste es dadurch. Es ist genug Zeit vergangen, seit der OP am linken. 1-2 Tage später fing dann das linke (operierte) knie an zu mucken. Mein Hausarzt meinte außerdem, ich soll weiterhin Ibuprofen nehmen. Aber erstens überdeckt es nur den Schmerz, man mutet sich mehr zu, als dem Knie gut tut (Schmerz ist ja auch ein Warnsignal) und ausserdem ruiniere ich mir meinen Magen damit. Nix, als falsche Ratschläge!

IDass die Stelle unter der Kniescheibe sehr schwierig zu "reparieren" ist stimmt leider genau. Wenn ich vor der OP über die Bohrung aufgeklärt worden wäre, hätte ich wahrscheinlich nicht zugestimmt. Es war eine vertrackte Situation. Eigentlich war abgemacht, dass ich einen Ersatz bekomme, der ist aber auch umstritten. Wenn ich da schon etwas über die Knorpeltransplantation gewusst hätte und die Klinik gesagt hätte, dass sie dies nicht anbietet, wäre ich doch lieber woanders hin gefahren. Da ich aber noch nix darüber wusste habe ich auch nicht gemerkt, dass die Methoden überholt sind. Über mögliche Pridie Bohrungen, Mikrofr... usw. wurde kein Wort gesagt. So habe ich mich nicht darüber informiert und musste mich nach der OP auf die Aussagen bzw. Anweisungen verlassen. Leider hat der Arzt auch nix gesagt, wie lange Stützen, ab wann bei Beugung belasten, usw. Ich habe gedacht, ich merke das dann schon, Schritt für Schritt, immer etwas mehr. Ich Dumme habe mich ja noch gefreut, als er meinte, ich brauche nicht noch einmal zu kommen. Das klang so verbindlich, dass alles prima und easy ist.

Sollte der morgige Termin nix bringen, müsste ich doch einen weiteren Weg auf mich nehmen, auch wenn es mir im Moment sehr schwer fallen würde und auch nicht so leicht zu organisieren wäre.

Ich wohne mit meinen Eltern ( beide über 80) und meinem Sohn (ist schon 20, macht gerade Zivildienst, geht nächstes Jahr zum Studium) in einem Haus. Dadurch habe ich schon große Hilfe! Aber es fällt mir sehr schwer, mir dann und wann von meiner 80- jährigen Mutti helfen zu lassen! Sonst habe ich alles für die anderen erledigt und seit Januar, Februar bin ich zu fast nix mehr nutze! Jedenfalls kann ich nicht mehr das machen, was ich sonst mit links erledigt habe (Gartenarbeit, Einkäufe, Malern, meine Eltern zu Arztterminen begleiten...) Das Schlimmste ist jedoch, dass mein Vati kurz nach meiner OP an Speiseröhrenkrebs erkrankt ist, bzw. die Diagnose erhielt. Naja, wenn, dann kommt es immer knüppeldick.

So, nun aber endlich zu Dir!!! Ich habe im Forum auch einige Beiträge überflogen. Dabei fielen mir etliche negative Erfahrungen mit Orthopäden und nicht gut verlaufene Fälle von OPs auf. Ich finde das erschreckend!

Aber in Deiner Nähe scheint es doch einige Orthopäden und Kliniken zu geben. Willst Du nicht doch mal einen Termin vereinbaren? :)z Vielleicht gibt es auch einige Leute im Forum, die Dir Empfehlungen geben können. Das scheint mir immer noch am sichersten zu sein, um an einen fähigen Arzt zu kommen. Ich habe mir leider nur München und Hannover gemerkt. Aber ich wäre Dir gerne behilflich. Ich bin auch im deutschen Arthroseforum angemeldet. Da werde ich auch mal suchen. Hast Du einen guten Hausarzt? Würde er Dich nicht vorab schon einmal zum MRT überweisen?

Dass Du nach Deiner OP nicht einmals Physios verschrieben bekommen hast ist ja der Gipfel! Man weiß doch erst, wenn man die Übungen unter Anleitung gemacht hat, was man machen kann. Und einige Übungen gehen allein gar nicht. Beispiel zum Erreichen der Beugung: Ich musste mich auf den Bauch legen und das Knie beugen. Dann musste ich versuchen, es zu strecken- gegen den Widerstand der Physiotherapeutin. Danach hat sie es wieder (bis zur Schmerzgrenze) gebeugt. Nach einigen Wiederholungen ging es dann wirklich besser. Aber wie soll man das alleine hinkriegen?

Wie im Moment der Zustand Deines Knies wirklich ist, besonders ob zum aktuellen Zeitpunkt schon eine Transplantation gemacht werden könnte, lässt sich doch nur mit einem aktuellen MRT klären. Vielleicht kannst Du Deinen Hausarzt überzeugen, dass es wichtig ist jetzt eines zu erstellen, bevor es zu spät ist?

Welche Art Fehlstellung hat Deine Kniescheibe? Liegt sie auch zu weit außen (lateral)? Wie hat sich nach dem LR die Lage der Kniescheibe geändert?

Bezüglich dem Verhalten nach Deiner OP (Beugung oder nicht) finde ich auch, Du hättest eine Motorschiene bekommen und sachte immer etwas beugen müssen (+Physiotherapie!). Bei mir hieß es auch, dass sich Verklebungen bilden, wenn man nicht beugt. Aber es kommt auch darauf an, wie stark ab wann gebeugt wird und was gemacht wurde. Da sind sich die Götter in Weiß wohl selber nicht sicher. Mal ist es zu viel, bei anderen Patienten zu wenig. Als ich vor 25 Jahren operiert wurde, habe ich sogar 6 Wochen Gips bekommen. Zwei Jahre danach nur noch eine Gipsschale (damals gab es wohl noch keine Orthesen) und musste auch schon früh anfangen, zu beugen und zu bewegen. Jetzt nicht mal eine Orthese! Nach den 6 Wochen Gips hatte ich jedoch auch keine Verklebungen und konnte schnell wieder gehen. Also, es ist schon verwirrend. Aber es kommt wirklich auch auf die Art von OP an.

Jetzt drängelt mein Sohnemann schon wieder. Ich melde mich morgen Abend, wenn ich vom Orthopäden zurück bin.

Lg und noch einmal vielen lieben Dank für die Infos! (Dadurch kann ich morgen beim Arzt schon ganz anders an die Sache heran gehen.)

Nochmals LG

Bruchy!

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