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Sequester - Wer hat damit Erfahrungen gemacht ? Bitte um Hilfe!!

J>ennyS_Eyxe hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

es geht um meine Mum. Sie ist erst 44 Jahre alt und hatte seit längerem Rückenschmerzen, die sie (wie alle schmerzen) außer Acht gelassen hat. Und seit ca 4-6 Wochen sind die Schmerzen so stark, das sie kaum irgendetwas machen kann. Die Schmerzen strahlen ins linke Bein bis hin zum Knöchel. Sie beschreibt es als würde ihr jemand im Beim rum reißen.

Nach langem hin und her und mehreren MRT´s wurde bei ihr ein Sequester festgestellt. Hier einmal der Bericht dazu:

Es zeigte sich in der Tat ein schmaler, fast filifomer Sequester vn 12,7 mm Länge cc, ca. 4,5 mm Breite lr, knapp 3 mm ap nahezu über die gesamte Höhe des LWK5 links intraspinal reichend, insbesondere den unteren linken Recessus zu wesentlichen Teilen ausfüllend bis in den Forameneingang 5/1 hinein. Der Sequester erscheint gegenüber der BS 5/1 klar abgesetzt, im Gesamtaspekt eher 4/5 her nach caudal verlagert, er drängt L5 links intraforaminell ab unter Reizzeichen der Wurzel.

Beurteilung:

Kompression von L5 links intraforaminell wie auch Forameneingang 5/1 durch eine schmale, fast filiforme Sequestrierung von 12x4,5xknapp 3 mm Durchmesser, ausgehend am ehesten von LWK 4/5.

Nun bekommt meine Mutter bei ihrem Orthopäden eine sogenannte Reischau Therapie. Das sind insgesamt 5 Spritzen, die direkt in den Schmerz gespritzt werden. Sie hat nun schon 2Stück bekommen, aber es ist keine Besserung aufgetreten.

Was nun ? Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr vorgegangen ? Kommt meine Mutter an einer Op vorbei oder ist dies noch der einzigste Weg ?

Sie hat ziemlich angst vor dem Eingriff einer Op. Ich habe im Internet zwar gelesen, das solch ein Eingriff schon fast Routine ist, aber ein falscher Handgriff und sie könnte nicht mehr laufen. :-(

Für Antworten wäre ich euch sehr dankbar!!!

Ganz liebe Grüße

Jenny

Antworten
E!toiFle9


Hallo,

vielleicht melden sich ja noch Leute, die OPs in der LWS hinter sich haben.

Leider hat jeder Patient eine individuelle Situation, so dass man Berichte anderer nicht wirklich auf sich anwenden kann.

Oft liest man, dass erst operiert werden soll, wenn Blasenstörungen, Lähmungen entstehen.

Andererseits gibt es Patienten, die wegen "bloßen" Schmerzen operiert wurden und danach herrlich schmerzfrei sind und bleiben...

Ich selbst hatte auch schon unvorstellbar starke LWS - Schmerzen. Diese hatten bei mir allerdings eine ungewöhnliche Ursache, die nichts mit der Wirbelsäule zutun hatte...

Dadurch weiß ich allerdings, wie es ist, wenn man mit stärksten Schmerzen leben muss. Bei mir waren es leider 2 Jahre. Das hinterläßt leider lebenslange Spuren...

Bei Deiner Mutter ist ja nun wirklich ein Fremdkörper, wohl eine Stück Bandscheibengewebe, vorhanden.

Dies wird sich kaum auflösen. Generell ist dies natürlich ein Zeichen dafür, dass die Bandscheibe nicht ganz in Ordnung ist, und künftige weitere Probleme zu befürchten sind.

4-6 Wochen Schmerzen ist natürlich eine kurze Zeit. Ich kann verstehen, dass Ärzte dies erst einmal konservativ behandeln wollen. Wobei mir trotzdem nicht klar ist, worauf sie hoffen. Dieser Sequester liesse sich eigentlich nur durch ein Wunder beseitigen...

Sicherlich gibt es viele Patienten, die viele Jahre mit solchen Schmerzen zu Leben versuchen. Eben auch aus Angst vor der OP. Sie nehmen stärkste Schmerzmittel.

Bei Deiner Mutter scheint eine bestimmte Nervenwurzel, die das schmerz. Bein versorgt, betroffen zu sein.

In dem folgenden Link wird hierfür eine bestimmte OP-Methode, perkutane Nukleotomie, genannt. Es ist ein Absaugverfahren.

[[http://www.onmeda.de/krankheiten/bandscheibenvorfall.html?p=7]]

Mir persönlich würde das als Info nicht ausreichen. Es gibt sicherlich noch mehr Infos. Man sollte sich mit den verschiedenen OP-Methoden auseinandersetzen - und nach Möglichkeit immer den "kleinsten" Eingriff wählen.

Die Entscheidung zur OP muss man leider alleine treffen.

Ohne OP kann man meist davon ausgehen, dass Schmerzen bleiben bzw stärker werden.

Eine OP birgt immer die Chance auf - völlige - Heilung...

Um diese vielen MRTs kann ich Deine Mutter nur beneiden. Sie sind unverzichtbar - und trotzdem werden sie Patienten oft verweigert...

Viel Glück!@:)

H@olgexr-23


Hallo Jenny,

aber ein falscher Handgriff und sie könnte nicht mehr laufen.

Das ist äußerst unwahrscheinlich. Es ist also ein Bandscheibenvorfall, bei dem sich das ausgetretene Kerngewebe von der Bandscheibe gelöst hat und nun die Nervenwurzel L5 bedrängt.

Ich hatte auch einmal einen sequestrierten BSV und wurde 2 Monate danach operiert. Nach 2 Wochen Klinik (dürfte heute nicht mehr so lange sein), schlossen sich noch 6 Wochen AHB an. In meinem Fall war die Nervenschädigung schon zu lange, er hat sich nicht mehr erholt.

Diese Möglichkeit sollte deine Mum auch bedenken. So eine OP ist wirklich routine. Statt nur im Internet sollte sie sich besser bei einem Wirbelsäulenchirurgen über die Möglichkeiten mit und ohne OP informieren. Es gibt Ärzte, die sich dafür Zeit nehmen, entgegen anders lautender Meinungen.

Dass die Spritzen bisher ohne Wirkung geblieben sind, ist für mich nicht verwunderlich. Die ausgetretene Bandscheibe kann eventuell zu groß sein, um medikamentös eine Schrumpfung durchführen zu können.

Mit entsprechenden Schmerzmitteln ist ein Leben so sicher auch möglich, wenn sie keine OP möchte. Für mich war und wäre das allerdings keine Alternative.

*:)

Gruß

Holger

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