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Bandscheibenvorfall, Dauerschmerzen: Operation?

w5uschMnxi hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

wollte mein Leiden auch hier veröffentlichen und hoffe ihr könnt mich etwas aufbauen und helfen. Habe seit ca. 4 Wochen wahnsinnige Schmerzen, ohne unterbrechung. Schlafen ist für mich Luxus geworden und dieses Wochenende war mal wieder der Hammer, immer diese Starke Schmerzen am Wochenenden und dann konnte ich nicht mal aufstehen, erst nach 30 Min.

Meine Geschichte. Hatte schon vor 7 Jahren einen Bandscheibenvorfall, Krankengymnastik hat mir damals überhaupt nicht geholfen. Das einzige was mir geholfen hat, war die Ambulante Reha in Frankfurt, was leider nicht mehr von den Krankenkassen übernommen wird. Nach der ambulante Rehe hatte ich kein leiden mehr, bis vor ca. 4 Wochen, hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich war Krank, hatte starke Grippe (Husten ohne Ende) hatte Nachts geträumt, das ich von eine Klippe runterspringe ins wasser. In den Traum bin ich natürlich nicht in Wasser gelandet, sonder auf eine Straße. Morgens bin ich Aufgewacht und hatte Schmerzen wie Ischias. Ich dachte nach 3 Tagen geht es weg, aber so war es nicht, bin zu meine Ärztin, sie hat mir Spritze gegeben aber es wurde von Tag immer schlimme, die Schmerzen haben ins Bein gezogen, ich konnte kaum normal laufen. Aus mein Bein ist ein Holzbein geworden. Gott sei Dank hatte ich aber keine Lehmungen oder Taubheitsgefühl. Nach eine Woche hat mich meine Ärztin zum Kernspintomographie geschickt, weil die Schmerzen nicht mehr auszuhalten waren.

Das Ergebnis: Bandscheibenvorfall wie vor 7 Jahren, gleiche Position nur etwas schlimmer, sagte mir der Orthophäde.

Bilder vom Kernspin:

[[http://www.pluse.de/images/bandscheibenvorfall01.JPG]]

[[http://www.pluse.de/images/bandscheibenvorfall02.JPG]]

Von Orthopäde habe ich zwei Spritzen in Rücken bekommen, Tramadol trofen, die 0,00 % gewirkt haben und ich sollte es warmhalten. Krankengymnastik wollte er mir noch icht verschreiben, weil die Schmerzen so stark waren. Das ging dan wöchentlich so weiter, immer eine Spritze und der Orthopäde sagte mir, wenn es nicht besser wird, müssen wir Operieren. Ich war natürlich geschockt. Ich bin immer noch davon überzeugt das ich nicht operiert werden muss, sondern man kann das Leiden mit Reha beheben und ich kann wieder Schmerzfrei leben. Er hat mir auch eine Grönemeyer Methode Empfolen, aber die übernehmen die Krankenkassen nicht, das wäre jetzt nicht das Problem, aber die Methode sagt mir irgend wie nicht zu, ist ja auch ein kleiner Eingriff.

Vor eine Woche hat er mir dann Krankengymnastik verschrieben und habe sofort ein Antrag auf Stationäre Reha erhalten, weil er mitlerweiler auch davon überzeugt ist, das man es so hinbekommen könnte, statt eine Operation, aber er sagte mir, wenn die schmerzen Schlimme werden, ist es sinnvoll den Vorfall zu entfernen. Hmm Hilfe... mag keine Operation. Der Antrag ist jetzt zur Prüfung, ich hoffe das er genehmigt wird, weil so kann ich nicht mehr weiterleben, das ist kein Leben.

Er möchte nächste Woche nochmal die Kernspin-Bilder sehen und hofft das der Antrag schon wieder zurück ist. Ich kann mir nicht vorstellen , das die so schnell Arbeiten.

War heute wieder dort, habe ihm erzählt wie Stark die Schmerzen sind.

Habe jetzt auch neue Schmerzmittel: Tilicomp beta 100/8 bin mal gespannt ob die helfen.

Ich bin immer noch der Meinung, das eine Operarion zu früh ist, ich bin erst 32 Jahren. Was sagt Ihr dazu, und habt Ihr paar Tips (eigene Erfahrung oder im Internet) was helfen könnte.

In der Krankengymnastik machen wir nur Entlasungsübungen. Mein Orthopäde hat mir gesagt, ich soll es warm halten, in der Krankengymnastik wurde mir gesagt, ich soll es 3 mal am Tag 4 - 5 Minuten kühlen, weil wärme wäre gefährlich, weil durch die Wärme könnte die Bandscheibe noch weiter rausrutschen, hmm ??

Freue mich schon auf Euere Beiträge. Hoffe das ich heute mal 2 - 4 Stunden schlafen kann.

Viele Grüße aus Frankfurt

wuschni

Antworten
idssa&m1


hallo,

hast du laehmungen in Beine? wie sieht es mit den Beinreflexen aus ? Taubheit?

also wenn ich das MRT mir anschaue ist es ein grosser lumbosakraler Bandscheibenvorfall (L5/S1) links. bezweifele einen konservativen behandlungserfolg.

wenn du weitere Information ueber bandscheibenvorfall und op methoden brauchst kannst du dir mal die seite anschauen

[[http://neurotoday.com/Lendenwirbelsaeule.html]]

gruss

easy

w4us?chxni


freue mich sehr, das jemand geantwortet hat. es ist wieder mal kurz nach 2 und ich kann vor lauter schmerzen nicht schlafen. leider helfen die neue schmerzmittel "Tilicomp beta 100/8" irgend wie auch nicht, obwohl ich gestern der meinung war, das sie besser sind, da ich 2 stunden fast ohne schmerzen war. man war das ein schönes gefühl.

zu Deinen Fragen:

Dein ich habe keine Laehmungen in Beinen, nur extrem starke Schmerzen im Linkten bein sowie ziehen, ist echt kaum auszuhalten. Reflexe sind auch kontrolliert worden und alle vorhanden. Habe auch keine Taubheit. Mein Physiotherapeut hat sich die MRT Bilder angeschaut und war auch nicht so erfreut. Er sagte mir, das ich echt glück habe, das die Bandscheibe extrem die Nerven reizt, was die Schmerzen verursacht, aber nicht die Stellen, die zur Taubheitsgefühl und Ausfällen führen kann. Hmm Du sprichst von grosser lumbosakraler Bandscheibenvorfall, ok der Begriff ist mir Neu aber ich werde mal googleln und dann wollte ich Dich noch fragen, was meinst Du mit "bezweifele eine konservativen Behandlungserfolg".

Mein Du damit die Krankengymnastik und ggfs die Rehe, wo der Antrag gestellt worden ist? Meinst Du ich kann es damit nicht hinbekommen, das ich wieder Schmerzfrei Lebe. Für eine OP fühle ich mich einfach zu Jung und bin der Meinung das es auch andere Lösungen wie Reha gibt.

Vielen Dank nochmal auch für den Link.

Gruss

H{olge]rr-2x3


Hallo,

also wenn Du nicht willst, wird dich bestimmt kein Arzt zu einer OP zwingen. Ob sie medizinisch angezeigt wäre, ist natürlich eine andere Frage. Wie kommst Du eigentlich darauf, dass Du für eine OP zu jung bist ??? Wer hat dir das denn erzählt ???

Und natürlich ist erstmal konservative Therapie das Mittel der Wahl. Unter Schmerzen kannst Du keine KG machen. Das bringt nichts. Krankengymnastik, aber nur in Zusammenhang mit adäquater Schmerzbehandlung. In einer Reha nimmt Krankengymnastik ja auch den Haptteil der Anwendungen ein.

Mit den zu erwartenden Aussichten stimme ich nach Ansicht der (unscharfen) Aufnahme allerdings auch Easy zu. Die starke Bedrängung sieht ja jeder Laie. Du solltest bedenken, je länger der Nerv bedrängt wird, um so wahrscheinlicher wird ein bleibender Schaden am Nerv.

Als Alternativen zur OP bieten sich ja noch viele Betätigungsfelder an: Heilpraktiker, Osteopathie, Manuelle Therapie, Magnetfeldtherapie, Homöopathie, oder Reha zur Schmerzbewältigung, da wird dir beigebracht, mit dem Schmerz zu leben, so mit Lichttherapie, Entspannung, ganz toll! Wer dran glaubt, dem hilft´s möglicherweise.

:-)

Gruß

Holger

wnuscvhni


Hallo Holger,

auch Dir danke ich für Dein Beitrag und Alternativen zur OP. Klar wird mich kein Artz zu einer OP zwingen und ich bin der Meinung das OP das letzte Mittel ist für Besserung. Vor 8 Jahren habe ich es auch mit ambulante Reha hinbekommen, das ich Schmerzfrei und ohne Einschränkungen leben kann. Nach dem Meine Schmerzen heute Nacht wieder so Stark waren und ich nicht geschlafen habe, bin ich zu meine Hausärztin. Habe mit Ihr nochmal alles besprochen und Sie hat mir eine Überweisung zum "Neurochirugen" gegeben, dem ich alles erzählen soll und auch die Bilder zeigen soll (die Scharfen) wo man die Bedränngung noch besser sieht {:( Er soll dann entscheiden ob wirklich eine OP Notwendig ist und wie weit der Nerv bedrängt wird. Bin auf das Ergebnis schon gespannt.

Momentan sind die Schmerzen etwas besser. Viele haben mir gesagt, ich wäre noch für eine OP zu Jung und das denke ich auch, aber wie gesagt, wenn ich morgen erfahren sollte, das es nur mit eine OP gelöst werden kann, dann werde ich bestimmt nicht nein sagen. In der KG mache ich auch momentan nur Entlastungsübungen, die kaum Schmerzen bereiten.

Hmmm, Reha für Schmerzbewältigung hört sich zwar toll an, aber wer möchte schon mit schmerzen Leben und ich glaube auch nicht das es mir helfen wird, weil ich bestimmt nicht dran glaube :-/

Freue mich auf weitere Beiträge, erfahrungen und Tipps usw.

VIELEN DANK

Grüße

HpoZlgerh-2x3


Hallo Wuschni,

schreibe doch dann bitte, was der Neurochirurg gesagt hat, das interessiert mich. Möchtest Du sagen, zu wem Du gehst ??? Ich kenne ein paar im Umkreis Frankfurt.

In der KG mache ich auch momentan nur Entlastungsübungen, die kaum Schmerzen bereiten.

Das ist auch ok so.

Alles Gute für morgen.

*:)

Gruß

Holger

iLssaxm1


finde Holger 23 hat es gut zusammengefasst.

gute besserung

easy

wWuQschxni


Hallo zusammen,

so bin von Neurochrurgen mit einem Brief zurück. Sehr selten findet man so ein symphatischen Arzt, er hat sich richti viel Zeit genommen und hat mir auch alle erklärt. Meine Hausärztin hat mir die Gemeinschaftspraxis Dr. E. Karakoulakis & St. Adloff. Obwohl ich kein Termin hatte, wurde ich von Herrn Adloff behandelt, KLASSE Artz.

Seine Meinung / Befund:

Lasegue 10 Grad gekreutzer Laseque pos.

Hypästhesie nur intermittierend. ASR erloschen (hmmm keine Reflexe, aber die sollen ja nicht Lebenswichtig sein).

Aus der vorgelegten MRT wird ein subligamentärer BSV L 5 / S1 leicht nach caudal hängend, deutlich.

Pat. benötigte 200mg Tilidin gestern (ich kann euch sagen, habe 2 x 100 mg genommen, war total benebelt - er sagte auch das sind ja hammer, wenn er eine nehmen würde, wäre er 1 jahr außer gefecht :-)).

Bei fehlenden motorischen Ausfälle liegt sicher keine absolute OP Indikation vor.

Allerdings bei Abwärungen von Vor- und Nachteien habe ich hier eher zur OP geraten.

Der Pat. möchte zunächst eine REHA anstreben und bei derem Versagen sich wieder vorstellen.

War nicht mehr so gegen die OP, aber ich werde es wirklich erstmal aus meinen eigenen Kräften versuchen, vielleicht klappt es mit der REHA wie vor 8 Jahren.

Was sagst ihr :-)

Grüße

HQol\geSr-2x3


Hallo,

wenn der Rehaantrag im Eilverfahren entschieden werden kann, versuche es ruhig damit. Wenn bis zur Entscheidung aber längere Zeit vergeht, würde ich eher eine ambulante Maßnahme anpeilen.

Die Praxis hat den Ruf, sich sehr um die Patienten zu kümmern und sie nicht "abzuarbeiten". Das deckt sich mit deiner Erfahrung. Und ohne lange Wartezeit so flott zur Untersuchung zu kommen, alle Achtung!

Stimmt wohl, der fehlende ASR ist nicht lebenswichtig, aber ein Anzeichen für die Schädigung.

Gruß

Holger

sdwat!katUten


Ich kenne die Schmerzen, die man bei einem BS-Vorfall hat. Bei mir strahlen die Schmerzen ins linke Bein aus, ich kann nur noch mit 'nem Stock gehen, bekomme auch schnell Wadenkrämpfe, wenn ich mal etwas schneller gehe (Durchblutungsstörungen liegen nicht vor).

Eine OP ist bei mir nicht möglich, da die BS-Vorfälle, es handelt sich um mehrere, bereits verkalkt sind. Zwei Kuren haben auch nichts gebracht, außer, daß ich mich da durchgefressen habe. Inzwischen bekomme ich auch Rente wegen voller Erwerbsminderung.

s*watkaxtten


Ich vergaß, noch zu erwähnen, daß ich einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragt habe. Dann kann ich ich wenigstens kostenlos die Nahverkehrsmittel nutzen (ich habe kein Auto) und habe sonst noch so einige Vorteile. Leider wurde mir aber nur GdB 30 zuerkannt, ich müsste aber GdB 50 haben, um den Ausweis zu erhalten. Ich habe dagegen Widerspruch eingelegt, Bescheid steht noch aus. Außerdem wurden inzwischen alle möglichen orthopädischen Behandlungen - bis auf diverse Spritzen und Medikamente - eingestellt, da keine Besserung mehr zu erwarten ist. Manchmal weiß ich nicht, wie ich liegen oder sitzen soll, die Schmerzen sind kaum zu ertragen. Aber der Mensch gewöhnt sich ja an alles...

Wenn sonst noch jemand in Niedersachsen so einen Ausweis beantragen möchte, das geht ganz bequem online: https://195.37.206.20/ls-online/onlineformulare/

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