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Schulterenge-Syndrom / Impingment-Syndrom

Pqeregr-ina S@antxiago hat die Diskussion gestartet


Ich habe seit einem halben Jahr sehr häufig Schulterschmerzen aufgrund eines Schulterenge-Syndroms. Die Diagnose des Orthopäden hat sich durch das MRT bestätigt.

Er rät zu einer Schulter-OP.

Nun bin ich sehr verunsichert. Ich habe zwar schon lange Beschwerden, aber mit einer OP habe ich nicht gerechnet. Elektrotherapie, KG, Spritzentherapie habe ich gemacht.

Was kann ich sonst noch tun?

Ich arbeite selbst im Krankenhaus und unser chirurgischer Oberarzt zu dem ich sehr großes Vertrauen habe rät dringend von einer OP ab.

Wer hat Erfahrungen und kann mir helfen. Ich selbst bin 35 Jahre alt und fühle mich teils recht eingeschränkt in meiner Freizeit und im Dienst aufgrund von Schmerzen.

Cello kann ich kaum mehr spielen, das Noten halten im Chor bereitet Schmerzen, nachts werde ich von den Beschwerden wach, auf der Schulter zu liegen ist mittlerweile sehr unangenehm.

Über Tips, Ratschläge und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

Gruß

Peregrina Santiago, alias Anne

Antworten
pFetrax1959


Hallo Anne

Er rät zu einer Schulter-OP.

Ein Physiotherapeut hat nach meinem Skiunfall zu mir gesagt: Die Schulter vergisst so schnell nichts -sie ist nachtragend wie eine Frau ;-). Und das stimmt! Es dauert sehr sehr lange bis Beschwerden verschwinden.

1 1/2 Jahre vor meinem Skiunfall hatte ich eine Kalkeinlagerung in der Schulter, nachdem ich ca. 8 Wochen schlimme Schmerzen hatte (konnt auch nicht darauf liegen) rief ich beim Orthopäden an. Leider musste ich dann immer noch fast 3 Monate auf den Termin warten - und siehe da als ich dann zum Doc kam wurde es wieder besser, aber auf der Rö-Aufnahme sah man das Kalkdepot immer noch.

Dann hatte ich 1/2 Jahr später einen Skiunfall, dieses Mal konnt aber mit Physiotherapie nur eine teilweise Besserung erreicht werden. Also wurde ich heuer im Mai an der Schulter operiert (vordere und untere Akromionplastik und Bursektomie, der Schleimbeutel war entzündet und mit der Rotatorenanschette verklebt, und der Gleitraum der Sehne war auch etwas zu eng). Wieder musste ich wochenlang zur KG. Aber mittlerweile muß ich sagen, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, habe auch keine Bewegungseinschränkung und keine Schmerzen mehr. Ich weiss nicht ob es ohne OP auch so geworden wäre.

Natürlich sollte man sich nicht vorschell operieren lassen und wenn dann nur von einem Schulterspezialisten. Aber du mußt dich aber darauf einstellen, dass die Schulter nach einer OP immer noch eine lange Zeit braucht bis sie wieder ok ist.

HSypeRrixon


hm

wie sah die kg den aus?

wurden die schultermuskeln trainiert (also die welche den oberarmkopf nach unten gleiten lassen)?

ein impingement läßt sich mit der richtigen therapie und viel eigenübung gut beheben!

bei einem impingementsyndrom werden weichteile v.a. die sehne des musculus supraspinatus unter dem schulterdach eingeklemmt. in nachbarschaft liegende sehnen z.b. die bicepssehnen sind ebenfalls von der einklemmung betroffen.

der oberarm kopf klemmt die sehnen unter dem schulterdach ein was zu bewegunsgschmezen und ruheschmerzen führt.

der arm läßt sich dann kaum anheben bzw das überkopfheben ist kaum möglich.

ursache ist z.b.

- regelmäßiges überkopfarbeiten

- muskuläre dysbalancen der schultermuskulatur. die musklen welche den oberarmkopf "nach unten" ( humeruskopfdepressoren) ziehen sind zu schwach sodas dwe oberamkopf in die pfanne gepresst wird.

- muskuläre verkürzungen v.a. des brustmuskles

- verspannungen

- haltungsschwäche ( krumme körperhaltung)

- fehl- und überlastung z.b. chronisches arbeiten mit den armen, sport wie etwas handball usw..

therapie:

ziel ist es das gestörte muskuläre gleichgewicht wieder in ordnung zu bringen und die schultermuskulatur v.a. die depressoren aufzutrainieren.

d.h.

- verbessern des muskulären gleichgewichtes

- verbessern der gestörten oberarmkopfbeweglichkeit ( kaudalgleiten erarbeiten) durch "manuelle therapie"

- dehnung verkürzter muskeln

- haltungstraining ( aufrechte haltung erarbeiten)

- schmerzlindernde elektrotherpie

hausaufgabe:

- überkopfarbeiten unbeding meiden

- schwer heben und tragen meiden

- wäre oder kälteanwendungen ( mal austesten was besser ist)

- hausaufgabenprogramm vom therapeuten erstellen lassen

da ganze dauert aber seine zeit. d.h. mit einigen wochen musst du schon rechnen!!

gruss

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