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Schlimmer Bandscheibenvorfall und das mit 26 Jahren! OP?

f}eins]t82 hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen!

Ich hatte nach der Geburt meines ersten Sohnes einen 2fachen BSV bei L4/L5 und L5/S1,,,bekam eine Physio und durch jeden Tag turnen hatte ich keine Probleme. Dann kam mein zweiter Sohn und seither geht es mir echt schlecht, war jetzt wieder beim MRT und der Befund lest sich wie eine Schreckensnachricht:

Osteochondrose L5/S1, Chondrose L4/L5, mediander teilweise nach caudal sequestrierter BSV im Segment L5/S1 mit Duralsackimpression, geringgradige BSprotrusionen L4/L5!

Ich muss dazu sagen, dass ich gerade ganz schön abgenommen habe und zZ einen Bewegungsdrang habe, dass ich fat durchdrehe. Ich würde gerne laufen gehen, radfahren, alles einfach....nur fürchte ich bei jeder sportlichen Betätigung oder bei jedem Mal Kind aufheben, dass auf einmal alles einbricht.

Mein Orthopäde hat gemeint, sobal mein Fuß zu hängen beginnt oder ich Probleme beim Harnlassen/Stuhl habe, muss ich sofort kommen und werde dem Neurochirugen vorgestellt...wer hatte schon ne BS-OP und wie sieht das aus, was wird da gemacht, wielange hängt man dran, wie geht es einem danach, ist man dann eingeschränkt?

LG feinst82

Antworten
Hzolger*-x23


Hallo,

junges Alter schützt nicht vor solchen Erkrankungen. Schlaganfall und Herzinfarkt kann man auch mit 20 oder 30 bekommen.

Die Osteochondrose und Chondrose sind Folgeerkrankungen der kranken Bandscheibe. In den meisten Fällen kann der Körper das ausgetretene Bandscheibenkerngewebe wieder schrumpfen lassen, so dass die Beschwerden unter Begleitung von Krankengymnastik und Schmerzmitteln zurückgehen. Das kann auch noch mit CT gesteuerten Spritzen unterstützt werden. Sollten Sie allerdings nach 10-12 Wochen noch genauso oder stärker sein, würde ich mich bei einem Neurochirurgen vorstellen.

Sollte eine OP notwendig sein, der Standard ist eine mikrochirurgische OP. Der Vorfall würde beseitigt und damit auch der Druck auf den oder die Nerven, was die Schmerzen verursacht. Klinikzeit normalerweise 3 - 7 Tage. Ob mit oder ohne OP, Du bist nachher nicht geheilt, wie z,B. nach einem Beinbruch. Du musst lernen, darauf Rücksicht zu nehmen und dich im Alltag rückengerecht zu bewegen. Das kann z.B. in einer ambulanten oder stationären Reha gemacht werden. Dazu kommt noch regelmäßige Krankengymnastik zur Stärkung der wirbelsäulenstützenden Muskulatur.

Wenn Du das beherzigst, kannst Du später ohne große Einschränkungen leben, vielleicht wie vorher auch.

Meine BS-OP ist schon mehr als 10 Jahre her. Mir ging es lange Zeit gut, allerdings musste ich dann doch den Beruf wechseln, weil schweres Heben nicht mehr möglich war. Ist aber nicht immer automatisch so.

Liebe Grüße

Holger

Dore(aM36


Hallo Feinst,

ich selbst habe genau wie du im Alter von 26 Jahren einen doppelten BS-Vorfall bei L4/L5 und L5/S1 bekommen (waschmaschine in den Keller geschleppt)

ich haben viele Monate mit Physio, Wassertherapie, ambulante Reha, ... es soweit hinbekommen, dass ich nun seit etwa 10 Jahren damit leben kann, ich brauch allerdings an etwa 150 Tagen im jahr leichtebis mittelschwere Schmerzmittel. Damit löst sich der Teufelskreis der schmerzindizierten Muskelverspannungen und damait kann ich gut Leben.

Eine BS-OP würd ich absolut nur dann machen wenn wirklich keinerlei andere Variante mehr im Raum steht. eine Abtragung des Vorfalls bringt oft nur kurzfristig einen Erfolg (das restliche Material kommt irgendwann hinterher) , eine Versteifung oder eien BS-Plastik sind schwere Eingriffe die man so spät im Leben machen sollte wie möglich.. ausserdem bringt die Medizintechnik jedes Jahr neue verbesserte Varianten... Je später desto besser...

Vor einer möglichen OP immer mind 3 Meinungen vn sehr sehr erfahrenen Ärzten (die auch selbst solche OPs machen ) einholen und nach Alternativen suchen .

Gute Besserung wünscht DreaM

fkeBinslt8x2


Ich hatte ja 2006 kurz nach der Geburt bei L4/L5 und L5/S1 leichte BSV, wobei der bei L5/S1 etwas schlimmer war als der andere.

Nun ist der eine geschrumpft un der andere eben ganz schlimm...ich habe zZ keine sonderlichen Probleme, außer ab und an ein Ziehen im Rücken, wenn ich nicht aufpasse...was mich mehr stört ist, dass meine Beine abends immer weh tun, da ziehts immer mächtig an der Innenseite der Oberschenkel.

Seit dem letzten Gespräch mit dem Orthopäden hab ich richtig Angst, was noch alles auf mich zukommen kann, von wegen Cauda equina Syndrom, etc. - am Dienstag beginnt meine Physio, ich habe 10 Mal Einzelheilgymnastik bekommen und zusätzlich werde ich mich am Montag im Fitnessstudio anmenlden und mir ein Programm zur Stärkung der Rückenmuskulatur zusammenstellen lassen.

Außerdem habe ich mich schlau gemacht und werde sobal wie möglich 2 Spezialisten aufsuchen und mir mal deren Meinung anhören, den das KH in dem ich bin operiert nicht mal an der Wirbelsäule.

Wie ist das mit der Infiltration im CT oder was da gemacht wird, kann mir das noch jemand genauer erklären?

LG Doris

Hyolg!era-2x3


Hallo Doris,

da würde ich mich bei einem Neurochirurgen informieren. Deine Klinik hat anscheinend keine Neurochirurgische Abteilung. Entweder eine Neurochirurgische Klinik oder eine Praxis, denn solche Operationen werden inzwischen auch kurzstationär gemacht. Dazu kannst Du hier Infos lesen:

[[http://www.neurochirurgie-katharinen.de/erkrankungenundderenbehandlung.htm]]

[[http://www.neurochirurgie-praxis.de/web/behandlung/index.php]]

Und hier ein Patienten Merkblatt über die CT gesteuerte Infiltration:

[[http://www.mr-ct-frankfurt.de/downloads/patientenaufklaerung2004.pdf]]

:-)

Liebe Grüße

Holger

f<einsxt82


@ Holger-23

Herzlichen Dnak für die Infos...bei der CT gesteuerten Infiltration bekommt man also eine örtliche Betäubung, verstehe ich das richtig?

Ich hab etwas Angst davor, denn alle Spritzen die ich bis jetzt bekommen habe in den 2 Jahren taten höllisch weh, manche sogar, dass ich fast ohnmächtig wurde, als der Schmerzpunkt getroffen wurde...das wird ja dann hier auch der Fall sein...

Danke nochmal!

H`ol]ger-2x3


Doris,

ja vor der eigentlichen Spritze gibt es eine örtliche Betäubung. Das ist wirklich nur ein kleiner Pieks. Ich habe diese Spritzen 6x 2 Stück bekommen. Es ist gut auszuhalten und ich bin kein Indianer ]:D. Brauchst keine Angst davor zu haben. Bei einem guten Radiologen merkst Du kaum was :-).

Liebe Grüße

Holger

C1on325


Hallo.....Hatte selbst im Mai 2007 eine Bandscheiben op. an der Halswirbelsäule...Bandscheibenvorfälle von C5-C7. Mir wurde das dann Mittels Cages (Metalimplantate) und Knochenmehl aus meinem Beckenknochen versteift. Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, das es einesehr gute Entscheidung war..Lebe mittlerweile fast wie früher mit wenigen Einschränkungen. ( Schwer heben, Rückwärtsblickblick beim Autofahren usw.)Nur mittlerweile wurde jetzt ?ein? Bandscheibenvorfall im L-Bereich festgestellt.Muss Montag zum CT um die genaue Beschädigung fest zustellen. Hoffe erst mal auf Alternativ Möglichkeiten der Behandlung , anstatt OP.Wobei ich sagen muss , das die Spritzen doch in dem Bereich sehr schmerhaft sind. Dir gute BEsserung.

:)z

fOein*st8x2


Aha, ich habe erst im März einen termin in der neurochirurgischen Ambulanz bekommen, dh

ich muss mich bis dahin mit Physio, etc. über Wasser halten.

Zur Zeit gehts mir aber sehr gut *klopfklopf*!

fWeinsKt82


Oh Mann mir gehts sei gestern gar nicht gut, mir tun die Beine so weh und im Rücken ziepts auch ständig...am Dienstag und Donnerstag hab ich wieder Physio, aber ich werde heute noch mal anrufen wegen Termin für CT gest. Infiltration...denn so kann das nicht weitergehen.

2 kleine Kinder und Rückenprobleme vertragen sich gar nicht, gestern habe ich eine Frau kennengelernt, Mitte 30, die genau das gleiche hatte wie ich und bei der nichts geholfen hat und deshalb dann ne OP gemacht wurde, sie muss zwar aufpassen wie ihr schon gesagt habt, aber sie hat keine Beschwerden mehr und keine Schmerzen, hat allerdings ein halbes Jahr ab OP gedauert und die erste Zeit durfte sie nicht mal einen Liter Milch heben...ich hab ein Baby und einen 2,5jährigen - das gestaltet sich alles so schwierig!

Gestern hatte ich so ein Tief, dass ich in der Wanner lag und eine halbe Stunde nur weinte, weniger wegen der Schmerzen, sondern wegen allem was noch auf mich/uns zukommt...ich hasse mich derzeit dafür so falsch mit meinem Körper umgegangen zu sein, dass es überhaupt dazu kommen konnte...obwohl die Physiotante gemeint hat ich sei überbeweglich und da tritt bei jungen Leuten öfter ein BSV auf, aber so ein schwerer selten!

Hoffe auf einen besseren Tag als gestern! :°(

Bulewis}tifdt321


Hallo feinst82

ojeh, das hört sich alles gar nicht gut an bei Dir. Ich kenne die seelischen Probleme eines Bandscheibenvorfalls. Hatte vor 2 Jahren mit 28 einen. Untere Lendenwirbel. 3 Monate lang ganz schlimme Schmerzen, Physio und ganzes Programm, bis sie dann ganz rausrutschte und ich nicht mehr laufen konnte. Ich möchte Dir echt nicht Angst davor machen. Aber eine Operation war für mich die einzige Lösung. Ich wurde dann mit der Minimaloperation an der Bandscheibe operiert, der Vorfall wurde ausgeschabt. Ab dem Tag hatte ich keine Schmerzen mehr, die Tabletten musste ich nur 3 Wochen nehmen. Die Operation gab mir ein neues Leben zurück. Ich kann wieder gut laufen, zwar ist der Fuss immer noch taub, das wird wahrscheinlich nie mehr, aber es ist halt ein Warnzeichen. Meine Erholung hat ca 3 Monate gedauert. Ich danke Gott und den guten Ärtzen. Du siehst es kann auch gut laufen. Ich kann jetzt fast alles machen, was ich früher auch gemacht habe.

Bitte gib die Hoffnung nicht auf. Du hast Deine Familie, die Dich unterstützen kann und Dir bestimmt über die schlimme Zeit hinweghilft. Du schaffst das alles.

Ganz liebe Grüße :)z

fpeinsit8]2


So, nun hab ich etwa 20 Mal Physiotherapie hinter mir, infiltrieren im CT,...und es ging mir lange Zeit gut....die Taubheitsgefühle in den Beinen waren weg, hin und wieder Rückenschmerzen, aber das war halb so wild.

Ich mache brav meine Übungen jeden tag, habe zu klettern begonnen,...aber ich habe eben 2 kleine Kinder, die ich ständig heben, tragen, etc. muss und plötzlich von einem Tag auf den anderen war wieder alles da -

Rückenschmerzen, dass ich mich kaum rühren konnte, als diese nach Spritzen nachließen pltzlich wahnsinnige Schmerzen in den Beinen und wieder taube Stellen...OP-Indikation ist nun gegeben, bekomm nun eine woche lang Infusionen und Elektrotherapie und muss mich wieder beim Neurochirurgen vorstellen, denn mein Orthopäde sähe mich gerne operiert und ich mich langsam auch, weil einfach nichts hilft...

f&einsxt82


@ Bleistift321

Ich habe nun schon ein paar leute kennengelernt, denen es seit der OP wieder fantastisch geht...die Zeit danach wird zwar etwas hart mit nichts heben und tragen dürfen (Kinder 11 Monate und 3 Jahre alt), aber ich hoffe meine Familie wird mich unterstützen...ich weiß es...sicher gibt es auch Probleme nach OP's aber ich denke positiv und hoffe auf ein Ergebnis wie bei dir!

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