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Diagnose durch Physiotherapeuten ???

M$uggOelxi hat die Diskussion gestartet


Hallo !

Bei mir wurde ein Verschleiß am Hüftgelenk festgestellt, durch Röntgenbilder.

Der Grund des Arztbesuches waren starke Schmerzen im Leistenbereich, mit Ausstrahlung in den Oberschenkel.

Es erfolgte eine Verordnung durch die Ärztin zur Physiotherapie.

Elektrotherapie und KG.

Der Physiotherapeut hat festgestellt, dass eine Störung an der Wirbelsäule vorliegt und hat sich eigenmächtig an die Behandlung der WS herangetraut !

Es wurde durch mächtiges Durchdrücken des Rückens, in Bauchlage und festes Drücken auf bestimmte Punkte eine bleibende Schmerzsituation hervorgerufen. Seit 4 Tagen !

Die Druckpunkte brennen, das ganze Kreuz schmerzt !

Nun meine Frage :

Darf ein Physiotherapeut, ohne das Befunde und eine ärztliche Verordnung zur Behandlung der WS vorliegen, eigenmächtig Diagnosen stellen und Behandlungen durchführen ???

Ich bin völlig irritiert, es gibt weder Röntgenbilder, noch irgendwelche Untersuchungen wegen Verdacht auf Osteoporose.

Die WS wurde von der Ärztin überhaupt nicht beachtet.

Mir schwebt der Gedanke vor, die Behandlung sofort abzubrechen !

Ich würde mich über hilfreiche Ratschläge sehr freuen, denn morgen ist der nächste Termin.

MfG

Antworten
SJunfl.ower_x73


Das, was dein Physio gemacht hat, klingt nach manueller Therapie. Was tatsächlich manchmal zu muskelkaterähnlichen Schmerzen führen kann. Im Übrigen darf ein Physiotherapeut durchaus auch andere Körperregionen "behandeln": Bei Hüftproblemen kann es bspw. durchaus zu Rückenproblemen kommen durch eventuelle Fehlhaltungen etc. - also ist es wichtig, dort bspw. Fehlhaltungen und Verspannungen zu behandeln.

Was stand denn konkret auf der Überweisung zur Physiotherapie (welche Körperregion)?

Wenn Du Zweifel hast: Sprich' Deinen Physio konkret an. Vertrauen ist eine wichtige Basis für eine physiotherapeutische Behandlung.

Ich habe bspw. Knieprobleme, und im Rahmen der manuellen Therapie (Spezialform der Physiotherapie) widmet mein Physio sich meinem gesamten Rücken. Ich kenne dieses "Drücken" an speziellen Punkten daher gut - und auch gewisse "Schmerzen" die manchmal auftauchen, wenn Muskeln gedehnt und Fehlhaltungen korrigiert werden. Obendrein merkt mein Physio immer sehr genau, wo gerade Probleme vorliegen (welcher Knochen im Knie gerade Probleme macht, wo der Rücken am meisten leidet durch's schlechte Gangbild,...).

Mduggxeli


Hallo !

Vielen Dank für die Antwort.

Auf der Überweisung stand Coxalgie, linke Hüfte.

Ich habe leider keinerlei Erfahrungen.

Aber so lange nicht genau geklärt ist, wodurch die Schmerzen verursacht werden, bin ich vorsichtig.

Es kann meiner Meinung nach auch nicht alles durch eine Röntgenaufnahme der Hüfte geklärt werden.

Es gibt noch die Möglichkeit von entzündlichen Erkrankungen der Gelenke, Osteoporose, was auch Schmerzen verursachen kann.

Es wurde auch eine Verkalkung diagnostiziert, was auch schmerzhaft sein kann.

zKuza


hi muggeli,

deine ärztin hat gar keine diagnose getroffen - coxalgie heisst übersetzt ganz einfach "hüftschmerzen", sowas schreibt man, wenn man keine ahnung hat, woher die schmerzen kommen (anderes beispiel: gonalgie --> knieschmerzen).

es ist vollkommen richtig und normal, wenn sich der physiotherapeut nicht nur die hüfte, sondern den körper in seiner gesamtheit anschaut, also rücken, knie, achsabweichungen, sogar füße. im grunde ist das auch aufgabe deiner ärztin, aber der physiotherapeut macht ohnehin eine eigene befundung, auf deren grundlage seine behandlung fußt. denn mit solchen pseudodiagnosen kommen anscheinend des öfteren patienten in die praxen, aber eine behandlung ist aufgrund einer "-onalgie"-diagnose sicherlich nicht möglich.

physiotherapie ist im allgemeinen nicht mit einer "kuschelbehandlung" sprich massagen oder nur leichten übungen gleichzusetzen - bei dir hört es sich so an, als wenn mit manueller therapie sowie triggerpunktbehandlung gearbeitet wurde; dass der rücken "zu" ist bei hüftproblemen ist nun keine besonderheit! deine hüfte steht nicht alleine für sich, sondern ist in das gesamtkonzept deines bewegungsapparats eingebunden!

zuza

MJuggnelxi


Hallöchen !

Nun möchte ich kurz über das Erfolgserlebnis berichten.

Die Behandlung endete vor 10 Tagen.

Je 6x ET, KG und Extraktionstherapie.

Diagnose Coxalgie.

Wie von zuza richtig geschrieben, ist das keine richtige Diagnose.

Das sich der Physiotherapeut den Rücken mit anschaut ist normal, aber die genaue Diagnose und die Entscheidung, welche Behandlung, sollte doch einem Arzt überlassen werden.

Es wurde als Extraktionstherapie 6x Schlingentisch durchgeführt, was bei Hüftproblemen nicht angesagt ist.

Elektrotherapie wurde 3x im Hüftbereich und 3x auf dem Rücken durchgeführt.

KG, sehr schmerzhafte Behandlungen des Rückens. U.a. sehr starkes Durchdrücken im Kreuzbereich in Bauchlage, das ich dachte, meine Blase wird gleich mit entleert. :-/

Bis heute habe ich ständige Schmerzen im Kreuzbereich, was vorher nicht war.

Die Schmerzen im Hüftbereich sind nicht besser, im Gegenteil, sie sind jetzt auch im Ruhezustand vorhanden, was vorher ebenfalls nicht war.

Am meisten ärgert mich der finanzielle Aufwand, Zuzahlungen beim Arzt und Physiotherapie (ca.45 €), mit Erfolg gleich null.

Aber wenigstens weiß ich jetzt, warum ich seit vielen Jahren nicht beim Arzt war.

LG

z,uza


hi

heisst übrigens "extension" ... ist vollkommen üblich, hierbei den schlingentisch zu nutzen. vielleicht suchst du mal einen arzt auf, der zumindest ein röntgen sowie sono durchführt ....

gruß, zuza.

MhugpgelHi


Danke für die Richtigstellung des Verschreibers.

Herausgezogen hat niemand etwas, alles noch drinnen ! ;-D

Ein Arztwechsel ist auf jeden Fall notwendig.

Ich lasse nicht ohne genaue Diagnose eines Arztes an mir herumrenken und -drücken.

Vor allem steht noch der Verdacht auf Osteoporose (habe ich im PC des Arztes gelesen), ohne überhaupt zu fragen, ob schon einmal eine Knochendichtemessung stattgefunden hat.

Das ist ja meine Angst, wenn jemand an der Wirbelsäule herumdrückt, besser gesagt durchdrückt, dass etwas passiert.

Zum Schlingentisch habe ich schon verschiedene Meinungen gehört. Die Mehrzahl sagte aber, das es bei Hüftproblemen nicht sinnvoll ist.

Ich sehe diesen Arztbesuch als Erfolgserlebnis eines Kassenpatienten.

Ich hoffe, dass ich bei einem zweiten Versuch besser fahre !!!

LG

MmyL:if&eUnDcxut


Hi

was ich nicht verstehe ist, warum er Coxalgie aufs Rezept geschrieben hat, wenn er doch röntenologisch den Verschleiß diagnostiziert hat? Und die Verkalkung ja auch?

Den Verdacht auf Osteoporose äußern übrigens viele Ärzte anhand des Röntgensbildes. Wenn der Knochen schwammig und dünn aussieht zB. Aber Sicherheit hat man da wirklich nur durch eine richtige Knochendichtemessung.

Den Schlingentisch kenne ich persönlich nur bei WS-Problemen...

Mkug6g]eli


Es wurde sich nicht einmal die Mühe gemacht, den Befund des Radiologen zu dem Röntgenbild der Hüfte zu lesen.

Habe beides zurück bekommen.

Eigentlich ist es ja üblich, dass der schriftliche Befund des Radiologen beim Arzt verbleibt.

Deswegen bezweifle ich, dass die Verkalkung überhaupt bis zum Arzt durchgedrungen ist.

Denn die Radiologen sollen ja immer die genaueren Augen haben.

Ist schon alles sehr seltsam.

Aber das ist der Erfolg, wenn man selten zum Arzt geht und es an Erfahrungen im Umgang mit den "Halbgöttern in weiß" mangelt.

Ein Glück, dass man sich über das Internet gut informieren kann.

LG

M[yLiGfeUnxcut


Also wir scannen den Befund immer ein und geben den Originalbefund und die Bilder wieder mit...Also das heißt ja nicht unbedingt, dass er sich das nicht durchgelesen hat.

Mwu<ggAeli


Sie hat es sich nicht durchgelesen ! :|N

Es wurde nur ein kurzer Blick auf das Röntgenbild geworfen.

MMyJLifCeUnxcut


Hmm...ist schwer das zu beurteilen...wenn es wirklich nur kurz betrachtet wurde und das Schreiben nichtmal gelesen wurde...hm..

MuuBggeClxi


Ich muss noch ergänzen, dass die Ärztin stinksauer auf mich war, weil ich Termine zu Behandlungen absagte, die Privatleistungen sind.

Ich stand da, nach dem 1.Termin und wunderte mich über das schweigen und arbeiten am PC der Anmeldekraft.

Bekam dann einen Stapel Papier, ohne Worte, was ich mir dann zuhause in Ruhe durchlas.

1 Privatverordnung über Schuhe (250,00 €), keine Maßanfertigung !

Es bestehen wohl Geschäftsverbindungen mit einem Sanitätsfachhandel !

Vielleicht wird Provision kassiert.

1 Privatleistungsvertrag mit Terminen für Schröpfen.

Soll ja gut sein, aber teuer.

1 Privatleistungsvertrag für Akupunktur, Hüfte zahlt die KK nicht !

Kann auch hilfreich sein, aber ebenfalls teuer.

1 Privatleistungsvertrag für Lichttherapie ???

Hätte mich alles ca. 500 € gekostet !

Ich musste mir dann die Mühe machen, alles wieder abzusagen !

Dann empfahl man noch im Falle einer OP, weil sie der Meinung ist, es ist nur durch eine OP (Gelenkersatz) zu helfen, zwei Kollegen ihres Vertrauens (Ärzte mit Belegbetten).

Im schriftlichen Befund ist von "mäßigen Coxarthrosezeichen" die Rede.

Kann ja wohl noch nicht unbedingt Gelenkersatz erforderlich sein !

Ich äußerte aber, dass ich im Falle einer OP meine Entscheidung selbst treffe, wer mich und wo operiert.

Das alles werden die Gründe für die weitere "Abfertigung" gewesen sein.

Ich hoffe, ich habe niemand gelangweilt.

Aber über solche Erfahrungen mit Ärzten sollte sich ausgetauscht werden.

LG

H9edix1


Hallo Muggeli

Da brennt ja mächtig was im Töpfchen.

Nich Persönlich nehmen aber solche Ärzte GRRRRRR.

Wie alt bist du ?

Bei welchem Dok warst du und wer hat die Überweisung ausgestellt.

Das ist alles nicht ersichtlich .

War es die Hausärztin, Orthopädin,Gynäkologin oder wer ?

Viel Ahnung scheint sie nicht zu haben bei dieser nichtssagenden Diagnose oder sie hatte keine Lust oder das Budget war schon voll.

Röntgenaufnahmen können die wenigsten Orthopäden lesen sie brauchen nur den Befund und die Beurteilung zu lesen .

Eigendlich sollte mal ein vernünftiges MRT deiner Hüften gemacht werden.

und du gingst besser mal zu einer speziellen Hüftsprechstunde in eine Ambulanz .

Ich denke da bist du besser mit bedient und wenn was unklar ist werden die dir besser helfen können als deine jetzige Ärztin.

Zur Therapie:

Sei froh das du einen guten Pysiotherapeuten gefunden hast .

Solltest mal nachsehen ob der auch Osteophatische Behandlungen macht bevor du über ihn schimpfst. (Spezielle Ausbildung)

Die Behandlung ist nicht ohne und ist schmerzhaft das geb ich zu aber sie zeigt Wirkung nach einiger Zeit.

(rein Schmerztechnisch kaum zu glauben)

Glaub mir ich weiß wovon ich schreibe ich hab Arthrose im ISG und das strahlt in die Hüfte.

Die Hüfte wird mitbehandelt auch das tut extrem weh.

Hab durch Physio schmerzhaftes rumdrücken auf die Triggerpunkte aber wieder etwas Lebensqualität erhalten und brauch keine OP.

Ist mir nur lieb .

Also gib nicht so schnell auf und geh zu einem anderen Dok.

Wünsch dir viel Erfolg

LG Hedi

Mkuggetlxi


Hallo Heidi1 !

Ich war bei einer Orthopädin, zu der ich mich selbst überwiesen habe.

Da ich selten in ärztlicher Behandlung bin, fehlt es auch an einem Hausarzt des Vertrauens.

Ich bin 55 Jahre ! |-o

Ich schimpfe ja nicht über Physiotherapeuten. :|N

Aber, dass sich meine Beschwerden seit Ende der Behandlungen, vor 10 Tagen, verschlimmert haben, das beunruhigt mich.

Auf jeden Fall werde ich in eine Spezialsprechstunde gehen, denn ich habe als Hauptstadtbewohner reichlich Auswahl ! :)^

LG

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