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Knie-Mobilisation vs. Arthrolyse (Erfahrungen?)

B7arMb_xKS hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Knieleidenden,

ich stehe kurz vor einer wichtigen Entscheidung. Meine OP liegt jetzt 10 Wochen zurück und mein Knie lässt sich bis 90 Grad beugen. Die Ärzte sagen, ich soll eine Knie-Mobilisation durchführen lassen. Die Physiotherapeuten raten eher zur manuellen Therapie. Ich habe über die guten Erfolge von einer Arthrolyse gelesen.

Wer von euch hat schon eine Knie-Mobilisation oder Arthrolyse hinter sich und wer hat es mit Krankengymnastik und eigenen Übungen geschafft? Freue mich über Eure Erfahrungen. Bitte teilt mir Eure Grad-Zahlen nach den Behandlungen mit.

Antworten
M0ar%avi-lTla


Hallo Barb_KS

Ich bekomme in genau 2 Monaten eine Arthrolyse am rechten Knie in OCM München bei Dr. Mayr. Von einer Kniemoblisation würd ich dir abraten da das nichts bringt in vielen vielen Fällen. Also das wichtigste ist man muss wissen was da im Knie los ist dazu hilft ein MRT. Ich hab selber ein Zyklopstumor.

Derzeit komm ich an mit der Beugung zwischen 100-110°, Streckung an die 5°. Hab glücklicherweise keine Schmerzen.

Werde dir posten wie es nach der Arthrolyse aussieht.

Aber hier im Forum gibt es noch eine die eine Arhtrolyse bekomen wird und zwar tennisspielerin so heißt sie.

t$ennCiss0pielerixn


Hallo,

ich habe durch Zufall gesehen, dass du auch eine Arthrolyse bekommen sollst und da nun eben am Überlegen bist. :-)

Also zu meiner Geschichte (da ist eh auch weiter unten ein eigener Thread):

Ich habe mir im Dezember 2007 das vordere Kreuzband gerissen. Es wurde dann mit viel Physio behandelt, was aber nicht wirklich viel Erfolg gebracht hat. Gut, dann ist zunehmend ein Instabilitätsgefühl dazugekommen und dann habe ich mich operieren lassen.

Seit dem sind nun mehr als 7!! Monate vorbei und ich habe ein Streckdefizit von min.10° und meine Beugung ist bei 100°- 105° schmerzhaft begrenzt.

Ich habe nun wirklich sehr sehr lange versucht nur mit Physio weiterzukommen und ich muss leider sagen, dass mir das wirklich nichts gebracht hat. Es deprimiert dich nur immer mehr, also so war es auf jeden Fall bei mir.

Also ich habe nun am 8.6. einen OP-Termin, da bekomme ich dann auch einen Schmerzkatheder und es wird eben das Knie auch in Narkose bewegt. Natürlich nur soweit dies möglich ist. Ich hoffe auf jeden Fall, dass es hinhaut und ich dann wieder aufatmen kann.

Ich kann dir dann gerne berichten. Mir wurde nur gesagt, dass ich so lange wie möglich warten soll. Also nun ist es ók, da das Risiko einer weiteren Vernarbung nun nicht mehr so hoch ist. Ich verstehe nun nicht, warum das bei dir so schnell geht.

Glg @:)

BZarbO_\KS


Hallo,

danke für Eure Antworten! :-)

Ich hatte einen Außenmeniskusschaden (40% Teilresektion), vorderer Kreuzbandriss, Innenbandriss, medialer Kapselriss und eine Patellaluxation. Im Moment werde ich manuell nach dem Maitland Konzept therapiert und der Therapeut sagt, dass die Kapsel noch sehr weich ist und es ein gutes Zeichen wäre dass es beim beugen weh tut. 5 Grad wurden bereits nach einer Behandlung herausgeholt. Fahre dieses Wochenende zu einem Freund, der Dozent an einer Physiotherapie-Schule ist, der mein Knie mobilisieren möchte. Werde danach mal berichten. :)^

Die Ärzte können es garnicht abwarten eine Knie-Mobilisation durchzuführen. :-( Knie-Mobilisation oder Arthrolyse sind eigentlich mein letzter Ausweg, deshalb möchte ich von Euch wissen welche der beiden Methoden vielversprechender ist.

Ich denke, dass ich schon mehr beugen könnte doch das Knie sendet bei 90 Grad eine Meldung an die Schmerzrezeptoren und die Muskeln verkrampfen. Hab mir jetzt ein Buch bestellt "Schmerzen verstehen", soll in dieser Hinsicht sehr vielversprechend sein.

*:)

S%unf=lowxer_73


Wenn mit Mobilisation eine sog. Narkose-Mobilisation gemeint ist, ist davon eher abzuraten. Dabei geschieht nichts anderes, als dass in Narkose die Verwachsungen/Verklebungen quasi gewaltsam gelöst werden.

Dann ist zwar das Beugedefizit weg; im Knie "reißen" aber Strukturen, wodurch es zu Entzündungen und noch stärkeren Verwachsungen kommen kann.

Sinnvoller und erfolgversprechender ist daher eine Arthrolyse, wo dies Verwachsungen entfernt werden (statt sie einfach nur zu zerreißen).

Ich hatte nach OP mit längerer Ruhigstellung auch ein sog. "Zyklopssyndrom" (hat nichts mit Tumor zu tun, wie Maravilla schreibt). Nach der ersten Arthrolyse hat er sich leider erneut gebildet, so dass eine 2. Arthrolyse erforderlich wurde - die dann aber erfolgreich war (gute Beugung; Streckung war vorher problematisch und ist es auch weiterhin, hat aber andere Gründe).

Seinerzeit bekam ich einen Rückenmarkskatheter, so dass ich direkt nach der OP auf die Motorschiene zur passiven Durchbewegung kam (24 Stunden nonstop). Das ist mittlerweile umstritten; einerseits verhindert man durch die kontinuierliche Bewegung das Bilden neuer Verklebungen; andererseits sagen einige Spezialisten, dass dadurch das Knie zu sehr gereizt wird und sich eben dadurch neue Verwachsungen bilden können. Schwierig, wenn sich selbst die Experten nicht einig sind...

Fazit:

Statt Brachialgewalt bei reiner Narkosemobilisation lieber Arthrolyse mit Entfernung der Verwachsungen.

MParaJvBilla


Ich stimme Sunflower_73 zu alle Ärzte die sich auf dem Gebiet auskennen und Erfahrungen gesammelt haben finden die Arthrolyse für eine viel sinnvoller und sanftere Methode.

Zum Zyklopstumor er wird so genannt ist natürlich kein Tumor ein Pseudotumor er heißt aber so. Wird aber auch Zyklopssyndrom genannt. Das sowas wieder kommt ist sehr selten. Bei einer Studio wurden viele solcher Zyklopspatienten operiert keiner von ihnen hatte ein Rezdiv, dies sei nur sehr selten der Fall.

Ich persönlich werde in 2 Monaten operiert in 1 Monat hab ich Vorbesprechung für die OP und dann gehts ran an den Zyklops wird allerdings ambulant gemacht hab mich aber schon um Termine für KG und Lymphdrainiage ausgemacht. Derzeit hindert es mich voll in die Streckung zu gehn und die volle Beugung kann aber schmerzfrei gehn und radfahren.

Vernarbungen und Verklebungen bilden sich vor allem bei schweren und komplexen Knieverletzungen ich persönlich rate dir eine Arthrolyse bei einem Spezi machen zu lassen. Ich kenn da zwei einen in Hannover und einen in München die mir bekannt sind. So eine Arthrolyse wird aber auch erst nach 3 Monaten postop durchgeführt. Es ist wichtig das bei einem erfahrenen Operateur zu machen da Arthrofibrose nicht mal im Pscherymbel steht und einige Ärzte es garnicht kennen.

mfg maravilla

B{arDb_KxS


Wie schon erwähnt, habe ich von guten Ergebnissen einer Arthrolyse gelesen. Eine Bekannte hat eine Knie-Mobilisation durchführen lassen und hat mir davon vorgeschwärmt. Als ich sie bat mir zu zeigen wie weit sie ihr Knie nun beugen könne, wusste ich nicht ob ich weinen oder lachen sollte. Das waren 115 Grad.

@ Maravilla:

Ich finde es super, dass Du Dich bereits um einen Krankengymnasten gekümmert hast. Das ist echt das A und O. :)^

BlarbN_KS


Ich glaube wenn ich eine Knie-Mobilisation durchführen lassen würde, dann nur von meinem Physiotherapeut. Der würde erst mit ein paar Griffen die Adhäsionen lösen und es langsam beugen. :)^ Im Gegensatz zu einem Orthopäden, der nur das Gelenk sieht und es unter kompletten Druck beugen würde. :(v

Lruck"y83


...und ich dachte ich bin schon schlecht dran mit meinen grad mal 120 Grad Beugung. :-)

Nach meiner OP im Dezember 07 (nach Tibiakopffraktur mit Osteosynthese) ging es mit der Beugung extrem schleppend voran. Der Physio hat mich zwar immer wieder ermuntert, aber eigentlich hat er auch fast keine Fortschritte gesehen. Nach 3 Monaten war ich grad mal bei 70 Grad oder so. Nach 4einhalb Monaten bei grad mal 90 oder 100 Grad. Danach Reha, wo ich noch ein bissel gut machen konnte. Danach war ich bei max. 120 Grad - und seitdem hat sich auch nix mehr getan. Im August 08 hats mein Ortho aufgegeben mir KG zu verschreiben, weil keine Besserung in Sicht war.

Hab mich dann auch mit der Narkosemobilisation auseinandergesetzt. Habe viel gelesen und rumgefragt bei Ärzten und Physios. Also die Ärzte sehen das nicht so dramatisch, die Physios raten extremst davon ab. Außerdem ist nie klar, obs wirklich was bringt. Wenn man zu Vernarbungen neigt (naja, woher soll man das wissen?) kann es ins Gegenteil ausarten und die Beugung wird schlechter statt besser.

Während meiner Internet-Recherche hab ich von der Arthrolyse erfahren.

Eigentlich wollte ich auch einen Termin beim Hr. Dr. Mayr im OCM München. Man hatte mir aber nur einen Termin bei einer anderen Ärztin gegeben (also mein Wunsch wurde komplett ignoriert). Diese meinte, ich als BKK-Versicherte kann dort nicht operiert werden wg. Schwierigkeitn mit Kostenübernahme etc. Sie verwies mich an die Abteilung Sportorthopädie der TU München (Olympiapark u. Rechts der Isar). Dort bin ich seit 2 Moanten in Behandlung und habe nun endlich Ende Mai einen Termin zur Metallentfernung bekommen.

Im gleichen Zug wird eine Arthroskopie gemacht und "mobilisiert". Aber angeblich keine Narkosemobilisation. Ich denke die werden sich des erstmal anschauen und sich während der OP dann evtl. für ne Arthrolyse entscheiden. Und dann wurde noch von anschließender intensiver KG gesprochen.

Bin ja mal gespannt, wie es dann weitergeht. Und ob ich (durch welche Behandlungsmethode auch immer) dann wirklich mehr Beugung habe.

BbarZbl_KxS


Hallo Lycky83,

Du machst mir wirklich noch Hoffnung. Du hattest erst nach 4einhalb Monaten erst 90 Grad? Dann ist bei mir noch nichts verloren, da meine OP erst 10 Wochen her ist. :)^ Mir erzählt jeder, dass eine Kontraktur viel früher fortschreitet.

Ich danke Dir! @:)

n`ancChen


Hi Lucky83,

bei mir sieht es ähnlich aus wie bei dir....

Hatte Nov 07 einen Unfall mit tibialem knöchernen Ausriß der Kreuzbänder und eine Femurschaftfraktur.

Metall ist auch noch drin, kommt aber dieses Jahr, wenn ich meinen Abschluss und meinen Führerschein habe raus.

Bei mir ging es mit der Beweglichkeit auch nur schleppend vorran. Echt übel.

Wie sieht es denn bei dir mit der Streckung aus?

Aktuell habe ich ca 10° Streckung und 130° Beugung. Werde mich demnächst erkundigen, was man bei mir noch machen kann. Weil ich die Streckung wirklich besser haben möchte. Und wenn ich schonmal in Narkose liege, möchte ich schon, dass die das ordentlich machen.

Hatte auch eine Narkose-Mobilisation und kann gut davon abraten.

Baarb_xKS


Hallo Lycky83, hallo nanchen,

Ihr hattet doch beide Reha? Wie lange ging sie? Was wurde dort gemacht? Hattet Ihr Einzelbehandlungen? Bin bei einer sehr kulanten Krankenkasse und würde evtl. Reha genehmigt bekommen.

*:)

B9arb,_gKS


Gibt es auch Fälle hier im Forum, bei denen die Knie-Mobilisation gut gegangen ist? Hab heute von meinem Freund dem Physiotherapeut die schlechte Nachricht bekommen. Die Kontraktur ist bei 90 Grad schon erkennbar. :-( Er rät mir zur Knie-Mobilsation, da die OP erst 10 Wochen her ist.

g@reehnie0x7


Hi Barb

Ich hatte nach meiner ersten VKB-OP nach etwa vier Monaten ein Bewegungsausmass von 105/15/0. Das Knie wurder unter Narkose durchbewegt, hat ganz schön 'gekracht' dachte da ist alles wieder kaputt. Der Arzt hat aber auch noch ne Arthoskopie gemacht, dabei wurde die Notch erweitert und bei der Gelegenheit halt auch noch 'geputzt' und gespült. Anschliessen dann gleich Kinetec-Schiene und am nächsten Tag nochmals durchbewegen unter Narkose (Spinal oder PDA, Katheter wurde vom Vortag drin gelassen). Am nächsten Tag nach Hause. Weiss nicht mal mehr ob, bzw. wenn wie lange ich noch Krücken gebraucht hab.

Bei mir hats hingehauen, es waren Welten und ich konnte kurz danach endlich auch anständig trainieren, sprich Fahrrad fahren, Muskulatur aufbauen und vor allem wieder normal laufen!! Hatte von der langen Belastung mit dem Extensionsdefizit noch ne Weile üble Probleme im Bereich der Patella und der Patellarsehne aber auch die konnten wir danach beheben.

BMa<rbx_KS


Hallo greenie07,

das hört sich doch gut an. Vielen Dank. :-) Scheinbar gibt es auch Fälle bei denen es gut geht. *:) Für eine Arthrolyse wäre es zu früh, wie tennisspielerin schon erwähnt hatte. Mein Freund sagte auch, dass man bevor man sich die Kapsel aufschneiden lässt, es zuerst mit der Knie-Mobilisation versucht. Wichtig ist, dass ich mit meinen Übungen zu Hause nicht aufhöre, damit die Kapsel in Schwung bleibt.

*:)

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