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Arthroskopie, nun Schwäche des Quadrizeps

S$ilve6rP0exarl hat die Diskussion gestartet


Hallo meine Lieben! *:)

Bei meinem Mann wurde am 22.4. am li. Knie eine Arthroskopie durchgeführt, bei der an der Kniescheibe Knorpelschäden beseitigt wurden. Leider hatte er danach starke Schwierigkeiten (Schmerzen, starke Schwellung, Hämatom mit Punktion).

Er war jetzt schon ein paar Mal bei der KG und diese haben sich schon gewundert, warum die ganze Kraft im Bein weg ist. Jetzt vermuten sie, dass durch die Blutsperrmanschette die Streckmuskulatur des Oberschenkels geschwächt wurde, da da wirklich fast nix mehr da ist. Diese Schmerzen in dem Bereich und dass er das Bein nicht mehr heben konnte traten direkt nach der OP bereits im Aufwachraum auf.

Nun wollte ich mal fragen, ob das sonst noch jemand hatte und wie lange es gebraucht hat, bis der Muskel wieder gut aktiv war. Zumal sein Knie bei der kleinsten Anstrengung sofort wieder anschwillt. Bin über Tipps, Ratschläge und Erfahrungsberichte sehr dankbar. *:)

Antworten
t!ennissopieleSrixn


Hallo SilverPearl,

also ich denke, dass ich die Beschwerden, die dein Mann nun hat sehr gut nachvollziehen kann. Ich hatte auch vor einiger Zeit eine Kreuzband-OP und bei mir war es so, dass ich nichts mehr machen konnte mit dem Knie, es war einfach weg. Ich hatte nicht mal die Kraft das Bein gestreckt zu halten, da ich die Kraft einfach nicht mehr hatte. Ist dann immer so weggerutscht, also wirklich total schwach. Das hat auch schon sehr kurz nach der OP begonnen.

Nun, habe ich viel probiert, nichts hat mir wirklich geholfen, mein Quadrizeps war min. 4 cm weniger als auf der anderen Seite, also wirklich komplett atrophiert. Die Vorgeschichte war in der Art, wie bei deinem Mann. Schmerzen, Punktion und Erguss.

Das Knie hat dann auch sehr wehgetan und es war nicht wirklich was möglich damit zu machen. Also die Physio hat mich dann immer mit einem Stromgerät gestromt und das wurde ca. 3x in der Woche gemacht und nach kurzer Zeit habe ich wenigstens den Muskel wieder ein wenig mehr gespürt. Also das muss ich sagen, dass schon super ist. Da wird der Muskel wieder reaktiviert. Einfach ein tolles Gefühl.

Was ich sonst noch gemacht habe, waren folgende Übungen und die sollten eigentlich schon auch bei deinem Mann gehen. Trotz der Schmerzen:

1. Seitenlage, das operierte Bein nach oben und dann heben und senken. Und eben auch versuchen, das kurz oben zu halten. Am Anfang geht da wohl kaum was, aber es wird dann immer besser.

2. Seitenlage, das operierte Bein nach unten und dann eben auch wieder versuchen zu heben und halten.

3. Rückenlage und da auch wieder schauen, dass das Bein in die Luft gehoben wird und einfach auch wieder halten.

4. Auf eine Bettkante legen, Bauchlage und dann versuchen, das Bein auch immer zu heben und zu senken. Das ist auch sehr schwer am Anfang, aber es geht dann immer besser und der Muskel erholt sich dann eigentlich ganz gut.

Nach der Bewegung und bei Schmerzen immer gut kühlen. Es ist klar, dass es anschwillt, dann nicht mehr so viel machen. Also immer klein beginnen. Mir haben die gesagt mit 3x 10 und das auf max. 3 x 30 steigern. Ich finde das ist ein gutes Mittelding. Nicht übertreiben und auf eine Überlastung immer mit einer Pause reagieren. Es ist klar, dass es am Anfang sehr mühsam ist, aber es wird besser.

Ja, wegen der Frage, wie lange das dauert, ist es ja so, dass das unterschiedlich ist. Bei mir hat es in etwa 3 Wochen gedauert bis ich kleine Fortschritte gesehen habe.

Vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen. :-)

Glg tennisspielerin

Bsarb_#KxS


Hallo SilverPearl,

das Problem mit der Schwellung und dem atrophiertem vastus medialis kenne ich nur zu gut.

Schwellung: Dein Mann sollte 3x jeweils eine halbe Stunde am Tag kühlen und dabei das Bein hochlegen. Ausschreichungen sind sehr gut. Das heißt, dass Du vom Knie bis zur Leiste vorsichtig (kein Druck ausüben!) die Lymphflüssikeit schiebst. Vorher solltest Du die Lymhknoten aktivieren, indem Du mit der flachen Hand in kreisenden Bewegungen sehr leichten Druck auf sie ausübst. Nach der Lymphdrainage solltest die Salbe Heparin 60000 (kostet 11,-€ in der Apotheke) auf den gesamten Oberschenkel auftragen. Das Bein hochlegen.

Muskelaufbau: Dieser Leitfaden hat mir dabei geholfen die Muskeln wieder zu aktivieren [[http://www.lutrinaklinik.de/presse/info-knieuebung.pdf]]. Die Pausen sind sehr wichtig, damit sich die Lymphflüssigkeit sich nicht wieder staut.

Wünsche Deinem Mann gute Besserung! *:)

BFarb_xKS


Vor der Lymphdrainage nicht kühlen!

d3re~ssuwrcracxk


so kurz nach einer OP sollte muskelaufbau nur unter physiotherapeutischer aufsicht erfolgen. später kann man das natürlich auch alleine machen, aber bis die richtige durchführung der übungen erlernt ist, ist es besser wenn das unter fachlicher aufsicht geschieht und nicht rein nach internet-anleitung.

eine atrophie der oberschenkelmuskulatur (besonders quadriceps und vastus medialis) tritt so ziemlich nach jeder Knie-OP auf, und je länger nach der OP die krückenzeit oder evtl sogar die ruhigstellungsphase dauert, desto ausgeprägter wird die atrophie. je nachdem wie gut trainiert dein mann vorher war (ein vorher gut trainierter muskel kommt schneller wieder), und wie lange er nach der OP das bein entlasten musste, kann es von einigen wochen bis zu einigen monaten dauern, bis die volle kraft im bein wieder da ist.

ich selbst hatte im sept.08 eine größere knie-op, gefolgt von 3 wochen krücken, einer woche 0°-schiene und 6 wochen begrenzung auf 60°. als die schienen weg durften hatte mein rechter oberschenkel fast 5cm umfang verloren. ich bin immer noch in physiotherapeutischer behandlung, und die muskulatur ist wieder richtig gut geworden, dennoch hat das rechte bein nach wie vor weniger umfang als das linke.

lg

B&ar*b_xKS


Habe den Leitfaden meinem Physiotherapeut gezeigt. Und er hat mir grünes Licht gegeben diese Übungen zu praktizieren. :)^

SpilvenrPewarl


Also, Physiotherapie und Lymphdrainage bekommt er. Kühlen tun wir auch regelmäßig. Mein ihr es wäre vielleicht doch sinnvoll gegen die Schwellung zu Wickeln? Also nach der KG und dem Kühlen wickeln?

Ich bin selber Arzthelferin und weiß daher, wie man eine Kornehrenverband richtig anlegt. War/Bin mir nur unsicher, in wiefern das hilfreich ist.

Er sollte ja eigentlich gleich voll belasten. Doch nach der Punktion 5 Tage nach der OP meinte der ortsansässige Chirurg, er solle noch 1 Woche völlig ruhen. Und die Physio meinte schon, dass das der Fehler gewesen wäre. Dadurch wäre im Knie alles schön verklebt und deshalb würde es auch immer wieder schwellen.

Ich danke Euch jedenfalls schon einmal für Eure zahlreichen Tipps!*:)

BFarb_xKS


Die Lymphdrainage hat mir meine Krankengymnastin im Krankenhaus erklärt. Hier ist also nichts im Internet recherchiert, sondern von den Krankengymnasten abgesegnet. Leider trifft man immer wieder Physios, die Ihr Wissen nicht weitergeben möchten. Oder Dir kein Eigenübungsprogramm lehren. :(v

B_arb_xKS


Hat er Thrombose-Strümpfe? Falls ja, nachdem einschmieren der Salbe anziehen. Sollte als Kompresse reichen.

Bekommt er Krankengymnastik oder manuelle Therapie? Wenn scheinbar Verklebungen vorliegen, dann würde ich zur manuellen Therapie nach Maitland raten. Das Gelenk muss passiv gegleitet und die Adhäsionen gelöst werden.

*:)

B)arbn_KxS


Hab den Tip damals von einem Freund (Physiotherapeut, Dozent an einer Physiotherapeutenschule, Manuall Therapeut, Manuall Therapeut nach Maitland, Ostheopath, Heilpraktiker) bekommen.

Eventuell kann sich Dein auch manuell nach Kaltenborn therapieren lassen.

SAilverxPeaxrl


Okay, ich schreibs mir mal auf und sprech mit dem Physio am Do. drüber. Da hat er den nächsten Termin. Kenne ihn schon seit fast 20 Jahren, da wird er ja hoffentlich drauf eingehen.

Strümpfe hat er leider keine, deswegen frag ich ja wegen den Wickelungen. *:)

B<arb-_KS


Was mich noch interessieren würde ist, wann war die OP? Wie ist sein Bewegungsausmaß in der Streckung und in der Beugung?

Hat er die volle Beweglichkeit?

Bin da etwas vorbelastet, da mein Krankengymnast mir immer gepredigt hat ich solle Geduld haben. Nach 2 Monaten Behandlung hatte ich ein steifes Knie bei 80 Grad, weil er mir kein Eigenübungsprogramm gezeigt hat. Dadurch habe ich einfach ohne Pausen selbst trainiert. Hab dann zur manuellen Therapie gewechselt, er konnte noch ein Paar Grad rausholen. Das Knie war jedoch schon zu stark verklebt, dass ich eine Arthrolyse hab machen lassen. Mein Knie ist im Moment auf 120 Grad. Den Rest muss ich dehnen, da der rectus femoris sich stark verkürzt hat.

*:)

Bsar:b_KS


Dein Mann kann sich doch ein Rezept über Thrombose-Strümpfe schreiben lassen.

Eyn?ergiWex2


Moin moin Leute,

So nun hab ich auch mal eine Frage,

Ich hatte eine Operation. Fokaler 3.-gradiger Knorpelschaden ( 1,5X1,5cm ) Retropatellar, Vernarbung Hoffar'scher Fettkörper Linkes Kniegelenk.

Was ich hier Gelesen habe passte fast bei mir.

Ich konnte vor und nach der OP nicht mal richtig gehen weil mein Knie schon nach vorn weg geknickt ist und ich mich auf die Nase gelegt hab. Ich musste nach meiner OP mein Bein natürlich hoch legen. ( Krücken und Schiene )

Ich mache meine KG und gehe immer zum Doc und in die Ambulanz wie mir gesagt wird. Ich bekomme immer noch Starke Schmerzmittel da ich Schmerzen beim bewegen des knies habe.

Ich kann mein Knie noch immer nicht ganz ein knicken, nicht ohne schmerzen ( im Stehen ) Strecken kann. Im Liegen kann ich das bein nicht mal 1 mm im gestrecken zustand hoch heben ( STARKE Schmerzen und KEINE Kraft ). Ja und meine Muskelatur ist STARK zurück gegangen. Meine OP ist nun 3 MONATE her und weil ich eine Entzündung dazu bekommen habe JETZT muss ich noch immer mit der blöden Schiene gehen und die Krücken muss ich auch noch nehmen. Mein Muskel am Oberschenkel ist zu meinem anderen um 2/3 zurück gegangen.

wie habt ihr es geschafft OHNE der Stromtherapie ( Epilepsie ) dies zu beheben ? Habt ihr eine Ambulante Reha gemacht und wenn ja wie lange ging sie?

Liebe Grüße

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