Bws C6/C7 - sinnvolle Physiotherapie/ReHa

11.05.09  22:43

Hallo,

ich suche nach Übungen, manuellen Hilfsmitteln und Therapien, um mein Brustwirbelsäulensyndrom (BWS) zu lindern bzw. nach Abheilung einen erneuten Vorfall zu verhindern.

Meine Geschichte in Kürze:

Ich habe vor 12 Tagen einen Bandscheibenvorfall zwischen C6 und C7 an der Halswirbelsäule gehabt. Nach anfänglichem Verdacht, sich "verlegen" zu haben, musste ich vor 9 Tagen in die Notaufnahme, da die Schmerzen unerträglich waren. Seitdem tauchte ein Kribbeln im linken Zeigefinger auf. - Im Nachhinein bin ich froh über die neue Schmerzattacke, denn sonst hätte ich die Lage nicht so ernst genommen wie sie ist.-

Diagnose: BWS C7

Therapie: Diclofenac, Pantozol (gegen die Magenprobleme durch Diclofenac)

Wiederum drei Tage später (unglückliche Abfolge von Feiertagen dazwischen) sprach ich beim Hausarzt vor, um einen Verdacht auf Herzinfarkt abzuklären und weitere Maßnahmen einzuleiten. Mittlerweile war der linke Arm schon schlapper und vor allem dauerverkrampft. Stechende Schmerzen im Rücken traten abrupt und absolut unvorhersehbar auf. - Das ist übrigens typisch für die Fehldiagnose "BWS/HWS" bei Infarktgefahr. Wer den Schmerz fünf Tage "überlebt" kann aber sicher sien, dass es kein Infarktanzeichen war ...

Diagnose: BWS C7

Therapie: Diclofenac, Pantozol, Massagen

Weitere Untersuchung: Neurologie

Wiederum drei Tage später maß mich die Neurologien durch (MET hieß es, glaube ich) und stellte fest: Nerv für Trizeps links und Zeigerfinger stark beeinträchtigt, Durchleitgeschwindigkeit in der Grauzone zum Chronischen.

Einen Tag später: Vorsprechen beim kombinierten Orthopäden, Osteopathen und Sportmediziner aufgrund wiederum unerträglicher (trotz Diclofenac) Schmerzattaken in der Nacht.

Diagnose: BWS C7

Therapie: Diclofenac, Pantozol, Tetrazepam (zur Muskelentspannung), Massagen, Fango-Packungen, Physiotherapie (Termin erst übermorgen), Akkupunktur (alle zwei Tage), Cortison-Infusion (alle zwei Tage).

Weiter Untersuchung: MRT.

Heute: MRT (die "Röhre")

Diagnose des durchfürenden Arztes: ... naja, hinlänglich bekannt - Wow und jetzt schoon fünffach bestätigt - da kann nix schief gehen ...

Therapie: in Abstimmung mit Hausarzt bzw. Orthopädie.

Übermorgen werde ich nach Konsultation meines Hausarztes (der dies eigentlich zunächst vermeiden wollte) sowie meines Orthopäden (der lieber renkt und piekst als zu spritzen) eine PRT erhalten. Das ist eine Cortisonspritze direkt in den Nahbereich der Nervenwurzel, die ct-Gesteuert und durch Kontrastmittel überprüft wird.

Warum dieser Roman?

ERSTENS: Ich fühle mich schnell und gut behandelt. Allerdings habe ich auch nicht Wochen gewartet (wie na anderer Stelle in diesem Forum gelesen) sowie möglichst exakt die Ausfallprobleme beschrieben bzw. demonstriert. In den zwölf Tagen war ich sage und schreibe 4,5 Tage noch voll arbeiten (mehr oder weniger amüsiert und mit bis zu 6 diclofenac je Tag...).

ZWEITENS: Seit zwölf Tagen fehlt mir jeglicher Anhaltspunkt dafür, was ICH tun kann, z. B.

- ohne Kopfkissen flach liegen (auch wenn es sauweh tut)

- heiß baden oder lange duschen

- den Nacken nicht kalt werden lassen (okay, das sagte der Orthopäde)

- den betroffenen Arm möglichst rund bewegen, ab und zu hoch halten (auch wenn es nur für 30 Sekunden und unter Schmerzen ist)

Dies waren alles Tipps von Betroffenen aus meinem Bekanntenkreis, die auch schon einmal das Vergnügen hatten und recht schnell mit der Behandlung Gas gegeben haben. - Prognose übrigens: 2 bis 6 Monate.

DRITTENS:

Wer weiß, was ICH noch tun kann, um dies zu lindern bzw. einen weiteren Vorfall zu verhindern?

Härteres Bett, Kopfkissen oder keines, bestimmte Übungen, die man selbst durchführen kann usw usf.

Für alle anderen Leser/innen: Frohe Vermehrung der Erkenntnisse und möglichst schnell die Ärzte konsultieren!

xe

xHenopOh9enkia

12.05.09  21:51

Nachtrag: Tag 13

1 x Diclofenac, 1 * Pantozol, 1 * Massage

fast beschwerdefrei. Auch das gerade Liegen klappt. Der Zeigefiinger ist noch im letzten Glied taub. Die beiden anderen erholen sich langsam. Der Arm ist immer noch kraftlos, aber nicht mehr schmerzend.

Gleich die zweite Diclofenac und 1 * Tetrazepam und morgen vor der Arbeit ab zu Fango und Krankengymnastik, Akkupunktur und Cortisoninfusion.

xAen&ophexnia

13.05.09  23:51

Nachtrag

Tag 14

1 x Pantozol, 1 x Diclofenac,

1 X Krankengymnastik, 1 x Massage, 1 x Akkupunktur, 1 x Infusion - Fango hatte leider zeitlich nicht gepasst

... und endlich eine Übung für den eigenen Beitrag zur Gesundung! Mittlerweile kribbeln Hand und Zeigefinger wieder. Die Taubheit ist wie auch gestern nur auf das letzte Fingerglied beschränkt. Durch die größere Hautsensibilität merke ich erst heute, dass doch ein wenig mehr als der Zeigefinger in Mitleidenschaft gezogen worden war :-/.

Die Übung dient der sanften Dehnung des Nervs sowie der Durchblutungsförderung und besteht aus einem angewinkelten Arm bei 90 Grad abgewinkelter Hand (Handfläche nach oben). Also stehen oder sitzen, den Arm parallel zum Körper, dann die Hand zur Schulter führen und die Handfläche zum Himmel zeigen lassen. Aus dieser Position den Arm strecken und die Hand gerade machen, also den Winkel im Handgelenk reduzieren. Und wieder zurück. Je nachdem, wie weit der Arm vom Körper abgewinkelt wird, ist die Übung mehr oder weniger anstrengend, auf jeden Fall nicht schmerzend. 10 Wiederholungen, kurze Pause. Das Ganze noch einmal wiederholen. - So häufig, wie man dran denkt und es gut tut.

Ich spüre eine leichte Aktivierung des Nervenstrangs von der Schulter zum Halswirbel, aber es ist nicht unangenehm. Eher wie ein Mini-Anzeichen fü einen Muskelkater.

Schmerzen waren heute weitgehend ein Fremdwort :-D

Ich bin gespannt auf die morgige PRT.

Jetzt noch die Tetrazepam und die zweite Diclofenac und dann einen guten Schlaf. zzz

xMenop<henlia

14.05.09  00:14

Ich wünsche Dir zunächst "gute Besserung" :)* :)* :)* :)* :)*

Darf ich - aus eigener Erfahrung anfügen - dass alles seine Zeit braucht?

Was mich etwas irritiert ist, dass Du nur medizinische Befunde aufführst ... doch wie ist Deine seelische Verfassung? Gibt es Druck, der sich belastend (bitte durchaus wörtlich nehmen) auf Dich auswirken könnte ???

Gute Nacht *:)

4]-chookRies

14.05.09  09:48

@ 4-coockies

Ich versuche, die Lage sachlich darzustellen. - Seelisch weiß ich, was mit ursächlich für meinen Bandscheibenvorfall ist: Eine Überarbeitung mit ersten Burn-out-Erscheinungen. Das begann schon im Dezember,1) also vier Monate vor dem Bandscheibenvorfall. Drei bis vier Stunden Schlaf mit dauerhaft schlechtem Gewissen, nicht alles zur allseitigen Zufriedenheit erledigt zu haben. Ich habe nachts das Bett durchwühlt und bin in den merkwürdigsten Positionen aufgewacht. Allerdings konnte ich nicht alle Aufträge hinschmeissen und wusste, dass die Reduktion des Arbeitsvolumens rund drei Monate in Anspruch nehmen würde. Das war psychisch wie Knast :-/

Neben scheinbar nicht mehr vorhandenen Nerven (nahe am Wasser, am Schreikrampf und an der Tobsucht gebaut) traten erste Verspannungen im Rücken auf. Es folgte nächtliches Herzrasen, eine Super-Erkältung, eine Bindehautblutung aus heiterem Himmel und als diese abgeklungen war meldete sich die Bandscheibe.

Seit dem 30. März habe ich zwei meiner vier Arbeitspakete ganz abgestreift bzw. beendet und befinde mich in der "Antistress-Selbsttherapie". Interessanterweise begannen die richtigen körperlichen Mucken mit dem Tag, an dem ich mein Arbeitsvolumen spürbar einschränkte und mir nach Monaten wieder einmal Zeit für einen Tag mit einem guten Freund nahm. Daher hatte ich auch die Panik, nächtlich einen leichten Schlaganfall (Bindehautblutung) erlitten zu haben oder kurz vor einem Herzinfarkt zu stehen. Als 66-er Baujahr bin ich ja im besten Alter dafür. %-|

Statt 6 1/2-Tage-Woche habe ich jetzt eine fünf-Tage-Woche, die morgens gegen 06:00 Uhr beginnt und arbeite prinzipiell nicht mehr nach 20:00 Uhr, optimalerweise bis 16:30 Uhr. Auch das ist noch viel, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

Nun zu Deiner Frage: Der Bandscheibenvorfall ist für mich keine Last, sondern eine Chance, über Sinn und Zweck des Lebens intensiv nachzudenken, denn ich glaube, dass ich die körperlichen Zeichen gerade noch rechtzeitig erkannt habe, um einen Wandel einzuläuten. Insofern arrangiere ich mich mit der - hoffentlich zeitweisen - Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Seelisch fühle ich mich wahnsinnig ausgeglichen.

Meine Philosophie: Die Seele wohnt in diesem Körper und beide sind auf Harmonie (= das innere Gleichgwicht) angewiesen. Nur eine starke Seele kann dem Körper wieder zum Gleichgewicht verhelfen. Also her mit der Life-Work-Balance und über die Ziele wieder einmal nachgedacht.


1) Stimmt auch nicht, denn der Vorlauf mit immer schwächerem Nervenkostüm und dem Verlangen, einfach nur die Augen schließen zu können, damit alles vorbei ist, also der Wunsch nach Abschalten des Stresses war schon seit dem letzten Sommer spürbar. Als mein Kater starb - das war im September - bin ich zur reinen Arbeitsmaschine geworden.

x/enoVphe<nia

14.05.09  09:59

Tag 15: PRT nur ein Viertel so schlimm als gedacht!

Komme soeben von der PRT. Zugegeben: Ich habe gestern kaum Einschlafen können in Erwartung einer unangenehmen und schmerzhaften Behandlung. Dem war aber überhaupt nicht so!

Zwischen 6. und 7. Halswirbel erfolgte das Setzen der Spritze seitlich vom Hals aus, direkt über der Schulter. Erst dachte ich, jetzt kommt eine Infusion mit Kontrastmittel. Aber die Spritze enthielt zugleich das Kontrastmittel.

Das Einstechen war wie bei der Blutabnahme, also "Peanuts". Dann wurde in drei Zügen die Mixtur aus Schmerzmittel, entzündungshemmenden Dingen und Kontrastmittel eingespritzt. Zwischenzeitig ging es immer wieder unter den Ring des CT. Es entstand ein leichter Druck auf Wirbel und den betroffenen Arm, kein stechender Schmerz. Die gesamte Prozedur dauerte keine zehn Minuten.

Bislang (2 Stunden später) püre ich keinen Nebenwirkungen wie Schwindel, Lähmung, Kopfschmerz und all die anderen Sachen, vor denen die Patienteninfpormation warnt.

Mein Kommentar "War angenehmer als gedacht" zauberte auch bei meinem Orthopäden ein Lächeln ins Gesicht. ;-)

Jetzt gibt es erst einmal Ruhe und später mehr von dieser Krankengeschichte.

xDeno~phenxia

15.05.09  20:56

Tag 16: Spürbare Erfolge

Medikation: tagsüber 1 X Pantozol, 1 x Diclofenac - abends: 1 X Tetrazepam, 1 X Diclofenac

Nach der PRT am gestriegen Tage habe ich tagsüber in zwei Schüben insgesamt sechs Stunden tief und fest geschlafen. Dazwischen habe ich mich ruhig an die frische Luft gesetzt und den Vögeln zugehört. Beim ersten Einschlafen war mir sehr kalt und ich benötigte bei Zimertemperatur von 20 Grad Celsius drei Decken. Wie die letzten Tage habe ich mich mit einem Microfleeceschal umhüllt wie eine Mumie auf eine Microfleecedecke gelegt und die Kanten über die Schultern geschlagen. Darauf die Bettdecken. Kein Kopfkissen. - Ich fühlte mich einfach wohl. Kein Schmerz, kein Zucken, einigermaßen Beweglichkeit. Nebenwirkungen traten keine auf. Das Kältegefühl war wohl vom Kreislauf.

Heute war ich 8 Stunden arbeitstechnisch im Einsatz. Am Morgen konnte ich mit dem linken Arm noch keinen handelsüblichen Bürolocher heben. Nach 2 cm Höhe fiel er mir einfach aus der Hand.

Am Nachmittag habe ich das Ding über meinen Kopf gehoben! - WAHNSINNSERFOLG! ;-D

Das letzte Glied am Zeigerfinger ist immer noch taub, dennoch beweglich, aber der Arm hat seine Kraft fast wieder. Ich schätze mal 50-60%.

Die Übungen vom Physiotherapeuten habe ich heute ca. 10 x gemacht. Außerdem massiere ich die Punkte, an denen bei der Akkupunktur die Nadeln gesetzt werden.

Da keine Schmerzen mehr vorhanden sind, werde ich morgen früh auf die Diclofenac verzichten. - Heute Abend traue ich mich noch nicht. Was ist, wenn eine nächtliche Schmerzattacke die bisherige Genesung zunichte macht? Ich stehe jetzt seit 11 Tagen unter diesem Schmerzmittel und kann deshalb nicht abschätzen, ob die Notwendigkeit einer weiteren Einnahme besteht.

Am Montag (Tag 19) gehen ich natürlich wieder zum Doc und werde auch den Blutstatus überprüfen lassen. Diclofenac und Tetrazepam sind ja nicht ohne Nebenwirkungen.

Gute Besserung allerseits!*:)

xlenop~henixa

16.05.09  11:32

Tag 17: Ohne Schmerzmittel geht es noch nicht

Auf Diclofenac habe ich bislang verzichtet, dafür eine Aspirin genommen. Leichte Muskelanspannungen im linken Arm. Kann auch an zu viel Übungen liegen. Die Kraft im linken Arm ist auf jeden Fall spürbar besser. Das letzte Glied im Zeigefinger ist immer noch taub.

x7e%noprheniWa

16.05.09  23:26

Danke für Deine ausführliche Antwort @:) Du hast schon recht - auch wenn es sich bescheuert anhören mag - dass so ein gravierender gesundheitlicher Einschnitt auch eine Chance ist, sich selber, Verhaltensweisen usw. total in Frage zu stellen: geht ja auch nicht anders.

Mir wurde seinerzeit abgeraten, auf die Einnahme der Tabletten zu verzichten, da sie auch abschwellende Wirkung hätten und vor allem langfristig wirkten.

Weiterhin einen guten Heilungsverlauf :)* :)* :)*

4p-cook|ies

17.05.09  00:22

Tag 17 Nachtrag

@ 4-cookies Krankheit = Chance?!?

Ich habe heute gute Erfahrungen mit meinem einem einzigen (!) Aspirin gemacht. Allerdings hatte ich durch frühzeitiges "Indianerspiel" (Wir wollen doch auf unnötige Chemie verzichten ...) vor einer Woche eine sehr schmerzhafte Erfahrung gemacht :(v

Insofern: Zu früh zu ungeduldig ... neee!

Zurzeit wirkt die PRT-Spritze noch - vermute ich mal - und Tetrazepam werfe ich auch gleich ein.

So ein "Vorfall" kann wirklich eine Chance sein, wieder zu den Wurzeln zu finden, sich nicht für unersetzbar zu halten und sich damit wahnsinnig zu entlasten. - Ich denke, dass der Aspekt "Krankheit als Chance?!?" bzw. "Der Einspruch der Wirbelsäule" oder "Rücken fordert Kehrtwende" schon fast einen eigenen Faden verdient hat. ???

Viele Grüße

(mit fast wieder hergestelltem Gefühl im Zeigefinger und Dreiviertelkraft im Arm - mein Gott, vor zehn Tagen hatte ich echt andere Sorgen ...)~~

*:)

xDe$no<phDenia

17.05.09  10:47

Tag 18: 3 Tage nach PRT weitere kleine Fortschritte

Medikation: 1 X Tetrazepam, 1 X Pantozol, 1 X Diclofenac

Übungen: KG-Übung, ca. 1 mal in der Stunde

Nach einem Tag ohne Diclofenac meldete sich die Muskelmasse in Rücken und Arm wieder. Es wäre absolut auszuhalten gewesen (wie leichter Muskelkater), aber wer weiß, wie weit sich das Ganze hochschaukelt? Also eine Diclofenac und gut ist es.

Der Fingerkuppe geht es schon wieder ein Stück besser. Es kribbelt kaum noch und die Taubheit ist nunmehr auf eine kleine Region an der Seite beschränkt.

Morgen gibt es Krankengymnastik, Massage, Fango und beim Orthopäden eventuell auch noch einmal Akkupunktur. Mal sehen, was der zu den Fortschritten sagt. :-o

xVenophQenia

19.05.09  06:20

Tag 19: Wo bleiben Fortschritte?

Medikation: 0 X Tetrazepam, 1 X Pantozol, 2 X Diclofenac

Übungen: KG-Übung, ca. 1 mal in der Stunde

Der Berufsalltag schägt zurück und so mussten einige Anwendungen ausfallen. Dafür bleiben Fortschritte aus.

xGenopWhenxia

20.05.09  13:49

Tag 20: Lob vom Arzt

Medikation: 1 x Diclofenac (morgens), 1 x Pantozol (morgens), 1 x Tetrazepam (abends)

Übungen: KG, außerdem Physio, Fango und Massage

Gestern hatte ich den großen Rundumschlag: Orthopäde, Physiotherapeut, Masseur. Zwar macht die Armschwaäche immer noch Sorgen, aber über die deutlichen Fortschritte haben sich alle gefreut. Ich mich mich natürlich auch.

So langsam soll ich von Diclofenac und Tetrazepam runter - laut Arzt. Das habe ich ja schon begonnen. Ab sofort täglich nur eine: entweder Muskelrelaxanz oder Schmerzmittel.

x0eXnophhenxia

20.05.09  14:00

Tag 21: Kaum zu glauben, dass mich das schon drei Wochen beschäftigt

Medikation: 1 x Patozol, 1 x Diclofenac (morgens)

Übungen: KG wie gehabt

Kaum zu glauben. Eine Nacht ohne Schmerzmittel und es geht auch! :)^ Für den Tag habe ich dann aber vorgesorgt. Heute abend werde ich auf alles verzichten.

Nach Eintrudeln der ersten Rechnungen (bislang mit Rezepten rd. 990 €) weiß ich auch, wie sich mein C6/7 nach medizinischem Befund korrekt schreibt:

C7 Wurzelreizsyndrom links mit sensomotorischen Defiziten bei Prolaps C6/C7 links (Karpaltunnelsyndrom)

Übrigens kam gestern noch ein Test für die Kraft im Arm dazu: Mit ausgestrecktem Arm zum Türrahmen aufstellen, Körper sanft dagegen fallen lassen und Arm dabei einknicken. Anschließend aus der Kraft des Arms wieder aufrichten. Tja, und das klappt natürlich noch nicht. {:(

Aber mit geringerem Abstand zu Wand oder Türrahmen (halbe Armlänge) soll ich mal trainieren und in vier Wochen wieder beim Orthopäden/Osteophaten/Sportmediziner vorbei schauen. Krankengymnastik, Fango und Massage laufen natürlich weiter. Insgesamt wurden bislang je 12 Termine verschrieben.

xhenOoph$enia

22.05.09  09:58

Tag 24: Jetzt ohne Schmerzmittel und Muskelrelaxanz

Nach 24 Tagen bin ich runter von dem Zeugs. Es treten noch hin und wieder "Schmerzen" wie bei einem Muskelkater auf. Die würde ich auf einer Skala von 1 bis 10 mit zehn als Schmerz beim Bandscheibenvorfall nun auf 0,5 bis 1 einstufen.

Die Fingerkuppe ist noch taub und der Trizeps auch noch schwach, aber gut Ding will Weile haben.

Was mir hilft:

- abends eine heiße Dusche (möglichst heiß und möglichst lang)

- ABC-Salbe nach dem Duschen

- Geradeliegen ohne Kopfkissen

- ganz langsam aufstehen

- in Microfleece eingedeckt (auch drauf liegend) wie eine Mumie schlafen

- maximal 7 Stunden liegen (und möglichst vor 23:00 Uhr ins Bett)

- die Übungen aus der Krankengymnastik (möglichst häufig über den Tag verteilt)

- Viel Abwechslung zwischen Stehen, Sitzen und Laufen

- ein Mittagsschlaf (17:00 - 18:00 Uhr, wenn es sich einrichten lässt)

- Crosstraining ohne die Arme mitzunehmen (Behutsam wie Walking)

- bewusstes Nutzen der tauben oder/und geschwächten Gliedmaßen

- Bewusste und verlangsamte Bewegung (keine Hektik aufkommen lassen)

Diese Zeilen mögen anderen Betroffenen helfen. Stellt doch einfach Eure Tipps auch hier rein!

Bis auf die Tage mit vielen Arztterminen bzw. die PRT war ich arbeiten. Allerdings bringt es mein Job mit sich, dass ich mich mit Verweis auf meine körperliche Einschränkung frei bewegen kann (Abwechslung zwischen Sitzen und Laufen usw.). Mit einem Job an der Kasse, als Kellner, am Kundenschalter oder anderen einseitig belastenden Tätigkeiten hätte das nicht geklappt und wäre auch jetzt nur zeitlich eingeschränkt (max. 5 Stunden eintönige Bewegung) möglich. Zwischenfazit: Vier Wochen nur eingeschränkt arbeitsfähig!

Viele Grüße aus der Zwischenzeit

xCenopbhenixa

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