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Bandscheibenvorfall Hws und Panik, bitte beruhigt mich

aLnloxe2 hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben,

ich mach mich momentan ziemlich fertig. Vor 3 Wochen im Urlaub ging es los mit 2x Flimmern vor den Augen. Meine HWS war ständig verspannt und ich hab mich innerlich fertig gemacht. Am Tag der Abreise ging es im Zug dann los mit Sprachproblemen (ähnlich Wortfindungsstörungen), die allerings nur mir aufgefallen sind. Ich hatte das Gefühl, mein Kreislauf sackt zusammen und war vollkommen fertig - sicherlich eine Panikattake.

Gleich nach dem Wochenende war ich beim Neurologen. EEG, AEP, VEP, Doppler Sonographie der extrakraniellen Gefäße und Schädel CT ohne Befund.

Das spinale CT der HWS hat dann einen Bandscheibenvorfall ergeben. Der Arzt schloss aus, dass dieser was mit meinen Symptomen (Sehstörungen) zu tun hat. Von den Sprachstörungen steht allerdings nichts drin, eventl. hat er diese übersehen. Er erklärte mir dann (und das ist es was mich fertig macht), dass wohl durch die Verletzung eines Gefäßes ein Schlaganfall ausgelöst werden könnte?! Auch wenn er mir die Angst wieder versucht hat zu nehmen, hat sich das in mir festgesetzt. Warum sagt er so etwas und kommt das oft vor? Heute hatte ich mal wieder diese Sprachstörungen und Kribbeln in Armen und Beinen, besonders links. Auch hatte ich vom Hals her ein ziemliches Spannungsgefühl, dass sich über den Hinterkopf zog. Momentan ist mir durch das erneute Lesen des Befundes wieder so übel, dass ich vor Übelkeit nichts essen kann. Das hab (ohne Erbrechen) ich seit den Sehstörungen, mal mehr mal weniger. Mir ist klar, dass es ganz viel Angst und Panik ist. Gerade deshalb ist mir eine beruhigende Erklärung wichtig. Nur dann kann ich es annehmen und mach mich nicht mehr verrückt.

Ergänzend ist vielleich noch zu erwähnen, dass ich mir vorm Urlaub ein Jahr lang ziemlich viel Selbständigkeitsstress zugemutet hatte. Auch hatte ich Erkältung, an deren Folge Nebenhöhlenentzündung ich noch im Urlaub zu kabbern hatte. Auch stille ich und trinke bestimmt zu wenig.

Hier ist meine Diagnose:

In Höhe HWE 4/5 noch geringradige rechtsbetonte Uncovertebralarthrose mit leichter Verbreiterung des echten Processus uncinatus und diskreten dorsalspondylotischen Ausziehungen besonders im Grundplattenbereich des 4. HWE. Caudalwärts davon Darstellung einer schon mäßig anmutenden sorsomedial betonten Bandscheibenprotrusion, die zu einer ebenfalls mäßigen Pelottierung bis lokalen Aufhebung des prämediullären Subarachnoidalraumes führt, ohne sichere Kompression oder Dorsalverlagerung aber des cervicalen Myelons. Rechtsbetont leichte bis schon mäßige Stenosierung der Neuroforamina mit linksseitig unauffälliger, rechts etwas beengter Darstellung der austretenden C5-Wurzeln. Kein Anhalt für arthrotische Veränderungen im Bereich der Facettengelenke. In Höhe HWK 5/6 Nachweis einer diskreten linksbetonten Osteochondrose mit ringförmiger (?) Sklerosierung an der Grundplatte des 5. HWK und noch diskreten medialen sowie linksmediolateral betonten retrospondylotischen Ausziehungen an beiden Wirbelkörpern. Zusätzlich Nachweis eines schon linksbetonten Bandscheibenvorfalles, der zu einer deutlichen, ebenfalls etwas linksbetonten Dorsalverlagerung des cervicalen Myelons mit nicht auszuschließender Irritation intrapinaler Cervialwurzelanteile führt, besonders der dort dorsal eintretenden linksseitigen sendisblen Fila radicularia. Kein Anhalt ergibt sich aber für Einengungen der beidseits autretenden C6-Wurzeln innerhalb der noch normal weiten Neuroforamina. Regelrechte Abgrenzung der Facettengelenke beidseits.

In den Höhen HWK 6/7 und HWEK 7/B WK 1 noch nahezu unauffällige ossäre und Bandscheibenbefunde ohne Anhalt für relevante sekundär-knöchern oder auch anderweitig bedingte Einengungen des unteren cervicalen Spinalkanals sowie der Neuroforamina beidseits. Durchgehend reglerechte Abgrenzung des cervicothoracalen Myelons sowie der in den einzelnen Höhen austretenden C7- bzw. C8 Wurzeln. Kein Nachweis relevanter arthrotischer Veränderungen im Bereich der Facettengelenke beidseits.

Antworten
Sotev$ie Bx.


Hallo,

die Sehstörungen kommen von dem Bandscheibenvorfall. Laut Befund ist das Rückenmark bereits etwas eingeengt bzw. verlagert. Aufgrund Deiner Symptome würde ich mich als nächstes bei einem guten Neurochirurgen vorstellen. Aber Angst brauchst Du keine zu haben.

VG

a_nlo9e2


Ich war bei einem Neurologen. Er hatte eigentlich ausgeschlossen, dass die Sehstörungen eine klinische Ursache haben und mich zum Augenarzt geschickt.

Deine Antwort lässt mich nun wieder zittern, denn mit Neurochirurgie verbinde ich ein OP.

a"nyloex2


Die Sehstörungen waren beide charakterisiert durch ein Flimmern in der Mitte des Auges, dass nach außen ging. Sie wurden durch meine nervöse Anspannung schlimmer. Ich hab mir sofort Beistand durch ne Freundin am Telefon geholt, die mir riet mit aufs Bett zu legen. Beide Sehstörungen waren nach Bruchteilen von Sekunden weg, als ich mich kopfüber im Bett vergraben habe. Alles zusammen waren jeweils nur ein paar Minuten. Sie waren auch früh nach dem Aufstehen und vor dem Essen, allerdings eine bei ner Nasendusche und die andere beim Lesen auf dem Blackberry.

Spricht das nun für den Halswirbel, oder für eher niedrigen Blutdruck.

Ist meine Rückenmarkbeteiligung schon schlimm und muss ich da was merken, oder kann es auch sein, dass ich mir alles nur einbilde.

Kann sich sowas auch wieder zurückbilden?

b-itwweexn


(...)die Sehstörungen kommen von dem Bandscheibenvorfall. Laut Befund ist das Rückenmark bereits etwas eingeengt bzw. verlagert. Aufgrund Deiner Symptome würde ich mich als nächstes bei einem guten Neurochirurgen vorstellen.

(Sarkasmus an)

@ Stevie B.:

Ja nee, is klar. Sehstörungen kommen vom BSV. :|N Und das per Internet-Ferndiagnose. :)^ Seit heute ist nun bekannt: Sehempfindungen werden nicht im Großhirn, sondern im Rückenmark verarbeitet. Da kann man ja noch richtig was lernen. Wann steht der Nobelpreis an?

Ach so: Die Erde ist eine Scheibe. (Sarkasmus aus)

@ TS:

Das einzig wirklich Konkrete, was dem - typisch Radiologe - wortreichen geschwollenen Bericht zu entnehmen ist, ist wohl ein diskreter BSV C4/5 und C5/6: Hab's mal orthografisch korrigiert.

linksbetonten Dorsalverlagerung des cervicalen Myelons mit nicht auszuschließender Irritation intraspinaler Cervicalwurzelanteile führt, besonders der dort dorsal eintretenden linksseitigen sensiblen Fila radicularia. Kein Anhalt ergibt sich aber für Einengungen der beidseits austretenden C6-Wurzeln innerhalb der noch normal weiten Neuroforamina. Heißt: Das Rückenmark im Hals(wirbel)bereich der Halswirbel 4 bis 6, teils noch 7 ist durch den Vorfall leicht Richtung Rücken / Nacken verlagert mit einer Ausbuchtung nach links und Beeinträchtigung der Wurzelfasern der Rückenmarksnerven. Die Durchtrittsstellen der Rückenmarksnerven durch die Wirbel selber sind unauffällig.

Die Sehstörungen sind entgegen oben geposteten Unsinns dadurch nicht erklärbar und haben andere Ursachen, evtl. Migräne / Durchblutungsstörungen des Gehirns o.a.

Aber diese Ferndiagnosen sind eigentlich immer unsinnig.

avnloes2


Danke für deine Antwort.

Ist das nun was zum Sorgen machen? Kann das Rückenmark da schon schwer geschädigt werden oder sein?

Übrigens hat das kein Radiologe, sondern ein Neurologe geschrieben.

SAtevpie xB.


Nur mal so zu Deinem Sarkasmus: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...

[[http://flexikon.doccheck.com/HWS-Syndrom]]

g>re:efnie0x7


??? und was soll uns dein Link sagen?

Ich hab nirgends die Aussage gesehn, dass ein BSV Sehstörungen macht!!

Lediglich, dass das 'HWS-Syndrom' auch mit Sehstörungen einhergehen kann. Die Ursachen für dieses 'HWS-Syndrom' können ganz verschieden sein!

'HWS-Syndrom' ist einfach der Sammeltopf für alle Erkrankungen und Beschwerden die von der HWS ausgehen oder in dieser Beschwerden machen..

Wie sagtest du 'Wer lesen kann ist klar im Voteil'!:=o

nfancxhen


ABER man könnte in diesem Zusammenhang, auch die Sehstörungen erklären. Die Threadstellerin hat "allgemein" auch von Problemen mit dem Nacken geschrieben. Durch diese Nackenbeschwerden, Verspannungen etc können die Sehstörungen auch entstehen.

Wenn Sehstörungen nicht durch einen BSV in der HWS kommen können, dann frage ich mich, warum ich in meiner akut Phase von meinem BSV HWS C5/C6 Schwindel, sehr starke Kopfschmerzen, Kribbeln in einer Hand und SEHSTÖRUNGEN hatte.

g_reneniex07


Gebe dir recht *:), die Sehstörungen kann man im Zusammenhang mit starken Verspannungen schon recht gut erklären.

Es ging aber vor allem um die Aussage '...Sehstörungen kommen von dem Bandscheibenvorfall...' die so einfach nicht stimmt. Die Sehstörungen können vielerlei Ursachen haben. Da die Sehstörungen durch die Lageveränderung (aufs Bett legen) sofort weg gegangen sind könnte dafür tatsächlich auch der BD mitverantwortlich sein oder eine Kombination tiefer BD plus schmerzbedingte Verspannung, plus Panik/Angst....

Ich denke einfach, es ist gar nicht möglich hier im Internet eine Vernünftige Aussage zu den Problemen von Anloe2 zu machen.

@ anloe2:

aufgrund des Berichtes ist dein Rückenmark nicht geschädigt. Es könnte sein, dass der BSV den sensiblen Nerv C5 irritiert, das könnte dir Schmerzen/Missempfindungen/Taubheit im von C5 versorgten Gebiet machen (Google einfach mal Dermatome).

a8nloxe2


@ greenie07

Lieben Dank für deine Antwort. Jetzt bin ich beruhigt. Wozu die Psyche fähig ist hab ich seit dem Urlaub gemerkt. Das viele googeln war sehr kontraproduktiv und ich habe nun mit der Suche nach Dermatome abgeschlossen. Heute hatte ich die beginnenden Symptome einer Querschnittslähmung, inklusive Blase - also alles, was ich ergooglt hatte.

Am Donnerstag Vormittag soll ich zu meiner Orthopädin kommen. Ich möchte mir zur Beruhigung noch einmal das CT erklären lassen. Der BSV war bei mir eine Zufallsentdeckung, jedenfalls hat der Neurologe das so gesagt.

Aktuell kribbelt es immer mal im linken Arm, aber auch im rechten und das kann ja eigentlich nicht sein.

Ich versuch es jetzt gelassen zu nehmen, geht zukünftig dem Stress eher aus dem Weg und begebe mit noch in eine KG. Craniosacraltherapie mach ich seit 3 Wochen, die mir schon sehr gut getan hat.

Ich danke euch für die Antworten und lass dann das letzte Posting so stehen und les nicht mehr rein.

Danke *:)

bnit"weexn


Nochmal in aller Deutlichkeit: Vergiss Google und Internet, wenn Du dich ernsthaft und seriös informieren willst. Hier werden mehr oder weniger Befindlichkeiten ausgetauscht.

Das ist (ich spreche aus eigener Erfahrung) sehr hilfreich, wenn man Stützung und Zuspruch braucht, kann aber die Fachfrauen und -männer niemals ersetzen!

b0itwxeen


Nur mal so zu Deinem Sarkasmus: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil...

[[http://flexikon.doccheck.com/HWS-Syndrom flexikon.doccheck.com/HWS-Syndrom]]

@ Stevie B.:

Unterstelle mir ruhig eine gewisse Sachkompetenz. Nochmal: Ein BSV erklärt NICHT die Sehstörungen. Wie Du schreibst: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Und was lesen wir da bei unser aller doccheck (bin seit Jahren dort Mitglied)? Rischdisch: HWS-Syndrom! Und NICHT Bandscheibenvorfall.

Ein HWS-Syndrom ist übrigens eine der klassischen Verlegenheitsdiagnosen, die ich fast in Anführungszeichen schreiben möchte. Der BSV ist angeblich(!) eine (seltene) Ursache des HWS-Syndroms.

Zitat doccheck: Ein HWS-Syndrom ist häufig durch degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule bedingt, die zur Reizung der zervikalen Spinalnerven führen. Es kann jedoch auch funktionell, d.h. ohne klinisch nachweisbare, morphologische Veränderungen am Skelett auftreten. Mögliche Ursachen sind:

(...) Zervikaler BSV (selten) (...)

Insofern: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Det stimmt.

bAitweVen


(...), die Sehstörungen kann man im Zusammenhang mit starken Verspannungen schon recht gut erklären.

@ greenie07:

NEIN! Siehe oben.

bvitwexen


ABER man könnte in diesem Zusammenhang, auch die Sehstörungen erklären. Die Threadstellerin hat "allgemein" auch von Problemen mit dem Nacken geschrieben. Durch diese Nackenbeschwerden, Verspannungen etc können die Sehstörungen auch entstehen.

@ nanchen:

Das hat mit dem eigentlichen BSV wenig bis nichts zu tun. Wenn hier Sehstörungen auftreten, handelt es sich eher um zirkulationsbedingte, die womöglich durch eine indirekte, durch reaktiv erhöhten Muskeltonus bedingte Stenosierung der Carotiden, Kompression der Vertebralarterien o.ä.

Die Minderperfusion des Großhirns wiederum kann dann Sehstörungen auslösen.

Die Ursache ist jedoch nicht in der Nervenläsion, sondern in der Zirkulation zu suchen. Speziell die Wirbelkörper der Halswirbel besitzen mit ihren Foramina transversaria einen recht guten Schutz gegen Kompression.

Nu is aber gut.

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