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Seit ~ 1 Jahr Beinschmerzen, wo noch nach Ursache suchen?

NBilou22 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wird etwas länger, muss aber alle Symptome erwähnen. Vielleicht hatte ja jemand ähnliche Beschwerden und kann mir endlich mal sagen, was ich habe und wo ich ansetzen muss - bin schon recht verzweifelt.

Seit über einem Jahr plagen mich (w, 27, seit 2 Jahren Nichtraucher, bis vor einem halben Jahr noch sportlich, seit dem nicht mehr wegen Schmerzen) nun meine Beine. Es fing vor 1 Jahr an, als ich zuerst rechts Waden- und Beinschmerzen (Ziehen und Kribbeln) bekam; im Laufen wurden diese besser, im Liegen waren sie am schlimmsten. Arzt vermutete damals Thrombose, dies wurde aber duplexsonographisch und blutbildmäßig ausgeschlossen, ich wurde zum nächsten Arzt geschickt, der auf Ischias tippte. Deshalb wurde dann erstmal nichts weiter unternommen und ich lebte mit den Schmerzen so vor mich hin, die mal kamen, mal gingen, aber immer präsent waren.

- November 2008: rechts wieder starke Schmerzen; und da ich mich einen Abend vor Abflug in ein Auslandspraktikum befand, schnell zum Notdienst, um nicht mit evtl Thrombose einen 10-Stunden-Flug anzutreten

- Arzt schloss durch Betastung Thrombose aus, allerdings wurde eine 5 cm große Schwellung am Beinbizeps festgestellt und Arzt meinte zu mir, ich sollte das abklären und nicht fliegen, könnte Muskelzerrung oder -riss sein oder aber Knochentumor

- ich flog aber trotzdem mit Heparinspritzen ausgerüstet, trat das Praktikum an, welches aus täglich 11 Stunden stehen, ab und zu Hinhocken und minimaler Bewegung bei ziemlicher Kälte für ca. 6 Wochen bestand (eben typisch im Verkaufsbereich) --- natürlich hatte ich jeden Tag verspannte Muskeln und Beinschmerzen, konnte mich mit dem linken Knie nicht mehr normal hinhocken, schob das aber auf die Natur des Praktikums und hoffte auf Besserung nach Ende

- Schwellung am Beinbizeps war auch verschwunden, aber die Beinschmerzen an sich nicht, es war 99 % das rechte Bein, manchmal zog der Schmerz auch ins linke Bein

- nach Ende des Praktikums (Jan 2009) verschwanden die Schmerzen auch nicht, hatte jeden Tag damit zu kämpfen, nach der Rückreise suchte ich sowohl Orthopäde als auch Phlebologe auf

- Orthopäde vermutete Ischias oder Piriformis und stellte eine muskuläre Dysbalance bei meinen Beinen fest, verschrieb Physiotherapie

- Phlebologe schloss Thrombose dreimal aus (war dort mehrmals, weil die Schmerzen nicht weggingen) und verschrieb Kompressionskniestrümpfe

- Physiotherapeutin vermutete ebenfalls Piriformis-Syndrom und bemerkte, dass meine Sprunggelenke extrem fest wären

- zeitgleich war ich beim Podologen wegen Zehenschmerzen, als er diese betrachtete, diagnostizierte er neben dem (weswegen ich ja eigentlich dort war) Zehennagelproblem zudem auch noch einen fortgeschrittenen Hallux valgus an beiden Füßen (rechts jedoch stärker) und empfahl mir Einlagen

- diese holte ich mir dank eines Rezeptes vom Arzt (Diagnose: Knick-Spreizfuß und Hallux) und ließ sie vom Orthopädieschuhmacher anfertigen

- jedoch mal wieder keine Besserung trotz Einlagen

- Schmerzen immer noch täglich, ich vermutete meine strapazierten Venen (obwohl meine Gefäße laut Phlebologe "traumhaft" wären) und trug fleißig täglich meine Kompressionsstrümpfe (Klasse 2) in der Hoffnung auf Besserung, hatte aber trotzdem Ziehen, Schmerzen und Brennen in Knöchel, Waden, hintere Kniekehle und manchmal das ganze Bein hinauf

- mittlerweile war das Schmerzschema folgendes: überwiegend immer noch rechts, ca. alle 2 Wochen wechselte es ins linke Bein für einen Tag (und im rechten hatte ich Ruhe), dann wieder rechts, mal waren die Schmerzen in Ruhe und wurden durch Laufen besser, mal schmerzten die Beine auch im Laufen

- MRT-LWS schloss Ischias und BSV aus, lediglich eine diskrete Vorwölbung mit Auswirkung auf die rechte Seite

- immer wieder hatte ich Angst wegen doch unerkannter Thrombose, schließlich mussten die Schmerzen ja irgendwo herkommen - im April wurde dann tatsächlich eine kleine Muskelvenenthromobse mit Duplex diagnostiziert, die aber 3 Tage später plötzlich nicht mehr nachweisbar war

- Schmerzen immer noch täglich, ich kann von Glück reden, wenn ich einen Tag mal Ruhe habe

- Fußgelenke und Füße krachen ganz fürchterlich, meine Fersen und Knöchel sind total fest und verspannt

- inzwischen hat sich das Schmerzschema geändert und rechts und links wechseln sich nun regelmäßig ab: 3 Tage rechtes Bein, 3 Tage linkes Bein, jedoch NIE beide beine gleichzeitig

- der Schmerz beginnt beim Aufwachen, nachts habe ich (nachdem die Schmerzen nach ca. 2 Stunden im Liegen endlich mal abklingen) Ruhe, meisten beginnt der Schmerz hinter der Kniekehle (seitlich innen an dieser Sehne, ich vermute diese ist völlig überlastet oder überdehnt oder verkürzt? .... zieht in die Wade hinunter, meine Fußknochen werden fest und unbeweglich, strecke ich meine Zehen, krachen meine Gelenke im Fuß richtig laut, und dann läuft der Schmerz den Rest des Beines hinauf, meistens ist es ein Brennen und Ziehen, mal im Laufen, mal im Sitzen)

- Kompressionsstrümpfe helfen nicht mehr, im Gegenteil - nun habe ich die letzten Tage im linken Bein nach Anlegen des Strumpfes noch mehr Schmerzen, das Schienbein und der Fußknöchel wird sofort extrem "fest" und schmerzt

--> habe Angst wegen Kompartmentsyndrom

--> durch eine Internetrecherche las ich nun vom Schienbeinkantensysndrom, was meine DERZEITIGEN Schmerzen links (im Moment habe ich mal wieder Ruhe rechts) erklären könnte - Schmerzen im Schienbein, Knöchel, Wade; bin ebenfalls Überpronierer und habe natürlich die erwähnten Fußfehlstellungen)

-----> allerdings erklärt dies nicht die vorherigen Schmerzen, die anders waren

Zusammenfassung:

Ich weiss nun nicht mehr, was ich machen soll und an welchen Arzt ich mich noch wenden soll. Tägliche wechselseitige Beinschmerzen (niemals in beiden gleichzeitig, es ist immer entweder nur rechts oder links --evtl. Überlastung, muskuläre Dysbalance? durch das Ausgleichen schmerzt dann immer jeweils die andere Seite und der Teufelskreislauf beginnt von vorne? Oder doch die Venen? Brennen sei ja angeblich ein Zeichen von CVI. Oder doch Schienbeinkantensyndrom? Kompartmentsyndrom durch Überlastung? Dann wären aber die Strümpfe absolut verboten. Nur wenn es die Venen sind, brauche ich die Strümpfe. Sie sehen - ich weiß absolut nicht weiter.)

- Einlagen haben nichts geholfen

- Kompressionsstrümpfe haben nichts geholfen

- Bewegung und Ruhe helfen nichts, da je nach Tagesform mal die Beine in Bewegung schmerzen, mal in Ruhe

- Dehnen hilft nichts (dehne mich dreimal die Woche, weil eine andere Vermutung von mir vielleicht verkürzte Muskeln waren und habe aber immer noch Schmerzen genau dort in der Kniekehle)

- es ist wie gesagt ein Brennen und Ziehen in Kniekehle und Wade, habe ich Glück, bleibt es in der Region, wenn nicht, kriege ich noch schön steife Fußgelenke, Fußschmerzen und letztendlich Beinschmerzen bis in den Oberschenkel und Hüfte dazu

Jemand mit ähnlichen Beschwerden? Zu wem soll ich denn noch gehen?

Antworten
GAudruxn7


Hallo Nilo 22,

vielleicht ist meine Idee für Deinen Fall völlig abwegig, wollte es aber nicht unerwähnt lassen.

Ich hatte Ende 2009 immer stärker werdende Schmerzen im linken Knie, es zog das ganze Bein hinunter, das Bein wurde immer dicker und ich ging zum Internisten. Der vermutete eine Thrombose, die aber im Grunde wegen der Dicke des Beines gar nicht genau diagnostiziert werden konnte, da das Ultraschallgerät nicht korrekt anzeigte. Das Bein wurde gewickelt, es gab Heparinspritzen, der Schmerz wurde höllisch, bis ich es nicht mehr aushielt und mich per Notarztwagen Anfang Januar freiwillig ins KH einliefern ließ (es war Wochenende und eines der schneereichsten mit vielen Knochenbrüchen noch dazu). So ließ man mich mit nicht wirkenden Schmerzmitteln noch einen Tag lang jammern, bis die Alarmstufe auf ROT ging, als ich klagte, dass mein linker Fuß taub sei. Ultraschall, MRT, CT, Röntgen ... alles wurde eingesetzt. Diagnose: 1 Liter Flüssigkeit unterhalb der Kniekehle. Es dauerte nur 20 Min, dann war ich auf dem Tisch. Die Muskeln waren schon weiß wie Fischfasern, erholten sich aber unter der OP wieder, sonst wäre ich heute um ein Bein leichter.

Eine plausible Erklärung für den Spuk habe ich von keinem Arzt bisher bekommen, vermute aber, dass es die Folgen eines Zeckenbisses mit anschließender Wanderröte vom Sommer 2008 war, denn ich hatte immer wieder Schmerzen und Schwellungen in den Beinen und an den Armen gehabt. Nein, das hielt man nicht für möglich. Borreliose? Was ist das nochmal? Sogar das hörte ich von einem Chirurgen im Krankenhaus.

Nun habe ich inzwischen eine vierzehntägige Infusionstherapie mit Antibiotikum über mich ergehen lassen. Seitdem ist Ruhe. Orale Einnahme war wegen des fortgeschrittenen Stadiums nicht mehr möglich.

Wollte Dir nur eine mögliche Ursache schildern, aber vermutlich liegt es bei Dir nicht an den Folgen eines Zeckenbisses. Möglich sind viele Symptome nach so einem Biss ... man hat schon Pferde kotzen sehen.

Liebe Grüße - Gudrun77

burennen4dexwade


hallo Nilo22, ich suchte was wegen brennen in der Wade, bin auf dieses Forum gestoßen.

Habe ua. dann mal Symtome Von MS (multiple Sklerose) eingegeben und werde mich dann bald mal wegen der Symtome die Du ja auch beschreibst, auf den Weg zum H. Arzt machen, um mal nachzufragen was der davon hält also v. den Symtomen. Da wird ja erst mal nur Blut abgenommen.

Naja mal sehen :[]

Oorc8hidHee84


Hallo Nilo22

Ich habe soeben deinen Eintrag vom August 2009 über deine Beinschmerzen gelesen. Mir (29 Jahre, w) geht es sehr ähnlich wie dir. Ich wollte mich deshalb bei dir erkundigen wie es dir geht, ob du mittlerweile von den Schmerzen befreit bist und wenn ja wie du es geschafft hast von den Schmerzen loszukommen bzw. was die Schmerzen verursachte. Ich danke dir im Voraus für deine Antwort.

Herzliche Grüsse

N8ilvo2x2


Da mich einige per pn über ein update gefragt hatten (sorry - hatte bei med1 jahrelang nicht mehr reingeschaut), kann ich rückblickend nur sagen, dass ich immer noch nicht weiß, was ich war.

Es verschwand dann einfach eines Tages bzw. verlagerte sich in den letzten Jahren zunehmend auf das linke Bein.

Ich vermute also, entweder hing es damals mit meiner Erkrankung zusammen (war zum Zeitpunkt des Postens in bzw. nach einer Herzmuskelentzündung) - oder - es waren ganz einfach muskuläre Dysbalancen (dafür spricht, dass in den letzten Jahren dann das linke Bein dran war und das ursprüngliche rechte Ruhe gab ":/ )

Ich war aber letztens mal beim Venenultraschall und die Venen waren es definitiv nicht, da ist alles in Ordnung.

Könnten also wirklich entweder Gelenkschmerzen im Rahmen der damaligen Erkrankung gewesen sein, oder muskuläre Dysbalancen.

Das war zwar jetzt sicher nicht wirklich hilfreich für andere Betroffene, aber ich wollte mal ein Update geben.

Ich hoffe, allen die hier gepostet haben und dir mir eine pn schickten, geht es gut! *:)

H&ighTen{sionv1985


Hallo Nilo

Gibt es was Neues?

Finde mich zum grossen Teil in deinen Symptomen wieder

LG Daniel

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