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Halswirbel gebrochen

dAafinxe1 hat die Diskussion gestartet


Mein Sohn (37) ist gestern mit einem Kopfsprung in einen Pool gesprungen und ist, warum auch immer, mit dem Kopf auf den Boden geschlagen und hat sich den 4. - 6. Halswirbel gebrochen.

Der Arzt meinte, daß eine OP nicht unbedingt zum Fixieren nötig ist. Er darf, nachdem die Schmerzen soweit in den Griff bekommen sind, nach 14 Tagen die Klinik verlassen. Seinen Beruf, er ist Fernfahrer, kann er evtl. nicht mehr ausüben. Er darf nach Aussage des Arztes ca. 6 bis 8 Wochen nicht sitzen, sondern nur liegen oder stehen.

Hat jemand Erfahrung mit dieser Diagnose? Soll nicht doch besser operiert werden?

Antworten
R#e~mu;-l3a


Das kommt ganz drauf an was für ein Bruch es ist, ob die Wirbel sich verschoben habe, ob Bandscheiben verletzt und Nerven eingequetscht wurden. Das sieht man alles im MRT oder CT Scan. Das wurde doch gemacht?

Hat er denn ausser den Schmerzen auch neurologische Ausfälle?

Wenn es "nur" ein glatter Bruch ist und die Wirbel noch immer an ihrem Platz sind und das umliegende Gewebe nicht gestört ist, sollte Fixieren genug sein. (Anm. hier: ich bin Laie, wohlgemerkt!)

Hat er denn jetzt so eine Halskrause, Halo oder was?

Er hat grosses Glück gehabt!! :)*

skculklxie


Fuer viele Leute ist ein Halswirbelbruch toedlich oder sie sind dann querschnittsgelaehmt...Er hat grosses Glueck gehabt...

d)afixne1


Bis heute hat sich nichts wesentliches ergeben. Er trägt eine Halskrause und die Ärzte sind doch der Meinung, daß er operiert werden soll. Das wird wohl heute gemacht.

Er hat den 4. - 6. Brustwirbel gebrochen. Das soll aber ein glatter Bruch sein und den Kanal des Rückenmarks nicht erreichen. Dadurch hat er sagenhaftes Glück gehabt.

Eine Duisburger Klinik wird ihn wohl operieren und die Wirbeläule fixieren.

Die Schmerzen müssen wohl sehr stark sein. Er bekommt, soviel ich weiß, morphinhaltige Medikamente.

d\afinxe1


Hallo, weiß jemand Rat? Mache mir Sorgen. OP ist gut verlaufen, er hat jetzt Stangen und Schrauben zum fixieren im Rücken. Er darf einige Zeit sitzen und stehen und muß dann auch wieder liegen. Wenn er spazieren geht, nimmt er vorher Schmerzmittel ein. Das geht alles noch. Was mir Sorgen, macht, ist, er war Fernfahrer und hat seinen Job geliebt. Jetzt sitzt er zu Hause rum und weiß nicht, was er tun soll. Seine Freunde kommen kaum noch. Er ist 37 Jahre alt, gerade 4 Jahre verheiratet und sie bekommen jetzt ein Baby. Ihm fällt wohl die Decke auf den Kopf wie er sagt, nur Gespräche mit Frau und ansonsten mit Familie ist natürlich nicht das ware. Kann mir jemand sagen, was es für Möglichkeiten gibt, womit er sich beschäftigen könnte. Die Stangen bleiben noch für 5 Monate drin. Dann wieder OP und Stangen raus. Bis dahin also auch keine großen Bewegungen.

Wenn jemand etwas weiß, dann schreibt mir doch bitte, was er tun könnte.

Gruß

Hcyperixon


Ihm fällt wohl die Decke auf den Kopf wie er sagt, nur Gespräche mit Frau und ansonsten mit Familie ist natürlich nicht das ware. Kann mir jemand sagen, was es für Möglichkeiten gibt, womit er sich beschäftigen könnte.

Hm vieleicht eine kleine Party ( wenn ihm danach ist) um die Freund mal einzuladen. Dann hätte er was zu tun mit den Vorbereitungen und wenn die Freunde da sind auch Gesprächtsthemen :-)

:-)

RRemu-xla


Also mal ehrlich, solche Freunde kann er sich doch schenken, oder? :(v

Ich denke dies könnte gut eine Phase der Neuorientierung sein.

Er muss heilen, muss ruhen, alles erstmal sacken lassen. Ein Baby kommt bald ....

Vielleicht muss er auch neue Freunde suchen, eventuell auch beruflich umdenken, und sich neuen (oder auch alten) Hobbies zuwenden.

Klar ist es vielleicht momentan etwas langweilig, aber es ist ja nicht für immer. Und wenn das Baby erstmal da ist wird er sich noch nach den Tagen sehnen wo er Zeit hatte sich zu langweilen ;-)

Er soll's nicht so negativ sehen ... vielleicht kannst du ihm das vermitteln.

NVichtdslhäl*t


Hallo dafine,

schön, wie du dich um deinen Sohn kümmerst. Vielleicht kannst du ihm ja mal zeigen, das du ihn hier angemeldet hast, dann könnte er auch selbst schreiben. Unter mehr oder weniger Leidensgenossen kann man oft besser reden als mit Außenstehenden, die sich zwar Sorgen machen aber halt nicht drinstecken.

Musste selbst vor sieben Jahren das Durchmachen, was dein Sohn nun machen muss: Gewohntes und Geliebtes aufgeben, auch meinen Beruf, erkennen, dass manche doch keine Freunde waren und mir ein komplett neues Leben aufbauen. War oft schwer und manchmal dachte ich, das schaffe ich nie. Aber, was soll ich sagen?, ich hab's geschafft.

Geholfen hat mir, dass ich mich zum Beispiel, dass ich mich über meinen Hausarzt um einen Psychotherapieplatz gekümmert habe. Außerdem habe ich in der Zeit Fortbildungskurse allgemeiner Art (Buisness Englische für Fortgeschrittene, Personalmanagement, ....) gemacht. So kam ich raus und lernte neue Leute kennen (Arbeitsamt hilft da weiter). Auch gibt es die Möglichkeit, eine "Umschulungsreha" zu besuchen (Landratsamt, Arbeitsamt). Auch wenn die Prognosen der Ärzte schlecht sind, muss das noch nicht heißen, dass sie eintreffen. Vielleicht kann er wieder fahren? Zumindest einige Stunden in der Woche oder kürzere Strecken als sonst? Oder er arbeitet künftig als Disponent? Vielleicht hilft es ihm auch ein bisschen, wenn er einen VHS-Kurs macht (Malen, Computer, Fotografie, ...). Er kann mit seiner Frau einen Schwangerschafts-Partnerkurs besuchen, eine Website für den Nachwuchs einrichten....

Vielleicht gibt es bei euch auch eine Selbsthilfegruppe, der er sich anschließen kann? Schön wäre es vielleicht auch, wenn du und deine Schwiegertochter vielleicht Freunde für ihn einladen könntet, zum Kaffee oder so. Oder ihr erklärt ihnen, dass sich sein Sohn einfach verlassen vorkommt. Glaube bei vielen ist es so, dass sie mit der Zeit denken, dass es deinem Sohn schon wieder besser geht (schließlich ist er ja wieder daheim) und sie über ihrem eigenen Alltagsstress einfach nicht daran denken, wie es ihm geht. Das ist zwar oberflächlich und gehört sich für einen Freund eigentlich nicht, aber es ist auch ein bisschen menschlich und von den meisten sicher nicht bös gemeint.

Letztlich ist es aber egal, wie viele Möglichkeiten er hätte. Erst muss er selbst erkennen, dass das was ihm passiert ist unbestritten superschlimm ist, aber es ist nunmal passiert und jetzt muss er versuchen, das Beste daraus zu machen. Er muss sein Schicksal akzeptieren. Das geht nicht so von hoppladihopp von heute auf morgen.

Drück deinem Sohn ganz fest die Daumen und wünsch dir viel Kraft. :)*

Liebe Grüße, Kati

P.S. Du oder dein Sohn oder auch deine Schwiegertochter könnt mir gerne eine PN schreiben, wenn ihr wollt

n"a'nch&en


Hey,

ich war auch vor einiger Zeit längere Zeit mir Krücken unterwegs (ca 4 Monate) und noch länger Krankgeschrieben. Man muss sich halt den Tag so einrichten dass keine Langeweile aufkommt. Bin zur Zeit auch wieder zu Hause. Hatte im August eine OP und hab noch ein bisschen Zeit gebraucht um wieder so fitt zu werden um als Köchin oder Hauswirtschafterin zu arbeiten.

Klar dass man Zukunftsangst hat.

Dein Sohn könnte doch mal in der Firma anfragen ob sie Kleinigkeiten für ihn zu tun haben. Und wenn er im Büro Kaffee kocht, hauptsache er hat was zu tun.

Dass man in so ein Loch stürzt ist glaube ich ganz normal. Die Schmerzen, die Unbeweglichkeit, die Langeweile, die Zukunftsangst... das sind alles Dinge die einem ganz schön aufs Gemüt gehen können und einen eigentlich total lebensfrohen Menschen in eine Krise stürzen können. Wenn man erstmal in dieser Krise ist, ist es schwer da allein raus zu kommen. Man gibt sich irgendwo auf und sitzt nur noch vor dem Fernseher oder Internet.

Wichtig ist, er braucht eine Aufgabe. Ist seine Frau am arbeiten? Man könnte zu Hause alles so einrichten, dass er den Haushalt schmeißen kann, son bisschen Wäsche aufhängen oder kochen. Klar, für einen Mann ist das auch nicht das Wahre.

Vielleicht kann er sich schon mal wegen Babykram informieren.

Bei mir war es auch so, dass sich Freunde lange nicht gemeldet haben. Die waren halt auch mit ihrem Alltag beschäftigt.

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