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Größere WS-Probleme durch Behinderung

Etarth-scramDmexr hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Seit einiger Zeit belasten mich mehrere Beschwerden:

- Druck in der linken Brust (teilweise leichtes Brennen und Stechen)

- Probleme mit der Atmung

- Sehstörungen (Migräne-Aura)

- Kopfschmerzen

- Schwindel

- Gleichgewichtsstörungen

- Taubheitsgefühle in Arm und Bein

- Herzstolpern, bzw. auch stark oder schnell schlagendes Herz bei bestimmten Bewegungen

- Rippe tut weh beim Abtasten

- Panikattacken

usw.

Letzteres kann ich erklären: ich mache mir öfters große Sorgen, dass etwas mit meinem Herzen nicht in Ordnung ist. Vor ein paar Jahren wurde bei mir auch eine generalisierte Angststörung festgestellt. Mein Orthopäde diagnostizierte eine leichte Skoliose der RWS, wobei er BWS und HWS komplett außer Acht ließ.

Mir wurde daraufhin Krankengymnastik verschrieben, die mir körperlich sehr gut tat. Meine Beschwerden waren so gut wie weggeblasen. Dort kümmerte man sich auch etwas eingehender um meinen linken Arm, der seit einem Fahrradunfall im Alter von 7 Jahren durch einen Nervenabriss fast vollständig gelähmt ist. Damals habe ich für kurze Zeit schon Krankengymnastik gemacht, was aber dann wegen familiärer Probleme eingestellt wurde. Über die Jahre hinweg bis heute hat sich der Arm total versteift, seine Bewegung hat sich immer weiter eingeschränkt und durch die Muskelverkürzung entstand eine krasse Fehlstellung.

Mir wurde bei der KG bestätigt, dass dies durchaus Einfluss auf die WS haben kann; die Zweifel kann ich dennoch nicht abschütteln. Bei meinem Besuch beim Orthopäden wurden meine aktuellen Beschwerden sofort als psychosomatische Angstsymptome abgestempelt, aber daran glaube ich mittlerweile nicht mehr.

Im Moment bin ich mit der Situation total überfordert; bin im Alltag ziemlich eingeschränkt, habe ständig Angstzustände, Schmerzen oder verschwommene Augen. Außerdem weiß ich nicht, wie ich meine Prioritäten setzen soll. Ich bin jetzt erstmal für ein halbes Jahr als berufsunfähig eingestuft worden, muss mich aber um meine Genesung bemühen. Die Frage ist nur: Wo fange ich damit am Besten an? Irgendwie wächst mir das ein wenig über den Kopf; da liegt ein riesiger Haufen Probleme vor mir, welchen ich abzuarbeiten habe, weiß aber nicht genau, an welcher Adresse ich überhaupt Hilfe erwarten kann (zusätzlicher Hinweis: eine ca. 1 1/2-jährige Psychotherapie mit autogenem Training verlief größtenteils erfolglos).

Ich würde mich sehr über Antworten freuen :)

Lieber Gruß

Antworten
h&ypocxhon


mich interessieren ebenfalls antworten auf diese Geschichte, da ich zZt auch über die gleichen Beschwerden klage, mit ähnlicher Geschichte:

bei mir ists die linke Schulter, die ausgekugelt war und dadurch nicht belastet wurde. Gott sei Dank ist sie nicht lahm, aber die Geschichte gibt mir Hoffnung, dass ich das Problem durch Training loswerde.

Es tut mir schrecklich Leid für dich, ich würde dir gerne mehr helfen aber ich kann dir nur Trost und Mitleid spenden - ich kenne deine Situation ganz genau, jedes einzelne Symptom plagt mich seit über einem Monat. Natürlich werde auch ich als psychosomatisch eingestuft.

Ab heute kriege ich Muskelentspannende Mittel und nächste Woche werde ich eingerenkt, dann legt sich hoffentlich der ganze Trouble.

Würde aufjeden Fall sagen, dass deine Beschwerden von HWS und BWS kommen!

Liebe Grüße und gute Besserung!! Ich leide mit dir. Mir tut es immer gut zu wissen, dass jemand das gleiche hat und deine Geschichte ähnelt meiner sehr stark.

Lass deine HWS gucken, lass dir Massagen verschreiben, lass dich einrenken und treib so gut es geht Sport, der auch deine linke Seite belastet! Das sind die einzigen Tipps, die ich für dich habe.

eGnkidxu


es ist sicher schwierig, sich in deine situation zu versetzen. habe ebenfalls eine reihe orthopädische probleme, die mehrheitlich folgen eines heftigen motorradunfalles sind.

für mich war nützlich, bewegungsabläufe zu kennenzulernen, die mir "das leben" mit den einschränkungen erleichtert und ggf. ohne medikamente auszukommen. einmal war das unterwassergymnastik (schwimmen und planschen ist sowieso schon immer mein ding), rückenschule auf einem riesenball, hometrainer und diverse spannungsübungen für bein- und rückenmuskeln. im täglichen leben nutze ich gern tipps zur bewegung (zeitungen, faltblätter... oder so) => erst mal probieren, ob es geht!

in der klinik hatte ich mir auch mal die therapeutin zur seite genommen und ihr x-hundert fragen gestellt. die "instruktionen" meines orthopäden, der mich wieder ins leben entlassen hatte waren auch nicht von pappe und wirklich hilfreich.

vielleicht gibt es in deiner nähe auch leute denen es ähnlich geht und mit denen du dich austachen kannst. das könnte dir eventuell auch den seelischen druck lindern helfen eine gruppe? horch doch mal rum und grab dich auf gar keinen fall ein.

wünsch dir viel kraft! :)*

Rqemu-xla


Hallo earthscrammer!

Warst du denn bis jetzt nur bei dem Orthopäden? Wie hat er dich diagnostiziert? MRT? Röntgen? Oder ... ? Wurde die Rippe geröngt die beim Abtasten weh tut?

Ich würde dir raten zu einem Neurologen zu gehen und ein MRT der HWS und BWS machen zu lassen, ausserdem den Kopf schecken lassen (ECG) ob da irgendwas ist das zu den Sehstörungen, Schwindel etc führen kann.

Ausserdem sollte ein Kardiologe dein Herz überprüfen.

Erst wenn all dies als organisch gesund befunden wird sollte man deine Beschwerden auf die Angststörung "schieben". Wenn du bei einem Arzt nicht gründlich untersucht wirst, geh zu einem anderen!

Da die KG dir sehr gut tat solltest du Wege finden dies weiter zu machen, eventuell in einer Gruppe, Rückenschule, Fitnessclub etc. Was enkidu geschrieben hat finde ich sehr hilfreich.

Aber zuerst solltest du deinen Körper gründlich untersuchen lassen, und lass dich von einem Orthopäden nicht abschrecken, sondern such dir einen Arzt dem du vertrauen kannst.

Alles Gute @:)

E+arRthscraxmmer


Erstmal vielen Dank für die schnellen und netten Antworten! :)

@ Remu-la:

Ich war bis jetzt ein Mal beim Orthopäden; es wurde die RWS ausgiebig geröntgt, aber das war es auch schon. Kommenden Mittwoch habe ich einen neuen Termin und werde ihn eindringlich auf BWS und HWS hinweisen.

Ein EKG und einen ausführlichen Bluttest habe ich machen lassen. Das liegt jetzt aber schon wieder ca. 1 1/2 Jahre zurück. Wobei damals die Beschwerden auch schon da waren (in etwas vermindertem Ausmaß) und mir eingeredet wurde, es sei ausschließlich auf "psychosomatischer Basis". Beides war okay, nichts Ungewöhnliches wurde gefunden.

R:emuG-la


Wenn der Orthopäde kein MRT anordnen will geh zu einem Neurologen. Ich würde MRT von HWS, BWS und auch vom Kopf machen lassen wollen.

Es dauert manchmal bis man den Arzt gefunden hat mit dem man klickt und dem man vertraut, und der die richtige Diagnose stellt! Einen guten Arzt erkennst du u.a. daran dass er sich Zeit nimmt und nicht nach 2 Minuten schon den Rezeptblock zückt. Gerade wenn die Problematik, wie bei dir, komplizierter und nicht so offensichtlich ist.

Ist das EKG von einem Kardiologen gemacht worden? Manchmal zeigen sich Herzfehler/krankheiten nicht ständig, und das EKG sieht normal aus. Da deine Beschwerden sich mittlerweile verschlimmert haben, solltest du das ruhig nochmal wiederholen lassen. Eventuell auch ein Echo vom Herz.

Forsche weiter! Orthopäde, Neurologe, Kardiologe, eventuell auch mal einen HNO Arzt schauen lassen wegen dem Schwindel.

LG @:)

ELartChscrammxer


Ich versuche das alles anzugehen, auch wenn ich Riesenangst davor habe. An einen Herzfehler glaube ich zwar nicht ernsthaft, wobei die Zweifel durch meine psychische Erkrankung natürlich bleiben werden bis ich endgültige Gewissheit habe.

Aber ich zwinge mich dazu, das Gegenteil anzunehmen. Ich bin Mitglied im Tischtennisverein und habe erst heute wieder ein Turnier gespielt von 10:30 - 16:30, welches sehr anstrengend und eine Art Belastbarkeitstest für meinen Körper war. Mir ging es danach um ein Vielfaches besser als davor und ich rede mir ein, dass wäre nicht der Fall, wenn ich wirklich ein Problem mit dem Herzen hätte.

Der Schwindel taucht bei mir gelegentlich mal auf; in der letzten Zeit habe ich mal komplett Ruhe. Auch die Sehstörungen sind im Moment nicht so extrem.

Also ich denke, dass die Problematik bei mir gar nicht so kompliziert ist, wie sie erscheint. Ich mache sie eher selber unüberschaubar durch psychosomatisch bedingte Hypochondrie, Missempfindungen und dem Verlangen, mir das Ganze irgendwie zurechtzulegen und selbst zu erklären. Was natürlicher vollkommener Blödsinn ist, da nur Ärzte mir helfen können. Selbstdiagnosen gehen eigentlich immer nach hinten los; vor allem bei Panikerkrankten.

e~nkirdu


deine angst verstehe ich schon. aber gehe die sachen gelassen an. vielleicht kannst du dir einen kleinen "plan" zusammenstellen, danach vorgehen und deine schritte + ergebnisse vermerken, auch mal besondere situationen festhalten, wo du bestimmte stimmungen, vorgänge, schmerzen ... vefolgen kannst. das aber nicht selbst auswertest sondern mit einem arzt oder therapeuten besprichst. du hättest was festes in der hand. wie du schon schreibst: "selbstdiagnosen gehen ... nach hinten los". vieelleicht fändest du so argumente für neue verhaltensweisen für dich.

h;ypooqchon


ich leide ja unter der selben Problematik wie du und habe daher folgende Pläne:

- Gang zum Neurologen

- danach mit Ergebnis zum Internisten, auf folgende Untersuchungen hinweisen wie Borrelliose-Test, EBV-Test, Herzultraschall, MRT von Kopf und HWS/BWS, Blutabnahme um Schilddrüsenwerte und evtl. Vitamin B12 Mangel herauszufinden

Mir sind meine Beschwerdne einfach zu real, um sie als psychosomatisch abzustufen. Pfeiffersches Drüsenfieber, Borrelliose und Co werden oft mit vielen anderen Krankheiten verwechselt. Sich keine Angst zu machen ist bei derartigen Beschwerden so oder so unmöglich, ich habe permanent Panik und Angst. Aber ich werde systematisch alles durchgehen, da ich lieber ein paar mal zu viel renne und dann endlich Gewissheit habe.

E7arth)scram[mer


Guten Morgen!*:)

Habe diesen Thread irgendwie komplett vernachlässigt :=o

Aber dafür gibt es jetzt Neuigkeiten:

Ich habe wieder regelmäßige KG verschrieben bekommen, da mein Orthopäde eine leichte Zervikozephalgie bei mir festgestellt hat (Krümmung der HWS). Am 13. Oktober habe ich einen Termin beim Neurologen, mit dem ich mich ausführlich über die weiteren Symptome unterhalten werde.

Im Übrigen habe ich eine Erkrankung entdeckt, die sämtliche meiner Symptome im Krankheitsbild beinhaltet: Hyperventilationssyndrom.

Mit Hyperventilation hatte ich vor einiger Zeit und immer wieder mal zu kämpfen gehabt. Das tiefe Einatmen führt zu einem Sauerstoffanstieg bzw. Kohlendioxidmangel im Körper, was diese körperlichen Symptome hervorruft. Ich werde mich in der Richtung mal bei meinem Neurologen informieren.

Jedenfalls passt die Beschreibung auf mich wie die berüchtigte Faust aufs Auge!

LG :-)

Rhemu$-lxa


Oh, das sind ja gute Neurigkeiten! Ich drück dir die Daumen dass es "nur" Hyperventilation ist und dass dir die Physiotherapie hilft @:)

E~arthscCrammer


Vielen Dank :-)

Bis zur endgültigen Diagnose werde ich mich noch mit meinen Zweifeln herumschlagen müssen, wenn es hier mal zuckt oder dort mal ziept; aber das passiert eigentlich nur beim untätigen Rumsitzen. Sobald ich mich bewege, werden meine Beschwerden deutlich besser. Würde auch wieder in das Krankheitsbild passen, da der Körper bei Bewegung Sauerstoff abbaut.

Grüßchen

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