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Erst-schulterluxation, Op? Was bis zur OP tun? weitere Fragen...

Szebasxtian_Ch hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

als ich beim Arzt war wegen meiner Schulterluxation, hat es sich eigentlich gar nicht sooo schlimm angehört. Nachdem im Internet Foren gelesen habe, bin ich doch sehr erschüttert. Ich erkläre mal alles.

Vor 6 Tagen bin ich gestürtzt, dabei habe ich mir die Schulter ausgekugelt, sie kam unten vorne raus. Neben kleineren Problemen, scheint das schlimmste der Abriss der anteroninferioren Labrums zu sein.

Es ist erst 6 Tag her, aber ich kann den Arm nun schon wieder etwas weiter anheben, und etwas Kraft ausüben, zumindest vorne und seitlich. Und hier liegt mein eigentliches Problem bei meiner Entscheidungsfindung.

Eigentlich ist mir eine baldige OP empfohlen, es geht auch ohne meinten Sie, aber die Gefahr einer neuen Luxation sein eben hoch. Nun habe ich hier gelesen, was eine OP bei dem der Labrums angenäht wird so für Probleme mit sich bringt, man dagegen geht es mir ja momentan schon wieder spitze, jedenfalls vom reinen Gefühl her. :-(

Mein Artzt meinte eigentlich, die OP kann vom ihm halb Ambulant gemacht werden, man sei nur 2 Tage im Krankenhaus. Und 2 Tage auch nur, weil die meisten gerne nach der OP einen Tag da bleiben.

Nun habe ich von mindestens 4-7 Tagen gelesen. Der Arzt meinte auch, ich könne nach dem Annähen sehr schnell oder eigentlich direkt wieder Arbeiten (ich arbeite am PC, also nur Maus und Tastatur, Maus wird dabei noch mit dem gesunden Arm bedient). Ist das eine totale Fehleinschätzung oder bei meinem Beruf wirklich gegeben?

Autofahren wird aber wohl trotzdem ein Problem bleiben.

Mein Arzt meinte auch, ich wäre nur 4-6 Wochen eingeschränkt. Das widerspricht auch komplett dem was ich in Foren gelesen habe, da wird es 4-6 Wochen dauern, bis ich den Arm überhaupt wieder halbwegs nutzen kann. Oder habe ich mir da einfach die falschen Threads und Postings durchgelesen?

Ich bin eigentlich ein recht sportlicher Mensch und das ist momentan bei meinem Einschränkungen das größte Problem für mich. Ich hoffe das ganze wird wieder so gut, dass ich auch Übungen wie Klimmzüge, Liegestütz und Schulterdrücken ohne Angst wieder machen kann. Kann man mir da überhaupt Hoffnung machen?

Ist echt eine doofe Situation, vom Gefühl her würde ich denken, in ein paar Tagen ist alles wieder gut. Dass sich so ein Labrums Abriss alleine wieder stabilisiert, ist denke ich mal nicht möglich, oder?

Und die OP empfiehlt mir wahrscheinlich auch jeder, oder?

Mein Arzt meinte noch, ich solle die OP recht bald machen, da sich der abgerissene Labrums sonst zersetzt und das negativ wäre.

Dann noch eine weitere Frage dazu. Also ich hatte wie gesagt vor 6 Tagen eine Schulterluxation. Nun kann ich den Arm schon wieder bewegen, kann ihn sogar heben und etwas Kraft ausüben.

Nun meine bedenken:

Darf ich das eigentlich? Oder darf man den gar nicht bewegen?

Merkt man, wenn man etwas macht was man nicht darf dadurch dass es weh tut? Oder ist es so, dass es auch total schädlich sein kann, wenn es nicht schmerzt?

Einzige was ich manchmal merke, ist so ein leichtes Knacksen, so wie Knorpel manchmal knackt, wenn ich mich erschrecke beispielsweise. Oder auch so manchmal, wenn ich die Schulter etwas bewege oder zucke.

Mit der OP überlege ich gerade, habe mich aber schon fast zur OP entschlossen. Aber was darf/sollte ich bis dahin mit dem Arm tun dürfen?

Mein Arzt kann nämlich auch erst in 3 Wochen die OP durchführen, also warten muss ich eh noch. Am liebsten würde ich bis dahin dann schon wieder etwas muskeln aufbauen, da ich die Schulter nach der OP ja auf jeden Fall erstmal ruhig stellen muss. Von meinem empfinden her würde ich sagen, ich kann den Arm schon wieder ganz gut bewegen und auch langsam mit leichten Übungen starten. Bin mir aber unsicher.

Naja, dann mal einen schönen Gruß und vielen Dank für Tipps und Empfehlungen

Sebastian

Antworten
HNypenrion


Nun

Das Labarum glenoidale [[http://www.allaboutmydoc.com/AAMD/display?docId=54298 Bild]] ist sehr wichtig und von großer Bedeutung für die Schulter. Es sorgt für die Stabilisierung des Schlutergelenkes und sorgt dafür das der Oberarmkopf gut und sicher in der Gelenkpfanne sitzt. Zudem sorgt es dafür, das die Ungleichkeit zw Oberarmkopf und der kleinen Gelenkpfanne ausgegelichen wird. Bei einer Schulterverletzung wie z.B. einer Luxation kommt es oft zu einer Schädigung des labrums. Das hat zu Folge, dass das Schultergeknk instabil wird, der Oberarmkopf nicht mehr genügend in der Pfanne zentriert wird und es somit zu einer erneuten Luxation kommen kann. Ein Labrumdefekt sollte unbedingt operativ behoben werden.

Der Arzt meinte auch, ich könne nach dem Annähen sehr schnell oder eigentlich direkt wieder Arbeiten (ich arbeite am PC, also nur Maus und Tastatur, Maus wird dabei noch mit dem gesunden Arm bedient). Ist das eine totale Fehleinschätzung oder bei meinem Beruf wirklich gegeben?

Nach der Labrumnaht sollte die Schulter nicht schwer belastet werden. D.h. keine handwerklichen Tätigkeiten, kein Sport usw.

Am Pc kannst du arbeiten.

Es kann aber auch sein, dass deine Schulter für 2-3 Wochen mit einem Verband ruhig gestellt wird und der Verband nur zur Physiotherapei abgenommen werden darf.

Es ist von Arzt zu Arzt verschieden wie er es so handhabt mit der Nachbehandlung.

Darf ich das eigentlich? Oder darf man den gar nicht bewegen?

Hier habe ich dir ein mögliches Nachbehandlungsschema rausgesucht:

[[http://www.med.uni-marburg.de/stpg/ukm/lb/orthopaed/Bankart.pdf Refixation des Labrum glenoidale]]

Die Schulter und das Labrum sind empfindliche Strukturen. Nach einer Op baraucht die Schulter viel Zeit zum heilen. Schwere körperliche Tätigkeiten und Belastungen sollten also erst nach 4-6 Monaten ausgeführt werden.

Es ist fast so wie bei einer Kreuzbandoperation. Auch hier darf man erst nach 12 Monaten alles wieder machen.

Einzige was ich manchmal merke, ist so ein leichtes Knacksen, so wie Knorpel manchmal knackt, wenn ich mich erschrecke beispielsweise. Oder auch so manchmal, wenn ich die Schulter etwas bewege oder zucke.

Das hängt wohl mit dem Labrumschaden zusammen. Der Oberarmkopf ist ja feste mit der pfanne verbunden, regelrecht festgesaugt.

Mit der OP überlege ich gerade, habe mich aber schon fast zur OP entschlossen. Aber was darf/sollte ich bis dahin mit dem Arm tun dürfen?

Schonen und leicht bewegen.

Keine schweren Tätigkeiten und Belastungen.

Mein Arzt kann nämlich auch erst in 3 Wochen die OP durchführen, also warten muss ich eh noch. Am liebsten würde ich bis dahin dann schon wieder etwas muskeln aufbauen, da ich die Schulter nach der OP ja auf jeden Fall erstmal ruhig stellen muss. Von meinem empfinden her würde ich sagen, ich kann den Arm schon wieder ganz gut bewegen und auch langsam mit leichten Übungen starten. Bin mir aber unsicher.

Krafttraining solltest du vorerst nicht machen um weiteren Schaden am Labrum zu vermeiden und um auch eine erneute Luxation zu vermeiden.

Gruss

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