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Bandscheibenvorfall - Peridurale Infiltration - stationär?

H0onigmae$uschen hat die Diskussion gestartet


Hallo mal wieder,

ich war letzte woche beim MRT und dort wurden mehrere bandscheibenvorfälle in der Lendenwirbelsäule festgestellt. Einer davon drückt auf Spinalkanal und Nervenwurzeln. Große Entzündung im Umliegenden Gewebe. Also starke Schmerzen im linken Bein, sobald ich länger als ein paar Minuten laufen oder stehen muß.

So ich werde derzeit mit Iboprofen behandelt (600, 3 mal täglich)

jetzt war ich heute bei meiner Orthopädin um das MRT zubeprechen und Therapieplan zu machen. Ja Pustekuchen. Sie wollte mich sofort ins KH überweisen zur stationären Peridurale Infiltration.

Wieso stationär? ich les überall nur, dass es ambulant gemacht wird. bleibt dann ein katheter über mehrere Tage liegen, oder wie? und was soll ich eine Woche stationär, wenn man bei der ambulanten therapie nur alle 14 Tage gespritzt wird?

Ich versteh das alles nicht.... es wäre super, wenn mich mal jemand aufklären könnte. Oder eure Erfahrungsberichte, falls ich das schon mal machen lassen habt.

Gibt es denn gar keine Alternativen?

Ich hab meiner Ärztin gesagt, dass ich da erstmal drüber nachdenken muß, denn schließlich geht das mit 2 Kindern und einem volberufstätigem Mann nicht mal eben von heute auf morgen. Jetzt hab ich ersteinmal eine Haushaltshilfe bekommen und ich habe immer noch die Hoffnung, dass es doch durch die Tabletten weg geht.

Wie siehts denn mit bleibenden Nervenschäden aus, weiß das jemand? Bis jetzt habe ich noch kein kribbeln oder taubheitsgefühl in dem Bein und ich hoffe das bleibt auch so.

Würd mich freuen, wenn ich gaaaanz viele Erfahrungsberichte von euch bekommen würde...

Liebe Grüße

eure Sandra

Antworten
MCond7menxsch


Hi Honigmaeuschen,

da hats dich also auch erwischt :-(

Ich habe im Herbst 2006 zwei Wochen in einer Sportklinik gelegen und insgesamt 5 dieser Spritzen bekommen. Zusätzlich habe ich in diesen zwei Wochen eine Schmerztherapie gemacht, d.h. ich hatte jeden Tag andere Anwendungen wie Massage, Fango, Bewegungsbad, Rückengymnastik. Auch danach habe ich mein Leben so umgestellt, dass mein Rücken gestärkt wurde.

Letztendlich hat das alles nicht ganz so geklappt, wie ich wollte und ich bin dann doch noch unterm Messer gelandet.

Dennoch ist diese Therapie bei vielen sehr erfolgsversprechend. Meine Schwester hats bspw. auch erwischt und lag kürzlich erst in der gleichen Klinik und hat jetzt noch eine vierwöchige Reha dran gehangen. Dort macht sie das gleiche wie in der Klinik, nur viel intensiver. Ziel ist es, dass sie lernt ihren Rücken zu beherrschen+zu stärken. Bisher klappt es wunderbar und sie ist fast schmerzfrei. Vom Leistungssport (es erwischt eben nicht nur die "unsportlichen") musste sie zurücktreten, hat jetzt aber vermehrt das walken und schwimmen angefangen. Ich jogge sogar wieder meine 4-6 km am Stück.

Das ganze kann ich dir, trotz Kinder, auch nur super ans Herz legen. Betrachte es also Kompaktpaket um auf den richtigen Weg gebracht zu werden, den Rest musst Du dann dein Leben lang selber in die Hand nehmen. D.h. viel Sport und Rückengerecht im Alltag leben.

Ob diese Spritzen auch ambulant gemacht werden, keine Ahnung bzw. kann ich mir nur schwer vorstellen. Nach jeder Spritze darf man nämlich 3 Stunden nicht aufstehen und man genießt die Betreuung im Krankenhaus.

Von einer OP würde ich ganz absehen und es erstmal mit einer Stärkung der Rücken+Bauchmusukulatur versuchen. Da du ja kein kribbeln o.ä. hast, ist es also noch nicht sooo schlimm.

M1ondfmenscxh


Ganz vergessen habe ich auch meinen Vater, der zwar schon seit 20 Jahren Rückenprobleme hat, operiert wurde, dann aber jahrelang nix getan hat.

Im Sommer hat er wieder zwei Wochen in der Sportklinik gelegen und dann hats *klick* gemacht. Er achtet seitdem total auf seinen Rücken und hat mal eben 25kg abgenommen. Ich bin auch gerade dabei abzunehmen, aber das ist ein anderer Faden.

Grüße

fOranxks


Hi

Ich hatte auch 3 Bandscheibenvorfälle die mit einem Peridualktheder aufgelöst wurden und fühle mich bestens. Sicherlich muß man aufpassen das man sich nicht überlastet da ja der Abstand zwischen den Wirbelkörpern kleiner geworden ist und somit immer wieder Reizungen der Nerven passieren. eine stationäre behandlung ist ratsam da man einen Zugang auf den Bauch geklebt bekommt damit 2-3mal am Tag die Spritze eingespritzt werden kann und man hat ja während der Zeit diesen Katheter zwischen den Wirbelkörpern immer drinn. Falls etwas passiert ist da jemand zur stelle und ein riskanter Transport vermeidbar. 3x600 Ibuprofen ist schon das maximum an Dosis laut beipackzettel 1800mg innerhalb 24 Stunden da geht eigentilch nichts mehr um die Nebenwirkungen und Organschädigung in grenzen zu halten ( Leber, Nieren, Magen). Ich habe damals ein Gemisch aus Enzymen und Cortison bekommen und nach 3 Tagen waren die schmerzen weg. Die Behandlund wurde 7 Tage gemacht und dann ist Schonung und ganz leichte Physiotheraphie angesagt da sich die Bandscheibe wieder Verschließen muß , bzw an der Stelle wo ein Teil des Gelkerns ausgetreten ist muß sich vernarben. Aber nicht so wie bei einer OP wo diese manchmal sehr groß werden und dann wieder zu Problemen führen

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