» »

Knorpelschaden unter der Kniescheibe: Was bedeutet das?

B=lancxa-100 hat die Diskussion gestartet


Ich habe vor gut 1,5 Jahren ein neues vorderes Kreuzband bekommen, da ich mein altes beim Skifahren gerissen hatte. Da ich nun immernoch Probleme mit dem Knie habe, bin ich zum Orthopäden. Der hat mich zum MRT geschickt und der Befund sagt, dass ich einen Knorpelschaden unter der Kniescheibe habe.

Leider hat mir der Arzt nicht so genau erklärt, was das jetzt bedeutet. Habe eine Kasseler Patellasehnenbandage verschrieben bekommen (die ich gleich im Sanitätshaus abholen kann) und eine Broschüre über Hyaluronsäure mitbekommen - das würde er empfehlen. Das war´s!

Ich habe Schmerzen, wenn ich viel Sport mache - leider habe ich vor dem MRT besonders viel Sport gemacht und so das Kniegelenk ordentlich überstrapaziert (wollte, dass man auf den Bildern auch was sieht, da es im Normalfall nicht wehtut). Das hat wohl sogar zu einer Entzündung im Knie geführt, die aber gerade schon besser wird.

Gibt es hier jemanden, der mir sagen kann, was das jetzt genau heißt? Wann kann ich wieder Sport machen? Vielleicht gibt es ja auch jemanden mit der gleichen oder einer ähnlichen Diagnose - immerhin meinte mein Arzt, dass etwas 1/4 in meiner Altersgruppe (Mitte 30) das gleiche Problem haben.

Antworten
s]unsvhinex83


Wenn ein Knorpelschaden besteht, wirst du wohl um eine OP kaum herum kommen. Knorpel generiert sich nämlich leider nicht von allein.

Zum Sport: Ich wurde vor ca 4 Monaten wegen einem Knorpelschaden operiert. Bei der letzten Untersuchung hat er mir grünes Licht gegeben. Das war aber zu früh. Bei mir geht es nun wieder von vorne los. Habe von anderen gehört, dass mindestens ein Jahr Pause sein muss mit Sport. Naja, Schwimmen oder Radfahren geht schon eher.

BwlancWax-100


@ Sunshine

Lieben Dank für deine Antwort!

Operation? Wenn etwa 25% aller Leute in meinem Alter das schon haben? Werden die alle operiert?

Ich werde den Arzt nochmal fragen, aber das wäre für mich die letzte Option, besonders, da ich im Alltag eigentlich keine Probleme habe.

Was wurde denn bei dir bei der Operation gemacht? und warum geht es nun von vorn los?

E7hemal(iger N-utzDerK (#32573x1)


Was wurde denn bei dir bei der Operation gemacht?

Das kann man nicht pauschalisieren, erst mal muss man schauen woher der Knorpelschaden kommt. Wenn er durch eine Fehlstellung der Kniescheibe kommt, operiert man nicht sofort- da arbeitet man erst mal konservativ mit Physiotherapie und viel Muskelaufbau.

Außerdem kommt es auch auf den Grad des Knorpelschadens an, ob und wann man operiert

siunsKhixne83


Bei mir wurde der Knochen unter der Stelle , wo der Knorpel defekt war angebohrt ( Mikrofrakturierung). Zusätzlich wurde der Knorpel geglättet und gelöste Knorpelmasse mit Fiibrinkleber geklebt. Das hat jedoch nicht gehalten. Daher wurde in einer zweiten OP der Knorpel mit Ethipins fixiert.

Die zweite OP ist nun vier Monate her. Seit kurzer Zeit habe ich wieder Beschwerden. Daher werde ich montag zum dritten Mal operiert. Erstmal wird eine Arthro durchgeführt, um zu sehen, was nun wieder kaputt ist. Dann muss man sehen, was gemacht werden muss.

Exhemal1iger< Nu}t8zer (x#325731)


Mirkrofrakturierung ist aber sicherlich nicht erste Wahl, schon gar nicht bei einem leichten Knorpelschaden. Bevor man überhaupt eine Mikrofrakturierung machen kann, muss man erst mal die Ursache beheben, die den Knorpelschade ausgelöst hat.

Ich habe im übrigen auch einen Knorpeldefekt hinter der Kniescheibe, bei mir allerdings ausgelöst durch eine Fehlstellung der Patella, die wahrscheinlich Anfang des Jahres korrigiert wird.

B`i(ene8r1


Erstmal die Bandage tragen und evtl. Physiotherapie. Das mit der Hyaloronsäure ist so eine etwas "strittige" Sache, denn ob es was bringt, ist nicht eindeutig belegt. Ich kenne leider sehr viele bei denen es nichts gebracht hat oder nicht den gewünschten Erfolg. Zudem ist es eine recht teure Angelegenheit, sofern man nicht Privat versichert ist und die Kasse die Hyaloronsäure übernimmt.

Meine persönliche Meinung ist, lieber erst alles andere probieren auch die Einnahme von hochdosiertem Glucosamin ca. 1500 mg tgl. und Chondroitin. Was mir aus persönlicher Erfahrung geholfen hat und was mein Orthopäde auch empfiehlt ist English Winegumms essen. Hätte ich nicht gedacht brachte aber schmerztechnisch wirklich was.

Hat der Doc dir gesagt welchen Grad der Knorpelschaden hat? Ist wie Mellimaus schon fragte, geschaut worden ob die Kniescheibe richtig läuft, denn dort liegt oft der Hund begraben. Operieren lassen bringt erst in dem Moment was,wo du starke Einschränkungen im Alltag hast oder die Schmerzen immer mehr werden. Also steht das wenn als allerletztes auf der Liste.

Gegen die akute Reizung kannst du es mit Retterspitz oder Quarkwickeln probieren.

Lieben Gruss

sLunsohinex83


Mit diesen Mitteln bekämpft man jedoch nur die Symptome, nicht jedoch die Ursache. Man überdeckt nur den Schmerz. Daher verschlimmert sich der Schaden im Endeffekt nur.

B?i7enCe81


Das ist zum Teil richtig. Allerdings treten Knorpelschäden bei allen auf, denn das ist eine Abnutzungserscheinung. Sollte der Schaden durch einen Fehllauf der Patella ausgelöst sein, dann macht es Sinn diesen zu korrigieren, aber auch hier gilt ne Kosten-Nutzen-Abwägung. Und aufgrund eines Knorpelschadens der ihr keine Probleme macht, ne Mikrofrakturierung zu machen ist mit Elefanten auf Fliegen schiessen. Deshalb erst mal konservativ dran gehen.

Was auch zu nem Knorpelschaden führen kann ist die Tatsache das sie einen Kreuzbandriss gehabt hat und das Knie damit auch nicht mehr jungfreulich ist.

Wichtig ist, dass man erst mal nach der Ursache forrscht bevor man Therapien wie Hyaloronsäurekur vorschlägt, denn die bringt,wenn man die Ursache nicht weiss, rein gar nichts ausser Geld beim Arzt.

EFhemali_ger NuXtzer2 X(#3257x31)


Nicht jeder Knorpelschade muss sofort behandelt werden. Mein Knorpelzustand ist noch nicht so das man deshalb jetzt schon operieren würde, dennoch sind die Schmerzen da, die sich nicht kondervativ angehen lassen.

Man muss erst mal ausreichend konservativ behandeln. Bei nem 1 oder 2° wir kein mensch einen Mikrofrakturiereung in Erwägung ziehen ...

s^unshinxe83


Die Schmerzen sind da, das ist für meinen Doc Grund genug für eine Op. Laut meinem Doc spielt es dann keine Rolle, welchen Grad der Schaden hat. Der Indikator sind die Schmerzen.

BDieneD81


Den Arzt verstehe ich nicht, scheint in meinen Augen OP-wütig zu sein. Dann müsste ich ja schon min 10 mikrofrakturierungen haben und nicht mal der Spezialist bei dem ich jetzt war, zog das in Betracht. Naja, ich würde es mir auf jedenfall min. zehnmal überlegen ob ich mit Elefanten auf Spatzen schiessen würde. Aber gut.Das ist meine Meinung.

s9unshixne83


Naja, ich vertraue meinem Arzt eigentlich. Ich denke mal ich bin halt ein Spezialfall, wo er sich auch nicht immer so 100%ig sicher ist. Jetzt steht schon meine dritte OP an. Mein Knorpel macht immer wieder Probleme.

Ekhemalig^er Nutze1r (#x325731)


Ich schließe mich Biene da, kann ich nicht nachvollziehen. Nur Schmerzen sind kein alleiniger Grund für eine Mikrofrakturierung. Aber jeder muss sich selber enstcheiden zu welcher OP er sich überreden lässt. Und gebracht hat es bei dir ja scheinbar auch nicht viel, denn sonst würdest du keine 3. OP benötigen

sUuns@h3inex83


Nach der zweiten OP dachte ich, das wärs jetzt gewesen. Aber ich hab wohl zu früh wieder mit Sport angefangen. Dabei habe ich ausdrücklich grünes Licht bekommen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH