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Wachsen gerissene Bänder wieder zusammen?

AVndrWeas7H8 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wisst Ihr, ob (bzw. nach welcher Zeit) abgerissenen Bänder wieder zusammen wachsen können?

Ich hab eine Tossy-3-Verletzung, d.h. die Bänder vom Schultereckgelenk sind alle ganz abgerissen. Auf eine OP muss ich mehrere Wochen warten. Ich habe gehört, dass die Bänder nach mehreren Wochen ohnehin nicht mehr zusammen wachsen können. In dem Fall erschiene mir die OP unsinnig und ich würde mich dagegen entscheiden.

Über Eure Meinungen würde ich mich freuen.

Viele Grüße,

Andreas

Antworten
EXhemal6iger Nuhtze$r (H#3257x31)


Ich kenne mich damit nicht aus, aber ich gehe davon aus das die Bänder in der OP wiede rgenäht werden. Warum sollte eine OP dann überflüssig sein??

H2ypeIrion


Lies mal hier

[[http://www.dr-gumpert.de/html/schultereckgelenkssprengung.html]]

Ein Tossy 3 sollte schon operiert werden.

A(njaxKZ


Ich kann nur von einer Sprunggelenkverletzung sprechen. Hatte mir 2 Bänder durchgerissen. Nach einem Jahr hab ich es operieren lassen und die Bänder sind in dieser Zeit nicht wieder zusammengewachsen. Trotz einer 6 wöchtigen Behandlung mit einer Aircastschiene. Die Enden der Bänder haben sich auch immer weiter voneinander entfertn.

Soviel ich weiß versucht man bei frischen Bandverltzungen zuerst die Bänder wieder zusammen zu nähen. Bei alten Verletzungen wird ein Bandersatz gemacht.

Alles Gute und gute Besserung!!

e]fgas$te


Ich denke, die Chance müßte man dem Band geben, gerade wenn man Schmerzen hat (hörte von einem Bekannten, daß ein Bänderriss im Schultergelenk erst nach 10 Jahren diagnostiziert wurde (dauernd Schmerzen), nach OP in Ordnung). Ich selbst habe eine Verletzung des Discus triangularis (Hand), und die Außenstruktur wäre mit einem Band zu vergleichen. Ich hätte gerne eine OP, da ich schon 1 1/2 Jahre darunter leide (1/2 Jahr Diagnose), und die Ärzte meinen anscheinend, ich solle noch längere Zeit so leiden. Ich denke schon, daß ein Band genäht werden sollte, und da muß der Körper immer noch das Band optimal zusammenwachsen lassen, hat also immer noch zu tun.

ASndrexas78


Hallo,

vielen Dank für die vielen, sehr schnellen und sehr freundlichen Antworten!

Die Tossy-3-Verletzung ist jetzt fast 6 Wochen alt, und ich dachte, ich gebe mal eine Statusmeldung.

Ich hatte es nicht operieren lassen, weil das meinen Informationen zufolge nicht nötig gewesen wäre.

Leider hat sich die Schulter jetzt verschlechtert, so dass es nun eine Rockwood-4-Verletzung ist. Die OP ist jetzt fast unumgänglich.

Erklärung:

Die Annahme, man müsse eine Tossy-3 nicht operieren ist zunächst korrekt (glaube ich). Aber ohne OP muss das Gelenk dringend und unverzüglich wieder eingerenkt und durch einen speziellen Schulterarmverband stabilisiert werden, damit das Gelenk wieder zusammenwachsen kann. Das wusste ich nicht. Mit meiner Schulter wurde dann garnichts gemacht. Das Schultereckgelenk ist seither chronisch ausgerenkt. Durch ungünstige Belastung haben sich die ausgerenkten Knochen nun gegeneinander verschoben und verhakt.

meine Meinung:

Grundsätzlich würde ich versuchen die OP zu vermeiden, weil der Eingriff sehr brutal und schädigend gegen das Gelenk ist. Wer nun eine Schultereckgelenksprengung hat, sollte aber zumindest einen speziellen Schulterarmverband tragen, solange die Verletzung noch frisch ist. Ich halte es für wichtig, dass das Gelenk wieder zusammenwächst. Im chronisch ausgerenkten Zustand macht es immer wieder Probleme. Wie wirkungsvoll der Schulterarmverband ist, kann ich nicht beurteilen. Wie wirkungsvoll eine OP ist, erzähle ich in einem Jahr...

@ Mellimaus

Ich hatte gehört, man könne Bändern nicht effektiv nähen. Die OP, die ich meine ist primär dafür da, das Gelenk durch Implantate vorübergehend zu fixieren, bis die Bänder von alleine zusammenwachsen oder verwachsen. Danach werden die Implantate wieder entfernt.

@ Hyperion

Danke für den Link, der ist sehr informativ. Ich habe aber den Eindruck, dass es bzgl. der Tossy-3 / Rockwood-3 abweichende Meinungen gibt.

@ AnjaKZ

Ich habe ein paar Deiner Beiträge gelesen. Es tut mir sehr leid, dass Du mit Deinem Sprunggelenk solchen Ärger hattest. Wie ist es denn nun ausgegangen? Hast Du einen Bandersatz? Funktioniert das? Ich habe heute meinen Arzt darauf angesprochen. Der meint, dass heute verfügbare synthetische Bänder unzureichend seien, weil sich synthetische Bänder permanent dehnen und nie verkürzen. Ein synthetisches Band erfüllt seinen Zweck also nur für kurze Zeit. Effektiv seien nur Ersatzbänder aus Eigengewebe. In meinem Fall könnte man was vom Kniegelenk nehmen und in die Schulter einbauen...

@ efgast

Das finde ich überraschend, dass Dein Bekannter nach 10 geheilt wurde. Weißt Du, was und wie da genau operiert wurde?

Wieso möchte Dein Arzt denn nicht operieren? Was erhoffst Du Dir denn von der OP? Und warst Du bei einem anderen Arzt? Sagt der das gleiche?

Viele Grüße,

Andreas

ebfgastxe


Den Bekannten treffe ich leider nicht mehr, bei ihm wurde es anscheinend nie erkannt (oder die Ärzte haben sich "gedrückt?").

Zum Glück habe ich ja kein Schulterproblem, aber das mit den Händen ist eine Erfahrung, die ich wohl als äußerst einschneidendes Erlebnis mein ganzes Leben nicht vergessen werde, jedenfalls, wie lange man mich hat schon leiden lassen. :(v

Wenn man (als Arzt) nicht wahrhaben möchte, daß irgendwas sein könnte, bietet man auch keine Therapie an, und die Schmerzen und alltäglichen Einschränkungen und sozialen Probleme hat ja lediglich nur der Patient. (Man braucht halt gute Ärzte). Die Frage, die sich mir stellt, ist halt die, wie lange was braucht, um überhaupt, wenn es denn räumlich möglich ist, zusammenzuwachsen, und wie lange man dann ohne "Körperteil" auskommen muß. Ich halte die Schmerzen einfach nicht mehr aus, und KANN AUCH NICHT OHNE HAND LEBEN, und habe keine Vollzeitpflegekraft, geschweige denn eine Haushaltshilfe, Zimmermädchen, Bodyguard oder Geldesel daheim, und auch keine Bürokraft. Und die Frage, warum es schlechte Ärzte gibt, müßte ich eigentlich schon psychotherapeutisch verarbeiten. Ich meine, nicht so gut zu sein, ist die eine Sache, aber dann meinen, daß nur der Arzt über den Patient bestimmen kann, ohne mit ihm zu reden, und verlangen, daß er ewig leidet, das ist die andere.

Es ist wohl nicht jede Arztmeinung so gut. Manche Ärzte verstehen einfach nicht, was da abgeht, und denken nur, wie wenn man eine Maschine wäre, mit der man alle Zeit der Welt hätte, um alles mögliche (ohne Schmerzen) in aller Ruhe auszuprobieren.

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