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Oberschenkelbruch nach Hüft-Op, wie kann so etwas passieren?

loielxie hat die Diskussion gestartet


Ich hatte im Dez.09 eine neue hüfte bekommen, nach der narkose sagte mir der Arzt, daß leider

etwas schief gelaufen wäre. mein oberschenkel troachanterbruch sei gebrochen und gesplittert.

8 wochen teilbelastung(15kg). jetzt habe ich von der krankenkasse formulare bekommen.

die sache soll auf dem grund gegangen werden.behandlungsfehler heißt es.

es muß doch zu erklären sein, wie es zu solch einem bruch wärend der op gekommen ist. der arzt

weiß es nicht. habt ihr änliches erlebt?? ich freue mich über jede antwort. ich bin 56 jahre.

vielen dank im voraus

:(v :(v

Antworten
gBree niwe07


Hi

so wie ich dich verstehe und was ich auch schon bei Patienten gesehen habe ist bei dir der Trochanter major abgebrochen. Ist tatsächlich was, das ab und zu bei TP-Operationen passieren kann.

Du musst dir vorstellen, dass um die TP einzusetzen das 'alte Gelenk' erst ausgerenkt werden muss und dann der Hüftkopf abgesägt wird. Bei diesen Vorgängen muss teilweise recht Kraft angewandt werden und zum Teil auch Hebel eingesetzt werden. Dabei kann, sollte im Grunde aber nicht, es passieren, dass wie bei dir der Trochanter major abbricht. Das isg von dem her doof, dass dort der m. glutäus medius ansetzt, welcher beim Belasten viel Kraft auf den Trochanter ausübt. Darum darfst du nun auch 8 Wochen nur teilbelasten. Der trochanter wurde bei den Fällen denen ich begegnet bin mit einer Drahtcerglage fixiert und die Patienten hatten auf Dauer dann eigentlich keine Nachteile durch den Zwischenfall.

In meinen Augen kann man hier nicht unbedingt von einem Behandlungsfehler sprechen, sondern es handelt sich um ein Zwischenfall während der OP der leider ab und zu vorkommen kann.

t+he-Rcaver


Das ist eine klassische Komplikation während der OP, kann eben manchmal passieren - darüber bist Du mit ziemlicher Sicherheit vor der OP auch aufgeklärt worden.

Wie die Kasse auf den Vorwurf des behandlungsfehlers kommt, ist mir nicht ersichtlich - aber dort sitzen halt in der Regel Leute mit wenig bis keinem medizinischen Sachverstand, die dann eben rein aufgrund der automatisierten Diagnosemitteilung irgendwelche Formularlawinen lostreten...

Grüße

ldie\lixe


greenie 07

rechtherzlichen dank für deine ausfürliche anwort. du hast mir sehr geholfen. aber ich habe mich bei einem

anwalt erkundigt, der meinte eindeutig, daß sei ein behandlungsfehler. ich bekam eine neue hüfte und gehe

mit einen oberschenkelbruch nach hause. für mich eigentlich auch nicht nachvollziebar. das fehler passieren,

ist normal, aber wie kann der arzt sagen, er weiß nicht wie das passiert ist. ich war jetzt, 6 wochen zuhause.

deswetter wegen. ich habe mächtig schmerzen. ich weiß auch nicht mehr weiter an laufen ist noch

garnishct zu denken.

und das weißt du alles von bekanntenbekanntendu hast es sehr gut beschrieben.aber meinst du nicht auch, daß es</p>
<p>1 fehler ist die kasse meinte, es würdenzu wenige es melden.

p.s. dein motto ist klasse.

liebe grüsse

lielie

lfielgie


the-caver

rechtherzlichen dank für deine zeilen.

es ist wahrscheinlich so, aber die kasse ist darüber gestolpert,

dasß ich mit einem bruch nach hause ging. also, wenn ich

erhlich bin, ich auch. du gehst ins krankenhaus, bekommst eine

neue hüfte und einen bruch dazu. das kann irgendwie nicht

sein. weil der arzt auch erklärte, ich weiß nicht, wie das

passieren konnte. und das finde ich auch nicht in ordnung.

ich habe mächtig schmerzen, kann nicht arbeiten gehen.

meinen job bin ich sogut wielos. jetzt kommt noch die reha.

alles in allem ein viertel jahr.

viele liebe grüsse

lielie

t=he--c,aver


Schön, dass Du einen Anwalt gefunden hat, der sich mit Hüftendoprothetik auskennt - wobei ich ehrich gesagt bezweifle, dass er mehr davon versteht als ich. Und so ganz uneigennützig handelt er ja auch nicht, wenn er Dir zur Klagfe rät...

Der Trochanterausriß ist nunmal eine typische (wenn auch nicht sehr häufige) Komplikation der Hüft-TEP und an sich noch kein Behandlungsfehler. Es könnte höchsten sein, dass er durch einen anderen Operationsfehler verursacht wurde (z.B. Wahl eines zu großen Prothesenschaftes oder aus irgendeinem anderen Grund zuviel Knochen weggefräst). Komplikationen bei der Hüftprothetik sind übrigens einer der häufigsten Gründe für Streitigkeiten um Behandlungsfehler - aber nur in einem kleinen Teil der Fälle liegt tatsächlich ein Fehler vor. Komplikationen bei einem größeren operativen Eingriff können leider nun mal pasieren...

Bevor Du Dich in ein - möglicherweise für Dich teures - juristisches Abenteuer stürzt, würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen, Dich an die Schlichtungsstelle der zuständigen Landesärztekammer zu wenden. Dort sitzen unabhängige Gutachter, die den Fall bewerten und deren Gutachten in den allermeisten Fällen genauso ausgehen wir spätere Gerichtsurteile (in den Fällen, in denen keine Schlichtung zustande kam). Das Ganze ist für Dich kostenlos. Allerdings ist das Ganze nur möglich, wenn noch kein Gerichtsverfahren begonnen wurde.

Informationen zur Schlichtung (incl. Adressen der zuständigen Stellen) findest Du bei der Bundesärztekammer, hier gibt es ein gutes Info-Dokument:

[[http://bundesaerztekammer.de/downloads/WegweiserGutachter.pdf]]

Eybbu`scxhka


Das ist eine klassische Komplikation während der OP, kann eben manchmal passieren - darüber bist Du mit ziemlicher Sicherheit vor der OP auch aufgeklärt worden.

Ich habe auch 2 TEPs, aber vor keiner OP bin ich darüber aufgeklärt worden, dass so etwas passieren kann!

Ist zum Glück auch nicht passiert...

twhe-cabver


Dann war entweder die Aufklärung nicht gut, oder Du erinnerst Dich nicht daran. Knochenbrüche sind ein typisches Risiko der Hüft-TEP und aufklärungspflichtig. Das betrifft nicht nur den Trochanterabriss, sondern insbesondere auch Brüche des Oberschenkelschafts, die beim Einschlagen des Prothesenschafts auftreten können. In dem AUfklärungsbogen, den Du unterschrieben hast, stand das auch mit Sicherheit drin - das entbindet natürlich den aufklärenden Arzt nicht von der Pflicht, es auch zu sagen.

Grüße

S^unf0lo.wer_x73


Leider ist es so, dass oft die OP-Aufklärung sehr knapp gehalten wird. Der Arzt fliegt mal eben über die Punkte drüber; erwähnt dass es alles unwahrscheinlich sei - und man unterschreibt. Für mich sind daher gut erklärende Ärzte ein Muss!

Ich überlege schon lange bzgl. Knie-TEP, und auch ich wurde auf das Risiko von Problemen mit dem Knochen beim Wegfräsen (wobei es beim Knie ja noch anders ist als bei der Hüfte) hingewiesen. V.a., wenn der Knochen nicht mehr die beste Knochensubstanz hat.

Bzgl. Risiken bei Hüft-TEP guck mal hier: [[http://hueft-op-risiko.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2&Itemid=4]]

Auf der 2. Seite sind eindeutig Knochenbrüche als Risiko aufgeführt!

Ich schließe mich daher the-caver an: Wenn Du ein ungutes Gefühl hast und eine Abklärung wünschst, wende Dich an die Schlichtungsstelle!

Denn nicht jede Sache, die bei einer OP schief läuft, ist gleich ein klarer Behandlungsfehler. Manche Risiken bestehen einfach aufgr. der OP-Vorgehensweise.

Rxut


Bei meiner Schwiegermutter mußten die TEP ausgewechselt werden. Es hatte den Anschein, dass alles gut gelaufen ist, jedoch kam meine Schwiegermutter nicht "auf die Beine". Wir dachten, sie wäre depressiv, weil sie keine KG machen wollte. Nach 3 Wochen Krankenhausaufenthalt holte ich sie zu uns ins Haus. Sie wurde immer weniger, konnte nicht mehr aufstehen - wir befürchteten das Schlimmste zumal ein hinzugezogener Internist keine Ursachen erkennen konnte. Sie wurde wieder in die Klinik (130 km Entfernung) eingeliefert. Ich war gerade daheim, da kam ein Anruf, dass sie wahrscheinlich ein Zyste im Unterleib hat - ca. 5 l - und dass sie in einem anderen Krankenhaus wäre. Nächsten Tag OP. Ergebnis: ein Teil der TEP war im Bauchraum sichtbar und hatte einen Ureter durchtrennt. Eine Niere war fast abgestorben, die Zyste war keine, es war Urin. Nach dieser OP erholte sie sich schnell.

Uns wurde vom Chirurgen geraten, der Sache nachzugehen. Mit dem Operateur der TEP, einem Chefarzt, führten wir ein sehr sachliches, ganz ruhiges Gespräch. Er bedauerte aufrichtig, dass es zu so einem Zwischenfall gekommen ist. Meine Schwiegermutter war über 70, ihre Knochensubstanz schlecht, ihre Muskulatur ebenfalls, weil sie mehr im Sessel saß als rumlief - auch wegen der tgl. Schmerzen. Uns wurde gesagt, dass das Eindrehen der TEP teilweise mit großem Kraftaufwand erfolgt. Natürlich darf so etwas nicht passieren sagte der Arzt bedauerte es mehrmals außerordentlich. Wir wissen, dass jede OP ein Risiko bedeutet.

Schwima ist Privatpatient und bekam keine Rechnung des Arztes.

Ein befreundeter Anwalt riet von einem Prozeß ab. Sagte, dass es Jahre dauern könnte und nervenaufreibend wäre, dass Ergebnis ungewiß. Und wenn erfolgreich, dann käme kaum was dabei raus (Geld).

Schwiegermutter genaß, konnte in ihre Wohnung zurück. Ein halbes Jahr später rief sie bei uns an. Wir sollten einen Termin für die 2. Hüfte ausmachen beim gleichen Arzt denn O-Ton - dem passiert so etwas nie wieder.

Diese OP verlief sehr gut, sie hatte keine Schmerzen mehr, bewegte sich wieder, hatte Lebensfreude gewonnen, verreiste viel und wurde 92 Jahre alt.

Ich wünsche Dir alles Gute

l-ie!lixe


hallo caver,

rechtherzlichen dank für deinen beitrag, er hat mir geholfen. ich habe noch garnbichts

gemacht. lediglich die krankenkasse möchte prüfen, wodurch der bruch passierte.

da der arzt, es mir ja leider nicht sagen kann. bei der aufklärung war keineswegs(ehemann war mit anwesend(

die rede. unterschrieben habe ich auch jede menge.

es kommt mir nur sokomisch b.z.w. vor, weil es doch diesen anruf bei mir gab.

zu einem bekannten wurde wurde von der OP schwester, gesagt. ach an die patientin kann ich mich

gut erinnern. da ging die op schief , er habe zu tief gebohrt. was sollich davon halten??

aber mit der schlichtung finde ich eine gute sache.

ich fahre jetzt ersteinmal zur reha,morgen für 3 wochen und hoffe, daß nichts zurück bleibt.

vielen dank an alle

kolibri :|N :|N :-/ :-/

S@perLlinKgx33


the-caver scheint mir Chirurg zu sein. Dafür sprechen die vielen Spezialkenntnisse.

Wenn eine (nur verschlissene) Hüfte durch eine TEP ersetzt wird, ist das heute eine Routine-Op, die in jeder leistungsfähigen Chir. Klinik tgl. ausgeführt werden kann und wird.

Ein Abriss des Trochanters sollte nicht passieren, ist zumindest durch ungeschicktes Verhalten des Operateurs oder der Assistenten bedingt.

Noch schlimmer ist ein Berstungsbruch des Oberschenkelschaftes, hervorgerufen durch falsches Aufbohren für den Prothesenschaft oder eine falsche Auswahl der Prothese.

Ich würde in jedem Fall die Prüfungskommission bzw. den Schlichtungsausschuß bei der zuständigen Ärztekammer einschalten um auch für Dich Ruhe zu finden.

Du brauchst nur den Vorgang kurz zu schildern, nichtmal einen Rechtsanwalt!

Die Ärztekammer wird sich um alles kümmern! Irgendwann wirst Du evtl. zu einer gutachtlichen Untersuchung bei einem von der Ärztekammer bestellten Chirurgen oder Orthopäden einbestellt. Alles für Dich vollkommen kostenlos.

Einen Anwalt kannst Du immer noch bestellen, wenn Dir das Ergebnis nicht stimmig erscheint.

tmhe@-cavexr


@ Sperling

the-caver scheint mir Chirurg zu sein

He, soll das eine Beleidung sein? ;-) ;-D

Ich bin Anästhesist! :-p

Ein Abriss des Trochanters sollte nicht passieren, ist zumindest durch ungeschicktes Verhalten des Operateurs oder der Assistenten bedingt.

Noch schlimmer ist ein Berstungsbruch des Oberschenkelschaftes, hervorgerufen durch falsches Aufbohren für den Prothesenschaft oder eine falsche Auswahl der Prothese.

Beides kann auch ohne schuldhaftes Verhalten des Operateurs passieren, wenn z.B. die Festigkeit des Knochens gering ist und deswegen die Zug (Trochanterabriss) bzw. Druckkräfte (Schaftsprengung) nicht ausreichend verteilt werden können.

@ lilie

Aber natürlich sind das Dinge, über die aufgeklärt werden muss. Wenn Du glaubhaft machen kannst, dass das nicht passiert ist *und* Du glaubhaft machen kannst, dass Du bei Kenntnis dieses Risikos die OP nicht hättest machen lassen (denn nur dann wäre die fehlerhafte Aufklärung die Ursache für den Schaden), dann besteht allein aufgrund des Aufklärungsmangels ein Schadensersatzanspruch.

Der langen Rede kurzer Sinn: Auf zur Ärztekammer, die kümmern sich drum.

Grüße

S\perlinxg33


the-caver!

das sollte keine Beleidigung sein! Der Beitrag wäre dann sicher entfernt worden.

Dachte nur, da muß jemand Spezialkenntnisse haben!

Aber warum die Pat. dazu überreden: es hat eh keinen Sinn .....

hast Dich im letzten Beitrag ja korrigiert , ok.

Die Ärztekammer ist hier der neutrale Ansprechpartner,

Da scheint doch wirklich nicht alles korrekt gewesen zu sein, wie die beteiligte Schwester ja schon zu verstehen gab

lGiexlie


melde mich von der REHA zurück. die sehr schön war. therapeuten, das essen große klasse,unterkunft ebenfalls

sehr schön. ich hatte sehr viel abwechslung.ich kann diese reha nur empfelen. ich weiß nicht, ob ich es hier sagen

b.z.w. schreiben darf??

nun die schlechte nachricht.

war nach der REHA zum CT der bruch ist mit 0,4mm verschoben und es bereitet mir immer noch schmerzen.

nach mermaligen erwähnen meiner schmerzen, wurde lediglich abgewogen und gesagt es ist muskelkater.

aber einen pikenden schmerz kann doch kein meselkater sein. ich habe meinen orthopaden gewechselt.

es ist eine sie, ich muß sagen sie ist klasse. sie hat auch gleich erkannt, daß es warscheinlich die dräte sind.

nun habe ich einen termin bei einem professor in einen anderen kkhs. ich hoffe, dort abhilfe zu bekommen.

in das alte kkhs., gehe ich nicht mehr.

ich will ja,auch nur die schlichtungsstelle erreichen.

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