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Bandscheibenvorfall: OP ja oder nein?

htdtxj1 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich habe mich am 28.12.2009 verhoben. Nach langem hin und her mit dem hausarzt und Schmerztabletten und Spritzen bin ich zum Orthopäden. Der hat mich zum MRT überwiesen. Befund: Starke Protosion L5/L4. Daraufhin habe ich Akupunktur verschrieben bekommen. Immer wieder Spritzen aber alles nicht geholfen. Nach dem der Orthopäde nicht mehr weiter wußte wieder zum MRT. Geringe Verschlechterung der Protosion. Diesmal meinte der Arzt, der mir den Befund mitteilte das man über ein OP nachdenken sollte aber das müßte ich mit meinem Orthopäden entscheiden. Ich wieder zum Orthopäden, der eine OP nicht befürwortet. Nun habe ich KG verschreiben bekommen und bekomme einmal in der Woche eine Spritze. Meine Beschwerden sind wie folgt: Keine Taubheitsgefühle in den Beinen. Schmerzen beim Aufstehen in der Pobacke und im linken Oberschenkel. Laufen geht aber die ersten Schritte sind Schmerzhaft. Im Sitzen keine Schmerzen. Im Bett beim Umdrehen von einer zur anderen Seiter Schmerzen. Am Rücken wo der Bandscheibenvorfall ist keine Schmerzen mehr. Schlagartige Bewegungen und schnelle Bewegungen nicht möglich. Ansonsten habe ich seit 7 Wochen Schmerzen!

Nun meine Fragen:

Wer hat ähnliche Probleme?

Würdet ihr eine OP machen?

Wie lange halten die Schmerzen noch an?

ich hoffe auf viele Antworten! danke in Vorraus.........

Antworten
M0ondm"enscxh


Hi hdtj1,

Wer hat ähnliche Probleme?

ICH! Bin deshalb am 27.02.2007 an der Bandscheibe operiert worden.

Würdet ihr eine OP machen?

Nein, zumindest noch nicht! Probier erstmal die ganze Palette von reichlich KG, Bewegung die dir gut tut und versuch es mal mit schwimmen gehen. Rückenschwimmen besonders! Eine OP ist wirklich die letzte Möglichkeit, erst wenn nichts anderes über einen langen Zeitraum hilft oder die Schmerzen so doll sind, dass man es nicht mehr aushält.

Meine Beschwerden waren ähnlich wie deine, aber ich habe damit über 1 1/2 Jahre gekämpft und wirklich viel probiert. Erst dann habe ich mich zu einer OP entschieden...

Wie lange halten die Schmerzen noch an?

Von Person zu Person unterschiedlich. Ganz ehrlich? Ich habe locker 2 Jahre nach der OP gebraucht, bis ich wieder so richtig fit war. Ich habe zwar Reha und intensive Nachsorge gehabt und diese auch sehr ernst genommen, allerdings waren die Schmerzen nach der OP viel krasser, aber anders. Nicht zu vergleichen mit den Schmerzen vor der OP, sondern anders.

Aber bei dir kann das ganze auch anders aussehen, es gibt Fälle, die können nach der OP sofort schmerzfrei wieder aufstehen.

Jetzt, 3 Jahre nach der OP, Laufe ich sogar 10km (auch wenn ich gerade Probleme mit dem Knie habe :-( ) und habe generell 15kg abgenommen, jedes Kilo weniger tut dem Rücken gut. Deshalb die Frage: Wie ist dein Körperbau??

Es ist nicht nur der Schmerz selber, der einen runterzieht. Sondern auch die Psyche die bei mir irgendwann verrückt gespielt hat. Mein Umfeld stimmte nicht, beruflich lief es nicht so gut. Ich hatte eine Depression, die sich neben der Antriebslosigkeit auch mit starken Schmerzen im Rücken bemerkbar machte. Deshalb einfach mal die Frage: Wie gehts deiner Seele? Diese ist nämlich in vielen Fällen auch Grund für Bandscheibenprobleme => Verkrampfung der Muskulatur.

Erst als es im Job wieder gut ging und ich viel an mir gearbeitet habe, gings auch meinem Rücken besser.

Du ließt, es sind viele Fragen die du dir erstmal selber beantworten solltest (und zwar ehrlich und nicht abtun "Psyche? ICH? Niemals!") und dann ran den Sport.

Von einer OP würde ich wirklich erst dann sprechen, wenn nichts mehr geht. Ich bin auch in meinem Fall davon überzeugt, dass die OP eigentlich nicht notwendig gewesen wäre, wenns meiner Psyche besser gegangen wäre.

Sorry für den langen Text, ich hoffe ich konnte helfen...

Gute Besserung :-)

hQdtjx1


danke Mondmensch für deine ausführliche Schilderung.

grüße hdtj1

sLupOer;m&om64


Ich würde auch für KEINE Op plädieren. Eigentlich sollte man nur operieren, wenn Lähmungen auftreten. Hast du schon mal versucht, eine Reha-Maßnahme zu brantragen (Kur)? Stationär oder ggf. ambulant. Da wird man intensiv behandelt - das ist viel besser als 2 x die Woche 20 Minuten Krankengymnastik.

H}ypeWrZioxn


30% der 30 Jährigen und 60% der über 50 Jährigen haben einen BSV der keine Schmerzen verursacht. 70-80 % der Patienten werden ohne Operation wieder gesund.

Bevor man nun hingeht und operiert, versucht man es erstmal 6-8 Wochen konservativ mit z.B. Kg, Rückenschule, Rehasport, Funktionstraining usw

Hiype?rion


Wie lange halten die Schmerzen noch an?

Die Schmerzen richten sich nach den Stadien der Wundheilung.

Akutes Stadium ( Entzündungsphase oder Exsudationsphase)

5-7 Tage

Stadium der Stabilisierung (Proliferationsphase 7-21 Tage oder bis zu 28 Tage)

Phase der Remodelierung 28-360 Tage

SZchi0mmPelreit\exrin


Ja, warte noch mit der OP. Indikation wären Lähmungen im Bein und Probleme mit der Blasen- und Darmentleerung. Davon bist Du meilenweit entfernt.

Mich musste die Krankenwagen-Besatzung seinerzeit im Tragetuch aus dem Haus schleppen - es ging gar nichts, nicht mal eine minimale Seitwärtsdrehung. Da schon vorher kein Schmerzmittel anschlu, setzte man mich im KH unter Morphium. Vom ersten Tag an gab es Bewegungsbad (wurde mit dem Kran runtergelassen) und sanfte Physiotherapie. Nach drei Tagen konnte ich mit dem Gehwagen losziehen und nach elf Tagen ging es nach hause - auf Krücken.

Die Neurochirurgen plädierten auf sofortige OP, die Neurologen meinten "das läuft Ihnen nicht weg, wir versuchen es konservativ".

Ich ging mehrere Wochen zur ambulanten Reha. Musst Dich mal erkundigen, ob es das bei Dir in der Nähe gibt. Man fährt morgens hin und wird dann mehrere Stunden bespaßt - Massage, Gerätetraining, Verhaltenstraining.....

Zügiges Spazierengehen ist auch gut.

Ist jetzt 10 Jahre her.

Hab zwar in allen möglichen Rückenbereichen Beschwerden, aber nicht mehr in der LWS. Mache aber auch Muskelaufbautraining seit drei Jahren.

LG und Gute Besserung

atlex22x10


hallo zunächst ist zu sagen das eine OP immer das letzte sein sollte was man als Therapiemöglickeit in Betracht zieht.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das man mehrere Fachrichtungen konsultieren sollte.

Bei Schmerzen bringt eine OP garnichts es gibt mehrere fachlich gute Berichte das zum einen die Risiken auch minimal inversiven OP höher wiegen als der erfolg.

Zum zweiten ist eine OP mittleiweile nur noch notwendig wenn massive Lähmungen (Schädigung des Nervs) auftretten.

Was bei mir sehr hilft (jedoch keine 100% Beschwerdefreiheit bringt) ist T.E.N.S hilft aber nicht bei jedem ist sehr individuell je nach Mensch.

Alternative Behandlungen wie Akupunktur und Diziplin (Übungen für Rücken / Bauch) sollte oberste Priorität haben auch wenn der Erfolg sich sehr spät erst einstellt.

gute Besserung und nicht aufgeben *:)

gjibs)y980


Hallöchen,

auch ich hatte im Dezember einen Bandscheibenvorfall. Hab mich ein bissl zu weit vorgebeugt, da hats ziemlich im Rücken gekracht. Konnte mich keinen Meter mehr rühren. Habe dann eine Tablette gegen Muskelverspannungen genommen, und es ging ein bißchen besser.

Voller Tatendrang wollte ich Wäsche zusammenlegen, und drehe mich nur seitlich sitzend etwas mach rechts, da hats wieder gekracht.

Konnte eine Stunde nicht aufstehen, und habmich dann irgendwie ins Bett gerobbt. Hab es nicht mehr ausgehalten vor Schmerzen, und rief meine Eltern an. Wurde sofort in die Notaufnahme gefahren, und musste auch gleich eine ganze Woche stationär dableiben.

Durch den Schmerztropf habe ich die Schmerzen ertragen können, und habe viel geschlafen.

Jetzt im Moment mache ich viel Physio, und fange im März eine stationäre Reha an. Die sollte eigentlich für mien Knie sein, aber die Bandscheibe habe ich auch mit angegeben. Hoffe das es was bringt.

Schmerzen hab jetzt im Moment beim stehen im LWS Bereich. Es zieht über die linke Pobacke ins Knie. Nachts kann ich ohne Schmerzmedis garnicht schlafen. Sitzen kann ich aucg nur bedingt. :(v

lg

gNib~syx80


Achso würde auch keine OP machen lassen :|N

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