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Triple Osteotomie oder künstliches Hüftgelenk?

ECrifxrau hat die Diskussion gestartet


Bin 49 Jahre alt, beruflich bis zu 16 Stunden auf den Beinen(Gastronomie) und habe eine angeborene beidseitige Hüftdisplasie. Durch meine Arbeit ist das li. Hüftgelenk überlastet, entzündet und schon beginnend arthrotisch.

Mache 4x in der Woche Crosstraining oder im moment Langlauf ca. 45-80 Minuten um die Muskulatur zu kräftigen.

Vom Arzt wurde eine Triple Osteotomie vorgeschlagen. Bekannte haben mir davon abgeraten, da die Gefahr der dann doch anschließenden notwendigen künstlichen Hüfte sehr groß ist. Wer stand in meiner Altergruppe ( 50 )vor der gleichen Entscheidung?

Antworten
Ssplarf>ucxhs


Hallo Erifrau,

also ich bin zwar nicht in deinem Alter, kenne mich aber mit den Thema Hüftdysplasie, Triple und künstlliches Hüftgelenk sehr gut aus.

Ich selber bin 24 Jahre und hatte 2006 rechts eine Triple OP. Mein Vater ist bereits 63 Jahre und trägt seit über 15 Jahren rechts ein künstlliches Hüftgelenk.

Und ich würde sagen, dass du in einem Alter bist, in dem ein künstliches Hüftgelenk die sinvollere Variante wäre. Die Medizin ist heute so weit, dass die künstlichen Gelenke locker 20 Jahre im Körper bleiben können. Zu meinem Vater hieß es damals, das künstliche Gelenk wird ca. 10 Jahre halten. Und nu hat er es schon über 15 Jahre drin.

Man sagt, man kann 2 mal solche künstliche Gelenke ersetzen. Du bist jetzt 49. 2 x 20 Jahre wäre 40, dann wärst du 90. Also ich würde dir das künstliche Gelenk empfehlen. Klar ist es immer besser das eigene Gelenk zu erhalten. Aber ich denke man sollte auch abwägen wie geschädigt deine Hüfte schon ist. Würde eine Triple überhaupt noch was bringen? Zumal die Triple kein Zuckerschlecken ist, dass kann ich dir sagen.

Falls du fragen hast bin ich gern bereit dir diese zu beantworten.

E ri$fraxu


Hallo Sparfuchs, vielen Dank.

die Berechnung hab ich auch schon gemacht. Das würde schon hinkommen. Mir hat jetzt nur ein Arzt gesagt, dass bei meiner Belastung das künstliche Hüftgelenk wahrscheinlich früher wieder erneuert werden muss. Mir ist auch noch unklar, was der Unterschied zwischen der triple und der künstlichen Hüfte ist. Mir schein die triple bedarf mehr Schnitte und einer evtl. Nachop. um die Schrauben wieder zu entfernen. Wie schnell warst du wieder auf den Beinen und wie lief das bei deinem Vater ab?. bist du sportlich vorbelastet und hast du auch einen hüftbelastenden Beruf?

Danke für die Diskussion

StparfuMchxs


Also der Unterschied zwischen einer Triple und einem künstlichen Hüftgelenk ist gravierend! Bei der Tripple werden 3 Schnitte gemacht, dir werden 2 Knochen durchgesägt, du darfst 6 Wochen lang nicht sitzen! Nur stehen oder liegen!!!

Ich war nach ca. 5 Monaten wieder komplett einsatzbereit. Bei der Triple ist die Nachbehandlung einfach sehr lang. Eben die ersten 6 Wochen nicht sitzen, keine Belastung. Die nächsten 6 Wochen heißt es dann Woche um Woche die Belastung zu erhöhen. Da sind dann schonmal 3 Monate ins Land gegangen. Und dann kommt noch ne Reha hinzu. Und ein Jahr nach der OP kommen die Schrauben dann wieder raus.

Wie es damals bei meinem Vater war weiß ich nicht mehr. Ich kann dir nur so viel sagen, dass er dieses Jahr links ein künstliches Hüftgelenkt bekommen soll und geplant sind 2 Wochen Krankenhausaufenthalt und 3 Wochen Reha.

Sprotllich vorbelastet war ich nicht. Ich hatte die HD bds. von Geburt an.

E]riTfrauu


Das hilft mir schon mal weiter. Und oje, oje - da steht mir ja einiges bevor.

Zumindest kann ich mit den für mich daraus entstehenden Fragen die Ärzte konfrontieren. Denn für mich ist einfach eine baldmöglichste Arbeitsaufnahme wichtig - selbstständig. ( natürlich mit der dafür notwendigen uznd vernüftigen Heilungszeit)

Ich seh´s auch so, dass zwar bei mir die Arthrose noch nicht so fortgeschritten ist für eine künstliche Hüfte, aber durch die große Belastung eine "Reperatur " auch nur ein Aufschieben ist von der künstlichen Hüfte - und dazu habe ich eindfach keine Zeit und Lust in den nächsten Jahren ständig mit meinem "Geläuf :)*" mich zu beschäftigen und im Geschäft auszufallen.

Vielen Dank für Deine Aussagen und Dir und deinem Vater auch alles Gute.

Erifrau

*:)

Jdasutxe


Hallo,

Sparfuchs, leider hast du einen kleinen Denkfehler, den viele machen:

Revisions-TEPs (also eine gewechselte Prothese) hält nie so lange, wie die erste TEP, die eingesetzt wird!

Die Durchschnittswerte sind: 1. TEP 12-15 Jahre, 1. Revision ca. 8-10 Jahre und 2. Revison ca. 6-8 Jahre. Jetzt rechne dies mal zusammen, und nimm mal den positiven Wert. Macht 33 Jahre, die man damit leben kann. Wenn alles gut geht, und ein Wechseln nicht früher gemacht werden muss. Dies kann durch einen Sturz, eine Lockerung etc. schnell passieren.

@ Erifrau

Klar ist eine Triple mit mehr strapazen verbunden und manchmal muss man später doch eine TEP einsetzten aber oft kann man dadurch wertvolle Zeit rausholen um das eigene Gelenk zu behalten. Ich habe jetzt mit 32 eine TEP bekommen. Und glaube mir, dies ist keine einfache Entscheidung!

Gruß Jasute

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