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Bodybuliding nach Knieumstellung

BBrewsOt hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Bei mir wurde vor ca. 1 Jahr am li Knie eine Knieumstellung aufgrund einer leichten Achsenfehlstellung durchgeführt, um eben im späterem leben einer Arthrose entgegenzuwirken (Prävention).

Ich habe zuvor BB betrieben und betreibe es nun weiter.

Das ist auch kein Problem, nur bzgl. meinem Beintrainin amche ich mir Gedanken.

Eigentlich ist do mein Bein genauso belastungsfähig wie vor der OP?

Konkret:

Kann ich wie vor der OP weiterhin unbedenklich mein Beintrainig durchziehen?

Dieses enthält mitunter Übungen wie beinpresse und Kniebeugen (mit Zusatzgewichten).

Für Antworten von Fachleuten wäre ich hier sehr dankbar!

Lg,

Brewst! Smilie

Antworten
HIypcer:ixon


Kann ich wie vor der OP weiterhin unbedenklich mein Beintrainig durchziehen?

Es ist sinnvoll, wenn du dich von einem Physiotherapeuten anleiten läßt und erst mit wenig Gewicht wieder einsteigst.

Du kannst also Gewichtsmäßig nicht das weitermachen wo du aufgehört hast. Also langsam wieder anfangen und das Gewicht steigern.

Vorsichtig wäre ich nicht mit der Beinpresse, sondern dem Kniestrecker und Kniebeuger. Diese Geräte bewirken eine dezentralisierung des Kniegelenkes aufgrund des distalen Hebels unten am Fuß/Sprunggelenk und smoit entstehen unphysiologischen Scherkräfte auf das Kniegelenk. Beim Beincurler ( offene Kette) z.B. entstehen Druckwerte im Kniegelenk die das 3- fache des Körpergewichtes betragen!

Auf die Dauer ( bei intensivem Training) kann man sich sein Knie damit kaputt machen v.a. wenn man schon Knieprobleme hat.

Bei der Beinpresse hingegen, steigen die Kompressionskräfte auf das Gelenk nur geringfügig an. Darum ist die Beinpresse ( geschlossenes System) bei Knieerkrankungen desn anderen Kniegeräten vorzuziehen. D.h. ich persönlich arbeite mehr mit der Beinpresse als mit den anderen Geräten.

Wie ich schon sagte, ist es sinnvoll, wenn du dich von einem Physio betreuen läßt der sich mit deinem Krankheistbild bzw der Op auskennt. Ein normaler Fitnesstrainer ist das nicht der richtige Ansprechpartner.

Gruss

B0rew<st


Vielen dank für ihre Antwort, edlich jemand, der sich offensichtlich shr gut auskennt :-)

Exakt ähnliches hat mein Orthopäde auch gemeint:

So sind seiner Meinung nach Übungen mit einem beincurler, aber auch zb. Sportarten, innerhalb denen schnell und ruckartig ein Richtungswechsel in hoher Freq. geschieht (zb. Fussball) def. knieschädigend.

Bei der Beinpresse oder Kniebeugen ist er sich nicht sicher gewesen.

Ok, ich formulier meine Frage nochmals konkret, aber etwas "salopper:"

Kann bzgl. meinem li Knie aufgrund der zurückliegenden Knieumstellung bei der Ausübung von Übungen, wie der beinpresse, aber vor allem auch (Front)Kniebeugen mit einer langhantelstange im Nacken (4 Sätza je 6-10 WDH) etwas "kaputt" gehn?

Ich hab noch eine Titanplatte und eben die Schrauben im Knie fixiert, was mir Sorgen bereitet.

Aber eigentlich dürfte doch hier keine gefahr drohen, oder?

H!yp\erioxn


So sind seiner Meinung nach Übungen mit einem beincurler, aber auch zb. Sportarten, innerhalb denen schnell und ruckartig ein Richtungswechsel in hoher Freq. geschieht (zb. Fussball) def. knieschädigend.

Genau. Auf die dauer sind auch Ballsportarten die das Knie extrem belasten nicht zu empfehlen.

Bei der Beinpresse oder Kniebeugen ist er sich nicht sicher gewesen.

Beinpresse hab ich oben ja schon erklärt. Die DRzckbelastung auf das Gelenk ist hier sehr gering.

Kniebeugen können auch gemacht werden, wenn dann aber nur als [[http://www.youtube.com/watch?v=qRnGI3c5Jjs Squats]]

Beim Squat ( müsstest du eigentlich kennen) ist es wichtig, dass sich die Kniegelenke nicht nach vorne schieben, sondern mit geradem Rücken in die Hocke. Siehe Video.

Um die Belastung auf das Kniegekenk gering zu halten, solltest du die Squats nicht zu tief ausführen, also nicht in die maximale Flexion ( Kniebeugung)

Ansonsten spricht nichts gegen Squats.

Kann bzgl. meinem li Knie aufgrund der zurückliegenden Knieumstellung bei der Ausübung von Übungen, wie der beinpresse, aber vor allem auch (Front)Kniebeugen mit einer langhantelstange im Nacken (4 Sätza je 6-10 WDH) etwas "kaputt" gehn?

Nein, wenn du richtig Trainierst bzw angeleitet wirst. Schäden können nur dann entstehen, wenn du unkontrollierte und unphysiologische Bewegungen oder Hebetechniken ausführst, die Geräte nicht exakt auf deine Gelenkposition eingestellt sind oder du an einen unausgebildeten Trainer gerätst.

Ich hab noch eine Titanplatte und eben die Schrauben im Knie fixiert, was mir Sorgen bereitet.

Gerade darum ist es wichtig das du fachgerecht Angeleitet wirst. Ein zu starkes Training mit hohen Gewichten kann u.U. dazu führen, dass dir da eine Schreube bricht o.ä.

Auch osteosynthetisches Marterial hat seine Belastungsgrenzen und man muss hier behutsam vorgehen.

Also ein Training alla Schwarzenegger ist noch nicht für dich drinn!

Krafttraining ja, aber exakt Dosiert und fachlich Angeleitet.

H(yperxion


Mit Metal in deinem Knie sind kniebelastende Sportarten sowieso vorerst Tabu. Wenn dann nur Schwimmen, Radfahren usw.

B*remwst


Super, danke für ihre Antwort. :)^

Dieser Absatz:

"Gerade darum ist es wichtig das du fachgerecht Angeleitet wirst. Ein zu starkes Training mit hohen Gewichten kann u.U. dazu führen, dass dir da eine Schreube bricht o.ä.

Auch osteosynthetisches Marterial hat seine Belastungsgrenzen und man muss hier behutsam vorgehen."

bescherrt mir natürlich nochmals etwas Bauchschmerzen, da es eine "Horror-Vorsetllung" ist, dass hier etwas brechen könnte.

Ein wenig wundert es mich auch, da man mir zb. freigestellt hat, ob ich jemals die Materialien in meinem Kni entfernen lassen möchte, oder nicht...

Hwypzerixon


da es eine "Horror-Vorsetllung" ist, dass hier etwas brechen könnte.

So schnell passiert das nicht, aber wie gesagt dein Training muss gut dosiert werden.

BSr`ew~sxt


Alles klar, dann vielen Dank nochmals für ihre kompetente Hilfe - klasse!:)^

Nur falls Sie noch zeit finden, eine allerletzte Frage:

Laufen ist zwar nicht die knieschonenste Sportart, aber schätzen Sie es in meiner Sitation alssehr dramatisch ein, wenn ich zusätzlich zum BB-Trainig noch ca. 2-mal pro Woche für je ca. 30min - 45 min joggen gehe?

H!yperIion


Joggen ist nicht so gut, da hier kontinuierlich immer eine Stoßbelastung auf den Knochen bzw das osteosynthetsiche Marterial abgegeben werden. Mit der Zeit kann das u.U. zu einem Platten oder Schraubenbruch führen.

Besser ist es nicht zu Joggen, solange sich das Metal im Knie befindet.

Wenn dann alternativ Nordic Walking oder Aquajogging.

B?roothe5rxhood


Um die Belastung auf das Kniegekenk gering zu halten, solltest du die Squats nicht zu tief ausführen, also nicht in die maximale Flexion ( Kniebeugung)

Einspruch. Ich weiß wirklich nicht, wer dieses blöde Gerücht in die Welt gesetzt hat, es stimmt aber aus vielen physikalischen Gründen nicht.

"Beim rechten Winkel im Kniegelenk, also beim rechten Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel, hat der Lasthebel (Oberschenkel) mit dem Widerstand (Körpergewicht plus Hantelgewicht) den größten Abstand zum Drehpunkt (Kniegelenk) und dadurch das größte Drehmoment."

Quelle: [[http://www.dr-moosburger.at/pub/pub036.pdf]]

ich weiß auch nicht, wieso das alle immer so behaupten, muss wohl an der generation liegen. Kein guter Trainer wird dir jetzt noch "halbe Kniebeuge" empfehlen, um dein Knie zu schonen.

H1y1pe4r'ion


Brotherhood

Sicherlich hast du nicht unrecht, aber du bzw wir müssen bedenken das Brewst eine Kniegelenksumstellung hinter sich hat mit einer Platte und Schrauben im Knie. Uns ist nicht bekannt, inwieweit sein Knie belastungsfähig ist und ob möglicherweise Bewegungseinschränkungen ( auch durch das osteosyn Marterial) vorhanden sind. Sprich es fehlt uns ein genauer Befund um uns ein Bild zu machen.

Daher finde ich es sinnvoll sich zuerst an die Bewegungsübungen heranzutesten und sich von einem Therapeuten anleiten zu lassen, bevor man auf eigene Faust ein Training ausführt, dass am Ende negative Folgen haben könnte.

BKryewsxt


Alles klar, ich werde ihre Ratschläge def. befolgen und mcöhte mich nochmals für ihre kompetente Hife bedanken.

das mit dem Joggen ist schade, wobei ich einfach annehmen muss, dass das risiko nicht all zu hoch ist und es einfach keine große sache ist, wenn ich 2-mal die Woche joggen gehe.

Grund für meine Annahme ist, dass mein Orthopäde das mit dem joggen weiß und gemeint hat, ich solle nicht übertreiben, aber dass es besser ist als zb. Fussball (aufgrund spontanen Richtungswechseln).

Hm, das osteosynthetsiche Marterial scheint ein problem zu sein - das wundert mich unglaublich, da man mir nichts davon mitgeteilt hat, obwohl meine Ärzte wissen, dass ich Sport betreibe.

Ganz im Gegenteil, man hat gemeint, dass ich dieses materail theoretisch auch drin lassen könne...

ich werde das ev. nochmals abklären.

jedenfalls danke;)

BXrgewst


Hallo!

Update:

Ich trainiere jetzt schon wieder seit ca. 5 monaten und Kniebeugen, sowie Kreuzheden stellen bis dato kein Problem für mich da.

Wie Sie empfohlen haben, verzichte ich auf Beincurls und Beinheben.

Wie sieht es aber mit Wadenheben und Ausfallschritten (mit Zusatzgewicht aus)? – das würde mich nur noch interessieren.

Lg,

Brewst;)

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