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Knie Mrt-Diagnose, brauche Hilfe bei Auswertung + Maßnahmen

sfven8x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo [[http://www.med1.de/]] Forum,

ich war heute morgen zur MRT Untersuchung meines linken Knie's, wo ich immer wieder mal ein zippen/ziehen bzw. knacken vernommen haben, was erst da ist, seitdem ich mir das Knie unglücklich verdreht habe.

Da ich Zeitsoldat bei der Bundeswehr bin und es aus taktischen Gründen besser ist, dass man Knieprobleme nicht unbedingt an die große Glocke hängt ( außer man kann nicht mehr laufen natürlich ), habe ich mich entschlossen das Ganze als Selstzahler zu finanzieren.

Ausgangslage :

Bin 20 Jahre alt, regelmäßig Kraft und Ausdauersport. Kann ganz normal gehen, kann aber noch nicht richtig joggen.

Bericht MRT :

Klinische Angaben: Verdacht auf Innenminiskopathe Grad 2 bis 3 linkes Knie. Anamnestisch Distorsionstrauma vor vier Monaten. Schmerzen medial. Keine Voroperationen.

Befund und Beurteilung: Die fettsupprimierten Sequenzen zeigen eine angedeutete Flüssigkeitsbetonung interkondylär und peripatellär. Bild der zart und langstreckig einsetzenden Baker Zystenbildung nach Art eines bereits geraume Zeit andauernden Reizzustandes bei zusätzlich auch unmittelbar extracapsulär über der Basis des Innenmeniskushinterhornes bestehender Flüssigkeitsansammlung, am ehesten einer etwas atypisch gelegenen Bursa semimembranosa entsprechend. Hinweise auf eine transcapsuläre Ganglionbildung finden sich nicht eindeutig, ist allerdings aber auch sicher auszuschließen bei Meniskopathie Grad 1 bis 2 im Bereich des sehr kräftig wirkenden Innenmeniskushinterhornes D. D. Partielle narbige Auftreibung nach Quetschung bei vergleichsweise deutlich schmächtigeren Verhältnissen in Höhe der Pars intermedia und des Vorderhornes des Innenmeniskus. In diesem Bereich zeigen sich allenfalls erste Degenerationen der Basis bei unauffälligem Außenmeniskus. Chondropathie Grad 1 bis 2 im Hauptbelastungsbereich lateraltibial bei physiologischen Verhältnissen laeral femoral. Bild der Grad II-Veränderungen breitflächig im Hauptbelastungsbereich medial femoral bei insgesamt etwas verschmächtigt wirkendem Gelenkspalt medial und Chondropathie Grad 1 bis 2 breitflächig im Hauptbelastungsbereich tibial.

Intakt erscheinende ligamentäre Strukturen bei eher zartem vorderem Kreuzband, fraglich im distalen Drittel leicht gereizt wirkend und bandförmiger mäßiger Narbenbildung ohne verbliebenen Reizzustand entlang des Ligamentum collaterale mediale im gesamten Abschnitt proximal des Gelenkspaltes nach Art einer narbig konsolidierten vormaligen Grad 1 bis 2 Ruptur.

Chondrophatie Grad 1 bis 2 fokal etwasa breitflächiger über dem Patellafirst bei sonst physiologischen Verhältnissen des hyalinen Knoprle femoropatellar mit fraglich marginaler Erosion unmittelbar vor der Spitze eine wellig bogig bis in den retropatellaren Knopren medial heranreichenden Plica. Kein eindeutiger Reizzustand bei regelrechter Zentrierung der Patella auf das Gleitlager und noch durchschnittlich erscheinendem Trainingsstatus der periartikulären Muskulatur.

Keine Hinweise auf ein primär arthritisches Geschehen oder freie Gelenkkörper bei verbliebener partieller Prominenz der Tuberositas tibiae ohne Fragmentierungen.

Meinung Orthopäde :

Ein "Mittelding", ich soll versuchen mit Krankengymnastik die Muskulatur aufzubauen, damit der Meniskus entlastet wird und Bandage tragen. Seiner Meinung nach kommt eine Operation nicht in Frage.

Nun würde ich gerne von euch mal hören ( vorrausgesetzt jemand versteht diese medizinischen Fachwörter ), was man zusätzlich machen könnte, um langsam wieder ein voll belastbares Knie herzustellen.

Vielen Dank

Sven

Antworten
dbressuIrcracxk


hi

na dann versuch ichs mal mit übersetzen ;-)

Klinische Angaben: Verdacht auf Schädigung des Innenmeniskus, schweregrad geht von I - IV, das heißt du wärest mit II/III schon gut dabei. vor 4 monaten bist du anscheinend gestürzt und hast dir das knie verdreht, distorsion beschreibt per definition eine verletzung, bei der "der physiologische Bewegungsspielraum des Gelenks durch äußere Krafteinwirkung überschritten wird".

Befund und Beurteilung: hallelujah. ich erspar dir und mir jetzt eine wörtliche übersetzung des ganzen, das würde seiten füllen. beschränken wir uns mal aufs wesentliche. du hast nen leichten erguss im knie, der entsteht in der regel durch reizzustände, wie sie z.b. ein kaputter meniskus verursachen kann. ne bakerzyste is ne aussackung der gelenkkapsel in der kniekehle, entsteht oft bei länger andauernden ergüssen. an der stelle ist die kapsel am wenigsten verstärkt, durch die vermehrte flüssigkeit herrscht aber ein höherer druck in der gelenkkapsel, und drum gibt sie an ihrer schwächsten stelle nach und bildet so ne aussackung.

DD heißt differentialdiagnose, sprich der radiologe weiß jetz auch nicht so ganz, was das is was er da auf den bildern sieht, und bietet 2 varianten an. der hintere teil deines innenmeniskus ist anscheinend gequetscht (ich hab die stelle jetzt 4x gelesen, ich werd nicht schlau draus ob der nun hier nen meniskusschaden sieht oder nicht ??? sorry)

leichte knorpelschäden will er sehen (chondropathie grad I-II, wobei man grad I aufm mrt-bild nie sicher diagnostizieren kann. das ist im prinzip nur ne erweichung, die man nur merkt wenn man in ner OP mit nem tasthaken da drauf drückt).

er vermutet nen verheilten anriss des innenbandes (ruptur des ligamentum collaterale mediale).

uff, ich hab ehrlich gesagt selten nen so blumig geschriebenen MRT-bericht gesehen. ne beurteilung ist schwierig. für mich geht auch nicht eindeutig hervor, ob der meniskus nun geschädigt ist oder nicht.

das mit dem voll belastbar ist auch so ne sache. ein knie das einmal geschädigt ist, geht auf die dauer immer mehr kaputt, grade wenn du im leistungsbereich weitermachen willst. und ich denk mal bundeswehr is jetz nich sehr knieschonend? ich befürchte, dass deine probleme mit den jahren schlimmer werden. aber das ist ein prozess, der eigentlich nicht aufzuhalten ist.

tut mir leid wenn ich dir jetzt keine patentlösung präsentieren kann. würde es an deiner stelle wohl auch erstmal mit KG versuchen. ob die bandage etwas bringt, wird sich zeigen.

lg

SjunfloMwer_73


Schließe mich, was die Befundüberserzung angeht, Dressurcrack an. Sowohl inhaltlich als auch bezogen auf den blumigen Schreibstil. Bin mir bzgl. des Innenmeniskus auch nicht sicher, was da nun sein soll.

Teile die Meinung des Orthopäden bzgl. OP nicht so ganz (wobei ich NICHT OP-geil bin!).

Denn: Es wird eine beginnende Bakerzysten-Bildung beschrieben. Das ist nicht gut, weil es auf einen dauerhaften Reizzustand hinweist. Und die Zysten können richtig groß werden und richtige Probleme verursachen.

Ich weiß nicht, ob meine Vorstellung von Deinem Job und Freizeitverhalten so ganz stimmen, aber: Du trainierst viel - und als Soldat musst Du Dich doch auch bewegen, oder? D.h. Du bekommst nie Ruhe rein. Und es ist auch die Frage: Wenn Du aktuell nicht joggen kannst, wird es irgendwann auffallen im Job (oder nicht?).

Ich würde mir daher noch eine Zweitmeinung einholen, das Knie erstmal schonen.

Was positiv anzumerken ist:

Der Befund ist jetzt nicht wirklich tragisch. In einem Knie kann viel Schlimmeres kaputt sein. Ansatzweise ernst zu nehmen sind die Knorpelschäden II. Grades - wobei Grad II eine Schädigung ist, die man auf dme MRT noch gar nicht so richtig beurteilen kann (weil eigentlich nur Aufrauhung & Erweichung, und das bildet ein MRT nicht zuverlässig ab).

d,ress2urcracxk


mein bauchgefühl wäre auch in Richtung OP gegangen, eben auch wegen der Bakerzyste. wie sunflower schon schrieb, die dinger können richtig ärger machen.

klar, so ne bakerzyste kann schon von alleine wieder verschwinden, aber nur, wenn in das gelenk mal ruhe reinkommt, und das über nen längeren zeitraum. das wirst du ohne dienstausfall aber nicht hinbekommen.

ne zweite meinung ist sicher nicht verkehrt, kann mich da nur anschließen. denn mal abgesehen von der zyste und dem unklaren meniskusbefund sehe ich jetzt eigentlich auch keine klare op-indikation.

ziemlich schwierig, ehrlich gesagt, da ne eindeutige empfehlung abzugeben.

lg

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