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Hüftarthrose mit 20 Jahren?

Hzimboeerxtee hat die Diskussion gestartet


Einen schönen Samstagabend :)

Nur kurz zu mir:

Ich bin 20Jahre alt, habe seit Jahren Probleme mit der Schulter, dem Nacken, dem ganzen Rücken und mit der Hüfte. Wurde immer als "schusselig" bezeichnet, weil ich selbst nüchtern gerade laufen kann oder dank fehlenden Gleichgewichtssinn eher umfalle, anstatt mich irgendwie zu fangen. Irgendwie fehlt mein Standbein.

Seit einiger Zeit habe ich schon mehrere Orthopäden besucht, die nie etwas unternommen haben.. außer einmal radikal zum einrenken über den Rücken laufen, wodurch starke Übelkeit und Kreislaufprobleme bekam.

Da ich sehr viel tanze, besonders klassisches Ballett, bekam ich in und nach einer intensiven Trainingsstunde (Abduktikon der Beine, mindestens 90° und höher) starke Schmerzen im Hüftbereich, als würden Knochen oder Sehnen aneinanderreiben.

Durch eine Empfehlung bin ich dann zu einem Orthopäden gekommen, der zwar nicht gerne redet, aber mich zu einem Radiologen weiterüberwies. Zudem stellte er erstmal eine Coxa saltans ("Schnapphüfte") fest, die wahrscheinlich operiert werden müsste, aber erstmal die Bilder abwarten.

Der Tag bei dem Radiologen verlief dann anders als erwartet. Die Arzthelferin ist nach dem Röntgen der Hüfte kurz weg, um mich dem Arzt Rücksprache zu halten und danach - wollte eigentlich nur die Bilder mitnehmen und den Bericht am nächsten Tag abholen - sollte ich ja unbedingt mit dem Arzt nochmal sprechen.. ich müsste auch nicht lange warten.

Nach kurzer Wartezeit kam ich zum Radiologen, der erstmal seufzend mein Bild ansah.. ob ich denn aktuelle, stetige Schmerzen haben würde, ob ich mal einen schwerwiegenden Unfall hatte (das konnte ich nicht beantworten, die ersten realen Erinnerungen beginnen bei mir ab 10/11Jahren).. ob ich leistungssportlich tanze. Nun.. meine Hüftgelenke sähen sehr abgenutzt aus, sehr ungewöhnlich für mein Alter. Der Verschleiß würde einer über 40Jährigen entsprechen. Der Begriff Coxa Vara stand im Raum.

Die Hüfte im Allgemeinen wäre sehr schief. Mein Schambein muss irgendwann bei der Symphyse gebrochen/getrennt worden sein, es ist eine deutliche Stufe vorhanden und der Abstand sei nicht normal.

Mein Rücken hat im Lenden- und Brustwirbelbereich eine eigene Skoliose, Hohlkreuz und Rundrücken.

Alles andere sollte ich mit meinem Orthopäden besprechen.

Das erste Unbehagen, das Zweite kam am nächsten Tag im Bericht. Text über den Rücken wie erwartet, aber die Hüfte:

"- Bilaterale Coxarthrose mit Gelenkspaltverschmälerung und subchondralen Sklerosierungen

- Grobe Stufenbildung im Bereich der Symphyse, Fraktur durch Überlastung? wobei der knöcherne Anteil rechts höher steht als links."

Am darauffolgenden Tag hatte ich endlich ein Termin bei meinem Orthopäden: dieser las sich fast mit einem Grinsen den Bericht durch und sah kurz meine Röntgenbilder an. "Da sehe ich garnichts darauf, entweder bin ich betrunken oder die Radiologen waren es". Ich machte ihn auf das Schambein, die schiefe Fehlstellung und den geringen Winkel des Schenkelhalses (Coxa vara) aufmerksam.. er sagte nicht viel außer dass er nichts zu messen hätte, aber ihn würde das auch nicht weiter interessieren.

Er wollte auch nochmal im Stehen per Hand messen wie schief meine Hüfte denn wirklich ist. "Nur ganz minimal, wir könntens mit Einlagen versuchen, aber das würde wahrscheinlich nichts bringen" ..natürlich, wie hätte er denn sehen können, wie schief meine Hüfte steht, wenn ich auf hochflorigen Teppich mit Absatzschuhen stehe :-/

Er gab mir nur ein Physiotherapieschein 6mal je zweimal die Woche und verabschiedete mich mit den Worten "das wird zwar nicht viel helfen, aber wir könnens mal probieren, danach können sie sich immer noch in der Orthopädie der Klinik vorstellen"

Zwei Radiologen mit der Diagnose Arthrose und ein Orthopäde, der sich damit auskennen sollte, sieht nichts? Selbst durch meine eigene Suche und Vergleiche mit Röntgenbilder sah ich einen deutlichen Unterschied zu normalen Hüften.

":/ und nun? Anderer Orthopäde? Spezialist? Wenn ja, was?

Dankeschön im Voraus und schönen Abend!

Antworten
ELhematliger NLutczer1 \(#3257a31)


Würde auf jeden Fall mal zu einem Orthopäden der sich mit Hüften häufiger beschäftigt, dieser scheint keine Lust auf Arbeit gehabt zu haben ...

Jqas~uxte


Hallo Himbeertee,

das hört sich ja alles nicht so gut an! Ich würde dir dringend raten, deinen Orthopäden zu wechseln und dich in einer Klinik/Krankenhaus vorstellen, die sich mit Hüten auskennen. Ich weiß, dass es schwierig ist einen guten Orthopäden zu finden, ich habe bisher (außer die im Krankenhaus wo ich jetzt operiert wurde) noch keinen gefunden. Und dies obwohl ich schon so einiges mitgemacht habe.

Ich wünsche dir viel Erfolg und verliere nie den Mut! Ich weiß, dass das schnell gehen kann aber es gibt immer einen Weg.

Lieben Gruß

Jasmin

HsimbeAertexe


Guten Abend!

Erstmal vielen lieben Dank an euch alle.

Nun die "Neuigkeiten" der Woche.

Am Montag hatte ich den ersten Termin bei meiner Physiotherapeutin. Zum Glück endlich eine Person, die genau nachfragt und alles wissen möchte. Ich habe ihr vorerst den Bericht des Radiologen mitgegeben, wo eben die Skoliose und die Coxarthrose diagnostiziert wurde, da auf dem KG-Rezept nur "Wischiwaschi" stand.

Am Anfang waren es größtenteils Funktionstests, sie hat meine Beine passiv oder aktiv bewegt/bewegen lassen und ich sollte sagen wann es nicht mehr geht bzw schmerzt. An manchen Stellen war sie schon überrascht, hat es nochmal überprüft und sich dann sofort einiges notiert. Ich war selbst etwas schockiert als sie meinen Rücken massierte und dieser wegen den Blockaden nur wehtat. Trotz der sehr leichter Berührung hat alles nur noch geknackst. "Wow, sowas hab ich bei einer 20Jährigen noch nie erlebt"

Auch als ich für mich ganz normal und entspannt stand, holte sie einen Spiegel, um mir ein Bewusstsein zu geben wie schief mein Rücken und meine Schultern sind.

Wir sprachen dann nochmal über den Bericht, die Radiologen und meinen Orthopäden, die mir nichts Eindeutiges sagen konnten. Sie merkte nur an, dass einige Funktionen wirklich stark eingeschränkt sind, aber man daraus - ohne Bilder - nicht viel sagen kann. Sie bat mich dann nächstes Mal die Röntgenbild mitzunehmen, zwar ist sie in einer privat-orthopädischen Praxis angestellt, aber die Physiotherapie kann dort kassenärztlich abgerechnet werden und sie könne mit Sicherheit - in meinem besonderen Fall - einen Orthopäden zur Rate ziehen.

Vielleicht erfahre ich dort mehr!

Am Mittwoch hatte ich einen Termin bei einem anderen Orthopäden, der in meiner Stadt - vom Hörensagen - sehr gut sein soll. Ich kann direkt mit meinem Bilder und dem Bericht in die Praxis und wurde dann gleich ins "Vorsprechwartezimmer" gebracht. Nach einigen Minuten dort und einer halben Ewigkeiten allein im Sprechzimmer kam der Doktor, der mich erstmal nach den Beschwerden fragte. Größtenteils eben Hüfte und Rücken, der vorige Orthopäde wollte nichts Genaueres erklären und stimmt mit dem Radiologen überein etc.

Er hat alles erstmal auf sein Diktiergerät gesprochen und hat sich dann den Bildern gewidmet.. "Also Arthrose sehe ich sehr wenig oder nur anfänglich, aber sie haben eine ausgeprägte Hüftdysplasie" - ohne weitere Erklärung oder Antwort auf meine Frage. Dann sollte ich mich auf die Liege legen, wo er den Unterschied vom rechten zum linken Bein überprüfte. Ich sagte dann noch kurz, dass er mich jetzt bitte nicht einrenken solle, weil ich dadurch arge Probleme mit dem Kreislauf bekomme. Das hat er auch stumpf überhört und nahm schon mein Bein. Erst als ich zurückwich und sagte er solle es bitte lassen und dass ich wirkliche Kreislaufprobleme und Übelkeit dadurch bekomme.. "bei mir hat das bis jetzt jeder gut vertragen" - "Ich bitte Sie." - "Na schön."

Dann sagte er mir noch einige Tipps für die Zukunft: ich soll als Vegetarier unbedingt Fisch essen, nicht mehr als 5kg zunehmen (175cm, 69kg) und KEIN Sport mehr machen, mein Oberschenkelhals sei schließlich so porös, dass ich ihn mir bei jedem Sport brechen könnte.. ach und lassen sich ab und zu einrenken, das hilft.

Nochmaliges Ausweichen von meinen Fragen und weg war er.

Danach war ich wieder mal recht geknickt.. eine neue Diagnose (vielleicht stimmt diese ja, zumindest mal eine teilweise Übereinstimmung.. wie beim Lotto.. :|N) und wieder Tipps oder Einschränkungen. Langsam wusste ich nicht mehr was ich glauben sollte. Mein Freund wusste auch nicht genau wie er so aufgelöst mit mir umgehen sollte und sagte mir ich solle das Beste daraus machen und jetzt den nächsten Schritt machen. Aber welchen nächsten Schritt? Nochmal ein Orthopäde, der mich als Kassenpatient mehr als nur minder behandelt? Ich kann ja nicht Däumchen drehen und hoffen, dass es besser wird, weil ich eben Beschwerden habe. Für mich ist es dann fast klar, dass ich nächtelang das Internet nach Lösungen durchsuche.

Am nächsten Tag, Donnerstag, war ich wieder bei der Physiotherapeutin, der ich die dritte Meinung erzählte. Mit großen Augen sah sie mich an "er wollte dir die Hüfte einrenken..?! Sei froh, dass du abgewiesen hast." Ich gab ihr dann meine Röntgenbilder, wo sie auch einen kurzen Blick darauf wurf.. die Symphyse.. mh.. und ja, eine ausgeprägte Dysplasie könnte das sein, aber ich möchte erstmal mit dem Orthopäden darüber sprechen, bevor ich dir noch eine vierte vielleicht falsche Einschätzung gebe.

Nach einigen Übungen, die besonders mein Gleichgewicht fördern solle - wenn ich überhaupt ein Standbein habe, ist dieses nur links, weil ich rechts Schmerzen/Probleme habe - war die Stunde auch schon vorbei.

Dann schöne Ostern und sie würde mir die Bilder und den Bericht nächsten Donnerstag wieder mitbringen.

Dann heißt es nun erstmal abwarten.

Euch allen auch erstmal schöne Ostern und schöne Sonnentage @:)

Grüße!

Ethema4liTger NutzerQ (#3257a3x1)


Na ja ist ja schon eine uNterschied ob Arthrose oder Dyplasie ...

Jlasutxe


Hallo Himbeertee,

manchmal ist es leider so....frage 4 Ärzte und du hast 6 Meinungen. Lasse dich davon nicht runterziehen! Nur Mut! Ich möchte dir nochmal den Tipp geben, dich in einer Klinik vorzustellen, die sich mit Hüftgeschichten auskennen. Es gibt hier einige gute, wie z.B. in Unna, Dortmund, Wuppertal, Hamburg,Bremen...auf der HP welche ich dir genannt habe, sind die Kliniken aufgeführt und vieleUser haben dort von ihren Erfahrungen berichtet. Aber bedenke immer....alle Ratschläge und so sind subjektiv!

Wenigstens scheint sich deine Physiotherapeutin ein wenig auszukennen und scheint auch vernünftig zu sein indem sie dies vorher mit einem Arzt bespricht. Aber dennoch...lass die Hausorthopäden links liegen, hole dir ne Überweisung zu einer Klinik.

Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg!

Lieben Gruß

Jasmin

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