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Arthrose am Sattelgelenk vom linken Daumen

GNrauuamsexl hat die Diskussion gestartet


Sattelgelenksarthrose habe ich seit etwa 10 Jahren an beiden Händen - aber links habe ich die Schmerzen nun Tag und Nacht, ausstrahlend sowohl in den Unterarm als auch in den Zeigefinger.

Seit 1Monat trage ich Nachts eine Schiene und tagsüber auch zeitweise. Während meiner Berufsarbeit kann ich sie nicht tragen (Tastaturschreiben).

Probiert habe ich schon alles was es gibt an Salben und auch viele Rheumamittel.

Meine Frage an Euch: hat jemand von Euch die Arthrose "wegoperieren" lassen? Wenn ja: wie war der Erfolg? Wie lange die Rekonvaleszenz?

Eine Heilpraktikerin aus dem Bekanntenkreis hat mich auf eine Art "Esotherische-Psychoschiene" schieben wollen - auf DEM Ohr bin ich taub!

Danke für Eure Auskünfte und Anregungen.

Gruss - Grauamsel

Antworten
G^rauaTmsexl


Bin ich wirklich alleine in der grossen, weiten Welt mit diesem Problem?

EUhemaliger] NuHtzerO (#3x25731)


Also eine Arthrose weggoperieren kann man wohl eher nicht, eine Arthrose bleibt, sei denn man setzt ein neues Gelenk ein. Aber Knorpel regeneriert sich nicht, wenn der kaputt ist ist der kaputt ...

Gcrauam|se4l


Danke Mellimaus.

Dass sich hier nicht viele Leute melden, ist für mich der "Beweis", dass solche Operationen nicht häufig gemacht werden und möglicherweise noch Neuland sind.

w+innetou7-deAr-zwxeite


So ist es wohl. Falls es da überhaupt schon Operationsverfahren gibt, sind sie definitiv noch nicht Routine, und ich wäre misstrauisch. Noch misstrauischer wäre ich, wie Du zu Recht auch, bei esoterischen Verfahren. Ich fürchte, für Dein Problem gibt es einfach noch keine wirkliche Lösung (außer der Schiene).

SSchrQeibelrlingHxH


hallo grauamsel,

ich bekomme nach kurzer belastung schmerzen im rechten daumenballen. immer, und schreiben mit hand geht auch schon lange nicht mehr. könnte das auch so was sein? sorry für die frage, aber ich suche da schon länger nach antworten. @:)

GPrau(amsel


Ja, SchreiberlingHH, dort tut es mir auch weh! Während dem Untersuch hat der Arzt an so fiesen Stellen im Daumengrundgelenk gedrückt - ich hätte schreien können. Drück' einmal bei Dir an an den Daumenknochen "sanft" herum; wenn das unverhältnismässig weh tut, hast Du möglicherweise auch so eine Arthrose.

Bei mir ist es insofern "atypisch", weil die linke Hand mehr schmerzt als die rechte - ich bin Rechtshänderin.

S]chr=eibeQrlingxHH


es gibt eine stelle, wo es weh tut beim drücken. der rechte handballen ist auch dicker als der linke. ich bekomme aber im linken schmerzen bei belastung, aber rechts ist es schlimmer beim schreiben z.b. da ich rechts mehr belaste, halte ich das für normal bei mir.

sCuperWm!om6x4


Bei mir (45) hat es auch schon angefangen. Bei meiner Mutter ist es inzwischen so schlimm, sie hat schon keine Muskulatur mehr dort am Daumen.

Ich habe gerade in einer der letzten Ausgaben der Apotheken Umschau einen Artikel gelesen, da hat ein Arzt (ich glaube es war Kiel) aus Sehnen den Daumen stabilisiert, nachdem das Gelenk entfernt wurde.

Das derzeit am häufigsten versorgte arthrotisch zerstörte Gelenk ist sicherlich das Daumensattelgelenk. Hier gibt es ein klar definiertes operatives Behandlungskonzept, immer dann wenn die nicht-operativen Methoden ausgereizt sind:

Im Anfangsstadium, bei noch erhaltenem Gelenkspalt, aber deutlichem Entzündungszeichen, kann im Rahmen einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) Entzündungsgewebe entfernt werden und eine Glättung der Gelenkfläche vorgenommen werden.

In weit fortgeschrittenen Stadien ist die sogenannte Resektions-Suspensionsplastik anzuraten, eine Methode, die bereits seit 30 Jahren fest etabliert ist. Dabei wir der große Vieleckknochen entfernt und in die so entstandene Lücke (in die Resektionshöhle) zwischen Kahnbein und erstem Mittelhandknochen ein Sehnenstreifen zur Stabilisierung eingeflochten. Er stammt aus der halbierten Daumenabspreizsehne.

aus: [[http://www.apotheken-umschau.de/Arthrose-Hand/Arthrose-der-Hand--und-Fingergelenke-Therapie-A050829ANONI012978-5.html]]

Der Artikel fängt früher and geht noch weiter.

G^raua%msxel


@ supermom64

DANKE für den Link zu dem äusserst interessanten Artikel. Ich werde durch meine deutschen Bekannten versuchen, dieses Heft zu bekommen.

Nun schöpfe ich ein bisschen Hoffnung: es ist noch nicht aller Tage Abend... Es gibt ja bereits Erfahrungen mit der Operation und die sind vielversprechend.

Bei mir hat es mit den Schmerzen auch Ende meiner Dreissigerjahre angefangen - zuerst so schubweise mit längeren "Pausen" - aber seit ein paar Jahren habe ich täglich mehr oder weniger Schmerzen.

Ich habe Kuren mit Omega3-Fettsäuren-Kapseln gemacht; die haben nicht wirklich geholfen. (Ob die Arthrose ohne diese Kuren NOCH schlimmer wäre, weiss ich natürlich nicht...)

Ich habe schon eine Schultergelenks"ausputzerei" (arthrokopisch) gehabt wegen Arthrose und mein linkes Hüftgelenk ist auch eine Prothese. Beide Operationen haben mir Schmerzfreiheit gebracht.

Du, supermom, solltest anfangen, Deine Hände zu schonen - ich hole mir schon lange Hilfe bei schweren Arbeiten. Ich öffne keine Schraubdeckelgläser mehr und keine Dosen (habe dafür Hilfsmittel von der Rheumaliga, falls gerade keiner meiner Männer zuhause ist). Ich verwende nur noch Vlieslappen, die leicht auszudrücken sind - Lappen auswinden tue ich schon lange nicht mehr. An die Küchenschränke haben wir spezielle Griffe montiert und an die Schubladen "Leichtlaufschienen". Das brachte Erleichterung für meine Gelenke.

Mein Fahrrad hat Scheibenbremsen, die leicht zu bedienen sind. Das Bügeln habe ich auf ein Minimum reduziert...

Gruss Grauamsel

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