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Umstellungsosteotomie bei X-Beinen

M>ixm66 hat die Diskussion gestartet


Seit meiner Geburt habe ich (immer stärker werdende) X-Beine. Bis vor 2 Jahren hatte ich keine Probleme damit, war immer sportlich unterwegs (joggen, Gymnastik, etc.). Vor 2 Jahren bekam ich wegen Überbelastung des linken Beines (nach einer Verletzung am rechten Bein) Schmerzen im linken Knie - die MRT zeigte ein Knochenmarksödem und damals (!) leichte Arthrose. Es folgten physikalische Therapien, Meniskusoperation mit Knorpelglättung im Vorjahr und Schonung! Nun ist das Ödem noch immer da und der Knorpel im linken Knie ist außenseitig schon sehr ausgedünnt.

Ein Ortho riet mir zu einer Schlittenprothese :(v - mit dieser Aussicht konnte ich mich bislang nicht abfinden. Ein anderer Ortho meinte, dass ich mit 43 J. für eine Prothese noch zu jung sei und riet mir zu einer Umstellungsosteotomie.

OP-Termin ist in 3 Wochen - ich hab schon ziemliche Angst vor der OP und vor allem vor den "Umständen" danach (ich hab' ein Kleinkind zu Hause!).

Hatte jemand bereits eine solche OP und kann mir berichten, wie sie verlaufen ist (starke Schmerzen?) bzw. wie lange es danach dauert, bis man wieder auf die Beine kommt! Fährt man nach der OP auf Rehab? Und kann man dann wieder schmerzfrei gehen?

Antworten
E^hemaliger SNutozer I(#32x5731)


Dir muss eins klar sein, der Knorpel ist kaputt und der kommt auch nicht wieder wenn die Bienachse korrigiert wird, je nachdem wie schwer der Knorpelschaden ist, wirst du aich weiterhin damit Probleme haben ...

M2i&m66


Der Knorpel ist durch die Fehlstellung einseitg (außen) kaputt und mir wurde erklärt, dass durch die Umstellung dann die Belastung auf den Knorpel auf der Innenseite des Kniegelenks - der angeblich noch intakt ist - fällt. Es ist schon klar, dass der Knorpel nicht ewig hält aber die Hoffnung, ein künstliches Kniegelenk einige Jahre aufschieben zu können, hab' ich doch ....... Natürlich habe ich nach einigen verschiedenen Meinungen Bedenken, ob die Umstellung die richtige Lösung für mein Knieproblem ist, vor allem soll es eine komplizierte OP sein und deswegen wollte ich eben Erfahrungsberichte einholen.

M`iOm66


Hi, ich melde mich wieder mal!

Gibt es niemanden mit Erfahrungen mit einer Umstellungsosteotomie ??? ? Habe OP-Termin am 3. Mai und bin schon sehr aufgeregt!

J.essXica214.85


Hallo.

Ich hatte in 2007 mit 21 Jahren eine Umstellungsosteotomie.

Schmerzen empfindet jeder Mensch anders. Ich bin eigentlich nicht so schmerzempfindlich, aber die ersten Wochen waren nicht so angenehm, aber dafür bekommt man gute Medikamente.

Ich glaube nach dieser Op kann man in Reha gehen. Ich konnte es damals nicht, da ich nach 5 Wochen wieder zum Studium musste und somit keine Zeit hatte.

Falls du noch Fragen hast, nur her damit. Vielleicht kann ich dir ja weiter helfen.

VlG Jessica

MTim6_6


Hi Jessica!

Das ist nett vor dir - mich beschäftigt da einiges!

Das mit den Schmerzen kann ich mir nicht wirklich vorstellen, da ich noch keinen Knochbruch o.ä. hatte. Welche Methode wurde bei dir angewendet ?

Wenn man aus der Narkose aufwacht, kann man dann das operierte Bein bewegen ?

Mir wurde gesagt, dass sehr bald nach der OP mit dem Muskelaufbau begonnen wird - wie geht das ?

Du schreibst, dass du nach 5 Wochen wieder zum Studium musstest - wie lange musstest du das Bein entlasten, teilbelasten, etc. bis zur vollen Gehfähigkeit ?

Wie lange hattest du Beschwerden in dem Bein und kannst Du jetzt ganz "normal" ohne Probleme gehen? Hattest du Probleme mit der Titanplatte bzw. wann hat man sie entfernt ?

Hoffe, ich hab' jetzt nicht zu viel gefragt.

VlG Dea66 *:)

J6eKssiZc"a21.x85


Guten Morgen.

Nein, du hast nicht zu viel gefragt ;-)

Also direkt nach der Op konnte ich mein Bein nicht bewegen. Es lag gut eingepackt in so einer Haltevorrichtung für das Bein. Hatte aber kein Gips oder Schiene, da das Schienbein ja mit einer Tomofixplatte verschraubt wurde. Am nächsten Tag wurde auch schon gleich mit der Krankengymnastik angefangen und es wurde passiv durchbewegt.

Mit dem Muskelaufbau an den Geräten habe ich glaub ich erst ziemlich spät angefangen.

Die ersten 3 Wochen nach der Op waren nicht gerade lustig, aber ich habe mir immer gedacht, dass es von tag zu Tag nur besser werden kann.

Also die ersten 6 Wochen durfte ich das Bein nicht belasten, sondern nur Sohlenkontakt. Die nächsten 6 Wochen war dann Teilbelastung angesagt. Es gab dann aber Komplikationen, da der knochen nicht zusammenwachsen wollte und somit bin ich fast ein halbes Jahr an Krücken gelaufen, aber das ist ja nicht der Regelfall. Ich denke, dass man nach 12 Wochen wieder ohne Krücken einigermaßen normal laufen kann.

Hatte leider nach der Op ziemliche Probleme und nach einem Jahr wurde die Platte und die 8 Schrauben entfernt. Dies ging aber nicht so einfach, da die Platte schon vom Knochen zum Teil überwuchert war und so habe ich jetzt noch kleine Schraubenreste im Schienbein. aber ich glaube das Metall wird immer nach einem Jahr entfernt.

So, das waren hoffentlich alle Antworten.

Hast du sonst noch irgendwelche Fragen? Beantworte sie dir gerne.

Schönen Tag noch.

Lg Jessi

M&imx66


Hi Jessi!

:-@ Wow! Super, danke für die Infos! Das heißt, dass Du die Umstellung am Schienbein hattest. Ich befürchte, ich werde sie am Oberschenkel haben - aber genau wissen das die Ärzte erst bei der Arthroskopie. Darf ich noch fragen ob der Knochen aufklappend oder zuklappend richtig gestellt wurde?

Und wie lange musstest Du im Krankenhaus bleiben?

Wie kann es sein, dass die Metallplatte innerhalb eines Jahres einwächst :-o - man sagte mir, dass das Ding bis zu 2 Jahre oder länger drin bleibt!

Und jetzt - drei Jahre danach - kannst Du wieder normal laufen oder hast Du nach wie vor Beschwerden wie Wetterfühligkeit o.ä.

VlG

Dea

J"essicba2J1.85


Hey.

Also ich bin mir nicht mehr sicher (müsste mal den OP Bericht raussuchen), aber ich bin der Meinung es war die aufklappende Technik.

Keine Ahnung wie das so zuwuchern konnte, zumal der Knochen an dem Bruchspalt ja nicht richtig wachsen wollte.

Im Krankenhaus war ich glaub ich 5 oder 6 Tage. Die waren aber auch echt nötig. Geb dir einen Tipp. Lass dir einen Schmerzkatheter geben. Ich wusste davon leider nichts und hatte keinen. Aber dann tut es am Anfang nicht so weh.

Also ich muss sagen, dass ich noch enorme Probleme mit dem Knie habe, aber jetzt eher knorpelbedingt. Naja, mein Bein ist jetzt zumindest fast gerade. es sind ein paar Grad zu viel korrigiert worden, aber das ist nicht so dramatisch.

Wetterfühlig bin ich schon noch. Merke jedes Gewitter ;-)

Naja, falls noch Fragen bestehen, nur her mit.

Wünsche noch einen schönen Abend.

k.ru%eckex74


Hallo,

nun möchte ich auch mal etwas dazu schreiben. Ich hatte, wie Jessica, eine aufklappende Umstellungsosteotomie. Ich durfte 4 Wochen nur Sohlenkontakt, dann 2 Wochen halbes Körpergewicht und danach voll belasten. Danach war alles gut, bis ich nach 3 Monaten auf der Treppemit dem gesunden ins operierte Bein getreten habe und kontrolliert abspringen musste. Danach massive Probleme, welhalb das Metall schon nach 9 Monaten wieder entnommen wurde. Weiterhin Probleme. Erneute ASK mit Lateral Release und entfernen von Verwachsungen. Seitdem sind die Schmerzen zwar besser, aber trotzdem noch massive Probleme.

Ehrlich gesagt, wenn ich das alles gewusst hätte, hätte ich die OP nicht gemacht und ich würde sie an meinem anderen Knie auch niemals machen lassen. Niemals nicht

MMim6x6


Hi Ihr Lieben !

..... danke - na das sind ja Aussichten ...... :-/

Die Wahl zwischen "ohne Schmerzen nicht gehen können und immer schiefer werdendem Bein", Schlittenprothese bei Fehlstellung und den Troubles nach Umstellungsosteotomie :°( !

LG

E.hemaligNer Nuvtzer (Q#3257x31)


Um ehrlich zu sein würde ich mir persönlich in deinem Alter keine Umstellungsosteotomie antun, aber das ist meine persönliche Meinung, denn über kurz oder lang würdest du eh eine Prothese bekommen bei dem KNorpelbefund. Und ich persönlich kenne weitaus jüngere Patienten die eine Prothese bekommen haben. Zumal man vermutlich ein keine komplette Prothese nehmen müsste. Aber die Entscheidung musst du selber treffen. Wäre das mein Beifnd würde ich mich nicht mehr auf eine Umstellung einlassen, denn das in ein paar Jahren das künstliche Gelenk kommt ist bei dem Befund eine klare Sache.

Aber wie gesagt so würde ICH mich entscheiden, deine ENstcheidung kann dir keiner abnehmen

Mcim6x6


Hallo Mellimaus21!

Ja, das ist mein Problem! Ich hab' schon sooo genug von Ärzten und ihren Meinungen!!!!!

Wie gesagt, ein Ortho wollte mir eine Schlittenprothese verpassen, worauf die daraufhin eingeholte Meinung von einem anderen Ortho (Orthopädisches Spital, die machen nur Gelenke u.ä.) "um Gottes Willen, ja nicht bei Fehlstellung" war - bei Fehlstellung nützt sich der künstliche Gelenksteil ganz schnell ab ("wie Radiergummi")!

Zur Zeit kann ich das Bein - nachdem ich 10 Wochen mit Krücken gelaufen bin - kaum belasten, da ich nach 1/4 Stunde Gehen Schmerzen bekomme und das Gefühl habe, das Bein wird bei jedem Schritt schiefer .... und ich hab ein 2-jähiges Kind zu Hause und kann so rein gar nichts mit ihr unternehmen ...... :°(

Ich hoffe eben doch auf die vielleicht geringe :-/ Möglichkeit, dass die Umstellungsosteotomie halbwegs erfolgreich ausgeht und ich in weiterer Folge 1. die Knieprothese ein paar Jahre hinauszögern kann und 2. zumindest ein gerades Bein habe (auch für die Prothese).

LG

Jlesszic6a21{.x85


Um wie viel Grad soll den umgestellt werden? weißt du das zufällig?

Bei mir waren es damals über 30 Grad.

Lg

EThem\ali2ger ONutzer( (f#3257x31)


Es kommt darauf an um wieviel Grad amn das umstellen will, wenn es nur ein paar Grad sind, würde ich das nicht auf mich nehmen. Ich habe selber eine Beinfehlstellung, aber eben nicht so massiv, aber ich würde sowas eben nur auf mich nehmen wenn ich entweder deutlich jünger wäre oder wenn der Knorpelbefund deutlich besser wäre. Ich kann dir eigentlich nur raten noch mal zu einem anderen Arzt zu gehen und mit dem das für und wieder besprechen, denn wenn du Pech hast, dann kannst du dir zwei Jahre nach der Umstellung ein neues Knie einsetzten lassen und das wäre mir die Prozedur vorher nicht wert, weil du auch nach einer Tep deutlich schneller fit bist.

Als ich vor 8 Wochen operiert worden bin hat meine Bettnachbarin eine Teilschlittenprothese bekommen, die war 38 und haatte 5jährige Zwillinge zu Hause. Die ist mit mir entlassen worden, war ihr 10. Tag. Der ging es super. Die konnte mit Stützen prima laufen und hatte kaum mehr Schmerzen. Die ist danach in die Reha und ich denke die wird total zufreiden sein.

Ich würde mir das wirklich gut überlegen, denn dein befund schreit über kurz oder lang nach ner Prothese...

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