» »

Umstellungsosteotomie bei X-Beinen

MEi8mx66


@ Jessica

Nein, die Grad der Fehlstellung weiß ich leider nicht - der Arzt hat nur gemeint, dass es ganz schön viel ist!

@ Mellimaus

Ich war vor zwei Jahren bei einem Ortho, der riet mir damals auch schon zur Umstellungsostemotomie und schickte mich deswegen zu einem ihm bekannten Arzt in ein Krankenhaus. Dieser Ortho dort lehte die Umstellung ab, machte eine Arthroskopie wobei er Meniskus und Knorpel "reparierte" und sagte mir dann, dass alles in Ordnung sei. Weil ich nach Muskelaufbautraining immer stärkere Schmerzen bekam, schickte er mich wieder zur MRT und verordnete mir insgesamt 9 Wochen Krücken, damit sollte das Ödem weg gehen. Als das Ödem nach den 9 Wochen zwar kleiner geworden war aber nicht vollständig verschwunden, riet er mir gleich zur Schlittenprothese ...... Dazwischen war ich noch bei einer Orthopädin, die mir ebenfalls dringend zu einer Umstellungsosteotomie riet!

Im Orhtopädischen Spital riet man mir wegen der Fehlstellung von einer Schlittenprothese vehement ab!

Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr, wem ich glauben soll - wenn sich die Prothese dann wegen der Fehlstellung auch nach kurzer Zeit abnützt, dann brauch ich eine neue Prothese usw. und bei jeder OP geht Knochen verloren ... oh Gott - ich denke, dafür bin ich aber dann noch zu jung - wer weiß, wie viele Prothesen ich dann brauche :(v ??? ?

LG

EDhema]lige-r Nu@tzer (#3x25731)


Ich kann dir nur den Tip gegen die OP erst mal abzusagen und weitere Meinungen einzuholen. Das will gut überlegt sein ... das ist kein Spaziergang die umstellung und du wirst lage mit Krücken laufen und danach ggf. auch weiterhin Schmerzen haben, weil der Schmerz durch den Knorpelschaden bleiben wird...

J~asxute


Hm...klar sollte so ein Schritt überlegt sein. Aber und hier kommt das ganz große aber...eine Prothese hält nicht ewig! So lange irgendwie die Möglichkeit besteht erstmal ohne eine Prothese auszukommen, würde ich sie nutzen. Auch wenn es nur ein paar Jahre sind.

Ich habe jetzt mit 32 Jahren meine H-TEP bekommen und hoffe, dass das Ding wirklich lange hält. Es kann aber auch sein, dass ich mit 60 Jahren da stehe und die letzte Prothese reinbekomme die dann den Rest meines Lebens halten muss. Ein schöner Gedanke ist das nicht!

Letzendlich sollte du aber schon für die OP bereit sein, auch gedanklich, und dahinter stehen. Angst gehört mit dazu, das ist ganz natürlich. Aber du solltest das Gefühl haben, dass du für dich das Richtige tust. Ich denke, dass sich eine OP für das Gelenk immer lohnt und man diesen Versuch machen muss.

Ich wünsche Dir viel Glück und vorallem Stärke und Mut das durchzustehen.

Lieben Gruß

Jasute

gereenLie07


Hi

Ich denke mal wenn die 66 in deinem Namen dein Jahrgang ist wäre wenn das mediale Kompartiment wirklich noch sehr gut erhalten ist und die Fehlstellung eindeutig für den medialen Knorpelschaden verantwortlich ist (deutliche laterale Belastungslinie im Orthoradiogram) die Umstellungs-OT eigentlich schon das Vorgehen der Wahl. Vielen Patienten bringt die Entlastung des beschädigten Kompartimentes eine deutliche Verbesserung. Eine Prothese ist, wie ein Prof zu sagen pflegte, eine 'Amputation' des Gelenkes bzw. eines Teiles davon.

Die Umstellungs-OT kann durchaus einen Aufschub von 5-15 Jahren bringen was den Gelenksersatz angeht und bei jüngeren Patienten tendiert man eigentlich zu dieser Lösung. Ausserdem ist dann die Beinachse wenn später dann doch mal ne (Teil-)Prothese notwendig wird auch deutlich optimiert.

Ich würde auf alle Fälle bei sauberer Diagnostik und Indikation eine Gelenkerhaltende Operation einer Prothese vorziehen!

Wie Jasute schrieb, die Dinger (Prothesen) halten nicht ewig und beim Knie wäre der Wechsel später zum einen viel aufwändiger und zum anderen auch weniger oft möglich.

g=reen<ie0x7


edit:

die Fehlstellung eindeutig für den medialen Knorpelschaden verantwortlich ist

sollte natürlich heissen 'die Fehlstellung eindeutig für den lateralen Knorpelschaden verantwortlich ist'

(hier fehlt eindeutig die editierfunktion :=o )

Mgim66


@ greenie07:

Durch Überbelastung und die Fehlstellung ist lateral ein Ödem entstanden und das hat den Knorpel auf einem Punkt relativ schnell geschädigt - vor nicht ganz 2 Jahren hatte ich noch keinen Knorpelschaden sondern "nur" das Ödem! Laut Ortho ist das mediale Kompartiment noch gut erhalten - aber unmittelbar vor der UmstellungsOT wird eine Arthroskopie gemacht bei der letztendlich beurteilt werden wird, ob eine Umstellung sinnvoll ist!

@ Jasute

Vielen Dank für die lieben Wünsche!

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Deine letzte OP von Erfolg gezeichnet ist und Deine H-TEP sehr lange hält!

Ich werde wohl die Umstellungsosteotomie durchstehen und hoffentlich auch überstehen und hoffen, dass es dann - im Nachhinein gesehen - die richtige Entscheidung war!

LG *:)

RWuxt


Die Umstellungsosteotomie war mit einer der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe.

Meine Geschichte:

Torsionsfraktur 1977 (Skiunfall, war damals 40), OP und 12 Wochen Oberschenkelgips, mehrere Ärzte rieten zu einer erneuten OP, da die Achsstellung "unter aller Sau wäre". Lehnte ab. Kleine Kinder daheim, keine Oma, mein Mann hatte beruflich eine 60 Stunden Woche. Außerdem wusste ich damals noch nicht, dass ich so alt werde wie ich heute bin und Probleme bekommen könnte.

Nach dem der letzte Gips ab war, kam ich ziemlich schnell wieder in die "Gänge". Machte noch mehr Sport, um nie wieder so hilflos zu werden. Langstreckenläuferin ( 20 Jahre lang), Leiterin einer Fechtabteilung mit 25 Kindern, jedes Jahr mehrere Landesmeister!!!, Gym und Yoga.

Als ich 60 war, also 1997, begannen massive Knieprobleme. Athroskopie, Reduzierung des Innenmeniskus und die üblichen Glättungen. Knochenglatze 4. Grades mit teilweise blank liegenden Stellen durch die fehlerhafte Achsstellung im Innenkniebereich. Musste 6 Wochen auf Krücken gehen. Durch die Eingriffe bei der Athroskopie bildete sich eine Art Bindehaut. Trotzdem Empfehlung: Schlittenprothese. War 1997 noch nicht ausgereift genauso wie die anderen Knieprothesen und auch der Knorpelaufbau war noch in der Entwicklung. Ein Arzt riet zur Umstellungsosteotomie da der Innenkniebereich "abgelatscht" war, der Außenbereich aber noch nicht so abgenutzt. Eine großes Krankenhaus mit einer bekannten Orthopädie lehnte ab. Bohrte mit Fragen nachdem "warum" und erhielt die Antwort : ich wäre zu alt. War damals 60!! War fassungslos. War sportlich so gut drauf, dass ich mich aus der Bauchlage auf der Liege ohne zu Hilfenahme der Hände aufrichten konnte.

Nächste Spezialklinik führte die OP durch. Mein Knie um 4 Grad verdreht, ich wurde x-beinig. Es wurde ein Keil unterhalb des Knies rausgesägt und ca. 2,5 cm oberhalb des Knöchels aus dem Wadenbein entfernt. Die Stelle am Knie wurde mit Krampen verfestigt, die nicht entfernt werden mussten und heute noch drin sind. 6 Wochen musste ich auf Krücken gehen, hatte eine Schiene am Bein.

Da ich 1997 wochenlang auf Krücken unterwegs war, teils verordnet, teils freiwillig, war ich total schief. 3 Wochen ambulante Reha brachten mich wieder ins Lot. In der Reha sah so viel Elend, dass ich alle Übungen doppelt und dreifach machte und auch die Gewichte im Kraftraum erhöhte. Nach der Reha war ich wieder fit und fuhr 8 Tage nach Beendigung mit meinem Mann von Panama bis Chile.

Vor ca. 4 Jahren hatte ich im Knöchel bzw. im Sprunggelenk Schmerzen. Beim Treppen runter gehen war es besonders schlimm, musste mich am Geländer festhalten und den Fuß seitlich drehen, wie ein "alts Weiberl". Arthrose - die Umstellung hat mein Knöchel mir übel genommen. Vor Reisen ließ ich mir Hyaluron unter Röntgenkontrolle spritzen. Und später war eine kirschkern große Zyste im Fersenbein sichtbar. Es ist ja bekannt, dass durch Hyaluron Veränderungen am Knochen entstehen können. Die Zyste wurde vor ca. 4 Jahren mit Material aus dem Beckenkamm verfüllt - wieder 6 Wochen Krücken.

Treibe bis heute Sport - 2 mal wchtl. kämpfen wir im Kraftraum eines Sportverein gegen den altersbedingten Muskelabbau an, Gartenarbeit und tgl. 5 km stramme Märsche über Wiesen, Feld und durch den Wald. Natürlich Gym und im Urlaub alpine Wanderungen auf 3000der. Ski laufe ich ich mehr, Langlauf auch nicht aber in diesem Jahr bin 19,8 km im Schnee auf 1800 m gewandert. Wir achten konsequent auf unser Gewicht, denn 1 kg Übergewicht belastet das Knie mit dem zweifachen, den Knöchel mit dem dreifachen. Keine Schmerzen oder Einschränkungen - bis jetzt - toi,tio, tio.

Allerdings wurde ich 1977 im OP nach der Entfernung der Metallteile nach der Fraktur mit einer anderen Patientin verwechselt und ich konnte nicht mal weglaufen, weil ich eine Spinale hatte. Und bei der Fersenbeinzyste redete der Arzt immer von einer Zyste am Sprunggelenk. Ich widersprach laufend und der war schon total genervt. Baute eine ihm eine goldene Brücke und bat im PC die gespeicherten Röntgen- und MRT Aufnahmen anzuschauen. Bei seiner Rückkehr sagte er, er hätte zur Zeit keinen Zugang. Da wusste bzw. ahnte ich, dass die irgendwo im Nirwana herumschwirren. Rief meine Mann an, der sich zu später Stunde mit den Duplikaten auf den Weg machte - 130 km. Ein junger Arzt entschuldigte sich Tage später bei mir, er hätte die Diagnose geschrieben bei der Voruntersuchung. Später, daheim habe ich meine Unterlagen und Arztberichte kontrolliert. Es war eindeutig, dass in der Röntgenpraxis im Betreff Zyste im Sprunggelenk angeben war und im Text vom Fersenbein die Rede war. Natürlich mit den fachärztlichen Bezeichnungen - aber ich will nicht extra die Unterlagen raussuchen und benutze deshalb die geläufigen Worte.

Leider sehr lang geworden. Ich hoffe, Du triffst die für Dich besten Entscheidungen. Die kann Dir keiner abnehmen. Ein Rat eines befreundeten Arztes: immer fragen, wie oft der Operateur die anstehende OP gemacht hat und wie oft sie erfolgreich war. Bei meiner Umstellungsosteotomie machte der Operateur diese OP ca 8o mal im Jahr - sagte er.

M5im6`6


@ Rut:

Vielen Dank für Deinen Bericht - Du hast mich wieder ein bisschen aufgemuntert! Im KH sagten sie mir, dass diese OP 2 x /Woche durchgeführt wird und die Erfolgsquote bei 95 % liegt - ich hoffe, dass ich nicht zu den restlichen 5 % gehöre, bei denen .... naja!

VlG

R+ut


Mim66,

ich wünsche Dir alle Gute. Ein Restrisiko gibt es immer - aber es ist klein. Ein künstl. Gelenk, gleich welcher Art, kann man später immer noch einsetzen.

Mir versprach man 1997 10 Jahre Schmerzfreiheit. Nun bin ich schon 13 Jahre beschwerdefrei und die Probleme im Knöchel sind ja auch gelöst. Und ich bin kein Stubenhocker - schrieb ich ja.

Werde mich mal bei der Klinik bedanken, denen eine Bericht senden. Die bekommen ja immer nur Rückmeldungen von den OP's die nicht so gut gelaufen sind.

Kopf hoch - kann nur besser werden. Und berichte mal später.

Alles Gute

MYiIm6K6


@ Rut:

Vielen Dank für die Wünsche - ich werde berichten!

LG *:)

I,mDapQueeKn9x3


Hey ich hab auch X beine und ich war auch schon sehr kurz davor mir die zu op die ärzte hatten mich dan ins krankenhaus geschickt und mir dan noch ma gesagt das ich mir des 10 mal überlegen soll weil des voll die komplizierte op ist und da gibts voll die risiken du kannst durch die op gelehmt werden oder es kann passieren das du dan ned mehr laufen kannst .

und die ops sind voll kompliziert und dauern du bekommst die knochen gesegt und gebrochen und alles.

und ich hatt eig nie probs mit meinen beinen erst seit dem ich immer deswegen dumm angemacht worden war da hab ich dan das selbstbewustsein verloren aber jetzt denk ich mir : die leute müssen ja wegen i was neidisch gewesen sein das die danach imer gestichelt haben und so schlimm ist des auch ned meine freunde sagen auch immer des is goldig und des fällt ned auf . und ganz erlich ich hab mich so akzeptiert mit den beinen und bin glücklich

ich hab zwar auch als schmerzen aber nicht so schlimme das ich die op in kauf nehme

also überlegs dir wens ned schon zu spät ist xD

EChemal/iger 0Nutzher (#^3257131x)


Ich gehe davon aus das 93 dein Jahrgang ist. Wenn du mal in das Alter der Erstellerin kommst und die Wahl ahst wzsicehn Prothese und Umstellung wirst du auch anderes reden.

Bei dir scheint ja das größte Problem die Optik zu sein, andere können kaum noch laufen, ein kleiner UNterschied

M1im6x6


@ ImDaQueen93:

Also zum Überlegen gibt's da nix mehr – hab' die OP GsD hinter mich gebracht!

Ehrlich gesagt – wie auch Mellimaus21 schreibt – wegen der Optik hätte ich das ganze nicht über mich ergehen lassen – ich hatte ständig Schmerzen (Knorpel lateral ist weg) und nach einer MeniskusOP vor einem Jahr wurde die Fehlstellung leider immer schlimmer – bei der OP wurden 9° korrigiert.

Und ich bin froh, dass ich mich für die Umstellungsosteotomie und nicht für eine Prothese entschieden habe – so habe ich – laut Arzt – doch die Chance, vielleicht 15 Jahre oder auch mehr mit meinem eigenen Knie zu laufen (das mediale Kompartiment ist völlig in Ordnung).

Hatte die OP vor 3 Wochen, bin natürlich noch mit Krücken unterwegs und mache fleißig KG. Von den Schmerzen her geht's schon, die ersten zwei Wochen waren sehr schmerzhaft – den Erfolg der OP kann ich erst beurteilen, wenn ich das Bein wieder voll belasten darf.

Ja – und schiefgehen kann leider bei jeder OP etwas, auch bei kleinen Eingriffen – wenn ich daran denke, was ich alleine der der MeniskusOP unterschreiben musste.......

LG

EFhema(liger Nutz-er2 (#325x731)


Mim

Schön das du alles überstanden hast. Darfst du Teilbelasten oder musst du komplett entlasten?

MCim6x6


@ Mellimaus21:

Ich darf teilbelasten beginnend mit ca. 20 kg, soll aber lt. Physiotherapeut schon beginnen, die Belastung zu steigern – geht halt sehr langsam, aber es geht immer ein bisschen mehr. Nach 6 Wochen habe ich Kontrollröntgen und wenn da alles ok ist, darf ich ohne Krücken gehen – und da ich dann nicht von einem Tag auf den anderen die Krücken "wegschmeißen" kann (Muskel sind schon sehr geschrumpft), muss ich schon langsam Belastung steigern. Radfahren am Heimtrainer darf/soll ich auch.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Orthopädie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH